Notfall Seele

Ambulante Notfall- und Krisenintervention in der Psychiatrie und Psychotherapie
 
 
Thieme (Verlag)
  • 4. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. April 2017
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  • 208 Seiten
 
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978-3-13-202764-0 (ISBN)
 
Psychiatrischer Notfall! In dieser meist überraschenden Situation mit unklarer Lage vor Ort sind Kommunikation und Situationsregie entscheidend. Dieser Titel gibt praxisnahe Anregungen, wie Sie als Krisenhelfer im vorklinischen Bereich direkt Beziehung mit den Betroffenen aufnehmen, die richtigen Entscheidungen treffen und auch die Chancen in der Krise erkennen.
- Wie beurteilt man die akute Lage trotz unvollständiger Information?
- Wie kommuniziert man mit verwirrten, unruhigen, wahnhaften, betrunkenen, schwierigen oder verzweifelten Menschen?
- Wie moderiert man im systemischen Kontext?
- Wann sollen Medikamente eingesetzt werden?
- Wie schützt man sich selbst vor Gewalt und Überforderung?
Der übersichtlich aufbereitete Leitfaden ist symptomorientiert gegliedert und enthält zahlreiche Fallbeispiele. Er liefert wertvolles Wissen als einführendes Lehrbuch in die Methodik der Notfallintervention, echte Praxistipps zur Vorbereitung auf eine Krisensituation und eine gute Übersicht über die Krankheitsbilder der Akutpsychiatrie.

Die 4. Auflage wurde aktualisiert und um die Glasgow Coma Scale sowie einen Algorithmus für den Umgang mit Gewaltandrohung ergänzt.

