Cordina's Royal Family 2. Ein königlicher Kuss

 
 
Heyne (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. August 2013
  • |
  • 174 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-12125-9 (ISBN)
 
Die beliebte Cordina-Saga: Liebe, Intrigen und Leidenschaften am Königshof der Fürstenfamilie von Cordina

Die Schauspielerin Eve Hamilton und ihre Truppe gastieren am Hof der Fürstenfamilie. Kronprinz Alexander ist hingerissen von der wunderbaren jungen Mimin. Dass eine Aktrice nicht seinem Stand entspricht, spielt keine Rolle für den attraktiven Prinzen. Er wirkt jedoch distanziert und kalt auf sie. Als eine Serie von Anschlägen den Hof erschüttert und Alexanders bester Freund umkommt, kann er nur bei Eve Trost finden. Doch auch sie schwebt in Gefahr.



  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
Heyne
  • 0,44 MB
978-3-641-12125-9 (9783641121259)
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Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

1. KAPITEL

Eve war schon früher im Palast gewesen. Das erste Mal, vor fast sieben Jahren, hatte sie ihn für ein Märchen gehalten, das Gestalt angenommen hatte. Jetzt war sie älter, allerdings nicht sicher, ob auch weiser. Cordina war ein Land. Der Palast ein prachtvolles Gebäude. Märchen waren für die sehr Jungen, die sehr Naiven oder die sehr Glücklichen.

Obwohl der Palast der Fürstenfamilie von Cordina aus Stein und Mörtel und nicht aus Wünschen und Träumen erbaut war, musste Eve ihn bewundern. Strahlend weiß, nahezu unberührt, lag er oben auf einer zerklüfteten Landzunge und bot einen Ausblick auf Meer und Stadt. Nahezu unberührt, ja, aber nicht weltentrückt - und schon gar nicht friedlich.

Türme ragten in den Himmel, stachen weiß in das Blau. Zinnen und Wehrgänge zeugten von seiner uralten Funktion als Verteidigungsanlage. Der Burggraben war zugeschüttet worden, aber man konnte ihn sich noch vorstellen. An seiner Stelle waren komplizierte technische Sicherheits- und Überwachungsanlagen eingebaut worden. Fensterscheiben funkelten im Sonnenlicht. Wie in jedem Palast hatte es hier Triumphe und Tragödien gegeben, Intrigen und Glanz. Eve konnte noch immer nicht begreifen, dass auch sie ihren Anteil daran gehabt hatte.

Bei ihrem ersten Besuch hatte sie mit einem Prinzen eine Terrasse betreten und, wie das Schicksal es bestimmt hatte, dazu beigetragen, ihm das Leben zu retten. Das Schicksal, dachte Eve, als ihre Limousine durch das hohe Eichentor fuhr, vorbei an den rot uniformierten Wachen, hatte im Leben normaler Menschen immer die Hand im Spiel.

Besondere Umstände hatten sie in das kleine Fürstentum Cordina geführt, als sie ihre Schwester Chris begleitete, die eine alte Schulkameradin und Freundin von Prinzessin Gabriella war, der Tochter der Fürsten. Prinz Bennett hätte durchaus mit einer anderen Frau an jenem Abend auf der Terrasse sein können. Eve hätte ihn dann nie kennengelernt und wäre nie ein Teil des Schlusskapitels der politischen Intrige geworden, die seine Schwester und die übrigen Mitglieder der Fürstenfamilie verfolgt hatte.

Dann hätte sich auch nie ihre Vorliebe zu dem schönen Palast in diesem Märchenland entwickelt, zu dem sie sich immer wieder hingezogen fühlte. Doch dieses Mal war sie, genau genommen, nicht hingezogen worden, vielmehr hatte man sie gerufen. Zu einer königlichen Galavorstellung. Sie rümpfte die Nase bei diesem Gedanken. War es nicht zu ärgerlich, dass der besondere Wunsch von dem einzigen Mitglied der Fürstenfamilie kam, das sie ständig ärgerte?

Prinz Alexander, ältester Sohn des regierenden Fürsten und Thronerbe. Eve betrachtete die von Blüten schweren Bäume, deren Zweige sich im Wind wiegten, während der Wagen vorbeirollte. Seine Königliche Hoheit Alexander Robert Armand von Cordina. Sie konnte nicht sagen, woher sie seinen vollen Namen kannte und warum sie sich an ihn erinnerte. Für Eve war der Titel genauso steif und humorlos wie der Mann, zu dem er gehörte.

Ein Jammer, dass er nicht wie sein Bruder war. Allein der Gedanke an Bennett ließ Eve lächeln und weckte Freude auf den Besuch. Bennett war charmant und zugänglich. Alexander war wie sein Vater - pflichtbewusst, Land und Familie gingen ihm über alles. Da blieb nicht viel Zeit für Entspannung.

Nun, sie war auch nicht zur Erholung hier. Sie war hier, um mit Alexander zu sprechen, und zwar geschäftlich. Die Zeiten hatten sich geändert, und sie war kein junges Mädchen mehr, das sich leicht von einem Fürstentitel beeindrucken oder von unausgesprochener Missbilligung verletzen ließ. Nein, Alexander war zu wohlerzogen, um seine Missbilligung jemals auszusprechen, doch Eve hatte nie jemanden gekannt, der sie doch so klar übermitteln konnte wie er. Hätte sie nicht wieder ein paar Tage in Cordina verbringen wollen, hätte sie darauf bestanden, dass er nach Houston kam. Eve besprach Geschäftliches lieber auf eigenem Boden und zu ihren Bedingungen.

Lächelnd stieg sie aus der Limousine. Da sie die erste Runde freiwillig abgegeben hatte, musste sie nur dafür sorgen, dass sie die zweite gewann. Sich mit Alexander zu duellieren und zu gewinnen war sicher ein Vergnügen.

Die Palasttore öffneten sich, als sie die breiten Steinstufen hinaufging. Eve blieb stehen. In ihren dunkelblauen Augen erschien ein mutwilliges Funkeln, während sie einen tiefen Knicks machte. »Eure Hoheit!«

»Eve!« Lachend lief Bennett die Stufen zu ihr herunter.

Er ist wieder bei den Pferden gewesen, dachte sie, als er die Arme um sie legte. Der Duft haftete ihm noch an, erdverbunden und real. Als sie ihn vor sieben Jahren kennengelernt hatte, war er ein gut aussehender junger Mann gewesen, der die Damen und das Vergnügen liebte.

Jetzt, da sie ihn genauer betrachtete, erkannte sie, dass er älter geworden war, sich aber sonst kaum verändert hatte.

»Es ist so schön, dich zu sehen.« Er gab ihr einen festen, kameradschaftlichen Kuss. »Zu viel Zeit liegt zwischen den einzelnen Besuchen, Eve. Vor zwei Jahren warst du das letzte Mal in Cordina.«

»Ich bin eine berufstätige Frau, Bennett.« Sie ergriff seine Hände. »Wie geht es dir? Wenn man deinem Aussehen nach urteilen darf, großartig. Und wenn man nach den Skandalblättern urteilen darf, bist du sehr beschäftigt.«

»Alles wahr.« Er lächelte, und sein klar geschnittenes, fast poetisch schönes Gesicht wurde unwiderstehlich. »Komm herein. Ich mache dir einen Drink. Niemand hat mir gesagt, wie lange du bleiben wirst.«

»Weil ich es selbst noch nicht weiß. Es kommt darauf an.«

Sie hakte sich bei ihm unter und betrat den Palast. Drinnen war es kühl, die Halle war hell und weitläufig. Stufen schwangen sich in einem Bogen an der Seite der Eingangshalle hinauf. Eve hatte sich hier stets sicher gefühlt. Wandbehänge und gekreuzte Schwerter mit glänzenden Klingen schmückten die Wände. Auf einem Louis-quatorze-Tisch stand eine Schale aus getriebenem Silber, gefüllt mit duftendem Jasmin.

