Heiße Rhythmen, feurige Küsse

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. Oktober 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-767-5 (ISBN)
 
Breite Schultern, schmale Hüften und ein spöttisches Funkeln in den Augen: Callum Westmores herausforderndes Auftreten raubt Ruby den Atem, seit er mit seinem italienischen Sportwagen in ihren geliebten Käfer geprallt ist. Dabei ist er überhaupt nicht ihr Typ! Ob sie im Salsa-Club seinen sonderbaren Zauber brechen kann? Doch trotz Anzug und Krawatte überrascht er als feuriger Tänzer. Und Rubys Verlangen, seine Hände auf ihrer nackten Haut zu spüren, wird schier überwältigend. Hat sie sich etwa verliebt? Ausgerechnet in einen Mann, der Liebe nur für eine Illusion hält .

1. KAPITEL

Immer mit der Ruhe, Freundchen. Immerhin handelt es sich um einen Notfall.

Ruby Delisantro blickte mit geschürzten Lippen in den Rückspiegel und ignorierte das Gehupe hinter sich. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf, ihren Lippenstift aufzutragen.

Seit über einem Jahr versuchte sie schon, die exklusive Brasserie "Cumberland" in Hampstead als Kunden zu gewinnen. Es hatte Monate gedauert, diesen Termin beim Küchenchef zu bekommen, und sie wollte sich noch schnell frisch machen, ehe die nervenaufreibende Suche nach einem Parkplatz begann.

Das markerschütternde Quietschen der Bremsen und der darauf folgende Aufprall waren nicht ganz so leicht zu ignorieren, denn durch den Ruck verschmierte sie sich mit dem vierzig Pfund teuren Lippenstift die Nase.

"Verdammt!" Vorsichtig entfernte sie den Lippenstift von ihrer Nasenspitze und behob den Schaden, bevor sie aus dem Auto sprang. Dass ihr irgend so ein Idiot hinten drauffuhr, war kein gutes Omen für diesen wichtigen Tag. Außerdem hatte sie Scarlett gerade erst für zweihundertzwanzig Pfund durch den TÜV gebracht. Wenn ihr geliebter Käfer beschädigt war, würde es Tote geben.

"Hey, Sie Sonntagsfahrer. Was ist Ihr Problem? Wissen Sie nicht, wo die Bremse ist?", keifte sie den Mann hinter der Windschutzscheibe des schicken italienischen Cabrios an, das an ihrer Stoßstange klebte.

Typisch Hampstead. Irgend so ein neureicher Bubi im teuren Sportwagen seiner Mutter.

Mit einem Griff an die Windschutzscheibe sprang der Bubi athletisch aus seinem Wagen. Ruby stockte der Atem und sie wünschte sich sofort, sie wäre die sechs Pfund zu viel, mit denen sie seit fast zehn Jahren kämpfte, längst losgeworden.

Es war kein Bubi. Es war definitiv ein Mann.

Ein großer, starker, atemberaubend attraktiver Mann mit kurzem dunklem Haar, breiten Schultern und schmalen Hüften in ausgewaschenen Jeans. Seine Augen waren hinter einer teuren Sonnenbrille verborgen, aber das männliche Grübchen in seinem Kinn und die markanten Wangenknochen raubten Ruby den Atem, vor allem als er dann auch noch den Kopf neigte.

Hatte er etwa ein Auge auf sie geworfen?

"Was mein Problem ist?" Er rang die Hände, sodass sich das T-Shirt über seinem muskulösen Oberkörper spannte. "Es müsste wohl eher heißen, was ist Ihr Problem, Lady. Sie parken mitten auf der Straße."

Ruby sog scharf die Luft ein, damit ihre Lungen wieder zu arbeiten begannen, und ließ sich mit der Antwort Zeit.

Ruby Delisantro flirtete gern. Sie genoss das Knistern, die aufreizende Spannung des verbalen Vorspiels. Und schließlich bot sich nicht oft die Gelegenheit, mit jemandem zu flirten, der so unverschämt gut aussah. Außerdem verwandelte das figurbetonte Kleid, das sie letzte Woche auf dem Camden Market erstanden hatte, ihre überflüssigen Pfunde auf wundersame Weise in weibliche Kurven.

Bedauerlicherweise schien Mr Atemberaubend ihr fantastisches Kleid nicht einmal zu bemerken.

Reiß dich zusammen, Ruby.

Widerstrebend löste sie den Blick von seinen Brustmuskeln. Was dachte sie sich eigentlich? Sie hatte keine Zeit, mit diesem Mann zu flirten, egal wie atemberaubend er aussah.

"Es war genug Platz, um zu überholen", erwiderte sie von oben herab und bedachte ihn mit einem vernichtenden Blick. "Außerdem war es ein Notfall." Mehr oder weniger.

Sein Blick wanderte zu ihrem Mund, als sie sich mit der Zungenspitze über die plötzlich trockenen Lippen fuhr.

Hör auf zu flirten, Ruby.

Sein Lachen war ein ungläubiges Schnauben. "Seit wann ist Lippenstift auftragen ein Notfall?"

"Mein Standlicht war an", fuhr sie fort, ohne seinem Spott Beachtung zu schenken. Es hatte keinen Sinn, einem Mann erklären zu wollen, wie wichtig Lippenstift war. "Und Sie sind mir hinten draufgefahren." Selbstbewusst ging sie ein paar Schritte auf ihn zu - froh, dass ihre zehn Zentimeter hohen Absätze den Größenunterschied zumindest etwas ausglichen.

