Gesundheitliche Ungleichheit zwischen Paarmüttern und Alleinerziehenden in Europa

Die Rolle von Erwerbsarbeit, Ressourcen, institutionellen Kontextfaktoren und gesellschaftlichen Einstellungen
 
 
ibidem (Verlag)
  • erschienen am 24. November 2017
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book
978-3-8382-7133-0 (ISBN)
 
Ann-Christin Renneberg spürt die Einflussfaktoren auf, die gesundheitliche Ungleichheit zwischen Alleinerziehenden auf der einen und Paarmüttern auf der anderen Seite verursachen, und zwar im europäischen Vergleich. Sie legt dabei besonderes Augenmerk auf die Determinanten, die mit der Arbeitsmarktintegration der Mütter in Zusammenhang stehen. Unter Nutzung von Daten aus dem European Working Conditions Survey (EWCS) und von Makroindikatoren bringt Renneberg individuelle und strukturelle Erklärungsfaktoren in einer Mehrebenenanalyse zusammen. Hierbei zeigt sich auf der Mikroebene die Relevanz der Ressourcen zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit zwischen Müttern sowie auf der Makroebene die Bedeutsamkeit des Gesundheitssystems und der Kinderbetreuung.

Dabei können Alleinerziehende allerdings je nach Land auf eine stark unterschiedliche Ressourcenausstattung zurückgreifen. Unerwarteterweise sind zeitliche Belastungen für Alleinerziehende nicht zwangsläufig von Nachteil, wie Renneberg ermittelt hat.

Aus ihren Analysen lässt sich ableiten, dass die Gesundheit der Mütter insbesondere durch eine bessere Abstimmung einerseits wohlfahrtsstaatlicher und andererseits betrieblicher Maßnahmen erheblich verbessert werden und so zu einer Reduktion von gesundheitlicher Ungleichheit beigetragen werden könnte.

Das Buch richtet sich an am Thema Interessierte, an Studierende, Lehrende und Forschende, die sich mit sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit, Wohlfahrtsstaats-, Arbeitsmarkt- und Familiensoziologie beschäftigen.
Auflage
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • Neue Ausgabe
  • 5,50 MB
  • 416 gr
978-3-8382-7133-0 (9783838271330)
Dr. phil. Ann-Christin Renneberg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Zuvor hat sie am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg gearbeitet und promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen soziale und gesundheitliche Ungleichheitsforschung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.

Download (sofort verfügbar)