Bestimmt für dich

Roman
 
 
Diana Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Oktober 2011
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06623-9 (ISBN)
 
Zeit für Wunder .

Rosanna hat keinen guten Tag. Genauer gesagt: kein gutes Jahr. Doch als sie einen Unfall unversehrt übersteht, erwacht neuer Lebenswille in ihr. Denn sie ist fest davon überzeugt, dass sie gerettet wurde, weil sie jemanden glücklich machen soll, und zwar den Mann, der sie wiederbelebt hat. Nur dumm, dass Lukas davon gar nichts hält, denn er als Journalist glaubt nicht ans Schicksal, sondern an harte Fakten. Da hat Rosanna einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch gerade als Lukas anfängt, mehr in ihr zu sehen als eine eigenwillige Träumerin, passiert etwas, das alles auf den Kopf stellt .

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Diana
  • 0,71 MB
978-3-641-06623-9 (9783641066239)
3641066239 (3641066239)
weitere Ausgaben werden ermittelt
33 (S. 161-162)

»Entschuldigen Sie mal!«, empörte sich Lars. Lukas stieg von ihm herunter und bot ihm eine Hand an, um ihm beim Aufstehen zu helfen. Lars zog es vor, sich allein aufzurappeln. Während er sich den Dreck von seinem Anzug klopfte, warf er Lukas vernichtende Blicke zu. »Arschloch«, murmelte er. »Sie wollten Rosanna hoffentlich sagen, dass Sie die Anzeige zurückziehen«, gab Lukas gelassen zurück. Lars starrte ihn an. »Bitte?« Lukas klopfte ihm ein wenig Staub von der Schulter. »Ich weiß Bescheid«, erklärte er, »und ich finde, Sie und Ihre Frau haben sich da gestern nicht gerade mit Ruhm bekleckert.«

Lars musterte ihn herablassend. »Ach nee. Sind Sie etwa der Neue oder nur ein ›Freund‹?« »Das tut hier nichts zur Sache«, erwiderte Lukas. »Fein«, freute sich Lars und lächelte angriffslustig. »Dann verpissen Sie sich gefälligst.« Er rempelte ihn mit der Schulter an und trat auf das Klingelschild zu. Aber auch sein Versuch, sich von Rosanna die Tür öffnen zu lassen, blieb erfolglos. »Wo ist sie?«, knurrte Lars Lukas an. Lukas stellte eine Gegenfrage.

»Warum sind Sie hier? Selbst wenn Sie die Anzeige zurückziehen – was ich bezweifle, da Sie offensichtlich bloß einer dieser machtversessenen Rechthaber sind, die schon als Kind peinlich waren –, dann hätten Sie dafür nicht herkommen müssen.« »Eifersüchtig?« Lukas schüttelte den Kopf. »Das nun gar nicht. Aber vielleicht sind Sie noch nicht wirklich fertig mit Rosanna. Was auch Ihre starrköpfige Haltung wegen der Anzeige erklären würde. Sie wollen ihr immer noch wehtun. Fragt sich nur, wofür.« Lars schwieg eine Weile, winkte dann ab. »Mit so einem Schluffi diskutiere ich doch gar nicht.«

»Ich wette, Sie sind hier, um Rosanna zu erklären, dass Ihre neue Frau auf der Anzeige besteht und Sie daran völlig unschuldig sind. Auf diese Weise wären Sie weiterhin der verständnisvolle, nette Exmann, der nie etwas böse gemeint hat und auch jetzt überhaupt kein Problem mit seiner geschiedenen Frau hat. Vielleicht spekulieren Sie ja auch auf ein kleines Nebenher, den guten alten Zeiten zuliebe? Ihre Frau weiß doch bestimmt nicht, dass Sie hier sind, oder?« Lars fixierte ihn. »Sie haben eine blühende Fantasie.« Er streckte einen Zeigefinger aus und bohrte ihn Lukas in die Brust.

»Aber mir reicht’s jetzt, verstanden?« »Soll ich Rosanna sagen, Sie kommen wieder?«, fragte Lukas vergnügt. »Sie halten Ihre Klappe«, fauchte Lars. »Sonst werde ich –« Irritiert verstummte er, als plötzlich die »Carmina Burana« durch die Luft schallte. »Ich bin gleich wieder bei Ihnen«, versprach Lukas und nahm den Anruf auf seinem Handy entgegen. Die Stimme, die sich am anderen Ende meldete, nahm ihm jedoch ein wenig von jenem Selbstvertrauen, mit dem er sich Lars gegenüber so großspurig aufgebläht hatte. »Diesmal ist er wirklich weg«, sagte die Heimleiterin in einem Ton, als überbrächte sie eine gute Nachricht. »Und zwar mit einem Taxi, wenn man den Aussagen von ein paar Heimbewohnern glauben kann.«

Lukas schloss entnervt die Augen. Eigentlich hatte er herausbekommen wollen, wo er Rosanna finden konnte. Stattdessen präsentierte ihm das Schicksal nun noch ein anderes Problem. »Wieso haben Sie nicht besser aufgepasst?«, regte Lukas sich auf. »Wir sind kein Gefängnis«, erwiderte die Heimleiterin. »Außerdem waren Sie es ja wohl, der ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, von wegen: ein letztes Mal zum Ferienhaus seiner Eltern. Ist Ihnen eigentlich klar, dass er schon die Reise nicht überstehen wird?« »Dann halten Sie ihn davon ab!«, schimpfte Lukas und drehte sich von Lars weg, der sich über seine Hilflosigkeit sichtlich amüsierte. »Sie halten ihn davon ab«, erwiderte die Heimleiterin gleichmütig. »Wie gesagt, ich habe nicht das Personal für solche Rettungsaktionen.« »Sie kümmern sich doch bloß nicht um Fritz, weil er keine Verwandten mehr hat.«

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