Der Apfelkönig

Ein Märchen voller Äpfel
 
 
neobooks Self-Publishing
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Januar 2018
  • |
  • 120 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7427-5403-5 (ISBN)
 
Der König Ablakus herrschte uneingeschränkt in dem kleinen unbekannten Land Appletania. Das Land ist während seiner Amtszeit aufgeblüht und alle könnten eigentlich glücklich und zufrieden sein, wenn da nur nicht diese vielen Probleme mit den Äpfeln wären! Der König war ganz den Äpfeln verfallen und erhielt deshalb den Namen "Der Apfelkönig". Er verspeiste Unmengen von dieser schmackhaften Frucht. Aber auch Apfelmus, Apfelsaft und besonders der Apfelkuchen standen täglich auf seinem Speiseplan. Als nun der König auch noch anfing, im Apfelsaft zu baden, da war es vorprogrammiert, dass seine eigene Apfelplantage diesen großen Bedarf an Äpfeln nicht mehr decken konnte. Um hier Abhilfe zu verschaffen, beschloss der König deshalb, alle Apfelbäume des Landes unter die Verwaltung der Krone zu stellen. Die Äpfel wurden somit über Nacht für alle Bürger des Landes zu einer verbotenen Frucht. Sollte jetzt ein Bürger es dennoch wagen, einen Apfel auch nur zu berühren, dann wurde über seinem Haupt eine drakonische Strafe verhängt. Das Leben ging ungeachtet dieser leidigen Apfelverbote unverzagt weiter. Der ehrgeizige Hofmarschall Bonaparte war vom König zum Oberaufseher über alle Äpfel ernannt worden. Zusammen mit seiner Apfelpolizei verfolgte er alle und jedem der es wagte, die Äpfel des Königs zu belästigen. Der Hofnarr Woody war immer noch bekannt für seine spitze Zunge und seine unnötigen Ratschläge. Der königliche Schlosshund Nitram nahm weiterhin das ganze Treiben um sich herum mit einem gewissen Maß an Desinteresse zur Kenntnis. Die Hexe und Hellseherin Marilyn ahnt bereits, dass der König demnächst ihre geschätzte Hilfe benötigen würde. Der Kronrat des Königs bekommt Schwierigkeiten, denn dieser muss eine Lösung finden, damit der König in Zukunft nicht mehr die Blauen Blattern bekommt. Dieses ist eine Art Allergie, die immer dann ausbricht wenn der König einen Wurm in einem seiner Geliebten Äpfel erspäht. Sollte nicht innerhalb von drei Tagen eine Lösung vorliegen, wird der Kronrat als lebendige Apfelscheuche in die Apfelplantage strafversetzt. Viele weitere Personen bekommen noch ihren spanenden Auftritt in diesem Apfelmärchen für Jung und Alt. Da wären: Der Weltberühmte Physiker Zweistein, der eigentlich keine Zeit hat. Die Raumpflegerin Renate Ratlos mit ihrem Feudel. Schrödingers Katze die nicht immer anwesend war. Die Bäcker Stradivari und Geige. Bauer Pörksen, der viele Apfelbäume hat. Roxy mit ihrer rollerfahrende Großmutter. Die Bürger Rehder und Martinelli mit ihrem aufsehenerregenden Apfelsaft. Doktor Goldfinger mit seinen furchtbaren Pillen. Snoppy das Stofftier mit seiner berühmten Schnüffelnase. Emil der Erfinder. Die Fee Feelicitas. Der Frosch Froggi. Der 111 Jahre alte Methusalem. Das Pferd Bukephalos. Der 2,45 m große Mücke. Der Sekretär Rumpfnagel. Der Floh Tiberius und viele viele andere auch.
  • Deutsch
  • 0,27 MB
978-3-7427-5403-5 (9783742754035)
3742754033 (3742754033)
Karl-Heinrich Rehder, Ingenieuer und Softwareentwickler aus Flensburg im Ruhestand. Autor, Kunstmaler, Cartoonist, Erfinder und Spieleentwickler. Martin Jacob Rehder, M.Sc., Freiberuflicher Softwareentwickler aus Flensburg. Jahrgang 1972. Hauptsächlich tätig bei größeren Projekten im In- und Ausland. Darüber hinaus Autor, Kunstmaler und Spieleentwickler.

