Warum wir glauben

Wie sich Gott uns zeigte und wir die wahre Liebe fanden
 
 
Gerth Medien (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 28. Juli 2021
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96122-495-1 (ISBN)
 
"Warum glaubt ihr als junge, aufgeklärte Menschen noch an den Gott der Bibel?", werden Lisa und ihr Mann Lukas oft gefragt. Beide haben Theologie studiert, er ist christlicher Eventmanager & Evangelist, sie christliche Influencerin. Wer dieses Buch liest, versteht warum. Abwechselnd erzählen die beiden ihre Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können - und die sie durch ein wildes Auf und Ab schließlich zueinander und vor allem zu Gott geführt haben.

Lisa und Lukas geben lebensnahe Antworten auf Fragen, die ihnen immer wieder gestellt werden. Und sie laden ein, diesem großen Gott, der mit Menschen solche Geschichten schreiben kann, ebenfalls zu vertrauen. Dieses Buch ist ein bewegender Einblick in die Herzen von zwei jungen, tiefgläubigen Menschen, deren Lebenswege Gottes klar erkennbare Handschrift tragen.
  • Deutsch
  • Aßlar
  • |
  • Deutschland
  • 0,66 MB
978-3-96122-495-1 (9783961224951)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Lisa und Lukas Repert haben an der THS Akademie in Bingen am Rhein Theologie studiert. Ihr Herz brennt dafür, dass Menschen Gott in ihrem eigenen Leben mindestens genauso stark erleben, wie die beiden es tun. Lukas ist christlicher Eventmanager und Evangelist, Lisa als "Li Marie" eine christliche Influencerin. Im Jahr 2020 sind die beiden glückliche Eltern eines Sohnes geworden. Die kleine Familie lebt eigentlich in Frankfurt am Main, ist aber auch oft durch Lukas' Dienst in der Welt unterwegs.

KAPITEL 2

Jeder muss sich irgendwann entscheiden
(GOTT LÄSST DIR DIE WAHL)
- Lisa

Schon als Kind war ich begeistert von Gott! Ich wollte so gerne, dass jeder ihn kennenlernt und an ihn glaubt. Eines Tages faltete ich meine Hände, presste meine Augen zusammen und sagte zu Gott: "Bitte, lieber Gott, ich wünsche mir, dass alle Menschen an dich glauben." Es konnte doch nicht so schwer sein, dachte ich mir. Gott könnte doch einfach jeden dazu bringen, an ihn zu glauben. Wie wunderschön würde diese Welt dann sein. Alles wäre einfacher und alle Menschen glücklicher. Hätte ich damals schon auf die Stimme Gottes gehört, hätte er mir sicherlich gesagt: "Ja, dasselbe wünsche ich mir auch." Wahrscheinlich hätte ich verwirrt gefragt: "Warum machst du es dann nicht einfach? Du kannst doch alles!" Und Gott hätte traurig, aber weise gelächelt und gesagt: "Weil ich möchte, dass sie sich freiwillig für mich entscheiden." Damals verstand ich noch nicht viel von wahrer Liebe.

Ich glaube, ich hatte die schönste Kindheit, die ich mir je vorstellen könnte. Gemeinsam mit drei jüngeren Brüdern plus einem Pflegebruder wuchs ich am südlichsten Zipfel Deutschlands auf. Gigantische Berge, tiefblaue Seen, bunte Wälder, unglaublich viel Schnee und mittendrin unser schönes Holzhaus. Meine ersten zwei Jahrzehnte verbrachte ich zu einem Großteil mit "dussa (draußen) sein" und "mola" (malen). Wir wanderten viel als Familie und wurden nicht müde, den nahe gelegenen Wald mit Baumhäusern zu bebauen, die Bäche mit Staudämmen und die Wiesen mit abgeschundenen Fußballfeldern. Wenn das Wetter schlecht war, hörten wir Kinder stundenlang unsere Lieblingskassetten auf der Couch, bauten Höhlen aus Decken und Wäscheständern oder kreierten im Hausflur riesige Städte aus Playmobil oder Lego. Den Fernseher trug mein Vater nur zu ganz besonderen Anlässen mal aus dem Keller hoch. Wir hatten tatsächlich alles, was zu einer wundervollen Kindheit gehört, und ich bin sehr dankbar für diese Zeit. Unsere Eltern erzogen uns christlich, was hieß, dass wir vor dem Essen beteten, sonntags in den Gottesdienst gingen und wöchentlich ein Hauskreis bei uns zu Hause stattfand.

