Schuld in der Seelsorge

Historische Perspektiven und gegenwärtige Praxis
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Juni 2016
  • |
  • 399 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-030939-5 (ISBN)
 
An der Frage, wie Schuld im seelsorglichen Kontext angemessen aufzunehmen sei, entschieden sich im 20. Jahrhundert grundlegende Weichenstellungen seelsorglicher Orientierung. Bis in die Gegenwart zeigen sich in diesem Themenfeld Konflikte zwischen unterschiedlichen theologischen Positionierungen. Rentz bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld: zum einen durch eine historisch-systematische Aufarbeitung entscheidender Positionen des 20. Jahrhunderts. Zum anderen präsentiert und interpretiert sie empirisches Material aus Interviews mit SeelsorgerInnen. So eröffnet sich eine differenzierte Perspektive auf den Umgang mit Schuld in der seelsorglichen Praxis und deren theologische Reflexion in der Gegenwart.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 1,55 MB
978-3-17-030939-5 (9783170309395)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. theol. Renja Rentz ist Gemeindepfarrerin in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • I. Einführung und Forschungsanliegen
  • 1. Ein ambivalentes Thema
  • 2. Ein Thema zwischen Theologie, Psychologie und Sozialwissenschaften
  • 3. Schuld als Thema der Seelsorge
  • 4. Absicht und Ziel dieser Arbeit
  • 5. Zum Aufbau der Arbeit
  • II. Seelsorgetheoretische, theologische und psychologische Perspektiven auf Schuld, Schuldempfinden und Scham
  • 1. Der sündige Mensch
  • 1.1 Zum zeitgeschichtlichen Kontext
  • 1.2 Sünde und Schuld in Thurneysens Aufsatz "Rechtfertigung und Seelsorge"
  • 1.2.1 Zum Entstehungskontext des Aufsatzes
  • 1.2.2 Theologische Grundlegung: Offenbarung von Gottes Wort in und durch Menschenworte
  • 1.2.3 Zugang zur Sündenthematik
  • 1.2.4 Das Sünder-Sein des Menschen
  • 1.2.5 Die Gerechtsprechung des Menschen
  • 1.2.6 Sündenbekenntnis und Gnadenzuspruch als Zentrum der Seelsorge
  • 1.2.7 Thematisierung der Sünde im Schutz der Vergebung
  • 1.2.8 Thurneysens Haltung zur Psychoanalyse
  • 1.3 Zum theologischen Hintergrund: Sünde in Karl Barths Römerbriefkommentar von 1921/22
  • 1.3.1 Kategoriale Unterschiedenheit von Gott und Mensch
  • 1.3.2 Rechtfertigung und Heiligung
  • 1.4 Sünde und Schuld in Thurneysens Lehre von der Seelsorge
  • 1.4.1 Zeitgeschichtlicher Kontext
  • 1.4.2 Der sündenkranke Mensch
  • 1.4.3 Zur Verhältnisbestimmung von Seelsorge und Psychotherapie
  • 1.4.3.1 Veranschaulichung des Sünder-Seins durch psychologische Erkenntnisse
  • 1.4.4 Krankheit und Sünde
  • 1.4.5 Sünde und Schuld in der seelsorgerlichen Praxis
  • 1.4.5.1 Sünde in der Perspektive der Vergebung
  • 1.4.5.2 Das Aufdecken von Tatsünden
  • 1.4.5.3 Die Beichte als Ziel des seelsorgerlichen Gesprächs
  • 1.5 Fazit
  • 2. Der nach Befreiung suchende Mensch
  • 2.1 Zeitgeschichtlicher Kontext
  • 2.1.1 Wandel von einer "Gehorsamskultur" hin zu Pluralisierung und Demokratisierung
  • 2.1.1.1 Individualisierung und Pluralisierung von Lebens- und Glaubensformen
  • 2.1.1.2 Formierung einer internationalen Protestbewegung
  • 2.1.2 Wandel im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit
  • 2.2 Exkurs: Das Schuldgefühl in der psychoanalytischen Perspektive Sigmund Freuds
  • 2.3 Joachim Scharfenberg: Eröffnung eines Freiheitsraumes im seelsorgerlichen Gespräch
  • 2.3.1 Anmerkungen zur Biographie Scharfenbergs
  • 2.3.2 Eine Predigt zum Volkstrauertag
  • 2.3.3 Theologie der Schuld im Zeichen der Ich-Strukturen
  • 2.3.4 Kritik an der Beichtpraxis
  • 2.3.5 Veränderungen in Scharfenbergs Denken
  • 2.3.6 Das Problem des Verstehens als Zugang zur Psychoanalyse
  • 2.3.7 Eröffnung eines Freiheitsraums im Gespräch
  • 2.3.8 Die Konflikt- bzw. Sündhaftigkeit menschlicher Existenz
  • 2.4 Paul Tillich
  • 2.4.1 Theologie in der Kultur
  • 2.4.2 Die Methode der Korrelation
  • 2.4.3 Tillichs Neuformulierung und Ausweitung des Rechtfertigungsbegriffs
  • 2.4.4 Fazit
