Du & Ich

Seelenwanderer im Universum
 
 
neobooks Self-Publishing
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. August 2020
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7529-1410-8 (ISBN)
 
......Sina starrte auf dieses Tattoo, dessen Ränder noch leicht gerötet waren. Verdammt was war das? Wo kam das her? Sie konnte sich nicht daran erinnern in einem Tattoostudio gewesen zu sein. Niemals hätte sie sich freiwillig tätowieren lassen. Sina war seht konservativ und fand Tattoos total asozial. Hatte das ganze tatsächlich etwas mit dem Voodoo-Zauber zu tun? Sie lief zurück in das Schlafzimmer und suchte nach ihrer Tasche. Sie kippte diese aus und fand darin die Quittung eines Tattoostudios. Der Betrag belief sich auf 0,01 Dollar. Außerdem eine Einverständniserklärung, die von ihr selbst unterschrieben war. Der Name des Studios war "Room of Dreams." Eine Adresse befand sich nicht auf der Quittung. Sina sank auf den Sessel neben dem Bett. Ihr war plötzlich übel. Sie lief ins Bad und musste sich übergeben. Mein Gott was würde ihr Mann dazu sagen? Da fiel ihr ein, was ihr Chef, kurz vor ihrem Abflug, lachend zu ihr gesagt hatte: "Pass bloß auf, dass dich der Voodoo-Zauber Hawaiis nicht einholt." Sina hatte lachend gemeint: "Keine Angst Klaus, an so einen Quatsch glaube ich nicht."
  • Deutsch
  • 0,78 MB
978-3-7529-1410-8 (9783752914108)
Mein Name ist Dagmar Salawa, Ich bin 66 Jahre alt, verheiratet, habe vier erwachsene Kinder und vier Enkelkinder. Ich wohne im Rhein Main Gebiet und habe erst zu schreiben begonnen, als ich vor drei Jahren in Pension ging und eine neue Herausforderung suchte. Dieses Buch ist mein fünfter Roman. Bisher schrieb ich nur für Freunde und Bekannte. Ein guter Freund ermutigte mich dieses Buch zu veröffentlichen, da sein Inhalt die aktuellen Geschehnisse in unerem Jahrtausend aufgreift .

Heimaturlaub


Am nächsten Morgen rief Leo an und teilte ihr mit, dass er für eine Woche nach Hause dürfe, um dann nach weiteren vier Wochen endgültig aus der Rehaklinik entlassen zu werden. Sina holte tief Luft und stieß diese mit einem Seufzer wieder aus ihren Lungen. Leo! Mein Gott, hoffentlich ist er jetzt vom Alkohol und Nikotin weg. In einem ihrer seltenen Telefonate hatte er ihr hoch und heilig versprochen, nicht mehr zu trinken. Sie hoffte so sehr ihren Leo, so wie er früher war, wieder zurück zu bekommen. Sie zog sich an und fuhr mit dem Hund im Schlepptau ins Büro. Klaus hatte schon Kaffee gekocht und belegte Brötchen beim Metzger besorgt. "Klaus, du bist ein Engel, weißt du das?" "Sicher weiß ich das!", lachte Klaus und legte den Kopf schief. "Sina, was ist los? Du siehst besorgt aus." "Leo hat gerade angerufen. Er hat für eine Woche Heimaturlaub bekommen. Ich muss ihn am Freitag abholen."

Sina klang nicht sehr begeistert. Sie hatte sich, seit sie alleine zu Hause war, sehr wohl gefühlt. Sie konnte gehen wann und wohin sie wollte und niemand machte ihr Vorwürfe, wenn sie länger arbeitete. Vor allem musste sie keine Angst haben einen betrunkenen, pöbelnden Mann im Haus vorzufinden.

