Epidemiologie für Dummies

 
 
Wiley-VCH (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. April 2017
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-527-80138-1 (ISBN)
 
Wer ein gesundheitswissenschaftliches Fach oder Medizin studiert, darf sich auf die Epidemiologie freuen, denn dann wird es richtig spannend. Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp und Patrick Brzoska führen in diesen Querschnittsbereich der Medizin und der Gesundheitswissenschaften ein. Sie erläutern, wie Epidemiologen Risikofaktoren und Krankheiten der Bevölkerung untersuchen, wie Studiendesigns aufgebaut sind und welche Methoden zur kritischen Datenanalyse angewendet werden. Anhand vieler Beispiele erfahren Sie, wie sich Seuchen ausbreiten, warum Bewegung gesund ist und warum Rauchen krank macht.
3. ergänzte Auflage
  • Deutsch
  • Weinheim
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  • Deutschland
  • 2,89 MB
978-3-527-80138-1 (9783527801381)
3527801383 (3527801383)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Oliver Razum, Dr. med. MSc., ist Mediziner und Professor für Epidemiologie und International Public Health sowie Studiendekan an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die Lehre in der Epidemiologie, Sozialepidemiologie, Migration und Gesundheit, Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern.
Jürgen Breckenkamp, DrPH, MSc., ist Gesundheitswissenschaftler, Epidemiologe und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
Patrick Brzoska, DrPH, ist Juniorprofessor für Epidemiologie an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Technischen Universität Chemnitz.
  • Schummelseite
  • Titel
  • Impressum
  • Über die Autoren
  • Zur zweiten Auflage
  • Zur dritten Auflage
  • Auf einen Blick
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einführung
  • Über dieses Buch
  • Was Sie nicht lesen müssen
  • Konventionen in diesem Buch
  • Törichte Annahmen über den Leser
  • Wie dieses Buch aufgebaut ist
  • Teil I: Epidemiologen sind Gesundheitsdetektive
  • Teil II: Werkzeuge zum Messen und Vergleichen
  • Teil III: Die Architektur der Epidemiologie
  • Teil IV: Studien durchführen und Fallstricke vermeiden
  • Teil V: Anwendungen der Epidemiologie
  • Teil VI: Der Top-Ten-Teil
  • Anhang
  • Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
  • Wie es weitergeht
  • TEIL I Epidemiologen sind Gesundheitsdetektive
  • Kapitel 1 Epidemiologen bei der Arbeit
  • Was Epidemiologen tun
  • Arbeitskleidung: Gelber Schutzanzug
  • Gesund dank besserer Medizin?
  • Gesundheitsrisiken heute
  • Eine Definition von Epidemiologie
  • Epidemiologie, Kommunikation und Politik
  • Sie haben ein Recht auf Information
  • Wir haben ein Sprachrohr
  • Wir schauen uns selbst auf die Finger
  • Wie und warum wir Epidemiologen wurden
  • Epidemiologen geht es um Gesundheit
  • Epidemiologen sind vielseitig interessiert
  • Epidemiologen denken kritisch
  • Epidemiologen entwickeln Studiendesigns
  • Epidemiologen handeln
  • Epidemiologen träumen von Gerechtigkeit
  • Kapitel 2 Epidemiologen sind Detektive
  • Auf den Schultern von Giganten
  • Risiken sind nicht zufällig verteilt
  • Verstädterung, Globalisierung, Seuchen
  • Wiege der Epidemiologie: London im 19. Jahrhundert
  • Cholera in London
  • Die Miasma-Theorie
  • Gesundheitsberichterstattung
  • Epidemiologischer Detektiv - Dr. John Snow
  • Beobachten im Lichte bestehender Theorien
  • Hypothesenbildung
  • Datenerhebung
  • Alles olle Kamellen?
