Gorch Fick

Lustige Geschichten aus der Bundeswehr
 
 
Riva (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Juni 2011
  • |
  • 224 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86413-190-5 (ISBN)
 
Jeder hat schon einmal Schreckensgeschichten oder lustige Anekdoten über die Bundeswehr gehört. Manche Geschichten werden in alter Tradition von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben, andere nur hinter verschlossenen Türen erzählt. Und täglich kommen neue hinzu. Dieses Buch bringt endlich die Wahrheit ans Licht und zeigt, wie es bei der Bundeswehr tatsächlich zugeht. Es versammelt all die lustigen und absurden Geschichten, verbreitet noch mehr Vorurteile und zieht sämtliche Klischees über den Bund hervor.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 1,70 MB
978-3-86413-190-5 (9783864131905)
3864131901 (3864131901)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAMPFAUSBILDER RONNY fiel schon im Kindergarten durch sehr martialisches Verhalten auf. In der Schule hatte er große Freude daran, seine Mitschüler beim Leichtathletik-Wettkampf zu Höchstleistungen zu brüllen. Und so gelangte er letztendlich zu seinem Traumberuf - Kampfausbilder bei der Bundeswehr. Einmal bei der Bundeswehr, wurde er berühmt für seine Drillcamps und Busengrapschereien. Dies ist sein erstes Buch.
  • INHALT
  • Antreten zum Wegtreten!
  • Bundeswehr-Spru¨che
  • SORGEN,DIE MAN BEIM BUND NICHT HAT
  • ÜBER DEN SINNDES SOLDATENDASEINS
  • ERLEBNISBERICHTE
  • Bundeswehrwitze
  • Weckspru¨che
  • Vorschriften!!!
  • Bestellungen
  • Möglicher Dienstplan
  • CLUB-URLAUB?
  • Die Differenzierungstheorie der>>Schlangenprojektion<<
  • Murphys Gesetz des Gefechts
  • Flu¨sterpost oder auch derDienstweg
  • Spru¨che von Harald Schmidtzur Bundeswehr
  • DIE ZEHN BESTEN MÖGLICHKEITEN,DEN WEHRDIENST ANGENEHMERZU GESTALTEN
  • DAS ELOKA-NATO-ALPHABET
  • Rituale
  • Das grosse Lexikon
  • DIE ABKÜRZUNGEN

Erlebnisberichte


Einige hatten eine lustigere Bundeswehrzeit als andere. Die besten Geschichten schreibt aber nicht das Leben, sondern der Bund und seine Mitglieder ...

Ich war bei diesen Erlebnissen nicht dabei, aber wenn, dann hätten diese anders ausgesehen und wären anders ausgegangen. Es gibt jedoch leider auch Ausbilder, die die Sache etwas lockerer angehen, was ich natürlich nicht gutheißen kann.

Wegtreten!

Bei der Musterung

»Habensegeschlechtskrankheitenkeuchhustenmalariamaul-
undklauenseuchemasernwindpockennierensteinehautkrank-
heitenallergiegrünerstargrauerstarmittelohrentzündung?«

»Aah ... nee.«

Nicht verstanden? Dann gewöhnen Sie sich an diesen Ton und hören Sie besser zu!

 

Der erste Tag

Uffz: »Wer ist verheiratet?«
Rekruten schauen sich gegenseitig an.
Uffz: »Keiner. Gut. Ich gehe davon aus, dass jeder eine Freundin hat. Und da wir unsere Freundin auch im späteren Leben als Ehefrau glücklich machen, werden wir uns heute mit dem Reinigen der gesamten Kompanie beschäftigen, sodass wir das Handwerk des Fegens und Wischens beherrschen.«

Das hätte eine Einführung von mir sein können. Respekt an diesen Ausbilder.

Spieß: »... ist mir egal, was Sie wollen; wir sind hier schließlich Solldaten, und nicht Willdaten ...«

Richtig!

