Soul Fire

Liebe zu finden
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2020
  • |
  • 244 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-8520-4 (ISBN)
 
Soul Fire ist ein Roman über das Leben, die Liebe und das Loslassen. Über Wahrheiten und Entscheidungen, die wir treffen. Kreise, die sich bis zum Ende unseres Daseins ziehen und unser Handeln beeinflussen.

Die Geschichte:

Ein Mann, der sie liebt und auf Händen trägt, Kinder, die wohlgeraten sind und ihren Weg gehen. Das Leben meint es gut mit Melissa, jedenfalls bis zu jenem Tag, an dem sie sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzten muss. Damit, dass man Liebe vielfach empfinden kann, dass man Stärke braucht, um loszulassen.
Und dann ist da Alexander, ein junger Mann, der sich aus heiterem Himmel mit einem Brief konfrontiert sieht, der ihn zwingt, innezuhalten und über das Leben nachzudenken. Über Dinge, die sein könnten. Die nie sein werden. Ist es richtig, Entscheidungen nach dem Verstand auszurichten und Erwartungshaltungen zu erfüllen? Oder sollte man dem Bauchgefühl folgen und egoistisch sein? Was ist richtig im Leben?
Auf der Suche nach Wahrheiten muss sich Alexander beeilen, denn ihm läuft die Zeit davon. Ihm und der Frau, der seine Überlegungen gelten.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,70 MB
978-3-7504-8520-4 (9783750485204)
weitere Ausgaben werden ermittelt
H. O. Reidt ist im nördlichen Hessenland geboren und aufgewachsen. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern im Schwarzwald, der ihr zur zweiten Heimat geworden ist. Sie verfügt über zwei fundierte Ausbildungen in der Gastronomie und hat jahrelang in den besten Hotels der Republik gearbeitet. Das bescherte ihr zwangsläufig den Kontakt zu den interessantesten Menschen und Persönlichkeiten, deren Eigenarten ein unerschöpfliches Reservoir für außergewöhnliche Geschichten bieten.
Das Leben, die Liebe, tiefe Emotionen und die Turbulenzen der Seele sind das bevorzugte Betätigungsfeld der Autorin, wenn es ans Schreiben geht. Unter mehreren Pseudonymen schreibt sie Liebesromane aller Art.
Hoffnung

Man sagt, die Hoffnung ist grün.
Ich sage, die Hoffnung ist bunt.
Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich sage, die Hoffnung darf niemals sterben.
Man sagt, die Hoffnung gibt man nicht auf.
Ich sage, die Hoffnung gibt uns nicht auf.
Man sagt, die Hoffnung gibt uns Kraft.
Ich sage, die Hoffnung verleiht uns Schwäche.
Man sagt, die Hoffnung ist alles, was bleibt.
Ich sage, die Hoffnung darf niemals alles sein, was
bleibt.
Man sagt, die Hoffnung lässt uns hoffen.
Ich sage, die Hoffnung lässt uns manchmal verzweifeln.
Denn das Gegenstück zur Hoffnung ist die
Verzweiflung.
Erst wenn wir verzweifelt sind,
beginnen wir zu hoffen.
Erst wenn wir im Schatten stehen,
erlauben wir der Hoffnung zu uns zu kommen.
Wenn Vernunft und Verstand uns in eine andere
Richtung weisen,
erlauben wir der Hoffnung,
in einem stillen Winkel unseres inbrünstigen Flehens
Platz zu nehmen.
Erst dann .

H. O. Reidt

1

A Heartbeat Away .