  • Kapitel 3 Im Falle eines Falles
  • Epidemiologische »Fälle«
  • Fälle präzise beschreiben
  • Von Todesursachen und Totenscheinen
  • ICD-10: Ordnung muss sein
  • Die zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland
  • Krankheitsregister
  • Klinische Register - Daten zur Behandlung
  • Epidemiologische Register - Daten zur Häufigkeit
  • Kapitel 4 Stets im Mittelpunkt: Die Bevölkerung
  • Epidemiologen schauen auf Bevölkerungen
  • Kleine Demografie für Epidemiologen
  • Wie viele sind wir? Größe der Bevölkerung
  • Wer steht auf meinem Fuß? Bevölkerungsdichte
  • Zählen von Anfang an: Geburten
  • Zählen bis zum bitteren Ende: Sterbefälle
  • Woher, wohin: Wanderungsbewegungen
  • Die demografische Formel
  • Der neugierige Staat: Volkszählungen
  • Bevölkerungsstruktur: Die Bevölkerungspyramide
  • Lebenserwartung in Deutschland
  • Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftliche Situation
  • Alterung der Bevölkerung
  • Zuwanderung nach Deutschland
  • Geburtenrückgang nach der Wende
  • Ost-West-Wanderung und ihre Folgen
  • Was schließen wir aus alledem?
  • TEIL II Werkzeuge zum Messen und Vergleichen
  • Kapitel 5 Größen und Veränderungen messen
  • Absolute Zahl und Prävalenz
  • Absolute Zahl
  • Prävalenz
  • Ohne Zeit geht nichts - Inzidenzen
  • Kumulative Inzidenz (Inzidenzrisiko)
  • Inzidenzrate (I) - Basis mittlere Bevölkerung
  • Inzidenzrate (II): Inzidenzdichte - Basis Personenzeit
  • Weitere Inzidenzmaße: Mortalität und Letalität
  • Zusammenhang zwischen Inzidenz und Prävalenz
  • Weder Fisch noch Fleisch: Periodenprävalenz
  • Risiko und Risikodifferenz
  • Kapitel 6 Vergleiche anstellen
  • Kein Vergleich - keine Beurteilung
  • Für alle Fälle - die Vier-Felder-Tafel
  • Randsummen der Vier-Felder-Tafel
  • Anwendung in der Praxis
  • Relatives Risiko - ein Risiko kommt selten allein
  • Kalte und warme Klassenzimmer
  • Interpretation des Relativen Risikos
  • Vier-Felder-Tafel - die neue Übersichtlichkeit
  • Relatives Risiko und absolute Zahl
  • Wo Sie keine Relativen Risiken berechnen können
  • Odds Ratio - wie hoch ist die Chance?
  • Grippaler Infekt oder gesund
  • Wievielmal so hoch ist die Chance, krank zu werden?
  • Odds Ratios interpretieren
  • Attributables Risiko
  • Attributables Risiko berechnen (I)
  • Attributables Risiko berechnen (II)
  • Population Attributable Risk
  • Auswirkung einer Exposition auf die Bevölkerung
  • Population Attributable Risk berechnen (I)
  • Population Attributable Risk berechnen (II)
  • Kapitel 7 So werden Daten vergleichbar: Stratifizieren und Standardisieren
  • Stratifizierung - die Kleinen nach vorn, die Großen nach hinten
  • Standardisierung - der einheitliche Bevölkerungsaufbau
  • Direkte Altersstandardisierung - von den Raten zur Standardbevölkerung
  • Indirekte Altersstandardisierung - von der Standardbevölkerung zu den Raten
  • Fallstricke bei der Standardisierung
  • Standardbevölkerungen
  • Kapitel 8 Wie sag ich's richtig? Beschreibende Statistik
  • Von Variablen und ihren Werten
  • Was ich Ihnen sagen möchte: Antwortmöglichkeiten
  • Skalen: Haben Ihre Antworten Niveau?
  • Transformation von Variablen - es gibt kein Zurück
  • Sprechen wir Epidemiologisch oder Statistisch?
  • Deskriptive Statistik - Daten zusammenfassen
  • Die goldene Mitte: Maße der zentralen Tendenz
  • Streuungsmaße: Wie groß sind die Unterschiede?
  • Alles im grünen Bereich? Die Normalverteilung
  • TEIL III Die Architektur der Epidemiologie
  • Kapitel 9 Alles nur im Hier und Jetzt: Querschnittstudien
  • Was läuft hier quer?
  • Querschnittstudien sind Momentaufnahmen
  • Wie kurz ist ein »Zeitpunkt«?
  • Wer macht mit? Und wie viele?
  • Was haben Meinungsforschung und Mikrozensus gemeinsam?
  • Was Sie mit Querschnittstudien messen können
  • Hochspannung in Deutschland: Macht Elektrosmog krank?
  • Die Ausschreibung des Auftraggebers
  • Vorüberlegungen zum Studiendesign
  • Die Entscheidung zur Querschnittstudie
  • Was war zuerst da - die Henne oder das Ei?