Die ersten Wochen

Lange Schlange vor dem Sehtest, neuer Doc betritt das Zimmer. Kurze Zeit später ein Riesengeschrei:

»Wenn Sie mir nicht sofort sagen, welche Zahlen Sie sehen, bescheinige ich Ihnen, dass Sie blind sind!!!«

»Okay, Sie haben es nicht anders gewollt: Hier steht jetzt, dass Sie blind sind und die Konsequenzen werden Sie schon noch merken.« Verdatterter Rekrut verlässt das Zimmer, und auch die nächsten beiden werden (nach noch lauterer Diskussion) mit negativem Sehtestergebnis weggeschickt. Zwei Minuten später kommt ein hochroter Assi heraus und ruft die Leute zurück ...

Grund: Das Gerät für den Sehtest war nicht eingeschaltet ...

Na, das kann ja mal passieren. Aber richtige Reaktion des Assi – alle zurückrufen! Da hat jemand wirklich mitgedacht.

 

 

OFeld nach dem Singen der Nationalhymne:
»Na ja, schön muss ja ned sei! Hauptsache, laut und selbstbewusst.«

Korrekt. Wir sind hier ja schließlich nicht in einem Mädchenchor.

 

S: »Herr Leutnant, dürfen wir auf der Rückfahrt im Bus auch Zivil anziehen?«
V: »Bitte??? Y-Tours lebt von den Werbeträgern – wegtreten!«

Zivil? Wie kann man denn freiwillig Zivil tragen? Es gibt nichts Besseres als eine schnittige Uniform.

Geschichten aus dem Biwak

Ein Biwak ist ein provisorisches Feldlager, bei dem die Truppen im Gelände kampieren. Das Biwak ist wie Ferien auf dem Immenhof, nur mit dem Unterschied, dass es auf dem Truppenübungsplatz keine Mädels mit roten Haaren und keine Ponys gibt.

Ob ihr es glaubt oder nicht: Einer aus unserer Kompanie (Müller) hat vor dem Biwak mal nachgefragt, ob es da draußen auch Strom gibt.
Dieser kurze Bericht zeigt ganz deutlich, dass auch Unteroffiziere noch ein Quentchen Humor besitzen. Nach dieser ausgesprochen doofen Frage nickte der Uffz dem Gefreiten nur beruhigend zu.

Der Großteil von unserer Kompanie wurde eingeweiht, und wir wussten, was kommen würde.

Als wir dann schließlich draußen beim Biwak waren und der Morgen graute, kamen wir nicht mehr aus dem Lachen raus. Wir standen alle bei der Katzenwäsche und beim Rasieren, als unser Uffz eine Steckdosenleiste an einem Baum in der Nähe des Soldaten angebracht hat. Dieser kam dann auch aus dem Zelt und stand mit seinem Elektrorasierer in der Hand da.

Da das Kabel der Steckdosenleiste in den Boden reinlief, sah es aus, als ob dort wirklich Strom fließen würde.

Aber als der Gefreite Müller dann wirklich das Kabel in die Steckdosenleiste steckte ... Na ja, ich muss wohl nicht mehr sagen.
Den Lacher hatte er definitiv auf seiner Seite ...

Diesem Unteroffizier sage ich eine sehr erfolgreiche und lange Laufbahn voraus.

Irgendein Witzbold war auf die Idee gekommen, uns im Biwak übernachten zu lassen. Verpflegung: Pro Nase 2 Kartoffeln, 1 Zwiebel, 1 Ei, Brot und Butter (Salz war vergessen worden). Jetzt saßen wir vor unserem Lagerfeuer und überlegten, was man damit so machen kann. Wir hatten uns gerade auf Rührei geeinigt, da kam D. vorbei. Er machte sogleich den glorreichen Vorschlag, das Ei dadurch zu erhitzen, dass man es ins Feuer rollte.

Es hat ihn nicht stutzig gemacht, als wir ihm gesagt haben, dass er das bitte mit seinem Ei ausprobieren solle. Er fing immer noch nicht an zu denken, als wir alle in Deckung gingen, nachdem das Ei im Feuer lag. Erst als es platzte (das geht wie in der Mikrowelle) und er ziemlich gut mit Ei bekleckert war, wurde ihm klar, wie dämlich seine Idee doch gewesen war. Zumindest waren wir am nächsten Morgen aller Diskussionen über nicht geputzte Klamotten ledig, denn er konnte mit Sicherheit nicht mehr meckern.

Merke: Vertraue keinem dein Ei an. Immer schön selber darum kümmern, dass es warm und genießbar wird.