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weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Manuel Rupp: Notfall Seele [Seite 1]
2 - Innentitel [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Vorwort zur 4. Auflage [Seite 6]
5 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
6 - I Grundlagen der Notfall- und Krisenintervention [Seite 14]
6.1 - 1 Notfall und Krise [Seite 15]
6.1.1 - Grundbegriffe [Seite 15]
6.1.1.1 - Seelische Krise [Seite 15]
6.1.1.2 - Seelischer Notfall [Seite 16]
6.1.1.3 - Notfall- und Krisenintervention [Seite 17]
6.1.2 - Forschung [Seite 18]
6.1.2.1 - Untersuchung der psychischen Reaktion unter kritischer Belastung [Seite 18]
6.1.2.2 - Methodisches Vorgehen in der Krise [Seite 19]
6.1.3 - Angebot und Nachfrage [Seite 20]
6.1.3.1 - Inanspruchnahme [Seite 20]
6.1.3.2 - Problemgruppen [Seite 20]
6.1.3.3 - Einsatzort [Seite 20]
6.1.3.4 - Maßnahmen [Seite 21]
6.1.4 - Risikofaktoren des Seelennotfalls [Seite 21]
6.1.4.1 - Lebensgeschichte [Seite 21]
6.1.4.2 - Psychische Störung [Seite 21]
6.1.4.3 - Körperliche Störung [Seite 21]
6.1.4.4 - Soziale Belastung [Seite 22]
6.1.4.5 - Wechsel grundlegender sozialer Lebensbedingungen [Seite 23]
6.1.4.6 - Beziehungsmangel und Beziehungsstörung [Seite 24]
6.1.5 - Eskalation von der Krise zum Notfall [Seite 24]
6.1.5.1 - Psychopathologisches Modell der seelischen Krise [Seite 24]
6.1.5.2 - Beziehungsdynamisches Modell der familiären Krise [Seite 26]
6.1.5.3 - Eskalationsstufen von der Krise zum Notfall [Seite 26]
6.2 - 2 Schlüsselsyndrome [Seite 29]
6.2.1 - System der Schlüsselsyndrome [Seite 29]
6.2.2 - Schlüsselsyndrom "benommen, verwirrt" [Seite 30]
6.2.2.1 - Laienbeschreibung einer akuten hirnorganischen Beeinträchtigung [Seite 30]
6.2.2.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 30]
6.2.2.3 - Formen der Bewusstseinsstörung [Seite 30]
6.2.3 - Schlüsselsyndrom "unruhig-komisch-wahnhaft" [Seite 31]
6.2.3.1 - Laienbeschreibung eines psychoseartigen Zustandsbilds [Seite 31]
6.2.3.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 31]
6.2.3.3 - Krankheitsbilder [Seite 32]
6.2.3.4 - Beziehungsdynamik: Familien mit schizophreniekranken Menschen [Seite 34]
6.2.4 - Schlüsselsyndrom "verzweifelt, suizidal" [Seite 35]
6.2.4.1 - Laienschilderung von Verzweiflung und Suizidalität [Seite 35]
6.2.4.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 35]
6.2.4.3 - Krankheitsbilder [Seite 36]
6.2.4.4 - Seelische Dynamik: Wut und Ärger gegen sich selbst [Seite 37]
6.2.4.5 - Beziehungsdynamik: Familien mit depressiven Menschen [Seite 38]
6.2.4.6 - Exkurs: Suizidabsicht - psychische Krankheit oder freier Willensakt? [Seite 39]
6.2.5 - Schlüsselsyndrom "Konflikt, Gewalt" [Seite 39]
6.2.5.1 - Laienschilderung von aggressivem Verhalten [Seite 39]
6.2.5.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 40]
6.2.5.3 - Beziehungsdynamik bei Gewalttätigkeit in der Familie [Seite 41]
6.2.6 - Schlüsselsyndrom "Alkohol-, Drogenproblem" [Seite 43]
6.2.6.1 - Laienschilderung eines Suchtsyndroms [Seite 43]
6.2.6.2 - Nicht-substanzspezifische Erscheinungsbilder [Seite 43]
6.2.6.3 - Substanzspezifische Syndrome [Seite 45]
