(K)ein Mann für die Ewigkeit?

Julia Band 6
 
Heidi Rice (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 22. Februar 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-657-9 (ISBN)
 
Ist es nur der Duft von Zitronenblüten, der ihre Sinne verzaubert? Wie gern würde die schöne Issy das glauben! Doch sie kann nicht leugnen: Es ist viel mehr Giovannis Nähe, die sie gegen ihren Willen so sehr erregt. Dabei möchte sie den aufregenden italienischen Herzog, der ihr schon einmal das Herz gebrochen hat, endlich vergessen! Doch wie? Gio kann als Einziger ihr geliebtes kleines Theater vor der Schließung retten. Doch dafür verlangt er, dass sie mit ihm in die Toskana fliegt - für eine letzte Liebeswoche auf seinem luxuriösen Anwesen bei Florenz ...
Julia Romane
Deutsch
0,44 MB
978-3-86349-657-9 (9783863496579)
3863496574 (3863496574)

2. KAPITEL

Normalerweise verschlug es Issy nicht so schnell die Sprache. Doch nun brachte sie keinen Ton mehr heraus, denn sie war viel zu beschäftigt damit, zu überlegen, was sie am meisten in Rage versetzte.

Dass Gio sie für eine Stripperin hielt. Dass er sie furchtbar fand. Dass er meinte, ihn ginge das etwas an. Oder dass er die Dreistigkeit besaß, zu behaupten, dass er ihr Freund gewesen sei.

"Wir sind keine Freunde", stieß sie hervor. "Nicht mehr. Da mache ich mir schon lange nichts mehr vor."

Er streichelte ihren Nacken, und sie konnte sich kaum konzentrieren. "Vielleicht ist 'Freundschaft' nicht das richtige Wort." Ihre Blicke trafen sich, und was sie sah, ließ ihr den Atem stocken. Seine Pupillen waren geweitet, seine Augen schwarz vor Begierde. Er war erregt. Sehr erregt. Doch was sie noch mehr erschreckte, war die Erregung, die sich in ihr selbst breit machte.

"Wie wär's, wenn wir uns küssen und uns wieder vertragen?", fragte er forsch.

Bevor sie etwas antworten konnte, streiften seine Lippen die ihren, dann senkte er den Kopf und küsste sie auf die Wölbung ihrer linken Brust. Wilde Begierde packte sie, als er an der empfindsamen Stelle knabberte. Sie atmete aus, und ihr Kopf stieß gegen die Tür. Ihr Schreck und ihre Panik wurden durch die Glut, die sie durchfuhr, ausgelöscht.

Mach, dass er damit aufhört. Er muss damit aufhören.

Das sagte sie sich immer wieder. Doch das Verlangen, seinen Mund auf ihrer Brust zu spüren, war stärker. Sie konnte sich gut daran erinnern, wie seine beharrlichen Lippen schon einmal ihre Leidenschaft entfacht hatten. Sie ließ das bis dahin krampfhaft festgehaltene Korsett los, und ihre Brüste wurden sichtbar.

Langsam umkreiste er mit der Zunge die aufgerichtete Spitze ihrer rechten Brust. Als er sie dann mit den Lippen umschloss und daran saugte, seufzte sie. Und während sie sich ihm entgegenbog, stiegen lebhafte Erinnerungen und eine rohe, bislang ungekannte Empfindung in ihr auf. Er umfasste ihre andere Brust mit der Hand. Als er die aufgerichtete Spitze liebkoste, stöhnte sie leise auf.

Das brennende Verlangen wurde immer stärker. Benommen griff sie nach seinem Kopf und grub die Finger in das glänzende gewellte Haar. Dann hörte sie von hinten ein nachdrückliches Klopfen an der Tür.

Als er den Kopf hob, öffnete sie die Augen.

"Verdammt, zehn Jahre reichen nicht", murmelte er, und in seinem Blick glühten Begehren und Gewissheit.