Sonntagabend, alle räumen ihre Spinde ein:
Jg Müller: »Hey Mayer, wie wird diese Woche das Wetter?«
Jg Mayer: »Auf’m Dienstplan steht Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Biwak im Kirchholz.«
Alle anderen einstimmend: »Also regnet’s!«

Weicheier! Als ob das Biwak besser wäre als der Wetterbericht. Na ja, vielleicht manchmal.

Gefr T. steht unter ABC-Schutz Wache. Es kommt der Kommandeur der Divisionstruppen (BG S.) mit Schutzmaske.
Gefr T. grüßt.
BG S. dreht sich nach fünf Metern um: »Warum haben Sie mich nicht nach der Parole gefragt?!«
Gefr T.: »Ich habe Sie erkannt, Herr General.«
BG S.: »Woran?«
Gefr T.: »An Ihrem Namensschild, Herr General.«
BG S.: »Sehr gut! Solche Männer braucht das Land.«

Ein Lob auch von mir. Wobei – was wäre passiert, wenn feindliche Truppen den General überfallen hätten und ihm sein Namensschild abgenommen hätten? Schon mal daran gedacht, Soldat?

Beim Biwak liegt nachts immer ein Alarmposten in einem der Gefechtsstände und es gibt eine Lagerwache an der Feuerstelle vor den Zelten. Feuer war leider verboten. –

Der Feind bestand aus Luftlandetruppen (also Spezialeinheiten, in unserem Fall unsere Feldwebel), die Nachts Sabotageaktionen versuchten.
Feldwebel sind sehr fies, machen jeweils nur einen Schritt und warten danach wieder fünf Minuten, sie sehen aus wie ein Baum im dunklen Wald.

Ein neuer Tag beginnt und unser Alarmposten liegt wach. Unser Ausbilder mit Schutzsoldat nähert sich dem Posten.
Alarmposten: »Apfeeeeelkuchen«
Ausbilder: »Honigbrot – guten Morgen, ich bringe die neue Parole ... mmmh ... wie war die noch ... gibt es Maulbeeren?«
Alarmposten: »Äöööhm hmmm ...«
Ausbilder: »Ähm ahja genau Maulbeer ... äähm ... öhm ... Maulbeertaschen?«
Alarmposten: »Okay«.
Ausbilder : »Okay, Maulbeertaschen-Schweinsohr.«

Hier muss ich meiner Funktion als Kampfausbilder kurz nachkommen. Wie kann das passieren, dass man die Parole vergisst?? Hat man euch nicht beigebracht, einfache Codewörter zu verwenden? Z. B. Pitbull, Panzer, Terminator oder meinetwegen auch Hubschrauber. Aber doch sicher nicht irgend so einen Weiberkram!

Die ganze Nacht krächzt ein Uhu.
Am nächsten Morgen sagt unser Aufseher etwas verpennt:
»Scheiße, Mann, dieser beschissene Uhu.«
Soldat : »Das war kein Uhu, das war der StUffz ...«

Weicheier. Ohren auf Durchzug und schlafen. Die Soldaten waren wohl noch nicht müde genug. Das nächste Mal etwas mehr Drill!

Während der Geländeausbildung

Uffz: »Warum darf man unter dem Gefechtshelm nicht rauchen?«
1. Rekrut: »Die Hitze sammelt sich unterm Helm und verbrennt die Haare.«
2. Rekrut: »Der Rauch sammelt sich, und man sieht nichts mehr. «
3. Rekrut: »Das Nikotin lagert sich am Helmrand ab und fängt in der Nacht an zu leuchten.«
Uffz: »Hier haben Sie eine Schachtel Luckys. Das will ich sehen.«

Das ist ein Entdeckergeist, wie er mir gefällt. Gut gemacht! Ich hoffe, sie haben das Resultat dokumentiert. Über eine Mitteilung des Ergebnisses würde ich mich freuen.

Nach nächtlichem Feindkontakt verlangt der Gruppenführer (Uffz) Meldungen seiner einzelnen sechs Stellungen, um Überblick zu gewinnen. Rekruten melden: »Stellung eins überlebt« – »Stellung zwei überlebt« – »...«
Stellung vier meldet sich nicht.
Uffz: »Stellung vier! – Wo bleibt die Meldung der Stellung vier?«
Rekrut in Stellung vier: »Tot,...

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