6.2.6.4 - Psychische, körperliche und soziale Dynamik der Abhängigkeit [Seite 48]
6.2.6.5 - Beziehungsdynamik [Seite 49]
6.2.7 - Schlüsselsyndrom "Angst, Panik" [Seite 50]
6.2.7.1 - Laienschilderung einer Panikattacke [Seite 50]
6.2.7.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 50]
6.2.7.3 - Krankheitsbilder [Seite 51]
6.2.7.4 - Seelische Dynamik bei der Entstehung von Angst [Seite 53]
6.2.7.5 - Beziehungsdynamik bei Panikpatienten [Seite 54]
6.2.8 - Schlüsselsyndrom "chronisch-akut" [Seite 55]
6.2.8.1 - Laienschilderung eines Menschen mit auffälliger Persönlichkeit [Seite 55]
6.2.8.2 - Erscheinungsbild des Schlüsselsyndroms [Seite 55]
6.2.8.3 - Krankheitsbilder [Seite 55]
6.2.8.4 - Psychosoziale Dynamik: Helfer-Patient-Verstrickung [Seite 57]
6.2.9 - Unklare Syndrome: mehrdeutig, unvertraut [Seite 57]
6.2.9.1 - Mehrdeutige Syndrome [Seite 57]
6.2.9.2 - Unvertraute Syndrome [Seite 58]
6.3 - 3 Setting, Prinzipien, Selbsthilfe [Seite 59]
6.3.1 - Versorgungsnetz, Helfer und Patienten [Seite 59]
6.3.1.1 - Versorgungsnetz und Helfer [Seite 59]
6.3.1.2 - Auftraggeber und Patienten [Seite 60]
6.3.2 - Interventionsort [Seite 61]
6.3.2.1 - Intervention in der eigenen Institution [Seite 61]
6.3.2.2 - Hausbesuch [Seite 62]
6.3.2.3 - Intervention in einer fremden Institution [Seite 63]
6.3.3 - Interventionsprinzipien [Seite 65]
6.3.4 - Zielsetzung [Seite 67]
6.3.4.1 - Vorrangiges Ziel der Notfallintervention [Seite 67]
6.3.4.2 - Längerfristiges Ziel der Nachbetreuung und der Krisenintervention [Seite 67]
6.3.5 - Selbsthilfe der Helfer [Seite 68]
6.3.5.1 - Irrwege [Seite 68]
6.3.5.2 - Ausweg: Instrumentarium der Selbsthilfe [Seite 70]
6.4 - 4 Ablauf einer Notfallintervention [Seite 72]
6.4.1 - Ablauf in Phasen und Schritten [Seite 72]
6.4.2 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 72]
6.4.2.1 - Telefonische Kontaktaufnahme [Seite 72]
6.4.2.2 - Telefonische Klärung des Auftrags [Seite 73]
6.4.3 - Vorbereitungsphase [Seite 74]
6.4.3.1 - Triage [Seite 74]
6.4.3.2 - Vorbereitung [Seite 76]
6.4.3.3 - Begrüßungsintervention [Seite 77]
6.4.4 - Abklärungsphase [Seite 79]
6.4.4.1 - Gesprächsführung [Seite 79]
6.4.4.2 - Abklärung [Seite 80]
6.4.4.3 - Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 83]
6.4.5 - Maßnahmephase [Seite 86]
6.4.5.1 - Notfallkonferenz [Seite 86]
6.4.5.2 - Ambulante Maßnahmen [Seite 87]
6.4.5.3 - Evaluation - Klinikeinweisung? [Seite 89]
6.4.6 - Nachbetreuungsphase und Übergang zur Krisenintervention [Seite 90]
6.4.6.1 - Abschied [Seite 90]
6.4.6.2 - Nachbetreuung [Seite 91]
6.4.6.3 - Übergang zur Krisenintervention [Seite 91]
6.5 - 5 Kommunikation, Medikation, Klinikeinweisung [Seite 94]
6.5.1 - Kommunikation und therapeutische Haltung [Seite 94]
6.5.1.1 - Kommunikation [Seite 94]
6.5.1.2 - Therapeutische Haltung [Seite 94]
6.5.2 - Medikation und Notfallkoffer [Seite 96]
6.5.2.1 - Grundsätze der medikamentösen Therapie im Notfall [Seite 96]
6.5.2.2 - Psychiatrischer Notfallkoffer [Seite 96]
6.5.2.3 - Medikamentöse Behandlung der wichtigsten Syndrome [Seite 98]
6.5.3 - Einweisung in die Psychiatrie [Seite 98]
