Der Fluch der Dunkelelfen

Die Legende von Drizzt
 
 
Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. Mai 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06236-1 (ISBN)
 
Die Dunkelelfen sind die unangefochtenen Herrscher der Unterwelt. Jedes andere Volk der Dunkelheit duckt sich vor ihrer Grausamkeit. Doch die Oberwelt - die Welt der Sonne und des Lichts - ängstigt selbst die mächtigen Dunkelelfen. Nur einer von ihnen wagt es, in diese gefährlichen und unbekannten Regionen vorzudringen - der Verräter Drizzt do Urden. Dies ist seine Geschichte .

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blanvalet
  • 0,74 MB
978-3-641-06236-1 (9783641062361)
3641062365 (3641062365)
weitere Ausgaben werden ermittelt
R. A. Salvatore wurde 1959 in Massachusetts geboren, wo er auch heute noch lebt. Bereits sein erster Roman »Der gesprungene Kristall« machte ihn bekannt und legte den Grundstein zu seiner weltweit beliebten Romanserie um den Dunkelelf Drizzt Do¿Urden. Die Fans lieben Salvatores Bücher vor allem wegen seiner plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen und seiner farbigen Erzählweise.
"Sundabar (S. 73-74)

OH, GENUG, FRET«, sagte die große Frau zu dem weißgekleideten, weißbärtigen Zwerg und klopfte ihm auf die Hände. Sie fuhr sich mit den Fingern durch ihr dickes, braunes Haar und brachte es ganz schön in Unordnung. »Tsk, tsk«, erwiderte der Zwerg und fingerte gleich darauf wieder an dem Dreckfleck herum, der sich auf dem Umhang der Frau befand. Er bürstete wie ein Wilder, aber die Waldläuferin bewegte sich immer wieder, sodass er nicht viel erreichte.

»Gott, Fräulein Falkenhand, ich glaube wirklich, dass Ihr gut daran tätet, ein paar Bücher über das richtige Benehmen zu studieren.« »Ich bin gerade erst zu Pferd aus Silbrigmond eingetroffen«, erwiderte Taube Falkenhand indigniert und zwinkerte Gabriel zu, dem anderen Kämpfer in dem Zimmer, der ein großer Mann mit ernstem Gesicht war. »Auf der Straße wird man gewöhnlich schmutzig.« »Schon fast eine Woche her!«, protestierte der Zwerg. »Gestern Abend seid Ihr genau in diesem Umhang auf dem Bankett erschienen!« Dann bemerkte der Zwerg, dass er seine eigenen Seidenkleider beschmutzt hatte, während er sich um Taubes Umhang gekümmert hatte, und diese Katastrophe lenkte seine Aufmerksamkeit von der Waldläuferin ab.

»Lieber Fret«, fuhr Taube fort, leckte an einem ihrer Finger und rieb damit lässig über den Fleck auf ihrem Umhang. »Ihr seid einer der außergewöhnlichsten Kammerherrn.« Das Gesicht des Zwergs lief blutrot an, und er stampfte mit dem glänzenden Schuh auf dem gekachelten Boden auf. »Kammerherr?«, schimpfte er. »Ich würde sagen …« »Na, dann mal raus damit!«, lachte Taube. »Ich bin der – einer der – fähigsten Weisen im Norden! Meine Thesen über die richtige Etikette bei Rassenbanketten –« »Oder den Mangel an gutem Benehmen –« Gabriel konnte nicht anders, er musste ihn unterbrechen.

Der Zwerg drehte sich säuerlich zu ihm hin – »zumindest was die Zwerge betrifft«, endete der große Kämpfer und zuckte unschuldig mit den Achseln. Der Zwerg zitterte sichtbar, und seine Schuhe klopften einen schnellen Rhythmus auf den harten Boden. »Oh, lieber Fret«, beschwichtigte Taube ihn, legte zur Beruhigung eine Hand auf die Schulter des Zwergs und fuhr dann über seinen perfekt gestutzten gelben Bart. »Fret!«, erwiderte der Zwerg scharf und schüttelte die Hand der Waldläuferin ab.

»Fredegar!« Taube und Gabriel schauten sich einen kurzen Augenblick lang wissend an und riefen dann laut lachend den Nachnamen des Zwergs. »Felsenschmetterer!« »Fredegar Federtaucher würde viel besser passen!«, fügte Gabriel hinzu. Ein Blick auf den wütenden Zwerg sagte dem Mann, dass es an der Zeit war zu verschwinden, und so nahm er sein Bündel und verließ den Raum. Aber er blieb doch noch ganz kurz stehen, um Taube zuzuzwinkern. »Ich wollte ja nur helfen.« Der Zwerg verstaute seine Hände in ungewöhnlich tiefen Taschen. »Aber das habt Ihr doch auch!«, rief Taube, um ihn zu beruhigen."

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