Dunkelheit und Stille begleiten mich auf dem Weg in die Küche und vermitteln mir ein Friedensempfinden. Aus reiner Gewohnheit gehe ich zum Kühlschrank, greife nach einer Dose Cola und reiße lässig den Verschluss auf. Ein befriedigendes Wohlgefühl steigt in mir auf, als das zischende Geräusch und feinste Feuchtigkeitspartikel meine Sinne berühren und kalte Flüssigkeit die trockene Kehle hinunterrinnt. Ich schließe die Augen und erlaube mir, einen Moment lang an nichts zu denken. Mein Blick fliegt hinüber zum Schlafzimmer, in dem Rebekka auf der am Boden liegenden Matratze leise vor sich hin schnarcht. Irgendwie schenkt mir dieses Geräusch Geborgenheit, doch es lässt sich nicht auf ihre Verursacherin übertragen. Ich liebe Frauen, genieße ihre Nähe, ihre Bewunderung, es gibt nichts Schöneres, als mit ihnen Zärtlichkeiten auszutauschen, in ihnen zu versinken, im Duft von Weiblichkeit zu baden. Es ist wundervoll, doch es erfüllt mich nicht. Habe ich die Vorzüge der Dame genossen, bekomme ich ganz schnell das Gefühl, weg zu müssen. Ich vermisse etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist. Eine Sehnsucht wohnt in mir, die ich nicht stillen, nicht deuten kann. Glaube ich, nach diesem unbekannten Phänomen greifen zu können, entschwindet es ins Nichts. Bei keiner meiner Gefährtinnen habe ich das Bedürfnis, verweilen zu müssen. Was ist das nur?

Natürlich habe ich hin und wieder Partnerinnen über einen längeren Zeitraum an meiner Seite. Was heißt länger. Einige Monate, doch ich komme stets an einen Punkt, an dem ich einsehe, dass auch diese Lebensabschnittsgefährtin für etwas Längerfristiges nicht infrage kommt. Ich fühle mich eingeengt, unverstanden. Wenn ich zur Arroganz neigen würde, was ich nicht tue, würde ich sagen, ich wähne mich meinen Geliebten überlegen. Ich sehne mich nach einer Frau die meine Interessen teilt, mit der ich reden und diskutieren kann, bei der ich das Gefühl habe, dass sie mich bis auf den Grund meiner Seele versteht. Die mit meinen sicherlich nicht wenigen Fehlern umgehen kann und mich so nimmt, wie ich bin. Die Heimat für mich bedeutet und Geborgenheit. Die nicht nur bei mir ist, um meine männlichen Bedürfnisse zu stillen. Dafür gibt es genug Möglichkeiten. Mehr, als ich als einzelner Mann bewältigen kann.

Seufzend krieche ich zurück auf die Unterlage, und schmiege mich an den warmen, weichen Körper, der durch meine Berührungen langsam zum Leben erwacht und sich mir willig entgegenstreckt. Dankbar für diese zwischenmenschliche Nähe bediene ich mich, lasse meiner Leidenschaft freien Lauf und hole mir ein Stück Glückseligkeit. Für den Moment.

Als ich im Licht des nächsten Morgens erwache und neben mich greife, ist Rebekka bereits gegangen. Ein Stich des Bedauerns durchfährt mich, doch nicht, weil sie fort ist, sondern weil mir bewusst wird, dass ich allein bin. Einer, der nur an sich selbst zu denken hat. Ich wünschte, es wäre anders, doch das ist es nicht. Sind meine Ansprüche zu hoch? Stehe ich mir und einer dauerhaften Bindung, die funktioniert, selbst im Weg? Hin und wieder denke ich darüber nach, wie es wäre, Familie zu haben und komme zu dem Schluss, dass ich sehr gerne Kinder hätte. Kinder mit einer Frau, die mir das Gefühl gibt, sie nie wieder verlassen zu wollen. Ich kann nur hoffen, dass nicht eines Tages einer meiner One-Night-Stands vor mir steht, mir gesteht, dass sie schwanger ist und mich in eine Schablone presst, die ich mir nicht selbst ausgesucht habe. Ich würde wegen eines Kindes verweilen, würde es niemals im Stich lassen, doch wahres Glück empfände ich nicht. Wenn es mir bestimmt ist, diese Eine zu finden, wird es so sein. Wenn nicht, muss ich es akzeptieren. Ich habe meine Arbeit, meinen Beruf, der mich ausfüllt. Ein grenzenloses Reservoir an Ideen, die ich umsetzen möchte. Das Streben, voranzukommen, immer wieder Neues zu entdecken und andere Wege zu gehen. Vielleicht ist es zu schwer, mit einem wie mir Schritt zu halten, im gleichen Takt zu schwingen. Was weiß ich schon .

Ich schüttele die grüblerischen Gedanken ab und erhebe mich vom Nachtlager. Es wird Zeit, ins Geschäft zu gehen und die Herausforderungen des Tages in Angriff zu nehmen.

