Nur Liebe rettet dein Herz

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. Februar 2020
  • |
  • 130 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-2977-6 (ISBN)
 
Ihr größter Traum ist zum Greifen nah! Nur noch einen Sanitäter muss Samantha schulen, dann wartet auf sie ein neues Leben als Pilotin. Doch ausgerechnet dieser letzte sexy Rettungssanitäter lässt sie mit seiner heißen Liebe an ihrem Weg zweifeln ...
Amy Ruttan ist am Stadtrand von Toronto in Kanada aufgewachsen. Sich in einen Jungen vom Land zu verlieben, war für sie aber Grund genug, der großen Stadt den Rücken zu kehren. Sie heiratete ihn und gemeinsam gründeten die beiden eine Familie, inzwischen haben sie drei wundervolle Kinder. Trotzdem hat Amy es nach der Geburt ihres zweiten Kindes geschafft, sich Zeit zu nehmen, um sich ihren langjährigen Traum zu erfüllen: Sie schrieb ihren ersten Liebesroman! Davon hatte sie geträumt, seit sie zum ersten Mal ein solches Buch von ihrer Oma geschenkt bekommen hatte und von der romantischen Geschichte und dem gutaussehenden Helden verzaubert worden war. Heute vermag sie es selbst, ihre Leser mit magischen Worten zu verzaubern - und das, obwohl ihre Kinder die Autorin auch oft als persönliche Taxifahrerin und Köchin beanspruchen.

1. KAPITEL

Nur noch eine einzige Schulung.

Zwei weitere Monate, dann war Schluss.

Samantha Doxtator holte tief Luft und schaute auf den Dienstplan. Noch einen angehenden Notfallsanitäter musste sie durch den praktischen Teil seiner Ausbildung begleiten, dann konnte sie ihren Mentorenjob hier in der Stadt an den Nagel hängen und sich der Luftrettung in Thunder Bay anschließen.

Thunder Bay war schon lange ihr Traum. Sie hatte sich dort ein Haus gekauft. Endlich würde sie ihrem Sohn das Leben bieten können, das er verdiente. Und am allerbesten war, dass sie dort mit dem Flugzeug zu Notfällen eilen konnte!

Gut gelaunt ging Samantha zu Lizzie Bathurst hinüber, der Einsatzkoordinatorin, die gerade dabei war, die Personalunterlagen der künftigen Notfallsanitäter an die Mentoren zu verteilen.

"Morgen, Lizzie."

Lizzie antwortete nicht, aber das war bei ihr nicht ungewöhnlich.

"Also, wer ist mein allerletzter Schüler?" Samantha rieb sich erwartungsvoll die Hände.

Es zog sie so sehr nach Thunder Bay, hoch oben im Norden. Die meisten aus ihrer Familie waren nach dem Tod ihres Vaters dort hingezogen. Ihr Sohn Adam würde zusammen mit seinen Cousins und Cousinen aufwachsen. Und er könnte in einem großen Garten spielen, anstatt auf der Terrasse ihrer Erdgeschosswohnung.

Sie war als Kind auf dem Land aufgewachsen, immer an der frischen Luft gewesen, und genau das konnte Adam nun auch bald genießen.

Adam hatte zwar seinen Dad nicht mehr, aber er würde eine schöne, liebevolle Kindheit haben. Thunder Bay war ihr Traum und der ihres verstorbenen Mannes gewesen, seit sie vor vierzehn Jahren ihre Ausbildung zu Notfallsanitätern begonnen hatten.

Samanthas Ausbildung hatte viel länger gedauert als geplant. Zuerst hatte Adams Geburt für eine Unterbrechung gesorgt - und dann war Cameron gestorben .

Denk jetzt nicht daran.

Auch wenn ihr Cameron immer noch fehlte, so lag sein Tod doch schon viele Jahre zurück. Sie dachte gern an ihn, aber heute musste sie einen klaren Kopf bewahren.

Heute hatte sie einen Job zu erledigen, und sie wollte ihn perfekt erledigen, damit sie in bester Erinnerung blieb.