  • Grenzen des Querschnittdesigns
  • Die Gefahr von Fehlschlüssen
  • Was kommt dabei heraus?
  • Stärke der Assoziation: Odds Ratio
  • Kapitel 10 Ein Marsch Gesunder durch die Zeit: Kohortenstudien
  • Blick nach vorn: Wer wird krank?
  • Der Klassiker: Rauchen und Lungenkrebs
  • Wann eine Kohortenstudie sinnvoll ist
  • Was Sie in Kohortenstudien messen können
  • Rekrutieren der Studienbevölkerung
  • Auswahl aus der Allgemeinbevölkerung
  • Auswahl aus besonderen Bevölkerungen
  • Auswahl bei Berufskohorten
  • Auf die richtige Größe kommt es an
  • Wie komme ich an Informationen?
  • Mal sehen, was die Zukunft bringt: Follow-up
  • Wie lange muss das Follow-up laufen?
  • Offene und geschlossene Kohorten
  • Mehrere Befragungszeitpunkte
  • Wenn Ihnen Studienteilnehmer abhanden kommen
  • Zurück in die Zukunft? Historische Kohorten
  • Kapitel 11 Die Vergangenheit von Kranken und Gesunden
  • Kommt mir mein Handy zu nahe?
  • Wie häufig sind Hirntumoren?
  • Wie schnell entstehen Hirntumoren?
  • Warum Fall-Kontroll-Studie statt Kohortenstudie?
  • Welche Expositionen müssen Sie erfragen?
  • Welches Studiendesign ist passend?
  • Das Design von Fall-Kontroll-Studien
  • Wie wird man ein »Fall«?
  • Auf der Suche nach den Fällen
  • Fälle sammeln - repräsentativ oder selektiv?
  • Am besten nur inzidente Fälle
  • Kontrollen auswählen: Die Passenden ins Töpfchen
  • Woher nehmen? Quellen für Kontrollen
  • Expositionen messen
  • Erinnern Sie sich noch?
  • Fälle erinnern sich anders als Kontrollen
  • Paarungen: Passende Kontrollen zu den Fällen
  • Individuelles Matching
  • Gruppenmatching
  • Was Sie in Fall-Kontroll-Studien messen können
  • Auswertung bei einem nicht gematchten Design
  • Auswertung von individuell gematchten Paaren
  • Zu guter Letzt: Eingebettete Fall-Kontroll-Studie
  • Kapitel 12 Der Zufall als Helfer: Randomisierte kontrollierte Studien
  • Warum randomisierte kontrollierte Studien?
  • Wirksamkeitsprüfung: Erste Überlegungen
  • Angemessenes Design für Wirksamkeitsprüfungen
  • Verzerrungen vermeiden
  • Randomisierung
  • Compliance - immer bei der Stange bleiben
  • Verblindung - keiner weiß was
  • Ein- und Ausschlusskriterien
  • Klinische Studien - Therapie top oder Flop?
  • Phase 1: Pharmakologische Studien
  • Phase 2: Therapeutisch-exploratorische Studien
  • Phase 3: Therapeutisch-konfirmatorische Studien
  • Maßzahlen in klinischen Studien
  • Absolute Risiken
  • Relative Risikoreduktion
  • Absolute Risikoreduktion
  • Number Needed to Treat
  • Number Needed to Harm
  • Wenn Zweifel bleiben
  • Phase-4-Studien
  • Therapie-Optimierungsprüfungen
  • Anwendungsbeobachtungen
  • Ethisch vertretbar?
  • Aufklärung und Zustimmung
  • Kontrollgruppe und Placebo
  • Größe der Studie und vorzeitiger Abbruch
  • Auswahlkriterien für Studienteilnehmer
  • Goldene Standards aus armen Ländern?
  • Alles offengelegt?
  • Weisheit aus vielen Studien: Meta-Analysen
  • Kapitel 13 Ganz ohne Individualdaten: Ökologische Studien
  • Individualdaten oder aggregierte Daten?