"Wie geht es ihm eigentlich? Vielleicht ist er ja vom Alkohol weg. Ich wäre für euch beide froh, wenn alles wieder so werden würde wie vor seiner Arbeitslosigkeit. Vielleicht findet er ja wieder Arbeit. Es wäre gut für ihn und dich, wenn er wieder eine sinnvolle Beschäftigung bekommen würde", meinte Klaus und schenkte Sina Kaffee ein. Gedankenverloren schaute sie auf die Tasse, die vor einigen Monaten vor der Tür stand. Ob die von Leo war? Nein! Sie schüttelte kaum merklich den Kopf und biss in ihr Wurstbrötchen. Ina hatte das wohl gehört und gerochen. Die Hündin saß nun vor Sina und sah sie mit ihren dunklen Augen erwartungsvoll an. "Du bekommst auch ein Stückchen ab, du bist ein guter Hund!", sagte Sina, biss ein kleines Stück von ihrem Brötchen ab und reichte es dem Hundemädchen. Ina nahm ihr das Leckerchen ganz vorsichtig aus der Hand. "Ja ja, mach nur so weiter! Bring ihr nur das Betteln bei!", meinte Klaus und drohte Sina scherzhaft mit dem Zeigefinger. "Das kann sie von ganz alleine, glaub mir!" Sina lachte und strich dem Hund über den Kopf. "Na siehst du, jetzt lachst du schon wieder." "Mir graut schon vor dem Tag, wenn ich Ina wieder abgeben muss. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen", meinte Sina traurig.

"Hast du jetzt endlich mal wieder in dieses Buch geschaut?", fragte Klaus und begann den Tisch abzuräumen. Sina erzählte ihm davon, wie der Hund die Schublade der Garderobe herausgezogen und ihr das Buch gebracht hatte. Auch von ihrer Beobachtung im Park und den vermeintlichen Rufen aus dem Garten. "Da bin ich ja froh, dass der Hund bei dir ist und dein Mann bald wieder nach Hause kommt." "Du denkst ich spinne, ja?" "Nein! Das meine ich ernst, nach allem was dir in den letzten Monaten passiert ist." Klaus sah sie besorgt an. "Vielleicht hätten wir diesen Auftrag auf Hawaii doch nicht annehmen sollen", meinte er nachdenklich und verließ die kleine Küche.

Am Freitag packte Sina den Hund auf den Rücksitz ihres Autos, schnallte ihn an und fuhr los, um ihren Mann abzuholen. Als sie an dem großen schmiedeeisernen Tor der Rehaklinik ankam, sah sie wie Leo mit einer Frau auf den Stufen der Klinik stand und sich offensichtlich angeregt unterhielt. Sina hupte kurz, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie hatte ihn von unterwegs aus angerufen und ihm mitgeteilt, dass sie in ungefähr einer halben Stunde bei ihm sein würde. Er solle dann bitte zum Tor kommen, weil sie den Hund dabei hätte.

Erschrocken drehte Leo sich um, griff nach seinem Koffer und lief erstaunlich fit auf sie zu. Die Frau war wieder im Gebäude verschwunden. Sina stieg aus und wollte ihm helfen seinen Koffer in den Kofferraum zu legen. "Nein nein, das kann ich jetzt wieder alleine", sagte er und küsste sie zur Begrüßung auf die Wange.

Als beide im Wagen saßen und Sina losfuhr drehte Leo sich um, um nach dem Hund zu schauen. Sina hatte ihm am Telefon erzählt, dass Ina nur vorübergehend bei ihr wäre. Ina lag brav auf der Rückbank und schaute den fremden Mann neugierig, aber freundlich an. "Na du", sagte Leo und strich dem Hund über den Kopf. "Dann werden wir beide ein paar lange Spaziergänge zusammen unternehmen!"

"Darfst du das denn schon?", fragte Sina erstaunt und sah ihren frisch rasierten, gut riechenden Mann von der Seite an. Leo zuckte mit den Schultern und meinte lächelnd und mit hochgezogenen Augenbrauen: "Das muss ich sogar, wenn ich so fit bleiben soll, wie ich mich im Moment fühle."

Sina schaute wieder auf die Straße. War das Ihr Mann? Frisch geduscht, rasiert und gut angezogen? Er sah gut aus und er roch seit Jahren nicht nach Alkohol, sondern nach dem Rasierwasser, das sie so liebte. Die ganze Fahrt über unterhielten sie sich so angeregt wie schon lange nicht mehr. Ihr Leo war wieder zurück in ihrem Leben. Sina sehnte sich danach, dass er sie wieder in seine Arme nehmen und zärtlich zu ihr sein würde.

Zu Hause angekommen, begann Ina zu winseln. Sie musste nach der langen Autofahrt unbedingt raus. "Weißt du was, dann geh du doch kurz mit dem Hund und ich mache uns unterdessen etwas leckeres zu Essen", schlug Sina vor. "Kommt gar nicht in Frage. Wir gehen heute in das neue Restaurant in der Stadt. Ich habe telefonisch für heute Abend einen Tisch reserviert." Sina schaute ihren Mann wohl so überrascht an, dass der lachen musste. "Ja mein Schatz, ich bin wieder zurück im Leben!"

