Vorsicht: Frisch getraut!

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. Juni 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-184-0 (ISBN)
 
Was passiert, wenn zwei, die einst eine unvergessliche Sommerliebe verband, sich nach Jahren ausgerechnet im Hochzeitsmekka Las Vegas wiedersehen? Obwohl Will Dailey als Feuerwehrmann sonst bei jedem Einsatz Ruhe bewahrt, passiert es: Im Überschwang des Glücks heiratet er spontan seine heiße Flamme Emily. Kurz darauf bereuen es beide - Emily verlässt fluchtartig die Glitzerstadt. Aber warum ist Will jetzt nicht erleichtert? Warum trifft es ihn so? Er beschließt zu handeln. Dem frischgebackenen Ehemann davonzulaufen ist ja schließlich keine Lösung!
  • Deutsch
  • 0,47 MB
978-3-86349-184-0 (9783863491840)
386349184X (386349184X)

1. KAPITEL

Noch im Halbschlaf drehte Emily Garner den Kopf zur Seite. An ihrer Wange spürte sie das kratzige Material des Kopfkissens. Moment mal! Seit wann waren Kopfkissen denn kratzig?

Sie versuchte die Zehen zu bewegen, doch es ging nicht. Merkwürdig. Als sie tief durchatmete, stellte sie fest, dass sie offenbar noch immer den unbequemen trägerlosen BH trug, den sie sich von Izzy geliehen hatte. Die Bügel drückten so, dass Emily das Gefühl hatte, bald zu ersticken.

Hmm. Sie war also noch komplett angezogen. Und statt unter der Bettdecke lag sie auf der Tagesdecke.

Dann hatte sie also gestern Abend tatsächlich .

Beim Gedanken daran wurde sie schlagartig hellwach. Mit weit geöffneten Augen setzte sie sich ruckartig auf.

Die schweren Hotelvorhänge verdunkelten den Raum, doch an den Rändern zeigten sich helle Streifen, ein sicheres Zeichen dafür, dass draußen die Sonne lachte und es nicht Minuten, sondern schon Stunden her war, seit sie sich aufs Bett gesetzt hatte.

Die Badezimmertür öffnete sich. Emily erschrak, als sie eine dunkle Silhouette im Türrahmen erkannte.

"Will?", fragte sie, doch ihre Stimme war nur ein heiseres Krächzen. "Bist du das, Will?"

"Ich bin es nur", antwortete ihre beste Freundin Isabella Caveletti - Izzy -, deren Stimme auch nicht besser klang als Emilys.

Emily atmete erleichtert auf. "Dann war es also nur ein Traum?", fragte sie voller Hoffnung, um gleich darauf tief enttäuscht zu werden.

"Nein", erklärte Izzy, während sie sich die Haare frottierte. "Es ist wirklich passiert. Und nachdem wir geheiratet haben, müssen wir ziemlich bald eingeschlafen sein. Ich bin gespannt, wie es unseren Ehemännern ergangen ist."

"Ehemänner", flüsterte Emily fassungslos, während Izzy die Vorhänge aufzog. Rasch bedeckte sie ihre vor Helligkeit schmerzenden Augen mit den Handflächen. "Was in aller Welt haben wir uns nur dabei gedacht?"

Zwischen ihren Fingern hindurch beobachtete Emily, wie Izzy sich zielstrebig im Raum bewegte. "Wir haben uns gedacht, dass es eine gute Idee ist."

Emily hätte am liebsten losgeheult, aber schließlich war sie mit dreißig Jahren kein Kind mehr.

Und genau das war ihr zum Verhängnis geworden. Sie und Izzy hatten beschlossen, ihren dreißigsten Geburtstag groß zu feiern. Dass er am Wochenende nach dem alljährlichen Bibliothekarkongress in Las Vegas stattfand, kam ihnen dabei nur entgegen.