Der Bote


Am 2. Tag im Turmsaal, steht der Hofmarschall in der Ecke und schläft. Nach zwei Tagen ohne Schlaf ist das nicht verwunderlich.

Plötzlich schlägt die Turmuhr laut - 1 mal, 2 mal, ...11 mal! Erschrocken vom Lärm wacht der Hofmarschall auf und verstört ruft er: "Ich hatte einen Traum... ich hatte einen Traum!"

"Guten Morgen", sagen Claus und Albert van Bommel mürrisch. Beide hängen mit den Köpfen und sind am Ende ihrer Kräfte. Sie können ihre Verzweiflung kaum noch verbergen, denn eine Lösung für das Wurmproblem ist Ihnen bisher nicht eingefallen.

"Irgendetwas mit Stein...?", fährt der Hofmarschall fort. "Ich glaube, es ist wichtig, vielleicht sogar die Lösung! Feuerstein... Feuerstein? Nein nein. vielleicht Hinkelstein oder aber Dreistein?"

"Nein!", ruft Albert plötzlich aufmerksam, "Du meinst sicherlich Zweistein!"

"Ja, ja richtig", sagt Claus, "das ist doch der große Physiker und Erfinder."

Albert ist nun hellwach und sagt begeistert: "Ja! Der wird uns doch sicherlich helfen können"

"Ja, der hat bestimmt eine Idee!", meint Claus.

Der Hofmarschall überlegte kurz und formulierte dann den Plan: "Albert, schreibe einen Hilfebrief. Formuliere das Problem. Claus, schreibe einen zweiten Brief für den Fall, dass Zweistein sagt, er hätte keine Zeit, denn das sagt er immer, wenn man etwas von ihm will."

Dann rief der Hofmarschall durch die Tür: "Man rufe sofort den Boten Bode, aber schnell!"

Eine der Wachen wachte erschreckt auf. Die Tür wurde langsam geöffnet. Der Wachmann streckte seinen Kopf in das Zimmer. Träge und schlaftrunken fragte er: "Wie war das..., ich meine, was sollte am Boden rufen?"

"Nicht am Boden rufen! Wach auf Wachmann! Den Boten Bode sollst Du rufen! Aber hurtig hurtig", dröhnte Hofmarschall Bonapartes Stimme durch den Raum.

Der Wachmann schaute ihn lange an, ohne etwas zu sagen und nickte dann langsam mit dem Kopf. "In Ordnung.", sagte er und schloss langsam wieder die Tür.

Der Hofmarschall hörte langsame Schritte von der Treppe. Bonaparte kochte vor Wut und Ungeduld. Sein Hut vibriert im Takt zu seinem Zittern. "Schneller schneller!", brüllte er durch die Tür.

Der Hofmarschall schaute sich im Raum um, er sah die Van Bommels, wie sie sich auf dem Boden hingehockt haben, um die Briefe zu schreiben. Beide schauten ihn mit großen Augen an.

"Was ist?", fragte Bonaparte ungeduldig, "Schreibt, schreibt doch, die Zeit sitzt uns im Nacken!", befahl er.

Die Van Bommels schauten sich wortlos an und widmeten sich dann wieder den Briefen.

Die Zeit verging. Hofmarschall Bonaparte schreitete schnellen Schrittes auf und ab. Dann in Kreisen, mal rechts mal links herum. stampfte hin und wieder heftig mit dem Fuß auf den Boden, was dazu führt dass die Van Bommels immer wieder in ihrer Schreibarbeit unterbrochen wurden, da ihnen jedes Mal die Schreibgriffel aus der Hand fielen.

