Romana Extra Band 96

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Juli 2020
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-4798-5 (ISBN)
 
MEIN TRAUM VOM GLÜCK BIST DU von PENNY ROBERTS Nikolaos Papadakis hat kein Interesse an der griechischen Insel, die er mit seinen Brüdern geerbt hat. Gern will er sie an ein Bergbauunternehmen verkaufen. Doch er macht die Rechnung ohne die temperamentvolle Bethany, die ihre kleine Pension auf Patroklos um jeden Preis retten will! DER ZAUBER DEINER SINNLICHEN KÜSSE von ELLIE DARKINS Nie hat Guy Williams die sinnlichen Küsse der zauberhaften Meena vergessen. Das Wiedersehen weckt neues Begehren in ihm. Soll er sie zurückerobern? Aber nach einem Schicksalsschlag ist er von Schuldgefühlen geplagt. Keine gute Voraussetzung für eine Beziehung ... VERFÜHRT IM PALAZZO DES ITALIENERS von LYNNE GRAHAM Der Conte di Martino spürt instinktiv: Topaz, die bezaubernde Gesellschafterin seiner Mutter in seinem Palazzo in der Toskana, verbirgt etwas. Er muss herausfinden, was es ist! Dazu will Dante die Schönheit erst zur Wahrheit verführen - und dann zur Liebe ... HEIMLICHE LIEBESNÄCHTE MIT DEM PRINZEN von MAISEY YATES Prinz Gunnar von Bjornland braucht dringend eine Ehefrau - wenn auch nur, um die Thronfolge zu sichern. Sein Herz verschenken will er auf keinen Fall! Dafür schätzt er seine Freiheit zu sehr. Ob die reizende Latika ihn vom Gegenteil überzeugen kann?
Penny Roberts verspürte schon als junges Mädchen die Liebe zum Schreiben. Ihre Mutter sah es gar nicht gern, dass sie statt Schule und Hausaufgaben ständig nur ihre Bücher im Kopf hatte. Aber Penny war sich immer sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, und ihr Erfolg als Autorin gibt ihr recht. Gemeinsam mit ihrem Mann unternimmt sie gern lange und ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur. Jedoch nur, wenn sie nicht gerade ihre größte Leidenschaft gepackt hat - das Schreiben.

1. KAPITEL

Mit dem Telefon am Ohr stand Nikos am verspiegelten Panoramafenster seines Penthousebüros und schaute hinaus auf die Skyline von Heraklion. Sein Blick wanderte über das weiße Häusermeer, das sich bis zum venezianischen Hafen erstreckte.

Glücklicherweise beherrschte er die Kunst des Zuhörens, ohne wirklich zuzuhören, wie kaum ein anderer. Bisher schien sein Gesprächspartner jedenfalls nicht bemerkt zu haben, wie wenig er wirklich bei der Sache war. Ein zustimmendes Murmeln hier, ein leises Brummen da - auf diese Weise hatte er schon so manche langatmige Monologe überstanden, nicht zuletzt auch jene, die sein Vater ihm stets gehalten hatte.

Sein Vater.

Grigorios Papadakis.

Der alte Bastard.

Ehe er es zurückhalten konnte, entfuhr Nikos ein unwilliges Knurren. Ein Fehler, wie er sofort bemerkte, als am anderen Ende der Leitung augenblicklich Stille herrschte.

Verdammt!

"Entschuldigen Sie bitte, Gordon", sagte er rasch. "Meine Sekretärin kam gerade herein, um mir einen unangekündigten Besucher zu melden. Kann ich Sie vielleicht .?"

Er hatte den Satz noch nicht zu Ende gebracht, da wurde tatsächlich die Tür zu seinem Büro aufgestoßen - und sehr viel energischer, als seine persönliche Assistentin Elara es jemals getan hätte.

Verblüfft starrte er die fremde Frau an, die mit wehendem rotem, Haar in den Raum stürmte. Es passierte ihm wahrlich nicht oft, aber in diesem Moment war er für ein paar Sekunden sprachlos.

Was man von der Unbekannten nicht gerade behaupten konnte.

"Nikolaos Papadakis", sagte sie, und ihre Stimme klang so scharf wie das Knallen einer Peitsche. "Sind Sie das?"

"Ich ." Wach auf, Nikos! Da steht eine wildfremde Person in deinem Büro und verhält sich, als würde sie hierhergehören! Willst du sie nicht wenigstens fragen, wer sie ist?

Seine innere Stimme klang mehr nach der seines Vaters, als ihm lieb war. Doch immerhin hatte sie ihn aus seiner Erstarrung gerissen.

"Nein", sagte er und hob eine Braue. "Ich bin der Hausmeister, der gerade eine Glühbirne wechseln wollte, was denken Sie denn?"

"Genauso arrogant und selbstherrlich, wie ich Sie mir vorgestellt habe." Sie schnaubte aufgebracht und schüttelte den Kopf.

Nikos nutzte die Gunst des Augenblicks, um seine ungebetene Besucherin eingehend zu betrachten. Erneut war es ihr lockiges rotes Haar, das seinen Blick zuerst gefangen nahm. Es schien im leicht herabgedimmten Schein der Deckenbeleuchtung regelrecht zu glühen und umrahmte ihr Gesicht wie eine flammende Aura.

Als Nächstes fielen ihm ihre Augen auf. Sie waren tiefgrün und funkelten herausfordernd, was ihn amüsierte. Weshalb ihm das eine solche Freude bereitete, konnte er sich beim besten Willen nicht erklären. Die Frauen, mit denen er sich normalerweise umgab, gehörten einem ganz anderen Typ an: blond, graziös und sanft.

Von sanft konnte bei dieser Dame allerdings kaum die Rede sein. Und graziös war die Art und Weise, wie sie wütend die Arme in die Seiten stemmte, mit Sicherheit nicht. Dennoch gefiel sie ihm. Sie wirkte wie eine Amazone, bereit, es mit jedem aufzunehmen, der sich ihr in den Weg stellte.

Ob sie auch die Figur einer Amazone besaß, konnte er nur vage erahnen. Der lange Rock und der etwas unförmige Pullover, den sie darüber trug und der für die warmen Temperaturen gänzlich ungeeignet schien, ließen kein genaues Urteil zu.

"Sie haben sich mich also vorgestellt?" Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Interessant. Vielleicht verraten Sie mir auch, mit wem ich das Vergnügen habe?"

"Bethany Gregson", entgegnete sie scharf. "Aber das wird Ihnen natürlich nichts sagen. Wieso auch? Es ist ja schließlich nicht so, als würde sich jemand wie Sie für die Angelegenheiten anderer Menschen interessieren."

Nikos war irritiert. Warum glaubte diese Frau, ihn so gut zu kennen, während er sich beinahe sicher war, sie noch nie zuvor im Leben gesehen zu haben? An jemanden wie sie würde er sich schließlich erinnern.

Ehe er eine entsprechende Frage formulieren konnte, platzte Elara in den Raum. Sie bedachte Bethany Gregson mit einem düsteren Blick, ehe sie sich ihm zuwandte.

"Ich bitte um Verzeihung, Chef. Diese Person hat mich in der Kaffeeküche eingesperrt. Es ist mir erst gerade eben gelungen, mich zu befreien."

Nur mit Mühe gelang es Nikos, ein Schmunzeln zu unterdrücken. Seine Assistentin war es nicht gewohnt, auf eine solche Weise behandelt zu werden. Sie hatte schon für ihn gearbeitet, als sein Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckte. Täglich hielt sie ihm all die Leute vom Hals, mit denen er sich nicht beschäftigen wollte.

Dass es ihr dieses eine Mal nicht gelungen war, schien sie als persönlichen Affront zu betrachten. Und er konnte sich nicht helfen - er fand es einfach amüsant.

"Ist schon gut, Elara", beschwichtigte er sie. "Ich mache Ihnen keinen Vorwurf."

"Ich rufe natürlich sofort den Sicherheitsdienst und ."

"Das wird nicht nötig sein", fiel er ihr ins Wort. Seine Assistentin blinzelte überrascht, als er ihr eine Hand auf den Rücken legte und sie sanft, aber bestimmt aus seinem Büro beförderte. "Und ein guter Kaffee für meinen Gast und mich wäre jetzt wirklich fantastisch, vielen Dank."

Nie zuvor hatte er Elara sprachlos erlebt. Sie schien gar nicht zu wissen, wie ihr geschah, als er die Tür hinter ihr schloss und sich wieder Bethany Gregson zuwandte.

"Nun, Ms. Gregson." Er neigte den Kopf ein Stück zur Seite. "Mir scheint, Sie sind mir gegenüber im Vorteil - zumindest insofern, dass Sie, im Gegensatz zu mir, genau wissen, mit wem Sie es zu tun haben."

"Das kann man wohl sagen. Am Namen Papadakis kommt man schließlich schwer vorbei, wenn man auf einer kleinen Insel wie Patroklos lebt."

Patroklos.

Der Name der Insel hatte stets dieselbe Wirkung auf Nikos Stimmung wie ein Stein, der um das Fußgelenk eines Schwimmers gebunden wurde: Sie sank unwillkürlich dem Nullpunkt entgegen.

Erst recht nach dieser Farce, die der Notar seines Vaters als Testament bezeichnete.

"Sie haben eine weite Reise auf sich genommen, um mich zu treffen. Ich nehme an, dass es sich nicht um einen reinen Höflichkeitsbesuch handelt?"

Sie schnaubte, und ihre grünen Augen funkelten gefährlich. "Gewiss nicht. Ich bin hier, um an Ihr Gewissen zu appellieren."

Einen Moment lang schaute Nikos sie einfach nur an, dann lachte er laut auf. "Mein Gewissen? Wie kommen Sie auf den Gedanken, dass ich so etwas besitze?"

"In der Tat", murmelte sie, gerade noch so laut, dass er sie hören konnte. "Wie bin ich bloß auf diese vollkommen absurde Idee gekommen?" Er rechnete schon damit, dass sie sich umdrehen und aus seinem Büro hinausstürmen würde. Und fast bedauerte er das. Doch dann schüttelte sie den Kopf und seufzte. "Hören Sie, vielleicht sollte ich noch einmal von vorn beginnen. Eigentlich bin ich hier, um Sie um Hilfe zu bitten."

"Um Hilfe?" Er deutete zu der kleinen Sitzecke vor dem Panoramafenster. "Aber ich vergesse meine Manieren - wollen Sie sich nicht erst einmal setzen?" Wie aufs Stichwort klopfte es, und Elara trat mit dem Kaffee herein. Sie bedachte Bethany Gregson mit einem kühlen Blick, als sie das Tablett auf dem Tisch abstellte. "Ich mache das schon", sagte Nikos und forderte seine Assistenten mit einer Handbewegung zum Gehen auf, ehe er sich auf einen der Loungesessel setzte. "Nun?"

Bethany zögerte noch kurz, dann ließ sie sich auf dem Sessel ihm gegenüber nieder. Er reichte ihr eine Kaffeetasse und griff dann nach der zweiten. Heiß und belebend rann das schwarze Getränk seine Kehle hinunter, als er einen Schluck nahm.

Er beobachtete, wie Bethany Milch und Zucker in ihren Kaffee gab und lange und ausgiebig rührte. Sie wirkte nervös und schien nicht recht zu wissen, wie sie beginnen sollte.

Ihm fiel auf, dass Sommersprossen ihre Nasenflügel sprenkelten. Es war . niedlich. Großer Gott, seit wann gingen ihm denn solche Worte durch den Kopf? Zudem war das nicht unbedingt ein Attribut, das ihn bei Frauen besonders anzog.

Er mochte hochgewachsene, elegante Frauen. Blond oder brünett, mit langen Beinen, einer schlanken Taille und festen kleinen Brüsten. In der Vergangenheit war er mit einigen Models und Schauspielerinnen ausgegangen, die alle mehr oder weniger diesem Typ entsprachen.

Bethany Gregson war keine Frau, nach der er sich unter normalen Umständen umgedreht hätte.

Aber was waren schon normale Umstände? Die letzten Wochen konnte man kaum als solche bezeichnen. Seit ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht hatte, schien überhaupt nichts mehr normal zu sein. Nicht etwa, weil er um ihn trauerte. Davon konnte nun wirklich keine Rede sein.

Ihr letztes Gespräch lag lange zurück. Und in den vergangenen Jahren hatte Nikos die Tatsache, dass er einen Vater hatte, erfolgreich verdrängt.

Er hatte weder ihn noch den Rest seiner sogenannten Familie gebraucht. Ohne diesen ganzen Ballast war er deutlich besser dran. Auch wenn er zugeben musste, dass er seine Brüder hin und wieder vermisste.

Doch er war nie ein Mensch gewesen, der sich den Kopf über Dinge zerbrach, die er nicht ändern konnte. Und das Verhältnis zwischen ihm und seinen Brüdern war unwiderruflich zerrüttet. Was vielleicht sogar ganz gut war.

Stefanos...

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