  • 3. Der am Ideal seiner selbst scheiternde Mensch
  • 3.1 Schuld und Scham: Differenzierungen und Zusammenhänge
  • 3.1.1 Annäherung an das Thema Scham
  • 3.1.2 Einige psychoanalytische Einsichten zur Scham
  • 3.1.3 Zur Entwicklung von Scham und Schuldfähigkeit
  • 3.1.4 Schuldempfinden und Scham. Phänomenologische und psychoanalytische Differenzierungen und Zusammenhänge
  • 3.1.5 Differenzierung unterschiedlicher Formen von Scham
  • 3.2 Zum zeitgeschichtlichen Kontext
  • 3.2.1 "Nach dem Boom": Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen der jüngsten Zeitgeschichte
  • 3.2.2 Sozialwissenschaftliche und sozialpsychologische Diagnosen des Strukturwandels in Arbeits- und Alltagswelt
  • 3.2.2.1 Identitätsbildung in der Spätmoderne
  • 3.2.2.2 Das erschöpfte Selbst?
  • 3.3 Exkurs: Psychoanalytische Perspektiven auf den Narzissmus
  • 3.4 Michael Klessmann: Seelsorge als Lebensdeutung im Horizont des christlichen Glaubens
  • 3.4.1 Biographische Anmerkungen
  • 3.4.2 Die Multidimensionalität von Seelsorge
  • 3.4.3 Lebensdeutung im Horizont des christlichen Glaubens
  • 3.4.4 Neue Aufmerksamkeit für die religiöse Dimension von Seelsorge
  • 3.4.5 Rechtfertigung als Zentrum einer Lebensdeutung im Horizont des christlichen Glaubens
  • 3.4.5.1 Rechtfertigung als Annahme des seiner selbst unsicheren Menschen
  • 3.4.6 Neue Aufmerksamkeit für die rituelle Dimension von Seelsorge
  • 3.4.7 Vergebung als Prozess
  • 3.5 Die "intersubjektive Wende" der Psychoanalyse
  • 3.5.1 Narzissmus in intersubjektiver Perspektive
  • 3.5.2 Scham in intersubjektiver Perspektive
  • 3.6 Fazit
  • III. Konzeption und Methode der qualitativ-empirischen Untersuchung
  • 1. Stellung, Ziel und Fragestellung der empirischen Untersuchung im Gesamtzusammenhang der Arbeit
  • 2. Methode und Durchführung
  • 2.1 Datenerhebung
  • 2.1.1 Experteninterviews
  • 2.1.2 Auswahl der Befragten und Kontaktaufnahme
  • 2.1.3 Leitfaden
  • 2.1.4 Durchführung der Interviews
  • 2.2 Auswertung
  • 2.2.1 Nachbereitung der Interviews und Transkription
  • 2.2.2 Zur Auswertungsmethode
  • 2.2.3 "Objektive Daten" der interviewten Seelsorgerinnen und Seelsorger
  • IV. Interviews mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern
  • 1. Wahrnehmungen
  • 1.1 "Es liegt so zwischen den Falten" - Begegnungen mit Schuld in der Seelsorge
  • 1.2 Kontexte
  • 1.2.1 Eltern und Kinder
  • 1.2.2 Fehlgeburt und perinataler Kindstod
  • 1.2.3 Am Lebensende und in Situationen, die als lebensbedrohlich empfunden werden
  • 1.2.4 Missbrauch
  • 1.2.5 Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
  • 1.2.6 Paarbeziehungen
  • 1.2.7 Pflege
  • 1.2.8 Schwangerschaftsabbruch
  • 1.2.9 Seelsorge
  • 1.2.10 Sterben und Tod eines Angehörigen
  • 1.2.11 Suizid
  • 1.2.12 Unfälle
  • 1.3 Fazit
  • 2. Deutungen
  • 2.1 Zurückhaltend und differenziert - wie SeelsorgerInnen von Schuld sprechen
  • 2.2 Schulddeutungen
  • 2.2.1 Schuld im Kontext der Lebensgeschichte
  • 2.2.2 Schuld und Vergebung in systemischer Perspektive
  • 2.2.3 Schuld in konstruktivistischer Perspektive
  • 2.2.4 Schuld als Grundthema menschlichen Lebens
  • 2.2.5 Schuld als ein zu überwindendes Thema
  • 2.2.6 Schuld als Störung des Selbst-, Welt- und Gottesverhältnisses
  • 2.2.7 Schuld als Ursache
  • 2.3 Zum Verhältnis von psychologischen und theologischen Einsichten in der Identität der Befragten
  • 2.4 Fazit
  • 3. Handlungsweisen
  • 3.1 Bedingungslose Annahme?
  • 3.2 Konfrontation mit Schuld?
  • 3.3 Beichte?
  • 3.4 Entlastung von Schuldempfindungen
  • 3.5 Fazit
  • V. Schuld als Thema der Seelsorge -im Wandel der Zeit und in der Gegenwart
  • 1. Schuld als Thema zentraler Seelsorgelehren des 20. und 21. Jahrhunderts
  • 2. Weitere Entwicklungen
  • 3. Einsichten und Impulse für die seelsorgerliche Begegnung mit schuldbelasteten Menschen
  • 3.1 Seelsorge als Raum der Anerkennung
  • 3.1.1 Grundlegende Akzeptanz und Offenheit
  • 3.1.2 Maßvolle Differenz
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
  • Sachregister

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