Sie drängte sich an ihm vorbei; ihre Erregung war dem Schamgefühl gewichen. Stockend atmete sie ein und zog das Korsett wieder hoch, um sich zu bedecken.

Wieder klopfte es, und Panik stieg in ihr auf.

Was war gerade geschehen? Und warum hatte sie es geschehen lassen? Wie konnte er noch immer so eine Wirkung auf sie haben?

"Entschuldigen Sie bitte, Euer Durchlaucht", drang eine Stimme durch die Tür und brach das gespannte Schweigen. "Soll ich das Tablett hier lassen?"

"Einen Moment", rief Gio, den Blick auf Issys Augen geheftet. "Stell dich da drüben hin", sagte er leise und wies mit dem Kinn an eine Stelle hinter der Tür, wo sie außer Sicht war.

Sie ärgerte sich über seinen herrischen Ton, aber gehorchte. Bevor es noch schlimmer wurde, musste sie hier raus.

"Ich bringe den Brandy und das Eiswasser", sagte der Diener, als Gio die Tür öffnete. "Und den Mantel der Dame. Er lag unten auf dem Sessel im Korridor."

"Danke", antwortete Gio knapp und nahm den Mantel. Dann sah er zu Issy hinüber und reichte ihr den Mantel. Rasch zog sie ihn über, schnürte hastig die Korsage zu und schloss den Mantel, während Gio dem Diener ein großzügiges Trinkgeld gab und das Tablett entgegennahm.

Finster blickend schloss er die Tür und stellte das Tablett auf den Tisch. "Lass uns reden."

"Nein, das werden wir nicht tun", antwortete sie.

Sie trat vor und griff nach der Türklinke, aber kaum war die Tür einen Zentimeter geöffnet, drückte Gio sie wieder zu.

"Hör auf, dich wie ein kleines Kind zu benehmen. Nach zehn Jahren wirst du doch wohl über diese eine Nacht hinweg sein."

Die ungeduldige Bemerkung ließ sie zusammenzucken. Dann straffte sie sich; die Geringschätzigkeit, mit der er die schrecklichste Nacht ihres Lebens erwähnt hatte, forderte ihren Stolz heraus.

"Natürlich bin ich darüber hinweg", betonte sie mit Nachdruck und kümmerte sich nicht um das Ziehen in ihrem Brustkorb. "Ich bin kein Kind mehr."

Lieber hätte sie alle Qualen der Hölle ertragen, als zuzugeben, dass sie über einen Monat lang Nacht um Nacht geweint hatte, nachdem er sie verlassen hatte. Und dass sie noch viel länger auf einen Anruf von ihm gehofft hatte. Es war erbärmlich gewesen. Aber nun stand sie über den Dingen.

Gut, sie konnte ihre körperliche Reaktion auf ihn nicht kontrollieren. Aber ihr Herz war Gott sei Dank in Sicherheit. Sie war nicht mehr das romantische Mädchen, das Verknalltheit mit Liebe verwechselt hatte.

Aber das hieß nicht, dass sie ihm verzieh!

"Damals war ich jung und töricht. Aber zum Glück lerne ich sehr schnell."

Schnell genug, um zu wissen, dass sie sich nie wieder so schnell verlieben würde. Vor allem nicht in einen Mann wie Gio, der nichts von wahrer Liebe wusste und keine Ahnung hatte, wie kostbar sie war.

"Wo liegt also das Problem?" Er zuckte mit den Schultern, als hätte es jene Nacht nie gegeben. "Wir fühlen uns immer noch stark voneinander angezogen." Er richtete den Blick auf ihre Lippen. "Deine Reaktion auf mich zeigt das ganz deutlich. Warum regst du dich dann so auf, wenn wir es ausleben?"

"Ich rege mich nicht auf!", rief sie. Dann hielt sie inne. Mit gesenkter Stimme fuhr sie fort: "Es ist mir viel zu egal, um mich darüber aufzuregen."

