Gonji - Der Weg des Kriegers

Fantasy-Roman
 
Ted C. Rypel (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 17. März 2011 | 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0256-8 (ISBN)
 
Sein Name ist Gonji Sabataké. Er ist der Sohn eines Samurai und einer westlichen Mutter. Aus dem fernen Osten ist er nach Europa gekommen, getrieben von einer nur halb verstandenen Vision. Verfolgt von den Schergen des Bösen überschreitet er die Grenze nach Spanien. Dort geht Gonji seinen Widersachern ins Netz und fällt in die Hände der gefürchteten Inquisition. In einem unterirdischen Kerker gefangen, von Folter bedroht, wird ihm das ganze Ausmaß der dunklen Verschwörung bewusst, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihn zu vernichten - und die bis in die höchsten Ränge der christlichen Kirche reicht.
Allgemeine Reihe
1. Aufl. 2011.
Deutsch
0,43 MB
978-3-8387-0256-8 (9783838702568)
3838702565 (3838702565)
weitere Ausgaben werden ermittelt
EINUNDZWANZIGSTES KAPITEL (S. 289-290)  

Die Flüchtlinge und die Renegaten, die zusammen mit Gonji Toledo verlassen hatten, gingen in der Nähe von Aranjuez an Land und überließen ihre Lastkähne und Boote den Wellen. Dann schlossen sie sich einer Wagenkarawane an; diese beförderte Textilien, die Jakob Neriah erworben hatte. Der listige alte Kaufmann hatte gut vorgesorgt: Die Wagen boten reichlich Platz für die Nichtkombattanten; Salgueros neue Truppe von Glücksrittern schaffte aus geheimen Lagern Proviant für die wilde Flucht zum Meer heran, und aus den Ställen von drei Dörfern wurden Pferde für die kriegerischen Mitglieder der zusammengewürfelten Entourage bereit gestellt. »Ganz wie in Vedun«, hatte Neriah nostalgisch gescherzt, aber Gonji konnte seinen Enthusiasmus nicht teilen.

Der Samurai fuhr zunächst auf einem Wagen mit und gönnte seinem strapazierten Körper Ruhe, bis der Plan die Aufteilung in kleinere Karawanen vorsah und er sich wieder ausreichend reisetüchtig fühlte, um die Zügel einer schwarzen Stute zu ergreifen. Er fand sich mit etlichen alten Kampfgefährten vereint, darunter der unwirsche Corsini, und er stellte erfreut fest, dass er noch immer genug Ansehen genoss, sodass diese alten Schuldner sich aufgemacht hatten, um sich bei ihm für früher gewährte Gefälligkeiten zu revanchieren. Aber je mehr Gonji von den Menschen sah, die vor der Inquisition flohen, desto weniger gefiel es ihm.

Viele Familien waren dabei, junge Menschen und alte. Wie es schien, wähnten sie sich auf einer Art heiliger Pilgerfahrt zur Zuflucht der Wunderritter in Österreich, und der Samurai fühlte sich unbehaglich bei der Vorstellung, dass man ihn zum spirituellen und militärischen Anführer dieses gefährlichen Rückzugs bestimmt hatte. Und obwohl er wenig darüber sprach, wusste er, dass er, sobald das Meer erreicht war, einen Weg einschlagen würde, der von ihrem abwich.

Einige Tage lang flohen sie gen Osten und bogen dann allmählich in Richtung Valencia ab. Neriahs Geld war in die richtigen Hände gelangt, und man warnte die Karawane vor dem, was die spanische Armee im Hinblick auf sie plante. Man hatte Kuriere losgeschickt, damit die militärischen Außenposten entlang des Mittelmeers Straßensperren errichteten, und Gonji glaubte, das Unheil über ihrer Fährte schweben zu spüren. Zu dieser düsteren Ahnung gesellte sich eine weitere Sorge: In den zwei Tagen seit der Flucht aus Toledo hatte sich Simon nicht der ständig wachsenden Gruppe angeschlossen.

Bueys kleiner Rebellentrupp stieß spät am zweiten Abend zur Hauptgruppe der Karawane. Gonji saß gerade neben dem verletzten Feldwebel Orozco, als sie angeritten kamen. Der Feldwebel glühte geradezu im Fieber, seit man die Kugel aus dem Bein entfernt hatte. Eine Roma, deren goldene Ohrringe klimperten und im Feuerschein funkelten, versorgte Orozco und spülte seine Wunde mit einem übelriechenden Trank. Das Fieber schien nachzulassen. Der Ochse rief einen Gruß, zerrte anschließend eine gefesselte und geknebelte Gestalt von einem Pferd und stieß den Gefangenen auf Gonji zu.

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