"Und wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, die Straßenverkehrsordnung zu lesen", fügte sie hinzu, "wüssten Sie, dass Sie im Unrecht sind. Egal, wie viel Testosteron Sie produzieren."

Zur Betonung warf sie einen verächtlichen Blick auf seinen Schritt - und stutzte angesichts der stattlichen Wölbung unter der weiten Jeans. Zu ihrem eigenen Erstaunen spürte sie, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg.

Als er plötzlich auf sie zutrat, wurde ihr erst bewusst, wie groß er tatsächlich war.

"Das sind Warnblinker." Seine tiefe, männliche Stimme klang amüsiert. "Kein Standlicht." Er verschränkte die Arme vor der Brust, sodass sich die Muskeln unter den kurzen Ärmeln seines T-Shirts spannten, und Ruby vergaß sofort, was sie hatte sagen wollen.

"Und wenn Sie die Straßenverkehrsordnung gelesen hätten, wüssten Sie das", fuhr er fort. "Egal, wie viel Östrogen Sie produzieren."

Wieder neigte er den Kopf, und auch die Augustsonne, die sich in den dunklen Gläsern seiner Sonnenbrille spiegelte, konnte nicht verbergen, dass er direkt auf ihren Ausschnitt starrte.

"Und obwohl das allem Anschein nach ziemlich viel ist", fuhr er fort, ein überlegenes Lächeln auf den sinnlichen Lippen, "ist das keine Entschuldigung dafür, sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten."

Rubys Brustspitzen richteten sich auf, und es pulsierte heiß zwischen ihren Schenkeln.

Okay, hier lief ganz entschieden etwas falsch, wenn es sie erregte, dass er sie heruntermachte. Sie flirtete zwar gern, aber sie war noch lange keine Masochistin.

Mit hoch erhobenem Kopf stemmte sie eine Hand in die Hüfte. "Ich halte nichts von Regeln", erklärte sie und tippte mit einem korallenroten Fingernagel an seine Brust. Ein Muskel an seinem Kinn zuckte, und Ruby fühlte sich plötzlich berauscht von ihrer Macht. "Sie machen das Leben so langweilig, finden Sie nicht?"

Zufrieden über diesen Sieg wollte sie sich gerade umdrehen, als er ihr Handgelenk packte. Er nahm die Sonnenbrille ab, und Ruby schauderte unwillkürlich, als sie in das tiefe Grün seiner Augen blickte.

"Ihnen fehlt offenbar mehr als nur ein paar Fahrstunden", murmelte er, sein smaragdgrüner Blick so bohrend, dass sie weiche Knie bekam.

In der Hoffnung, dass er ihren galoppierenden Puls unter seinem Daumen nicht spürte, befreite sie ihre Hand. "Und wie alle Männer halten Sie sich für Manns genug, mir Manieren beizubringen", spöttelte sie, wissend, dass sie mit dem Feuer spielte. Doch das Funkeln in seinen Augen brachte ihr Blut so sehr in Wallung, dass sie alle Vorsicht vergaß.

Er lachte grimmig auf. "Ich bin nicht wie andere Männer", widersprach er, sie mit seinem Schlafzimmerblick fixierend.

Ruby rieb sich das Handgelenk. "Das sagen sie alle."

"Zweifellos", bestätigte er ungerührt. "Aber ich kann es beweisen. Die Frage ist, sind Sie Frau genug, es mich beweisen zu lassen?"

Blinzelnd wich Ruby einen Schritt zurück.

Hoppla, Ruby. Immer langsam.

Ohne dass sie es gemerkt hatte, war die Situation außer Kontrolle geraten.

Zwar flirtete sie gern, doch selbst sie ging nicht mit einem Mann aus, den sie erst seit zehn Sekunden kannte.

Außerdem war er überhaupt nicht ihr Typ. Unter den appetitlichen Muskeln und dem lässigen Selbstbewusstsein spürte Ruby eine verbissene Selbstbeherrschung, die ihr nicht behagte.

Sie warf die langen, kastanienbraunen Locken zurück. "Welch verlockendes Angebot", erwiderte sie mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. "Aber ich habe heute Nachmittag schon etwas vor. Und ich halte nichts von flotten Dreiern."

Der tiefe, volle Klang seines Lachens jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Sie schwang die Hüften, als sie zu ihrem Wagen zurückstolzierte, um zu demonstrieren, dass ihr Rückzug keinesfalls eine Kapitulation darstellte.

"Schade", rief er ihr nach. "Und ich dachte schon, Sie sind ein böses Mädchen."

Als sie die Tür öffnete, blickte sie sich noch einmal zu ihm um. "Wieder falsch", korrigierte sie ihn mit einem Anflug von Reue. Musste er denn so verdammt gut aussehen, wie er da an seinem Sportwagen lehnte, während die Sonne sein dunkles Haar in glänzendes Ebenholz verwandelte, das herausfordernde Funkeln in seinen Augen nahezu unwiderstehlich?

"Ich bin kein Mädchen. Ich bin eine Frau."

Callum Westmore lachte, als die bildhübsche junge Frau wieder in ihren feuerwehrroten Wagen stieg. "Allerdings", murmelte er anerkennend.

Frech, auffällig und formschön - das Auto steht ihr, dachte er, als es stotternd ansprang. Beim Knirschen der Kupplung verzog er das Gesicht. Und widerspenstig wie seine Besitzerin.

Als sie an ihm vorbeifuhr, winkte sie lässig. Schmunzelnd erwiderte er den Gruß mit der gleichen Lässigkeit, was ihm angesichts des heißen Prickelns in seinen Lenden nicht ganz leichtfiel.

Was fand er...

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