Endlich! Der Bote Bodo kam. Er klopft an die Tür und öffnete diese dann.

"Bote Bodo!", sagte der Hofmarschall sogleich, "Du musst zu Hinkelstein, nein zu Zweistein laufen, er wohnt in der Stadt Cox, und dort musst du Hilfe einholen! Es muss superschnell gehen!"

Claus Van Bommel, der gerade seinen Brief fertig geschrieben hatte, sagte dem Boten: "Wir haben weniger als 24 Stunden, bis wir dem König eine Lösung für das Wurmproblem präsentieren müssen."

"Kannst du das schaffen?", fragte der Hofmarschall.

Bodo überlegte kurz und sagte dann entschlossen: "Klar, um ca. 20:00 Uhr bin ich zum Abendbrot zurück."

"Hervorragend!", frohlockte der Hofmarschall, voller Enthusiasmus schwang er seine Arme in die Luft. Schnell erklärt Bonaparte dem Boten, um was es ging und was er zu tun hätte.

 

Als Bodo den Turm verließ, überlegte er kurz seine Strategie. Etwas essen müsste er noch, dachte er oder zumindest ein paar Brote einpacken. Er rannte kurz entschlossen zur Schlossküche, denn er kannte ja die dort hausende gute Köchin Emma. Diese hatte immer etwas übrig für ihren Boten.

In der Küche angekommen, erblickte er sofort die gute Emma. Sie saß gerade und schälte Kartoffeln.

"Hallo Emma!", rief er.

"Huch! Bodo?", Emma verlor die Kartoffel, die sie gerade schält. "Musst du mich denn immer so erschrecken?", sagt sie mit einem schiefen Lächeln und sammelte die Kartoffel wieder auf.

"Emma, ich muss in dringender Mission nach Cox zum berühmten Zweistein laufen. Es geht um das Schicksal des Kronrats!", rief er, mit den Armen wild gestikulierend.

"Ja ja", sagte Emma geduldig, "du brauchst sicherlich eine größere Kleinigkeit zum Essen. Habe ich Recht?"

"Nun ja", erwiderte Bodo, "der Weg ist lang und... ."

"Schon gut", sagte Emma und steht auf. "Ich habe einen Pflaumenkuchen gebacken, aber keiner will ihn. Der König isst ja nur Apfelkuchen und die Bommel Minister, die diesen Kuchen ja doch so lieben, sitzen im Augenblick im Turmzimmer und dürfen dort die nächsten Tage nicht gestört werden.", erklärte Emma.

"Aber Emma!", entfuhr es Bode, "du weißt doch, ich liebe deine Pflaumenkuchen."

Emma gab Bodo ein großes Stück Pflaumenkuchen in die Hand. "Möchtest du Sahne dazu?", fragte Emma.

Bodo lief das Wasser im Mund zusammen. "Ja, gerne!"

Schnell hatte Bodo das Stück Kuchen verputzt.

"Das ging ja schnell. Möchtest du noch eins?", fragte Emma.

"Nun, ja, der Weg ist lang und...", sagte Bodo

"Hier nimm", sagte Emma mit einem kleinen Lächeln.

Das zweite Stück ist fast genauso schnell weg wie das erste. Emma hatte das dritte Stück schon in der Hand und reicht es Bodo. Dieser nahm es dankend entgegen.

Nach zehn Minuten hatte Bodo den ganzen Kuchen weggeputzt und war satt und glücklich. Plötzlich aber erinnert er sich wieder an seine Mission.

"Oh Gott, Emma, ich muss ja noch nach Cox! Danke für den Kuchen, er war wie immer wunderbar", sagte er und rannte hinaus in den Schlosspark. Emma winkte ihm lachend hinterher.