Und dann hatten sie am Freitagabend beim Verlassen des Hotels in der Lobby völlig überraschend Will Dailey und seinen Freund Owen getroffen. Wie es der Zufall wollte, waren die beiden ebenfalls hier abgestiegen.

Emily nahm vorsichtig die Hände von den Augen und blinzelte Izzy an, die gerade stirnrunzelnd auf ihr Handy sah. "Oh, Mann, Izzy. Dabei hatte ich gar nicht den Eindruck, dass wir so viel getrunken haben."

Izzy zuckte die Achseln. "Offenbar war es genug. Besonders in Verbindung mit dem Schlafmangel nach zwei durchgemachten Nächten und der Gesellschaft der Models von Mai und August aus dem Feuerwehrmännerkalender. Dass wir dabei zurechnungsfähig bleiben, kann doch wohl niemand ernsthaft von uns erwarten."

Will - das Model für den Monat Mai - war ein Jugendfreund von Emily. Der Junge, in den sie in den Sommerlagern, wohin ihre Eltern sie vom zwölften bis zum siebzehnten Lebensjahr geschickt hatten, verknallt gewesen war.

"Weckt das vielleicht Erinnerungen bei dir?" Izzy trat neben Emilys Bett und hielt ihr das Handy hin, auf dem Display ein Foto von Emily und Will. Sie umarmten sich und lachten in die Kamera. Emily sah glücklich aus und Will .

. erwachsen. Gut aussehend, mit starken Schultern, breiter Brust und muskulösen Armen, mit denen er Emily so eng an sich gezogen hatte, dass sie sich noch immer an den Duft seiner Haut erinnern konnte.

Sie seufzte und betrachtete ihr eigenes Bild noch einmal genauer. "Den Schleier hatte ich völlig vergessen."

"Wir haben ihn ausgeliehen, weißt du nicht mehr? Aber die Eheringe haben wir gekauft. Die dürfen wir behalten."

Emily sah auf ihre Hand. Beim Anblick des schmalen, goldenen Bands fiel ihr alles wieder ein: der Spaß, den sie gehabt haben, und die verrückte Idee, das Versprechen einzulösen, das sie und Will sich als Jugendliche gegeben hatten. Bei ihrem Abschied am Ende ihres letzten gemeinsamen Sommers hatten sie nämlich vereinbart zu heiraten, sofern sie beide an ihrem dreißigsten Geburtstag noch ledig sein sollten. Izzy und Owen, Wills bester Freund, waren sofort begeistert gewesen von der Idee und hatten sich als Trauzeugen angeboten.

Nur Augenblicke später hatten sie spontan beschlossen, ebenfalls zu heiraten. Irgendwie hatten die Paare einander gegenseitig so lange angestachelt, bis sie es schließlich gewagt hatten.

Nach ihrer Rückkehr aus der Hochzeitskapelle wollten sich die Frauen kurz in ihrem gemeinsamen Hotelzimmer frisch machen. Die Ehemänner beschlossen, inzwischen in der Bar auf ihre Frauen zu warten.

"Ich wollte mich doch nur für eine Minute aufs Bett setzen", seufzte Emily.

Izzy nickte, während sie ihr Handy zur Seite legte. "Ich hatte meinen Lippenstift verloren und dachte, ich könne mich daran erinnern, wo ich ihn hingelegt hatte, wenn ich für einen Moment die Augen schließen würde."

Augen schließen klang nach einer guten Idee, fand Emily, deren Kopf zu zerspringen drohte. Sie dachte darüber nach, was es bedeutete, verheiratet zu sein.

Und das auch noch mit Will, ihrem Jugendschwarm. Natürlich hatte sie an ihn gedacht, als sie bei der Jobsuche auf eine interessante Arbeitsstelle gestoßen war, die zufällig in Wills Heimatstadt Paxton lag. Doch als sie sich beworben und die Stelle angenommen hatte, war sie nicht davon ausgegangen, ihn tatsächlich einmal wiederzusehen. Zumindest nicht ernsthaft.

