Die geheime Geschichte des Glaubens

Irrwege der Religion
 
 
SAW Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. März 2020
  • |
  • 184 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-948811-01-3 (ISBN)
 
Die Welt braucht geistige Erneuerung, um aus Krisen zu finden, die durch falsche Glaubenssätze entstanden sind. Dass es der Erde nicht gut geht, die Natur stirbt, Frauen, Kinder, Arme ausgebeutet, Tiere gefoltert, Vermögen in Kriegen verschleudert werden, zeigt ein eklatantes Versagen der alten Vorstellungen.
Große Religionen haben 2500 Jahre lang die Menschheit missioniert und ihre Dogmen durchgesetzt. Zeit genug, um den Effekt ihrer Prämissen zu bewerten. Die derzeitigen Kirchenstrukturen sind nicht alternativlos: Die spirituellen Erfahrungen der Menschheit sind unendlich vielfältig und reich. Mächtige Patriarchen haben die Wahrheit reduziert, geistige Schätze in den Untergrund gedrängt. Für den, der sein Herz öffnet, ist die spirituelle Geschichte der Menschheit voller Wunder, die es wiederzufinden gilt.
  • Deutsch
  • Salzburg
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  • Österreich
  • Menschen ohne Glaubensbekenntnis, Ex-Katholiken, Esoteriker, Kirchenkritiker, Sektenmitglieder, Deutschnationale, Frauen, Pastafari, FSM. Alle die an den Zusammenhängen, aus der geschichtlichen Sicht, Interesse haben.
  • 0,94 MB
978-3-948811-01-3 (9783948811013)
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Dr. Rüdiger Opelt,
geboren 1953 in Linz,
Autor, Psychologe, Psychotherapeut, Seminarleiter, Vortragender.
Der Autor erforschte 40 Jahre lang als Psychologe, was Menschen psychosomatisch krank und leidend macht.
Er fand die Ursache unserer psychischen Probleme in den Fehlern der Vergangenheit, in Krieg, Gewalt, Leid und Einsamkeit. Diese These hat er in mehreren Büchern veröffentlicht (Die Kinder des Tantalus, Familienmuster, Tantalus¿ Welt)
In seinen Büchern entwickelt er einen integrativen Ansatz aus Tiefenpsychologie, humanistischer und systemischer Psychotherapie.
In seinen Partnertherapien verbindet er praktische Übungen mit der Aufdeckung alter Familien- und Partnermuster. Durch seine Art der Partnertherapie können Ehekrisen überwunden und die Partnerbeziehung auf eine neue intensivere Basis gestellt werden. Wenn beide Partner Verantwortung für die Beziehung zeigen, hört das Pech in der Liebe auf.
www.opelt.com r@opelt.com
Rüdiger Opelt lebt in Salzburg, ist seit 33 Jahren verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Er schreibt in den Genres: Liebe, Psychologie, Krimis/Romane,
Zukunft, Alternative Geschichte, Ganzheitsdenken
Rüdiger Opelt veröffentlichte bisher 31 Bücher, fünf wurden bisher ins Englische übersetzt.

Religion und Spiritualität


Die Menschheit braucht eine geistige Erneuerung, um aus den Krisen zu finden, die durch falsche Glaubenssätze entstanden sind. Dass es der Erde nicht gut geht, die Natur stirbt, Frauen, Kinder, Arme ausgebeutet, Tiere gefoltert, Vermögen in Kriegen verschleudert werden, zeigt ein eklatantes Versagen derer, die den Glaubensmarkt für sich gepachtet glauben und zurück in die Vergangenheit wollen. Die Aufmerksamkeits-Hascherei mit Zölibat und Scharia ist eine Scheindiskussion, durch die die Massen vom Wesentlichen abgelenkt werden. Dadurch verlieren wir nur wertvolle Zeit. Die Beharrungskräfte haben schon die Umweltdiskussion jahrzehntelang blockiert, das darf in der Religionsdiskussion nicht nochmals passieren.