Eine gute Stunde später stehe ich vor meinem Lebenstraum, den ich mir durch harte Arbeit und den Kopf voller Ideen selbst verwirklicht habe. Ich kann nicht verhindern, dass ein Anflug von Stolz mein Herz freudig stolpern lässt. Die Esswerkstatt, mein Restaurant in der Heidelberger Altstadt, bietet leckere Mahlzeiten für jedermann an. Gesunde, naturnahe, unverfälschte Produkte erster Güte, zu erschwinglichen Preisen. So lange ich denken kann, war es mein Wunsch, auf eigenen Füßen zu stehen. Die großartige Ausbildung, die ich genossen habe, meine Berufs- und Wanderjahre, die mich zu den beeindruckendsten Köchen unserer Zeitgeschichte geführt haben, sinnvoll umzusetzen. Meinen eigenen Stil einzubringen und dem Beruf des Kochens eine Nuance meines Selbst einzuhauchen.

Zunächst gehe ich im Restaurant die Reservierungen des heutigen Tages durch, sehe nach, ob es etwas Besonderes gibt, schlendere dann durch die Küche und schaue nach dem Rechten. Erst später werde ich mir die Schürze umbinden und das tun, was ich am besten kann: Kochen. Davor steht allerdings noch ein Berg bürokratischer Tätigkeiten, die einem jeden ins Haus stehen, der einen Betrieb dieser Größenordnung führt. Ich schrecke nicht davor zurück, auch das tue ich gern. Es ist die Kombination aus all den Verschiedenartigkeiten, die ich schätze, die mich reizen und die mich jeden Tag anspornen, es besser zu machen. Ich brauche diese ständig neuen Anforderungen meines Esprits. Sie dämpfen die Rastlosigkeit in mir.

Der Stapel neu dazugekommener Post, der in einem Korb mitten auf dem Schreibtisch steht, lässt mich allerdings meine letzten Gedankengänge noch einmal überdenken, was aber nichts nutzt und diesen Berg nicht von allein zum Schmelzen bringt. Zunächst sortiere ich die Reklame aus, stapele Rechnungen und Angebote separat und starre mit einer dunklen Vorahnung auf den übriggebliebenen, wattierten Umschlag, der eigenhändig an mich persönlich adressiert und mit einer bunten Sondermarke frankiert ist. Das Schriftbild ist gleichmäßig, aber verschlungen, vielleicht sogar verspielt. Ich wette, dass es einer Frauenhand zuzuordnen ist. Meine Neugier wächst, ich wende den Brief rätselnd hin und her, greife schließlich zu einem Brieföffner und schneide ihn fachmännisch an der oberen Falz auf. Es scheint mir einer Sünde gleichzukommen, dieses geheimnisvolle Schriftstück achtlos aufzureißen und zu beschädigen. Ich fühle, dass es wichtig ist. Ein Relikt Schreibkultur, dessen Inhalt ich gespannt entgegensehe. Zu meiner Verwunderung purzelt ein kleiner, eingewickelter Gegenstand direkt vor meiner Nase auf die Schreibunterlage. Der dazugehörige Briefbogen, den ich schließlich in den Händen halte, duftet dezent nach Vanille und Zimt, eine Duftkombination, die ich liebe und nur wahrnehme, weil ich über einen ausgesprochen guten Geruchssinn verfüge. Eine Kunstfertigkeit, die maßgeblich zu meinem beruflichen Erfolg beigetragen hat und unabdingbar ist, um im Konzert der Großen mitspielen zu können. Meine Augen weiten sich, als ich die Adresse sehe, die oben rechts vermerkt ist. Noch mehr, als ich anfange zu lesen und die Botschaft verinnerliche, die mich erreicht:

Mein lieber Freund,

ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Du weißt, das ist nicht mein Stil. Ich habe dir einst versprochen, dass du stets Ehrlichkeit von mir zu erwarten hast. Nun, die hast du bekommen, auch wenn du oft daran zu knabbern hattest, dein Verhalten zeigte es mir.

Die Zeiten ändern sich, der Wind dreht in eine andere Richtung, so ist das nun mal im Leben und auch bei mir. Der letzte Besuch bei dir hatte einen Grund. Ich wollte dich noch einmal sehen, ein paar Worte mit dir reden, es...

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