Mord und Schmuggel im Diamanten-Sperrgebiet

Namibia Abenteuerroman mit Thrillerfeeling
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Oktober 2020
  • |
  • 314 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7526-5149-2 (ISBN)
 
Namibia ist ein magisches, großes Wüstenland, mit vielen wilden Tieren, langer Meeresküste und Diamanten. Auch Jo Winter zieht es hierher und er betreibt mit seiner Frau Maria eine Gästefarm mit Flugsafaris. Eines Tages hat er zwei besondere Gäste im Flugzeug, die er schnellst möglichst los werden will. Er fasst einen teuflischen Plan, der sein Leben völlig verändern wird.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,69 MB
978-3-7526-5149-2 (9783752651492)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Peter Reger ist ein vielgereister Autor, der Erlebnisse in Abenteuerromane mit Thrillerfeeling gefasst hat. Im Zentrum steht stets eine Hauptfigur, die sich durch viele Widrigkeiten kämpfen muss und am Ende erfolgreich bleibt oder auch scheitert. Somit bleibt auch jede Story offen und spannend bis zum Schluss.

1. Tag


Ein einmotoriges Propellerflugzeug kam im Licht der untergehenden Sonne angeflogen und setzte sanft auf der staubigen Sandpiste auf. Das Paar, das in den beiden hinteren Sitzen saß, klatschte für die gute Landung spontanen Beifall.

»Prima!«, sagte die Frau zum Piloten, »gute Landung.«

Der Pilot bedankte sich und brachte das Flugzeug zum Stehen. Ein offener Jeep mit dem üblichen Schattendach kam angefahren. Pilot und Gäste stiegen aus und wechselten zum Jeep. Der schwarze Fahrer nahm lächelnd eine begrüßende Haltung ein. Alle drei stiegen ein und er fuhr los, geradewegs einen staubigen Weg entlang. Links und rechts des Weges gab es die für Nambias Steppenlandschaft typischen stacheligen Büsche zu sehen. Bald waren in der Ferne Häuser zu erkennen, die Häuser und Gebäude der "Erongo Gästefarm". Offenbar wusste der Fahrer, was zu tun war, denn bei den Häusern bog er nach rechts ab und blieb direkt vor einem der vier Gästehäuschen stehen. Aus Stein rund gebaut, mit spitzem Dach aus Stroh, also einem Zelt nachempfunden, typisch für Afrika und im Inneren komfortabel mit einem Doppelbett, WC und Dusche modern-afrikanisch ausgestattet. Die Wände waren in den Wüstenfarben, also rot, rötlich-gelb gestrichen und die Vorhänge mit afrikanischen Tiermotiven gaben allen bisherigen Gästen ein gutes Namibia-Feeling.

»Nochmals vielen Dank für die ausgezeichnete Safari«, sagte die Frau zum Piloten während sie und der Mann aus dem Jeep ausstiegen.

»Wir sehen uns gleich wieder zum Sundowner«, sagte der Pilot, »macht euch ein bisschen frisch und Karl wird euch in etwa zehn Minuten wieder abholen, denn die Sonne geht bald unter. Ich zeige euch einen Sonnenuntergang, wie ihr ihn noch nie gesehen habt.«

»Ich bin ja schon gespannt, Jo«, antwortete der Mann.

»Chef. Das Flugzeug in den Hangar fahren?«, fragte Karl, der Fahrer.

»Ja, und auftanken.«

»Okay Boss!«

Jo, eigentlich Josef, hieß der Pilot und er war zugleich auch der Chef der Farm. Er und die Gäste waren Deutsche und somit von weißer Hautfarbe, während Karl ein Eingeborener vom Stamm der Herero und somit von schwarzer Hautfarbe war. Es gab also Weiße und Schwarze auf der Farm und auch die Schwarzen hatten traditionell deutsche katholische Vornamen wie Johann, Maria, Peter, Karl.

Die beiden Gäste waren unterwegs zu ihrem Gästezimmer, als die Frau stehen blieb und rief:

»Ach Jo, hast du hier eigentlich WiFi?«

»Selbstverständlich. Das Passwort lautet 'Farm'.«

»Vielen Dank!«

Und zum Mann sagte die Frau leise:

»Wir sollten jetzt gleich unsere Pflicht erfüllen und es melden, zumindest als Kurznachricht.«

Jo nahm seine Piloten-Sonnenbrille ab, ging in das den Gästehäusern gegenüber liegende Farmhaus und dort direkt in die Küche. Die zwei schwarzen Frauen, die schon mit dem Abendessen beschäftigt waren, sahen ihn überrascht an. Offenbar hatten sie ihn noch nicht erwartet. Jo nahm seine geliebte Sonnenbrille ab und sagte:

»Ich brauche Saft, Sekt und Bier für den Sundowner.«

»In Ordnung Chef«, sagte eine der beiden, »mache gleich.«

»Wo ist Maria?«

»Maria drüben.«

Maria Mpingana war Jo's schwarze Frau und 'drüben', das waren die anderen Gebäude der Farm. Somit war alles in bester Ordnung. Er ging weiter im Gebäude in das große Wohnzimmer, das zugleich auch als Speiseraum für Frühstück und Abendessen für die Gäste diente, setzte sich in einen bequemen Sessel in der Ecke, um sich auszuruhen. Das Fliegen war für ihn ein toller Spaß, das zudem auch gutes Geld einbrachte, aber die Konzentration kostete schon auch Kraft. Vor allem war er ja mit vierundfünzig Jahren nicht mehr ganz so jung. Prompt schlief er ein.

Jo weckte eine Stimme.

»Chef, aufwachen, Sundowner.«

Jo machte die Augen auf.