Große Religionen haben 2500 Jahre lang die Menschheit missioniert und ihre Dogmen durchgesetzt. Zeit genug, um den Effekt ihrer Prämissen zu bewerten. Die derzeitigen Kirchenstrukturen tun der Menschheit nicht gut und sie sind nicht alternativlos: Die spirituellen Erfahrungen der Menschheit sind unendlich vielfältig und reich. Mächtige Patriarchen haben die Wahrheit reduziert oder in den Untergrund gedrängt. In der Vergangenheit findet man hundert Mal mehr, als uns die Kirchenführer weismachen wollen. Jeder Leser hat ein Recht auf freie Auswahl aus all den spirituellen Schätzen der Menschheit, wenn er sich für den besten Weg ins neue Bewusstsein entscheidet, das so viele voraussagen. Für den, der sein Herz öffnet, ist die spirituelle Geschichte der Menschheit voller Wunder, die es wiederzufinden gilt. Dieses Buch erzählt von den spirituellen Erfahrungen der letzten 10.000 Jahre, aus tausenden Kulturen. Es zeigt kritisch auf, wie Religionen der Macht diese Vielfalt verfälschen, weil sie vorgeben, den einzigen Schlüssel zum Himmelreich zu besitzen, während alle anderen von Gott verdammte Ungläubige sind.

Schlechter Brauch seit Jahrtausenden: Statt geistiger Freiheit herrscht Intoleranz, Spiritualität wird blockiert statt gefördert. Wer immer die Welt auf eine enge Quelle reduziert, sei es ein Buch oder ein menschliches Wesen, als Gründer verherrlicht, hat Gottes Wesen nicht begriffen. Kleingeistiges, einseitiges und falsches Denken ist die Hauptursache der Krise der globalisierten Welt.

Mächtige Kirchenpatriarchen, die alle Irrlehren verdammten, zwangen die geistigen Schätze der Menschheit in ein geheimes Leben im Untergrund. Die großen Meister halten ihr Wissen verborgen, weil sie wissen, dass ihnen Verfolgung droht, wenn die Mächtigen ihre Spur aufnehmen.

Spirituelle Menschen sind Suchende. Sie suchen die Wahrheit hinter dem Offensichtlichen, die großen Gesetze hinter dem Scheinbaren, sie suchen nach dem Meister, dem sie glauben können, weil er sie überzeugt. So sind die größten Wahrheiten im Geheimen verborgen, die Geschichte der Weisheit ist eine geheime Geschichte. Man findet sie in Mystik und Meditation, im eigenen Herzen und im göttlichen Funken jeder Seele.

Die Geschichte des Glaubens ist aus einem weiteren Grund geheim. Wenn große Seelen sie ihren Jüngern offenbaren, fühlen sich die Mächtigen rasch bedroht. Dann machen sie entweder das Gute schlecht, oder sie spannen es vor den Karren der Macht. Beides fesselt die Suchenden an die niedrigen Ebenen dunkler Schwingungen, die man daran erkennt, dass Macht, Gewalt und Unterdrückung im Spiel sind.

Viele reden von geistiger Öffnung, von höherem Bewusstsein einer neuen Zeit, die den Menschen helfen will zu wachsen. Dieses kann nur erkennen, wer die alten Fesseln sprengt, die ihn an falsche Bilder binden.

Menschen sind spirituelle Wesen, machen sich Gedanken über den Tod, glauben an ein Jenseits, an eine geistige Welt. 90% der Menschen glauben an Gott, an ein geistiges Universum, an eine Geisterwelt oder an ähnliche Vorstellungen über die sichtbare materielle Welt hinaus. Im Wesentlichen sind sich alle Menschen und Kulturen in diesem Punkte einig, nur die konkreten Formen des Glaubens unterscheiden sich je nach Epoche, Erdteil und Kultur.

Doch Spiritualität und Religion sind nicht dasselbe. Wäre dem so, dann müsste die Welt bei all den Opfern, die Menschen seit Jahrtausenden für ihre Religionen erbringen, längst ein wunderbarer Ort sein. Ist sie aber nicht.

Was Religionen predigen, ist meist nur schöner Schein. Liebe, Barmherzigkeit, Frieden, danach sehnen sich alle und lassen sich locken von den Versprechen der Priester. Doch seit es Großreligionen gibt, bewirken deren Regeln das Gegenteil: Macht, Unterdrückung, Ausgrenzung, Krieg.

Aus der Ferne erkennt man das leicht. Dass Mullahs im Iran Macht ausüben und die Hüter der Heiligen Stätten Mekka und Medina Dschihadisten finanzieren, ist jedem Europäer leicht zu erklären. Die eigene Religion mit demselben Maß zu messen, gelingt den wenigsten. Dabei ist historisch in erschreckendem Ausmaß belegt, wie viele Tote Katholiken und puritanische Fanatiker auf dem Gewissen haben.

Spirituelle Menschen wissen, dass Yin und Yang zusammengehören und Weisheit nur in der Gesamtschau aller Polaritäten erlangt wird. Es kann nicht ein Christ gut und ein Moslem schlecht sein, nur weil der eine gläubig und der andere ein Ungläubiger ist. Das ist nicht nur ein paradoxes, sondern ein völlig verrücktes Denken. Das wissen wir seit Lessings Nathan dem Weisen und alle Glaubensgründer wussten es auch.