6.5.3.1 - Empfehlungen für die Einweisung ambivalenter Patienten [Seite 98]
6.5.3.2 - Kurzzeitige Unterbringung bzw. stationäre Krisenintervention [Seite 99]
6.5.3.3 - Einweisung auf eine offene Station einer psychiatrischen Klinik [Seite 99]
6.5.3.4 - Zwangseinweisung [Seite 99]
6.5.3.5 - Einweisungszeugnis [Seite 100]
6.5.3.6 - Unlösbare Situation [Seite 100]
7 - II Praxis der Notfall- und Krisenintervention [Seite 102]
7.1 - 6 Benommen, verwirrt [Seite 103]
7.1.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 103]
7.1.2 - Vorbereitungsphase [Seite 104]
7.1.2.1 - Telefonische Triage [Seite 104]
7.1.2.2 - Telefonische Intervention bei bedrohlicher Bewusstseinsstörung [Seite 107]
7.1.2.3 - Begrüßungsintervention [Seite 108]
7.1.3 - Abklärungs- und Maßnahmephase vor Ort und Medikation [Seite 108]
7.1.3.1 - Bei akuter Lebensgefahr [Seite 108]
7.1.3.2 - Einweisungszeugnis [Seite 109]
7.1.3.3 - Falls keine akute Lebensgefahr [Seite 110]
7.1.3.4 - Bei Delir (wechselnd verwirrt-verworren-halluzinatorischer Zustand) [Seite 111]
7.1.3.5 - Bei Krampfanfall mit Bewusstseinsverlust bzw. bei epileptischem Dämmerzustand [Seite 112]
7.2 - 7 Unruhig-komisch-wahnhaft [Seite 113]
7.2.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 113]
7.2.2 - Vorbereitungsphase [Seite 114]
7.2.2.1 - Triage [Seite 114]
7.2.2.2 - Vorbereitung [Seite 114]
7.2.2.3 - Begrüßungs"intervention [Seite 114]
7.2.3 - Abklärungsphase [Seite 116]
7.2.3.1 - Gesprächsführung [Seite 116]
7.2.3.2 - Abklärung [Seite 118]
7.2.3.3 - Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 118]
7.2.4 - Maßnahmephase [Seite 118]
7.2.4.1 - Notfallkonferenz [Seite 118]
7.2.4.2 - Ambulante Maßnahmen [Seite 119]
7.2.4.3 - Evaluation - Klinikeinweisung? [Seite 124]
7.2.5 - Nachbetreuungsphase und Übergang zur Krisenintervention [Seite 126]
7.2.5.1 - Empfehlungen für Abschlusskontakte [Seite 126]
7.2.5.2 - Ambulante sozialpsychiatrische Nachbetreuung [Seite 126]
7.2.5.3 - Empfehlungen für die Angehörigenarbeit [Seite 126]
7.3 - 8 Verzweifelt, suizidal [Seite 128]
7.3.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 128]
7.3.2 - Vorbereitungsphase [Seite 128]
7.3.2.1 - Triage [Seite 128]
7.3.2.2 - Vorbereitung [Seite 128]
7.3.2.3 - Begrüßungsintervention [Seite 129]
7.3.3 - Abklärungsphase [Seite 129]
7.3.3.1 - Gesprächsführung [Seite 129]
7.3.3.2 - Abklärung [Seite 132]
7.3.3.3 - Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 133]
7.3.4 - Maßnahmephase [Seite 135]
7.3.4.1 - Notfallkonferenz [Seite 135]
7.3.4.2 - Ambulante Maßnahmen [Seite 136]
7.3.4.3 - Evaluation - Klinikeinweisung? [Seite 137]
7.3.5 - Spezialproblem: Akut traumatisierte Menschen [Seite 138]
7.3.5.1 - Grundsätze bei der Betreuung von Opfern [Seite 138]
7.3.6 - Nachbetreuungsphase und Übergang zur Krisenintervention [Seite 139]
7.4 - 9 Konflikt, Gewalt [Seite 142]
7.4.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 142]
7.4.2 - Vorbereitungsphase [Seite 142]
7.4.2.1 - Triage [Seite 142]
7.4.2.2 - Vorbereitung [Seite 143]
7.4.2.3 - Begrüßungsintervention [Seite 144]
7.4.3 - Abklärungsphase [Seite 146]
7.4.3.1 - Gesprächsführung [Seite 146]
7.4.3.2 - Abklärung [Seite 148]