Ihre Arbeit, bei der sie alles gab, hatte Samantha geholfen, die schweren Jahre nach Camerons Tod durchzustehen. Sie hatte keinen anderen Weg gewusst, oder zumindest hatte sie sich keinen anderen vorstellen können.

Sie versuchte, ihre Gedanken wieder in positive Bahnen zu lenken, und zwang sich zu einem Lächeln. In wenigen Monaten würde sie ein Flugzeug fliegen dürfen.

"Wie heißt denn nun mein glorreicher letzter Schüler?", fragte sie.

Lizzie blickte über den Rand ihrer halbmondförmigen Lesebrille. "Glorreicher Schüler?"

Samantha runzelte die Stirn. "Bekomme ich diesmal einen besonders schwierigen Fall?"

Lizzie grinste. "Du bist die Beste. Du knackst jede Nuss." Sie reichte Samantha die Akte, und Samantha ergriff sie mit einem unguten Gefühl. Sie öffnete sie und las.

"George Atavik. Der Mann hat es aber weit nach Hause." Samantha war beeindruckt. Bislang hatten sie noch nie jemand von so weit her aus dem Norden Kanadas gehabt. "Hör mal, hier steht, dass er ein erfahrener Pilot ist. Wieso will er unbedingt in einem Rettungswagen arbeiten?"

"Ich habe doch gesagt, er ist eine harte Nuss. Sein Lebenslauf ist echt beeindruckend, und ich will, dass er wieder fliegt. Du musst ihn davon überzeugen, dass er die Ausbildung zum Notfallsanitäter nutzen soll, um bei der Luftrettung zu fliegen. Ich hasse es, wenn jemand sein Talent vergeudet!"

Samantha biss sich auf die Unterlippe. Verdammt. Warum konnte ihr letzter Schüler nicht ein ganz normaler sein? Andererseits hatte sie nie die 08/15-Absolventen bekommen. Manchmal vermutete sie Absicht dahinter .

"He, ich bekomme den Mann doch nicht etwa, weil wir beide von kanadischen Ureinwohnern abstammen?", neckte Samantha sie.

Lizzie sah sie scharf an. "Komm mir nicht damit. Du willst einfach nur einen anderen, gib es doch zu."

Samantha lachte auf. "Okay, du hast mich ertappt."

"Du bist die Beste, Samantha. Die mit der allergrößten Erfahrung, was Rettungswagen betrifft."

"Ach, du schmierst mir nur Honig um den Mund. So nett bist du sonst nie."

Lizzie grinste, doch dann wurde sie wieder ernst. "Ich weiß nicht, warum er nicht fliegen will."

Samantha warf einen Blick auf die Unterlagen. "Vielleicht sieht er das Ganze nur als eine Art Zusatzausbildung. Dort oben in Nunavut gibt es nicht viele Rettungswagen."

"Health Air and Land würde diesen Mann am liebsten als Piloten einstellen, aber wenn du ihn nicht überzeugen kannst, übernehmen wir ihn auf jeden Fall auch für Notfalleinsätze per Krankenwagen. Es gibt zu wenig Notfallsanitäter in Thunder Bay. Wenn er am Ende seiner Ausbildung dorthin kommt, wird man sich ihn sofort schnappen! Übrigens arbeitest du allein mit ihm."

"Allein? Normalerweise arbeiten wir doch immer zu dritt."

"Normalerweise ja, aber George Atavik hat Erfahrung, da ist eine dritte Person nicht nötig. Außerdem, wie ich schon sagte, bist du die Beste."

Samantha nickte. "Okay. Ich versuche es."

"Du sollst es nicht versuchen, du sollst es tun! Und nun raus mit dir. Die anderen neuen Schüler lernen auch gerade ihre Übungsleiter kennen."

Samantha klemmte sich die Akte unter den Arm und ging in den Nebenraum, wo sich gerade die Teilnehmer und ihre Mentoren versammelten.

Sie entdeckte ihren neuen Schützling gleich auf den ersten Blick, obwohl sie nur seine Rückseite sah. Er stand etwas abseits von den anderen und war der Einzige, der völlig entspannt wirkte und nicht im Geringsten nervös.

"George Atavik", rief Samantha laut.