 

Bodo wählte den längeren Weg unten, um den Schwanensee herum. Die Route ist schöner und Zeit genug hatte er ja. Nach einer Weile erreichte er den See, hier befand sich der schönste Ort im ganzen Königreich. Normalerweise machte er hier eine Pause, um die schöne Landschaft ein wenig zu genießen, aber er war immer noch satt vom Kuchen und außerdem wollte er ja um 20:00 Uhr wieder zurück sein im Schloss.

Einige Stunden später kam Bodo langsam ins Schwitzen. "Hmm, also irgendwie, ., oh, ich müsste vielleicht mal eine kleine Pause machen". Er kam an einem kleinen Busch vorbei. Bodo schaute den Busch nur kurz an und schüttelte den Kopf. Etwas später sah er noch einen kleinen Busch. Dann noch einen. "Langsam wird es aber höchste Zeit!", sagte Bodo laut.

Nach weiteren zehn Minuten sah er dann endlich einen großen Busch, und mit einem Satz war er hinter dem Busch verschwunden.

Kurze Zeit später tauchte Bodos Kopf wieder hinter dem Busch auf. Er schaute erst nach rechts, dann nach links. "Gut", sagte er, "Die Luft ist rein." Er rannte jetzt weiter in Richtung Cox.

Nachmittags hatte er die großen Kuhweiden erreicht. Bodo fasste sich an den Bauch. "Oh oh. Nicht schon wieder!", stöhnte er. "Kein Busch in Sicht, nicht einmal ein kleiner, stöhnt er."

 

Es war am späten Nachmittag, als Bodo die Stadtgrenze von Cox erreichte. Er fragte gleich den ersten Passanten, der seinen Weg kreuzte, nach dem Weg zu Zweisteins Haus.

"Die Straße immer geradeaus, die erste rechts und dann direkt weiter zum Marktplatz. Das Haus von Zweistein kann man gar nicht übersehen, es ist relativ anders angestrichen als andere Häuser. Du wirst es sofort erkennen, wenn du es siehst. Zweistein sagt, er habe hier die Raumzeit dargestellt. Aber keiner in der ganzen Stadt versteht, was er damit meint. Aber schön ist das Haus trotzdem", sagte der Passant und ging weiter.

Bodo erkannte das Haus sofort, hier nun angekommen sah er sogleich ein großes Schild an der Tür von Zweistein. Darauf stand in großen Buchstaben "Habe keine Zeit!". Bodo drehte das Schild einfach um und klopfte an die Tür. Nichts passierte. Bodo klopfte und klopfte und klopfte - nichts passierte. Dann versuchte er es mit dem Handstock. Mit voller Kraft schlug er zu! Nun endlich öffnete Zweistein die Tür und sagte sogleich: "Ich habe keine Zeit". Zweistein war dabei die Tür wieder zu schließen, als Bodo, von Albert Van Bommel vorgewarnt, schnell den zweiten Brief vorlaß:

"Wenn Zweistein sagt, er hätte keine Zeit oder er gar sage, er will dem König nicht helfen, dann sage ihm, das der Kronrat augenblicklich dafür Sorge tragen werde, das er, Zweistein, für 3 Monate Strafdienst als lebendige Vogelscheuche auf der Königlichen Apfelplantage verrichten werde!"

Zweistein überlegte kurz, schüttelte sich ein wenig und sagte dann: "Na gut, aber ich habe höchstens zwei Minuten Zeit."

Bodo laß schnell den ersten Brief vor: "Lieber Dr. Zweistein, der König ist krank und braucht Eure Hilfe. Wir benötigen eine Erfindung für das Aufspüren von Würmern. Hochachtungsvoll - Der Kronrat.

PS. Eine Empfehlung beim König bezüglich der Verleihung des Blauen-Mauritius-Apfelordens ist bei Erfolg garantiert."

 

Zweistein sagte: "Brauche ich nicht."

Bodo laß sofort wieder den zweiten Brief vor.

Zweistein unterbrach Bodo wirsch und sagte: "Brauche ich nicht, habe so etwas schon vor zwei Jahren erfunden." Der Doktor drehte sich um und...

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