Sie wandte sich ab, um zu gehen, doch wieder presste er seine Hand gegen die Tür.

"Wirst du wohl damit aufhören?", sagte sie aufgebracht.

"Du gehst nicht, bevor wir die Sache geklärt haben."

"Welche Sache?"

"Du weißt sehr gut, wovon ich spreche."

Er kniff die Lippen zusammen. Was, um alles in der Welt, wollte er?

"Falls Ihr es noch nicht bemerkt haben solltet, Euer Durchlaucht: Das hier ist ein freies Land. Du kannst mich nicht gegen meinen Willen hier festhalten."

"Du bist nicht frei, und das weißt du." Sein Blick streifte ihre Kleidung. "Lass es mich deutlicher sagen. Ich bin in England, um Hamilton Hall renovieren zu lassen. Das bedeutet, dass ich dir den Betrag, den du brauchst, noch heute überweisen kann."

Wie bitte?

Ihre Zunge war wie gelähmt.

"Und erzähl mir nicht, dass du gerne als Stripperin arbeitest", fügte er hinzu, ohne ihre wachsende Empörung zu bemerken, "denn ich habe gesehen, wie du erstarrt bist, als Carstairs angefangen hat, dich zu begrapschen. Ich nehme an, dass es das erste Mal war. Und ich werde dafür sorgen, dass es auch das letzte Mal war."

"Ich bin keine Stripperin", brachte sie hervor. Wie bevormundend, arrogant und anmaßend konnte man sein? "Und selbst wenn ich es wäre, würde ich dich sicher nicht um Hilfe bitten."

Issy war daran gewöhnt, auf eigenen Füßen zu stehen, hatte sich ihre Selbstständigkeit hart erarbeitet und war stolz auf das, was sie erreicht hatte - selbst wenn sie kurz davor stand, alles an die Bank zu verlieren.

"Wenn du keine Stripperin bist", erwiderte er in skeptischem Ton, "was um alles in der Welt war dieser Auftritt dann?"

"Ein singendes Telegramm."

Er runzelte die Stirn. "Ein was?"

"Vergiss es." Warum sollte sie es ihm erklären? "Der Punkt ist: Ich brauche deine Hilfe nicht."

"Sei nicht albern." Als sie sich abwandte, packte er ihren Arm. "Was auch immer du gemacht hast, es ist offensichtlich, dass du in einer verzweifelten Lage bist. Ich biete dir an, da rauszukommen. Ohne irgendwelche Bedingungen. Es wäre ziemlich dumm, mein Angebot nicht anzunehmen."

Energisch versuchte sie, sich seinem Griff zu entwinden. "Noch dümmer wäre es, irgendetwas von dir anzunehmen." Sie fühlte sich so gedemütigt, Wut stieg in ihr hoch, und die Gefühle von Verlust und Unzulänglichkeit, unter denen sie jahrelang leiden musste, nachdem er sie verlassen hatte, kehrten zurück. Und so reagierte sie, ohne nachzudenken. "Begreifst du es nicht, Gio?", fragte sie und ärgerte sich über die Bitterkeit in ihrer Stimme. "Ich würde lieber zwanzig Mal vor Carstairs und seiner Truppe strippen, als auch nur einen einzigen Cent von dir anzunehmen. Ich habe nämlich meine Prinzipien. Und ich würde niemals Geld von jemandem annehmen, den ich verabscheue."

Gio ließ ihren Arm los; offenbar hatten ihre Worte ihn getroffen.

Sie öffnete die Tür und stürzte hinaus, entschlossen, sich nicht um sein erschüttertes Gesicht zu kümmern.

"Körperlich gesehen bist du vielleicht erwachen, Isadora. Aber der Rest von dir braucht wohl noch ein Weilchen."

Als sie die Tür hinter sich zuschlagen hörte, schob sie die Fäuste in die...

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