»Wie war der Flug?«

»Mmmm. Lang.« Sie betraten einen Salon, in dem die geöffneten Vorhänge das Sonnenlicht hereinfluten ließen. Rosen standen überall in Porzellan- und Kristallvasen. Eve sank auf ein Sofa und atmete den Duft ein. »Sagen wir, ich bin froh, wieder auf dem Boden und hier zu sein. Erzähl mir, wie es allen geht, Ben. Was macht deine Schwester?«

»Brie geht es wunderbar. Sie wollte dich am Flughafen abholen, aber ihr Jüngster hat Schnupfen.« Er wählte eine Flasche mit trockenem Wermut und servierte ihn mit Eis. Eine seiner charmantesten Eigenschaften war, dass er nie die Vorlieben einer Frau vergaß. »Es fällt mir noch immer schwer, nach all diesen Jahren meine Schwester als Mutter zu sehen - noch dazu als vierfache Mutter.«

»Ich habe einen Brief von Chris für sie und die Instruktion, ihn eigenhändig zu übergeben. Chris möchte auch einen ausführlichen Bericht über ihr Patenkind.«

»Mal sehen, welches das ist. Ah, Camilla. Ich kann dir aus erster Hand sagen, sie ist ein Tunichtgut. Treibt ihre Brüder zum Wahnsinn.«

»Dafür sind Schwestern ja da.« Lächelnd nahm Eve den Drink entgegen. »Und Reeve?«

»Es geht ihm gut, obwohl er sich auf seiner Farm in Amerika zweifellos wohler fühlen würde. Sie haben mit dem kleinen Gut hier einige sehr beachtenswerte Dinge angestellt, aber Brie ist noch immer die offizielle Gastgeberin in Cordina. Reeve würde nichts besser gefallen, als dass Alex heiratet und diese verantwortungsvolle Aufgabe auf seine Ehefrau überträgt.«

»Oder wenn du heiratest.« Sie nippte an ihrem Getränk und beobachtete ihn über den Rand des Glases hinweg. »Angenommen, du wagst den Schritt, dann würden sich einige von Bries Pflichten verlagern.«

»Ich liebe meine Schwester, aber nicht so sehr.« Er lehnte sich auf dem Sofa zurück und streckte die langen Beine aus.

»Dann ist also nichts Wahres an den Gerüchten über Lady Alice Winthrop? Oder war es zuletzt die ehrenwerte Jessica Mansfield?«

»Hübsche Mädchen«, sagte er leichthin. »Ich stelle fest, dass du taktvoll genug bist, die Gräfin Milano nicht zu erwähnen.«

»Sie ist zehn Jahre älter als du.« Eve schlug den Ton einer tadelnden Tante an, lächelte jedoch. »Und ich bin immer taktvoll.«

»Und was ist nun mit dir, Eve?« Wenn es zu persönlich wurde, war Bennett ein Meister im Themenwechsel. »Wie schafft es eine Frau, die so aussieht wie du, die Männer auf Distanz zu halten?«

»Karate. Schwarzer Gürtel, siebenter Grad.«

»Ja, das hatte ich vergessen.«

»Solltest du aber nicht. Ich habe dich zwei Mal auf die Matte gelegt.«

»Oh nein, nur ein Mal.« Er legte seinen Arm über die Rückenlehne des Sofas. »Und da habe ich dich gewähren lassen.«

»Es war zwei Mal.« Wieder nippte sie an ihrem Getränk. »Und du warst wütend.«

»Du hattest eben Glück«, sagte er in bestimmtem Ton. »Hinzu kam, dass ich als Gentleman eine Frau nicht verletzen durfte.«

»Unsinn.«

»Meine Liebe, vor hundert Jahren hättest du deinen Kopf verlieren können, so schön er auch ist.«

»Eure Hoheit«, sagte sie und lächelte ihn an, »Sie hören auf, ein Gentleman zu sein, sobald es um einen Wettstreit geht. Hättest du mich auf die Matte werfen können, hättest du es getan.« Was absolut stimmte.

»Möchtest du es noch einmal versuchen?«

Einer Herausforderung konnte und wollte sie niemals widerstehen. Eve trank den letzten Schluck Wermut und stand auf. »Zu deinen Diensten.«

Bennett erhob sich und schob mit einem...

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