Fanatisch religiöse Menschen handeln nicht nach spirituellen Regeln. Je mehr Macht sie in Händen halten, desto gottloser wird ihr Handeln, desto mehr vergessen sie all die Weisheiten, die sie zum Glauben gebracht haben.

Was dieses in Gut und Böse gespaltene Denken erzeugt, sind Feindbilder und Glaubenskriege. Alles was nicht ins eigene Weltbild passt, wird abgespalten, als böse bekämpft. Gerade das Christentum ist Weltmeister im Erfinden von Teufeln und Dämonen.

Hat fanatischer Kampf für die Verbreitung von Religion einen Sinn? Sicher keinen spirituellen. Weise Meister würden niemals Ungläubige bekehren, die dies nicht von sich aus wollen.

Jede Religion, die Andersgläubige abwertet, ist allein dadurch in ihrer Spiritualität vergiftet, entfernt ihre Anhänger vom Himmel, statt sie zum Himmel zu führen. Macht tut der Seele nicht gut, wenn Jesus eine Botschaft hatte, dann ist es diese.

Weltreligionen geht es um Macht, allem Anschein zum Trotz. Der Papst ist einer der mächtigsten Männer der Welt, der Ayatollah ist der mächtigste Mann im Iran. Wenn eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, welchen Sinn hat es, dass mächtige Männer uns den Himmel erklären?

Entscheidend für die Ausbreitung der Weltreligionen waren nicht die Gründer, sondern die Verfälscher, die eine spirituelle Bewegung in eine Religion der Macht pervertierten. Alle Gründer lehnten Macht ab und rieten ihren Schülern, der Macht zu entsagen. Urchristen und Buddhisten wirkten 300 Jahre lang im Untergrund. Erst als mächtige Kaiser ihre Bewegungen instrumentalisierten, entstanden Kirchen, die Frieden predigten und Macht ausübten. Erst zum Zweck des Machterhalts wurde Jesus zum Herrscher der Welt verfälscht und Buddha zum Gott erhoben.

Das stärkste Machtinstrument ist die Kindstaufe, bzw. jede Bekehrung von Kleinkindern. Sie dient der Stärkung der Religionsführer, nicht dem Schutz ihrer Schäflein. Denn je mehr Schafe ich in den Glaubenskrieg führen kann, desto eher werde ich siegen.

Menschen werden in eine Religion hineingeboren, als Kind getauft, bekehrt oder eingeweiht. Kinder müssen ihren Eltern vertrauen, als Jugendliche bilden sie sich eine eigene Meinung, erst als Erwachsene können sie sich bewusst für eine Religion entscheiden, austreten oder in eine andere eintreten.

Wie die meisten Österreicher meiner Generation wurde ich kurz nach der Geburt katholisch getauft. Vor der Erstkommunion musste ich die Regeln der Kirche lernen. Das wichtigste Gebet war das Glaubensbekenntnis, das ich nicht verstand und, je mehr ich verstand, umso weniger akzeptieren konnte. Aber man hatte es zu glauben, Widerspruch war zwecklos.

Mit 10 hatte ich meinen ersten Glaubenskonflikt. Ich musste glauben, was ich weder glauben konnte, noch mir guttat: Hölle, Teufel und Erbsünde machten wir Angst. Aber wer nicht glaubte, war unfolgsam. Oder noch schlimmer, ein gottloser Sünder, zur Hölle verdammt.

Dort sehe ich den Unterschied zwischen Religion und Spiritualität. Jedes Kind ist von Natur aus spirituell. Geister, Tiergeister, Feen, Elfen, Engel - all das ist für Kinder normal, drum lieben sie Märchen, Sagen, Legenden. Die muss man ihnen nicht erklären, Christkind und Osterhase sind geistige Realitäten, Bilder, die den Kindern etwas sagen. Diese Bilder helfen ihnen bei der Orientierung in der Welt, sind aber keine Religion. Niemand zwingt ein Kind, an das Rumpelstilzchen oder an die böse Hexe zu glauben; wenn ihnen ein Märchen nicht gefällt, dürfen sie sich ein anderes wünschen. Mit 8 Jahren an den Teufel und die Hölle glauben zu müssen, obwohl mir das nicht guttat, war ein spiritueller Schock, der bis heute nachwirkt.

Spiritualität ist Freiheit, Religion ist Zwang. Das ist ein seltsamer Widerspruch, der uns in diesem Buch...

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