7.4.3.3 - Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 149]
7.4.4 - Maßnahmephase [Seite 151]
7.4.4.1 - Notfallkonferenz [Seite 151]
7.4.4.2 - Ambulante Maßnahmen bei aggressivem Konflikt ohne offene Gewalt [Seite 152]
7.4.4.3 - Evaluation: zusätzliche Maßnahmen mit Drohung, Gewalt oder Missbrauch [Seite 153]
7.4.5 - Spezialproblem: Missbrauch und Misshandlung [Seite 155]
7.4.6 - Spezialproblem: Notfallbetreuung von Tätern [Seite 156]
7.4.6.1 - Empfehlungen für den Umgang mit grundsätzlich einsichtigen Tätern [Seite 156]
7.4.7 - Nachbetreuungsphase gefährdeter Familien [Seite 157]
7.5 - 10 Alkohol-, Drogenproblem [Seite 158]
7.5.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 158]
7.5.2 - Vorbereitungsphase [Seite 159]
7.5.2.1 - Triage [Seite 159]
7.5.2.2 - Vorbereitung [Seite 160]
7.5.2.3 - Begrüßungs"intervention [Seite 161]
7.5.3 - Abklärungs- und Maßnahmephase [Seite 162]
7.5.3.1 - Gesprächsführung [Seite 162]
7.5.3.2 - Weiteres Vorgehen je nach Zustandsbild [Seite 163]
7.5.4 - Nachbetreuungsphase und Übergang zur Krisenintervention [Seite 169]
7.5.4.1 - Vorgehen bei schwer Süchtigen [Seite 169]
7.5.4.2 - Vorgehen bei wiederholt gescheitertem Entzug [Seite 169]
7.6 - 11 Angst, Panik [Seite 171]
7.6.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 171]
7.6.2 - Vorbereitungsphase [Seite 171]
7.6.2.1 - Triage [Seite 171]
7.6.2.2 - Vorbereitung [Seite 174]
7.6.2.3 - Begrüßungs"intervention [Seite 175]
7.6.3 - Abklärungsphase [Seite 176]
7.6.3.1 - Gesprächsführung [Seite 176]
7.6.3.2 - Abklärung, Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 177]
7.6.4 - Maßnahmephase [Seite 177]
7.6.4.1 - Notfallkonferenz [Seite 177]
7.6.4.2 - Maßnahmen [Seite 177]
7.6.4.3 - Evaluation - Klinikeinweisung? [Seite 179]
7.6.5 - Nachbetreuungsphase und Übergang zur Krisenintervention [Seite 179]
7.7 - 12 Chronisch-akut [Seite 180]
7.7.1 - Erstkontaktphase, Auftragsklärung [Seite 180]
7.7.1.1 - "Chronisch-akuter Patient": innere Wahrnehmung des Helfers [Seite 180]
7.7.1.2 - Risikomerkmale chronisch-akuter Patienten [Seite 181]
7.7.2 - Vorbereitungsphase [Seite 181]
7.7.2.1 - Triage [Seite 181]
7.7.2.2 - Vorbereitung und Setting [Seite 181]
7.7.3 - Abklärungsphase [Seite 182]
7.7.3.1 - Gesprächsführung [Seite 182]
7.7.3.2 - Abklärung [Seite 183]
7.7.3.3 - Beurteilung und Hilfestrategie [Seite 184]
7.7.4 - Maßnahmephase [Seite 184]
7.7.4.1 - Notfallkonferenz [Seite 184]
7.7.4.2 - Allgemeine Maßnahmen [Seite 186]
7.7.4.3 - Evaluation [Seite 187]
7.7.5 - Spezialproblem: Daueranrufer [Seite 187]
7.7.5.1 - Grundsätze im Kontakt mit Daueranrufern eines Krisendiensts [Seite 187]
7.7.6 - Nachbetreuungsphase und Übergang zu befristeter Krisenintervention [Seite 188]
7.7.6.1 - Empfehlungen zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung [Seite 188]
8 - III Anhang [Seite 190]
8.1 - 13 Formulare und Merkblatt [Seite 191]
8.1.1 - Formular "Klinikeinweisung" [Seite 191]
8.1.2 - Formular "Patientendokumentation" [Seite 192]
8.1.3 - Merkblatt "Algorithmus bei Gewaltandrohung" [Seite 194]
8.2 - 14 Literatur [Seite 196]
8.3 - 15 Glossar [Seite 199]
9 - Sachverzeichnis [Seite 205]

1 Notfall und Krise


1.1 Grundbegriffe


1.1.1 Seelische Krise


Krise im weiteren und engeren Sinn. Bei einer Krise im weiteren Sinn wird durch eine innere oder äussere Belastung das seelische und psychosoziale Gleichgewicht gefährden. Ein zunehmend großer Teil der psychischen Energie wird zur Bewältigung der Belastung und der inneren Erschütterung gebunden.

Bei Menschen ohne vorbestehende psychische Störung zeigen sich dann Unbehagen und Anspannung, z.B. auch Schlafstörungen, jedoch noch keine eigentlichen Krankheitssymptome. Dies wäre eine Krise im engeren Sinn. Die Betroffenen sind noch entscheidungs- und handlungsfähig. Ein Rückbezug auf ihre Ressourcen ist möglich. Die Krisenhelfer können mit ihnen kurzfristig verlässliche Vereinbarungen treffen. Menschen mit einer vorbestehenden psychischen Störung sind krankheitsbedingt vermindert belastbar; bei ihnen lässt sich eine Akzentuierung einer vorbestehenden Symptomatik feststellen, was bei Andauern der kritischen Belastung schließlich zu einem Rückfall bis hin zu einem eigentlichen ? "Notfall" führen kann. Normal belastbare Menschen können jedoch auch in eine Notfallsituation geraten, wenn das Missverhältnis zwischen Belastung und Ressourcen zu groß wird und das Bewältigungsvermögen übersteigt. Dies ist bei Traumatisierung oder chronischen Krisen mit größerer Wahrscheinlichkeit der Fall.

Definition

Von einer "Krise" im engeren Sinn wird in diesem Buch dann gesprochen, wenn kein psychischer bzw. psychosozialer Gleichgewichtsverlust eintritt und mit dem Patienten und seinen Angehörigen Vereinbarungen getroffen werden können.

Bei hohen Wellen: Krise und Krisenintervention.

Abb. 1.1 In der Krise wird die Kraft zur Stabilisierung des psychischen Gleichgewichts verwendet. Wie bei einer Ruderpartie, die in unruhige Gewässer geraten ist.

Krisen und Notfälle können in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen entstehen:

  • Entwicklungskrise: Das sind normale Durchgangsstadien bei der Entwicklung durch innere Neuorientierung

    • im Rahmen der Ablösung von Jugendlichen,

    • bei Menschen in einer länger dauernden Psychotherapie usw.

  • Belastungskrise: Dazu kommt es durch innere (z.B. Krankheit) bzw. äußere Belastung (z.B. psychosozialer Stress); Spezialfälle sind traumatische Krisen, z.B. eine akute Belastungsreaktion oder PTBS (posttraumatische Belastungsstörung, engl. Posttraumatic Stress Disorder, PTSD). Neben diesen typischen Traumafolgereaktionen können jedoch zahlreiche andere psychische Störungsbilder auftreten.

  • Veränderungskrise ? [13]: Eine solche Krise entsteht durch umfassenden Wechsel der Lebensumstände (Life Events), z.B.

    • bei Geburt eines Kindes oder

    • bei Verlust eines Angehörigen.

  • Chronische Krise ? [26] ? [59]: Dabei handelt es sich um eine schwere Dauerkrise bei Suchtkranken, Borderline-Patienten usw.

Gefährdung des psychischen Gleichgewichts. Im Folgenden wird zwischen "Krise Definition" (im engeren Sinn) und "Notfall " - der akut gefährlichen Krise - unterschieden.

1.1.2 Seelischer Notfall


Angesichts drohender Selbst- oder Fremdgefährdung und akuter Überforderung der Angehörigen wird unverzügliche Hilfe erwartet. Damit soll eine (vermeintliche oder tatsächliche) akute Gefahr für psychische Integrität, Leib, Leben und soziale Vernetzung abgewendet werden. Die bisherige Problembewältigung versagt, was nicht nur mit dem seelischen Gleichgewichtsverlust des Patienten, sondern ebenso sehr mit einer Überforderung seines Beziehungsumfelds zusammenhängt. Notfallpatienten sind zudem meist nicht mehr vertragsfähig: Es sind Symptome aufgetreten, die ihre aktuelle Urteils- und Handlungsfähigkeit erheblich einschränken.

Definition

Der Notfall - sofortiger Handlungsbedarf wegen akuter Selbst- oder Fremdgefährdung - wird als Spezialfall einer Krise verstanden.

Bei Sturm: Notfall und Notfallintervention.

Abb. 1.2 Beim Notfall besteht akute Gefährdung! Die Entscheidungs- und die Vertragsfähigkeit sind schwer beeinträchtigt. Aktive, eingreifende Soforthilfe von außen ist notwendig, wie bei der Rettung eines Ertrinkenden.