Da ich mittlerweile einige Menschen kenne, die ebenfalls christlich erzogen worden sind, jedoch schnell das Interesse daran verloren, empfinde ich es als etwas Besonderes, dass Gott von Anfang an ein spannendes Thema für mich war, bei dem immer viel Ehrfurcht in mir aufstieg. Ich liebte die biblischen Geschichten im Kindergottesdienst - auch wenn es wieder und wieder dieselben waren. Mich faszinierten besonders die Menschen, die einen großen Glauben hatten und in den schwierigsten Situationen einfach auf Gott vertrauten. Ein kleiner David zum Beispiel, der vor dem riesigen Goliath steht und sauer ist, dass dieser seinen Gott beleidigt hat. Eine Maria, die ein verwirrendes Wort von Gott bekommt und allen Umständen zum Trotz daran festhält; oder Petrus, der aufs Wasser gerufen wird und geht. So wollte ich auch werden! Deshalb blieb ich auch in meiner Teeniezeit an Gott dran, obwohl fast alle Freunde um mich herum anderen Interessen nachliefen. Während sie sich mit Mode oder Partys beschäftigten, stieg ich als Mitarbeiterin im Kindergottesdienst ein, half bei gemeindlichen Events und nahm freitags an der Jugendgruppe teil. Doch obwohl ich nun noch mehr Zeit in der Gemeinde verbrachte, spürte ich den Wunsch nach mehr. Mehr verstehen, mehr sehen, mehr erleben von Gott. Oft beobachtete ich im Gottesdienst die Erwachsenen, wie sie dasaßen, sangen und dem Prediger zuhörten. Und irgendwie reichte mir das, was sie taten und erzählten, nicht aus. Ich konnte das Gefühl nicht loswerden, dass hier etwas fehlte und es noch so viel mehr gab.

Immer wieder kamen in mir diese Gedanken hoch: Wenn es diesen Gott doch wirklich gibt, wenn das, was in der Bibel steht, auch wirklich stimmt, dann ist das hier doch viel wichtiger und größer, als wir denken! Dann müssten wir doch auch noch heute Heilungen erleben; all die Wunder in der Bibel würden wahr werden, dann müssten wir tanzen vor Freude über unseren Gott, dann müssten wir doch allen anderen von ihm erzählen! Aber ich behielt diese Gedanken für mich, da ich dachte, ich hätte einfach etwas Wichtiges noch nicht erkannt, was diese Erwachsenen in meiner damaligen Kirche wahrscheinlich schon durchschaut hätten und was der Grund für ihre Zurückhaltung wäre.

***

Ich möchte dich ermutigen: Bei Gott gibt es immer mehr! Es gibt kein "Ende der Weisheit" oder ein Ziel, an das er dich bringt und dann ist Schluss. Ganz im Gegenteil: Gott ist ein Gott des Überflusses. Je mehr ich ihn kenne und erlebe, desto mehr merke ich, wie wenig ich tatsächlich von ihm weiß. Er ist so viel größer und hat so viel mehr Möglichkeiten, als wir es uns in unserem menschlichen Denken oft vorstellen.

Ich muss manchmal an ein Kind denken, das mit den ersten Krabbelschritten zuerst staunend die Wohnung entdeckt. Nachdem es laufen gelernt hat, kann es auch den Spielplatz oder die Wohnstraße erkunden. Die Welt scheint jetzt schon so riesig zu sein! Dabei hat es nur einen Bruchteil seiner Stadt gesehen, erst recht seines Landes oder Kontinents! Genauso ist es mit Gott. Je mehr du an ihn glaubst, je mehr Schritte du mit ihm gehst, desto mehr entdeckst du noch mehr neues Land, neue Kontinente, neue Welten, ja ganze Universen!