Mit dem Daumen drehte Emily den Ehering um ihren Ringfinger. Außer, dass er bei der Feuerwehr arbeitete, wusste sie kaum etwas über Will und sein Leben in den vergangenen dreizehn Jahren. Doch ihr Zusammensein in den letzten beiden Tagen hatten sie genauso genossen wie damals im Sommerlager.

Am Hotelpool hatten sie Menschen beobachtet, waren in der Nacht im Lichtermeer den Las Vegas Strip auf und ab spaziert und hatten zusammen mit Izzy und Owen mehr als nur eine Tanzfläche unsicher gemacht.

Doch was nun? Schließlich war eine Ehe bei Licht betrachtet kein Scherz, und sie mussten die Angelegenheit so bald wie möglich klären! Bestimmt dachten ihre Ehemänner genauso.

Will und Owen arbeiteten beide als Feuerwehrmänner in Paxton. Emily war drauf und dran, für ihren neuen Job ebenfalls nach Paxton zu ziehen. Izzy dagegen beriet Bibliotheken im ganzen Land und reiste viel. Ihre Sachen waren von Los Angeles bis New York im ganzen Land bei Freunden verteilt, und Emily war sich nicht einmal sicher, dass Izzy irgendwo dazwischen ein eigenes Apartment besaß.

Emily fiel es schwer, sich vorzustellen, dass Izzy einmal irgendwo sesshaft werden würde. "Ich bin froh, dass wir wenigstens gemeinsam in diesem Schlamassel gelandet sind. Zum Glück bist du hier, Izzy!"

Sie öffnete vorsichtig die Augen und sah zu ihrer Freundin, die neben dem anderen Bett stand, auf dem ein fertig gepackter und bereits geschlossener Koffer lag. In Izzys hübschem, braun gebrannten Gesicht lag ein schuldbewusster Ausdruck, und sie wich Emilys Blick aus.

Nun schreckte Emily endgültig hoch. "Isabella Caveletti, was hast du vor?", fragte sie streng.

Izzy, schick wie immer, trug einen eleganten Hosenanzug aus schwarzem Leinen, dazu flache Schuhe, die vorne so spitz zuliefen wie Amors Pfeile. "Ich . ich muss meinen Flug erwischen, das weißt du doch. Morgen früh muss ich in Massachusetts sein. Die Bibliothek in Lawton braucht mich."

"Oh, nein", widersprach Emily energisch. "Ich brauche dich. Darf ich dich daran erinnern, dass wir gestern Nacht geheiratet haben? Da kannst du doch heute nicht so einfach weglaufen!"

"Ich habe jetzt keine Zeit, mich darum zu kümmern", wehrte Izzy leicht errötend ab. "Ich muss arbeiten, und außerdem ."

"Was wird Owen denken? Was soll er tun?" Und was soll ich tun? hätte Emily am liebsten geschrien, doch sie verkniff es sich, weil sie fürchtete, dann endgültig die Fassung zu verlieren.

"Owen wird schon eine Lösung finden. Du kannst ihm ja meine Handynummer geben. Moment, warte, besser nicht. Sag ihm, ich rufe ihn an, sobald dieser Job erledigt ist. Oder der danach."

Emily starrte die Freundin entgeistert an. Noch nie hatte sie Izzy aufgebracht oder in Panik gesehen, doch jetzt zitterten ihre Hände. Sie stand auf, ging zu ihr und umarmte die Freundin. "Was ist los?"

Izzy lachte unsicher. "Was los ist? Du meinst außer der Tatsache, dass wir gestern geheiratet haben? Glaubst du . glaubst du, wir können unsere Ehen annullieren lassen?"

Emily seufzte. "Wahrscheinlich schon. Zumindest haben wir nicht mit unseren Ehemännern geschlafen."

Izzy ließ die Schultern hängen und flüsterte halbherzig: "Nein."

"Wie bitte?" Emily riss die Augen auf. "Izzy ."

"Ich muss...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

2,49 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

2,49 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen