Bleeding Violet

Niemals war Wahnsinn so verführerisch
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2011
  • |
  • 464 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0827-0 (ISBN)
 
Nach dem Tod ihres Vaters trampt die 16-jährige Hanna in die texanische Kleinstadt Portero. Sie will zu ihrer Mutter, die sie gar nicht kennt. Doch ein herzlicher Empfang ist es nicht, der sie dort erwartet, und auch das Städtchen ist keineswegs so idyllisch und harmlos wie es zunächst scheint - hier hört nicht nur Hanna Stimmen! Und dann stellen der attraktive Wyatt und unheimliche Ereignisse sogar ihre abgedrehte Welt auf den Kopf.
weitere Ausgaben werden ermittelt
31 (S. 231-232)

»Ma!«Wyatt sprang die Stufen runter und riss seine Mutter von mir runter. »Was machst du da?«Er stieß sie zurück auf die Veranda und half mir auf die Beine. »Was ich mache? Sie hat unseren SCHLÜSSEL gestohlen!«Wyatt riss ungläubig die Augen auf, als er den SCHLÜSSEL in meinen Armen sah.

Er ließ mich los und wollte danach greifen, aber ich sprang zurück. »Nein«, sagte ich und atmete heftig. Ich versuchte, die Kopfschmerzen zu ignorieren, die ich hatte, weil ich auf den Gehweg geknallt war, und behielt sowohl Wyatt als auch Sera im Auge, damit sie sich nicht unvorbereitet auf mich stürzen konnten. Der Ausdruck von Verrat in Wyatts Augen war so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Schlimmer noch, weil ich ihn mir gerade nicht mehr nur vorstellte.

»Ich weiß nicht, was hier passiert«, sagte er, »aber du musst uns den SCHLÜSSEL zurückgeben. Sofort.«»Ich kann nicht. Ich brauche ihn.«»Du hast unseren SCHLÜSSEL gestohlen, Feigling!«Wir drehten uns alle zur Veranda, wo Asher in einem lächerlichen Graf-Dracula-Kostüm stand. Paulie war hinter ihm und sah interessiert von der Türschwelle aus zu, wie Asher mich anschrie: »Nun musst du den Preis dafür bezahlen!«Asher hob seine Hände über den Kopf und schrie etwas auf Lateinisch. Er verdrehte seine Augen, bis nur noch das Weiße zu sehen war.»Oh verdammt«, flüsterte Wyatt hinter mir. »Ma, lass ihn nicht …«Aber Sera rannte schon die Stufen hoch. »Asher, tu’s nicht …«Aber Asher tat es.

Er hielt etwas in seiner Hand, das er sogleich vor meinen Füßen auf den Boden warf. Während Wyatt und ich vor dem explodierenden Glas weghechteten, materialisierte sich ein riesiger grauer Klumpen vor uns. Der Klumpen wurde schnell hart und verwandelte sich in eine Kreatur, die aussah, als hätte man sie aus Stein gehauen. Sie wurde so groß wie die Häuser in der Straße, hatte kleine wässrige Augen, Zähne wie Felsbrocken und konnte ohrenbetäubend laut brüllen. Und doch hatte Wyatt keine Angst davor, auf dieses Monster zu springen.

Mit seinem T-Shirt, den Jeans und den nackten Füßen erklomm er die Kreatur wie ein Kind ein Klettergerüst, und als Erstes schlang er seine Arme um den Kopf der Kreatur und stach ihr in die Augen. Aus dem wütenden Gebrüll wurden Schmerzensschreie. Die Kreatur warf Wyatt mit ihrem langen Arm auf den Boden und versuchte, ihn zu zertrampeln. Aber Wyatt wich dem Toben leicht aus.»Wyatt!« Sera warf ihrem Sohn die Machete zu, die sie fast an mir ausprobiert hätte.

Er fing sie, kletterte wieder an der Kreatur hoch und meißelte an ihr herum. Wenn er ungefähr hundert Jahre Zeit hätte, könnte es ihm vielleicht gelingen, aus dem blutrünstigen Berg Geröll zu machen.»Pop!«, schrie Wyatt von hoch oben. »Ich brauche Verstärkung!«»Ich komme schon!«, rief Asher und fixierte die Kreatur mit großen, leeren Augen, während er sich abklopfte, als ob das Kleingeld in seinen Hosentaschen etwas gegen den Albtraum bewirken könnte, den er auf der Straße losgetreten hatte.»Nicht du!«, schrie Wyatt voller Horror zurück. »Bring Paulie rein und ruf Shoko!«Ich war abgelenkt von Wyatts David-und-Goliath-Nummer, und so bemerkte ich zu spät, dass Sera versuchte, mir den SCHLÜSSEL zu entreißen. Ohne nachzudenken, trat ich ihr gegen die Kniescheibe, aber statt umzufallen, zeigte sie mir, was ein echter Tritt war.

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