Gott lebt und er möchte in unserem Leben eine große Rolle spielen. Er will nicht nur sonntags mit uns in Kontakt treten und uns zu gut erzogenen Christen machen, sondern er will, dass wir seine Kinder werden. Dass wir unsere Identität durch ihn definieren lassen. Mit ihm in Beziehung leben. Dieser große, allmächtige Gott will jede unserer Schwierigkeiten und Herausforderungen gemeinsam mit uns meistern. Uns zum Guten hin verändern. Uns seine Größe und Macht zeigen. Er will Wunder tun und dich gebrauchen, sodass alle Menschen seine gute Botschaft hören und gerettet werden. Lass dich nicht durch Gedanken aufhalten wie: Ich bin vielleicht zu jung, um zu verstehen. Oder: Ich denke, ich habe schon alles verstanden. Gott wünscht sich so sehr, dass wir in jeder Lebenslage, jedem Alter nach ihm fragen und mehr von ihm suchen.

Von ganzem Herzen suche ich dich; lass mich nicht abirren von deinen Geboten. (Psalm 119,10; SLT)

***

Dieses Suchen und Fragen nach mehr von Gott hielt so lange in mir an, bis ich auf einer Sommerfreizeit im Jahr 2011 zwei Familien kennenlernte, die anders waren. Zum ersten Mal spürte ich, dass sie wohl ähnlich empfanden wie ich - nur dass sie schon gefunden hatten, was ich so dringend suchte. Als sie zusammensaßen und christliche Lieder spielten, waren das nicht die normalen Lieder aus dem Gottesdienst, die ich kannte. Sie waren so cool, dass man sie im Radio hätte hören können! Aber was mich noch mehr faszinierte, war die Leidenschaft, mit der sie gesungen wurden. Sie schienen tatsächlich jedes Wort, das sie sangen, für wahr zu halten und daran zu glauben. Diese Familien versprühten genau den Glauben und die Freude, die ich so lange gesucht hatte. Ich versuchte, so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen und jedes ihrer Worte aufzusaugen. Sie kannten eine Dimension von Gott, die ich bisher nicht kannte. Aber ich wollte sie auch kennenlernen!

Gegen Ende dieser Sommerfreizeit luden sie mich ein, auf eine Silvesterkonferenz zu kommen, welche mit etwa 300 Jugendlichen in Frankfurt stattfinden sollte. Ich war schon allein von der angekündigten Zahl an christlichen Jugendlichen völlig aus dem Häuschen! Niemals hätte ich erwartet, dass es heute noch in Deutschland so viele junge Christen gab, die sich alle an einem Ort versammelten. Und dann auch noch in Frankfurt. Einem Ort, der aus meiner Allgäu-Sicht so weit im Norden lag, dass es für mich schon fast der oberste Rand der Erdkugel war. Während ich das schreibe, muss ich schmunzeln. Denn mittlerweile wohne ich in Frankfurt und mein Mann arbeitet als Eventmanager auf eben solchen Konferenzen mit sogar mehr als 20.000 christlichen Teilnehmern. Merkst du etwas? Genauso wie mein Denken über solche Dinge damals beschränkt war, hat es sich auch in Bezug auf Gott in so vielen Dimensionen. erweitert.

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten
oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft,
die in uns wirkt. (Epheser 3,20)

Natürlich meldete ich mich sofort für diese Konferenz in Frankfurt an und konnte es kaum erwarten, endlich dorthin zu fahren. Und tatsächlich wurden meine hohen Erwartungen erfüllt. Nach dem ersten Tag auf dieser Silvesterfreizeit war ich nicht mehr zu halten: Endlich hatte ich das gefunden, wonach ich so sehr gesucht hatte! Hier waren Menschen, die großen Glauben hatten an all das, was in der Bibel stand. Ihre Leidenschaft für Gott war anscheinend durch nichts mehr zu stoppen. Der Heilige Geist wurde stark in ihr Leben miteinbezogen, so wie Jesus es versprochen hatte (vgl. Johannes 14,16-18).

Die Geschichten über Gott und was er in ihrem Leben tat, faszinierten mich und machten mich sprachlos. Diese Menschen erlebten Gott so, wie ich ihn immer schon erleben wollte. Sie legten all ihr Vertrauen in ihn, in den unmöglichsten Situationen. Und Gott zeigte ihnen, dass es sich lohnte. Biblische Geschichten wurden auf einmal vor unseren Augen ganz real und kamen in das Hier und Jetzt. Hier hoben die Menschen ihre Hände, um Gott anzubeten, sangen laut und strahlten dabei übers ganze Gesicht. Ich sage nicht, dass es falsch ist, sich ruhig zu...

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