»Danke Karl, hätte ich fast verschlafen.«

»Du mich haben«, antwortete er lächelnd. Jo setzte seine Sonnenbrille auf und ging hinaus zum Jeep, in dem schon die Gäste saßen und in den auch schon ein Korb mit Gläsern und Getränken eingeladen war. Als Jo sich in den Jeep setzte, ließ Karl den Motor an und fuhr los. Wieder einen sandigen, staubigen Weg entlang, der sich durch großes, weitgehend freies sandiges Gelände schlängelte, vorbei an stacheligen, aber grünen Büschen.

»Bleib' doch mal stehen, Karl«, sagte Jo und Karl blieb stehen.

»Seht mal. Dieser Busch mit seinen vielen Stacheln ist ein Kameldorn. Die Dornen sind paarweise angeordnet und sehr spitz. Damit schützt sich der Busch vor allem vor dem Verbiss durch Tiere. Und hier drüben steht ein Anabaum. Er kann bis zu dreißig Meter hoch werden und ist damit die größte Akazienart in Namibia. Und dort vorne an den Felsen, wo wir den Sundowner einnehmen, steht ein auffälliger Baum wie ein Pilz, den wir auch schon beim Rundflug gesehen haben, das ist ein Köcherbaum. Weiter, Karl.«

Er fuhr weiter, umkreiste einige Felsen und fuhr einen Hügel hoch. Oben befand sich eine kleine Plattform mit einem Tisch, mehreren Stühlen und einer unglaublichen Aussicht über die Ranch und hinaus in den Horizont einer gelben Wüstenland-schaft.

»Wir sind da«, sagte Jo, »seht ihr, die Sonne beginnt sich schon rot-gelb-orange zu färben. Es dauert jetzt noch etwa zehn Minuten, dann geht sie unter und Sie erleben den schönsten Sonnenuntergang der Welt, wenn das Rot des Sandbodens zurück strahlt in den Himmel. Es wird dann innerhalb weniger Minuten finstere Nacht und schnell kalt. Hier habe ich Saft, Sekt, Bier, Wasser, um damit den schönen Tag und den wundervollen Sonnenuntergang begießen zu können. Das ist ein schönes Ritual, das ich sehr liebe.«

Jeder nahm sich ein Glas, Jo schenkte das gewünschte Getränke ein und genehmigte sich selbst ein Bier. Sie prosteten sich zu, nahmen einen Schluck und sahen fasziniert der über der Wüste untergehenden Sonne zu. Magische Momente, ein wahres Schauspiel an Farben mit unterschiedlichem Gelb und mit roten, wechselnden Farben, die vom gelben Wüstensand reflektiert wurden. Die Gäste waren sprachlos verzückt. Für Jo war das allerdings immer bei allen Gästen so und deshalb bot Jo auch immer diesen Sundowner an, den er selbst jeden Tag aufs Neue liebte so oft als möglich wahr nahm. Wie angekündigt, brach die Finsternis schnell herein und Karl fuhr alle zurück zum Farmgebäude.

»Bald gibt es Abendessen im Wohn- und Speisezimmer«, meinte Jo und entfernte sich.

Das Gästepaar ging in das Gebäude und sah sich staunend die afrikanische Einrichtung an.

»Das von mir zuhause«, sagte eine weibliche Stimme plötzlich hinter ihnen. Sie drehten sich um und sahen in das Gesicht einer lächelnden schwarzen Frau.

»Ich Maria, Frau von Jo«, stellte sie sich in einem etwas gebrochenen Deutsch vor.

»Freut mich. Ich bin Claudia, Claudia Neumann«, sagte die Frau und gab ihr die Hand.

»Horst Sekunda«, stellte sich der Mann vor und gab ihr ebenfalls die Hand.

»Wir sind heute gegen Mittag angekommen, haben das Gepäck abgestellt und sind gleich danach mit dem Flugzeug los«, sagte Claudia, »deshalb haben wir uns nicht gesehen.«

»Ja, macht nichts«, meinte Maria, »Jo meinte, guter Tag zum Fliegen.«

»Es war ein super guter Tag«, sagte Horst, »das hätte ich nicht gedacht.«

Sie schauten sich weiter die afrikanische Einrichtung an.

»Essen ist fertig«, rief Maria wenig später, »bitte alle Platz einnehmen.«

Sie gingen in das Wohn- und Esszimmer und alle vier, Jo, Maria, Claudia und Horst, setzten sich jeweils auf einen Stuhl rund um einen großen, dunkel polierten Holztisch. Gleichzeitig kam ein schüchterner kleiner Junge mit schwarzen Haaren und braunem Taint, vermutlich drei Jahre alt, in das Zimmer und setzte sich zur Mutter. Die Gäste sprachen ihn höflich an, aber er reagierte nicht.

Kartoffeln und Gemüse standen bereits in großen Schalen auf dem Tisch, dazu wurden Teller, Besteck sowie auch Wasser, Bier und die Gläser gereicht. Wenig später stellten die zwei Frauen aus der Küche das gekochte, dampfende Fleisch in großen Tabletts in die Mitte des Tisches gestellt.

»Kudu, Springbock, Wildschein, alles von unserer Farm«, sagte Maria und zeigte auf das jeweilige Fleischstück.

»Bitte nehmt euch, was ihr wollt.«

Das ließen sich die Gäste nicht zwei Mal sagen und griffen zu. Ihnen war ohnehin schon das Wasser im Munde zusammen gelaufen und Hunger hatten sie auch. Also fassten sie zu und aßen, bis sie satt waren. Dann lobten sie die Küche.

»Sehr gutes Essen«, lobte Horst, »das Fleisch ist ganz zart.«

»Mir hat es auch sehr gut geschmeckt«,...

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