Er drehte sich um, und sie hielt unwillkürlich den Atem an. Auch er stand einen Moment wie vom Donner gerührt da, während sie sich beide anstarrten. Doch dann lächelte er und zeigte zwei Grübchen, die seine strahlend weißen Zähne noch brillanter erscheinen ließen. Groß und schlank war er, breitschultrig, durchtrainiert. Dazu die blitzenden dunklen Augen, die glatte kupferfarbene Haut und das leicht zerzauste schwarze Haar - ein Bild von einem Mann in weißem Hemd und marineblauer Hose, dem Outfit der Notfallsanitäter.

Samantha hoffte, dass sie ihn nicht mit offenem Mund angestarrt hatte. Es war schon länger her, dass ihr ein gut aussehender Mann überhaupt aufgefallen war. Wirklich lange. Als alleinerziehende Mutter hatte man nicht oft Gelegenheit zu einem Date.

Er kam zu ihr herüber und hielt ihr die Hand hin. "Ich bin George Atavik."

Samantha leckte sich unwillkürlich die Lippen, klemmte die Akte fester unter den Arm und ergriff ungeschickt seine ausgestreckte Hand. "Doxtator . Samantha. Ich bin Samantha Doxtator."

"Freut mich, Sie kennenzulernen", entgegnete er höflich, fast reserviert.

Gut. Vielleicht war er doch nicht so schwierig wie erwartet.

Sag irgendetwas. Du starrst ihn ja nur an.

"Legen wir los?", fragte er und sah sie an, als wäre sie nicht ganz bei Trost.

Samantha räusperte sich. "Tut mir leid, war ein hektischer Tag."

George nickte. "Ich vermute, Sie sind einer der Mentoren, denen ich zugeordnet bin."

"Ja, ich bin Ihre Mentorin. Ihr einziger Mentor."

Er schaute sich um. "Wieso haben die anderen zwei?"

"Weil Sie mehr Erfahrung haben." Wieder räusperte sie sich und öffnete seine Personalakte. "Wir beide werden also die nächsten acht Wochen bei Ihrer Ausbildung zum Notfallsanitäter im Rettungswagen zusammenarbeiten. Da Sie eine Pilotenlizenz haben, wären Sie allerdings schneller fertig, wenn Sie ."

"Daran bin ich nicht interessiert", unterbrach er sie, und das Funkeln in seinen Augen war verschwunden.

"Warum denn nicht? Sie sind Pilot, und ."

"Das tut nichts zur Sache. Ich bin hier, weil ich im Rettungswagen arbeiten will." Er verschränkte die Arme vor der Brust, und Samantha verstand. Er wollte nicht weiter darüber sprechen.

"Okay." Sie nahm ein paar Papiere zur Hand. "Lesen Sie sich bitte diese Erklärungen durch, füllen Sie sie aus, und dann machen wir unsere erste Fahrt."

George nickte, sie gab ihm die Formulare, und er setzte sich damit an den nächsten Tisch. Samantha trat ein paar Schritte zurück. Diskretionsabstand.

Sie beschloss, sich einen Kaffee zu holen, und warf kurz einen Blick auf George. Wieso hörte ein Pilot mit so vielen Flugstunden einfach mit dem Fliegen auf? Er hatte mehr Stunden als sie, und sie konnte sich überhaupt nicht vorstellen, aufzuhören.

Was hielt ihn bloß davon ab?

Als würde er spüren, dass sie ihn beobachtete, sah er auf, und ihre Blicke begegneten sich. Einen Moment lang blieb sie wie angewurzelt stehen, wandte sich dann aber rasch ab und tat so, als ignoriere sie ihn. Deutlich fühlte sie seinen prüfenden Blick im Rücken. Ihr stieg die Röte in die Wangen, und sie wünschte, sie hätte ihre Haare nicht zum Pferdeschwanz zurückgebunden, denn sie spürte, wie auch ihr Nacken warm wurde.

Ihr verstorbener Mann hatte ihr Erröten immer reizend gefunden. Sie konnte es einfach nicht kontrollieren, und das ärgerte sie manchmal maßlos. Selbstbeherrschung war ihr ungemein wichtig.

Als sie wieder zu George Atavik hinschaute, hatte er sich über die...

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