Das Hinzuziehen professioneller Helfer ist ein Eskalationszeichen. Normalerweise kümmern sich Familienangehörige, Arbeitskollegen und bereits behandelnde Therapeuten um notleidende Menschen. Erst wenn die Lage weiterhin akut bleibt, wird die Beanspruchung der Betroffenen zu groß, sodass außenstehende professionelle Helfer hinzugezogen werden.

Merke

Jeder seelische Notfall ist auch ein psychosozialer Notfall.

1.1.3 Notfall- und Krisenintervention


Bei der Intervention werden alle verfügbaren Ressourcen zusammengefasst, um einen nicht wiedergutzumachenden Schaden abzuwenden. Dabei muss gehandelt werden, bevor die Ursachen für die psychische Notlage genau bekannt sind. Vieles muss sozusagen experimentell getan werden, um am Effekt einer kleinen Maßnahme die Gefährdung von Patient und Bezugspersonen erkennen zu können. Schnelle, wirksame und damit gut überblickbare, einfache (jedoch nicht simple) Vorgehensweisen sind erforderlich. Während der Intervention müssen sie ständig überprüft - evaluiert - werden. Somit ist es hilfreich, sich schon vor dem Einsatz mit den eigenen professionellen Handlungs- und Entscheidungsmustern auseinanderzusetzen, damit das eigene Repertoire erweitert werden kann. Auch bei viel Erfahrung ist Notfallhilfe mit außerordentlichen Anstrengungen verbunden. Der Einsatz muss deshalb zeitlich limitiert werden, um den Helferkreis nicht zu erschöpfen. Entscheidungen sind rasch zu treffen. Ein Notfalleinsatz mit einem Hausbesuch ist in der Regel innerhalb von 1-2 Stunden abgeschlossen - nämlich dann, wenn die Hilfe durch reguläre Helferdienste und Angehörige weitergeführt werden kann und keine akute Gefahr mehr für Leib, Leben und Integrität des Patienten und dessen Umfeld besteht.

Die Notfallintervention ist eine interdisziplinäre Aufgabenstellung. Deshalb kommen in diesem Buch sowohl pflegerische, psychotherapeutische und medizinische wie auch sozialarbeitsbezogene Gesichtspunkte zur Sprache. Wie in anderen Notsituationen geht es um einen möglichst nutzbringenden Verbund helfender Kräfte in methodischer Zusammenarbeit.

Merke

Notfallintervention bei seelischen Krisen ist eine interdisziplinäre Aufgabe.

Notfallhelfer brauchen Professionalität, ein gut reflektiertes Selbstverständnis der eigenen Rolle, eine therapeutische, d.h. auf Kommunikation und Entwicklung hin orientierte Grundeinstellung sowie Interesse an der Lebensweise von Menschen, die nicht der eigenen Subkultur angehören. Daneben erfordert der Notfalleinsatz die Fähigkeit zu fairer Konfrontation mit Respekt für die Entwicklungskompetenz der Patienten, zudem Entschlossenheit, Improvisationsfreude, die Bereitschaft, mit Angehörigen zusammenzuarbeiten, sowie Hartnäckigkeit und Mut, eine notwendige Entscheidung auch unter widrigen Umständen umzusetzen. Nicht zuletzt ist - neben einem Grundwissen über die Eigenheiten psychischer Erkrankungen - ein Wissen um die eigenen Schwächen und Stärken, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen, notwendig.

Die ambulante Nachbetreuung nach einem Notfall entspricht methodisch einer Krisenintervention (bei einer Krise im engeren Sinn). Die Erfahrungen beim Notfalleinsatz können dabei genutzt werden. Die unmittelbare Ursache für den psychosozialen Gleichgewichtsverlust wird benannt, der Patient wird gestützt und er lernt, seine Ressourcen besser zu nutzen. Eine solche Nachbetreuung kann mit...

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