"Wie heißt der Hund denn?", fragte Leo, als er Ina die Leine ans Halsband knipste. "Lustiger Weise genauso wie ich, aber alle rufen sie nun Ina. Es kam immer zu Missverständnissen, wenn jemand sagte: "Sina sitz!", oder so ähnlich", meinte Sina. Leo lachte fröhlich und meinte: "Das kann ich mir vorstellen. Na dann kommt mal mit, ihr beiden Damen." Auf dem Spaziergang erzählte Leo von seiner Zeit in der Rehaklinik und dass man ihm dort einen Job als Buchhalter angeboten hatte. Er würde vorwiegend von zu Hause aus arbeiten können. Einmal im Monat müsse er dann für einige Tage vor Ort sein, um die Unterlagen zu sichten und um einige davon zur Bearbeitung mit nach Hause zu nehmen. "Was hältst du davon?", fragte er Sina. Diese überlegte einen Augenblick und meinte dann, dass sie das gut finden würde und er den Job annehmen solle. Zu Hause angekommen, übergab Leo die Hundeleine an seine Frau und holte seinen Koffer aus dem Auto. Im Haus stellte er den in der Diele ab, nahm Sina in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich. "Aua!" Sina fasste sich über die Brust und schob ihren Mann von sich. "Holla, was ist denn?" Leo schaute sie erschrocken an. "Lass uns eine Tasse Kaffee trinken und ich erzähle dir alles." Nachdem Sina ihre ganze Geschichte erzählt und ihm das schmerzende Tattoo gezeigt hatte, schwieg Leo eine Weile nachdenklich. Dann nahm er seine, nun zum ersten Mal nach diesen Ereignissen weinende Frau, vorsichtig in die Arme, um sie zu trösten. Ina versuchte sich zwischen die beiden zu schieben und winselte mit hängenden Ohren, als wäre sie eifersüchtig. Nun musste Sina, trotz all der Tränen, lachen und ließ sie gewähren.

Gegen 20 Uhr betraten Sina und Leo das Restaurant. Leo half Sina aus dem Regenmantel und schob ihr den Stuhl zurecht. Das hatte er seit Jahren nicht mehr getan. "Man könnte meinen, er hätte ein schlechtes Gewissen wegen seines ungehörigen Benehmens vor der Transplantation", dachte Sina und genoss die Aufmerksamkeit, die Leo ihr nun zukommen ließ.

Auf dem Tisch stand eine brennende Kerze und eine kleine Vase mit einer roten Rose darin. Alles war sehr romantisch. "Sicher hast du die Frau gesehen mit der ich vor dem Eingang der Klinik stand. Das wird meine neue Chefin werden, wenn ich den Job dort annehmen sollte. Ihr Mann ist vor kurzem bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen und sie steht nun mit ihren zwei studierenden Kindern alleine da. Alles sehr tragisch. Er war Arzt an einer Transplantationsklinik. Er hatte verfügt, dass ihm im Falle seines Todes, alle verwertbaren Organe entnommen werden sollten. Sein Zustand durch den Motorrad-Unfall und den entnommenen Organen soll so furchtbar gewesen sein, dass der Bestatter den Sarg nicht noch einmal öffnete, damit seine Frau Abschied von ihm nehmen konnte", schloss er seine Erzählung. "Und das hat sie dir alles erzählt?", wunderte sich Sina über diese Vertrautheit, die ihr Mann offensichtlich mit seiner zukünftigen Chefin hatte. Sie fühlte so etwas wie Eifersucht in sich aufkeimen.

"Ja, wir verstehen uns ganz gut. Als ich ihr erzählte, dass ich Buchhalter bin, hat sie mich gleich gefragt, ob ich diesen Job übernehmen würde. Der jetzige Buchhalter geht übernächsten Monat in Pension. Sie hat mir ein gutes Gehalt angeboten. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich ihr Angebot gerne annehmen." "Was sollte ich dagegen haben? Ich fände es super, wenn du wieder arbeiten könntest, zumal du das vorwiegend von zu Hause aus erledigen könntest. Ich will meinen neuen alten Leo,...

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