Blutiger Winter

Ein Oger-Roman
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2011
  • |
  • 592 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0723-5 (ISBN)
 
Fantasy mit augenzwinkerndem Humor

Im Lande Nelbor kommt kein Kind mehr zur Welt. Menschen, Oger und Orks - alle drohen auszusterben. Um das Rätsel zu ergründen, bräuchte man vor allem eines: einen prachtvollen Helden mit blitzender Rüstung und überragender Intelligenz.

Stattdessen zieht der dicke Oger Mogda los.

Man sagt zwar, Oger seien hässlich wie die Nacht und dumm wie Stroh.

Mogda jedoch ist nur hässlich wie die Nacht.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 2,88 MB
978-3-8387-0723-5 (9783838707235)
3838707230 (3838707230)
weitere Ausgaben werden ermittelt
20 Die Sturmwind II (S. 241-243)

Die Sturmwind schaukelte im seichten Wasser auf und ab. Wie das Schmatzen eines Tieres erklang das Geräusch, wenn die Wellen gegen den Rumpf des Schiffes schlugen. Nach jeder siebten Welle gab es ein dumpfes Klopfen, wenn die Ankerkette gegen die Bohlen des Schiffsrumpfes schlug und dem freien Treiben der Sturmwind ein Ende setzte. Die spärliche Beleuchtung an Deck ließ nur kreisrunde Ausschnitte der Aufbauten erkennen, als ob man mit einem Fernrohr ein zu nahes Objekt betrachtete.

In regelmäßigen Abständen durchwanderten zwei Wachen die Lichtkegel. Leises Flüstern wurde von der Brise herübergetragen, wenn sich die beiden an Deck trafen und einen Moment beieinander verharrten. Die Sturmwind lag hoch im Wasser, zu hoch, um beladen zu sein. Die kleinen, kaum kopfgroßen Bullaugen im Rumpf schlummerten dunkel unterhalb der Reling, nur ab und zu wurde ein Lichtschein von Land reflektiert und ließ sie kurz aufblitzen, dann verschwanden sie wieder zwischen den ebenholzschwarzen Planken. Nur die Kajüte im Heck des Schiffes war beleuchtet.

Ein schwacher Schein, der kaum zum Lesen gereicht hätte, erhellte die drei Butzenfenster, jeweils eins an Back- und Steuerbord und das letzte achtern heraus. Das kleine Ruderboot trieb dahin wie eine Regenwolke bei Nacht. Niemand an Bord der Sturmwind hörte das Schlagen der Paddel, obwohl sie oft ungeschickt und nicht flach genug angesetzt wurden, um wirklich wirksam zu funktionieren. Das Beiboot steuerte auf die Bark zu. Eine Bark war kein Haus und ein Schiffsfenster nicht der Einstieg zu einem Gasthaus.

Die gelb gefärbten und hohl gewölbten Butzenscheiben ließen nur einen verschwommenen Blick auf die andere Seite zu. Eine Hand betastete den Nussbaumrahmen von der Außenseite und prüfte die Stabilität der Fenster. Das feine, kaum hörbare Knarren, als das Fenster sich unter dem Druck bog, wurde von den ewigen Geräuschen des arbeitenden Plankenholzes geschluckt. Ein einziger, säuberlich polierter Messinghaken an der Innenseite verhinderte, dass das Fenster aufsprang.

Eine zweite Hand, größer und fülliger als die erste, erschien am Fenster. Der zweite Versuch, das Fenster zu öffnen, riss die Öse des Messinghakens aus der dünnen Holzverkleidung. Sie fiel auf den gewachsten Holzboden, klingelte einmal schrill wie eine höfische Tischglocke und landete dann stumm auf dem dünnen Teppich, der die Szenerie einer Seeschlacht darstellte. Behutsam drückte jemand das Fenster auf, und zwei Hände klammerten sich an den Rahmen.

Cindiel schob ihren Oberkörper durch das kleine Fenster und stützte sich mit den Händen auf der Lehne eines Stuhls ab, der direkt vor ihr stand. Die große schemenhafte Hand hinter ihr versuchte, Hilfestellung zu geben, und drückte gegen ihr Hinterteil. Mit erschrockenem Gesicht löste die Hexe eine Hand und presste sie eilig an ihrem Körper vorbei wieder nach draußen, um dann energisch nach der Hand zu schlagen, die drohte, sie ungebührlich zu betatschen.

Fast akrobatisch schlängelte sie sich komplett durch die Öffnung und ins Innere der Kapitänskajüte. Bevor sie das Fenster hinter sich schloss, warf sie einen strafenden Blick hindurch nach unten. Das bernsteinfarbene Licht einer Öllampe ließ die Kajüte warm und gemütlich aussehen. Gleich auf dem Beistelltisch neben dem Fenster fiel Cindiel ein gebogener, blank polierter Drachenzahn auf. Er war auf einer runden Holzscheibe angebracht. Darunter hatte man eine Bronzeplatte mit einer Gravur befestigt.

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