  • Studiendesigns mit Individualdaten
  • Arbeiten mit aggregierten Daten
  • Korrelation: Maß für die Stärke der Beziehung
  • Nutzen von ökologischen Studien
  • Unterschiedliche Arten von ökologischen Studien
  • Daten für ökologische Studien
  • Wenn der ökologische Schein trügt
  • Datenqualität - kritische Nachfragen erwünscht
  • Ökologische Studien: Besser als ihr Ruf
  • TEIL IV Studien durchführen und Fallstricke vermeiden
  • Kapitel 14 Epidemiologische Studien durchführen
  • Das Thema finden und die Studie planen
  • Ein passendes Projekt - die Stecknadel im Heuhaufen?
  • Die Forschungsfrage entwickeln und präzisieren
  • Literaturrecherche - aktuell oder Schnee von gestern?
  • Studienplan erstellen - bis ins kleinste Detail
  • Ethik - von der Aufklärung zur Einwilligung
  • Datenschutz - meine Daten gehören mir
  • Antrag einreichen
  • Die Studie durchführen - ab ins Feld
  • Pilotstudie - letzte Möglichkeit für Änderungen
  • Feldarbeit - die Zeit läuft
  • Daten eingeben und prüfen
  • Datenaufbereitung und Datenauswertung
  • Projektbericht und Publikation - was gibt's Neues?
  • Kapitel 15 Verzerrtes Bild der Wirklichkeit?
  • Keine Wissenschaft ohne Fehler (leider)
  • Zufällige Fehler: Heute so, morgen so
  • Systematische Fehler: Immer gleich falsch
  • Die falsche Bevölkerung ausgewählt: Selektionsbias
  • Informationsbias - oder: Missklassifizierte Menschen
  • Confounding - oder: Leben auf großem Fuße
  • Schuhgröße und Einkommen: Die Schuh-Studie
  • Confounding heißt Verschleierung
  • Der Umgang mit Confounding
  • Typische Confounder
  • Zwischenstufen sind keine Confounder
  • Effektmodifikation
  • Jetzt kommt's ganz dicke: Mehrere Fehler
  • Kapitel 16 Ursachen und Wirkungen
  • Epidemiologen wollen Ursachen finden
  • Die Sache mit den kleinen Babys
  • Macht fernsehen dick?
  • Von Kometen und anderen Unglücksbringern
  • Ist Kaffee krebserregend?
  • Wer war König Knut?
  • Warum leiden nicht alle Menschen an Tuberkulose?
  • Kriterien für Kausalität
  • Stärke der Beziehung
  • Konsistenz der Beziehung
  • Spezifität des Effekts
  • Zeitliche Sequenz
  • Dosis-Wirkungs-Beziehung
  • Biologische Plausibilität und Kohärenz
  • Experimentelle Evidenz
  • Kausales Denken im Überblick
  • Kapitel 17 Spielt uns der Zufall einen Streich? Schließende Statistik
  • Warum wir Sie mit schließender Statistik quälen
  • Von der Stichprobe zur Bevölkerung
  • Auf den Punkt gebracht - der Punktschätzer
  • Präzision von Schätzungen
  • Zufall oder doch nicht? Statistisches Testen
  • Nullhypothese: In Wirklichkeit kein Unterschied
  • Der p-Wert - je größer, desto Zufall
  • Signifikanzniveau - dem Zufall eine Grenze setzen
  • p-Wert und Nullhypothese - eine enge Beziehung
  • Konfidenzintervalle - der Bereich Ihres Vertrauens
  • Fehlertypen: Falscher Alarm oder Aufdeckung verpasst
  • Power - die Macht eines statistischen Tests
  • Wie groß muss eine Studie sein?
  • Statistische Modelle und die Wirklichkeit
  • Beispiel: Bluthochdruck und Herzinfarkt
  • Beispiel: Übergewicht und Sterblichkeit
  • Mehrere mögliche Risikofaktoren: Was tun?
  • TEIL V Anwendungen der Epidemiologie
  • Kapitel 18 Die großen Seuchen: Infektionsepidemiologie
  • Seuchen in Europa: Vergangenheit und Zukunft
  • Eine Seuche, die die Welt umrundet
  • Vorbereitungen für die nächste Pandemie
  • Vom Erreger zur Epidemie: Grundlagen
  • Was sind Infektionskrankheiten?
  • Wie werden Krankheitserreger übertragen?
  • Grundbegriffe der Infektionsepidemiologie
  • Impfen: Schutz aus der Spritze
  • Wie sich Epidemien ausbreiten
  • Wenn keiner immun ist: Basisreproduktionszahl
  • Nicht alle sind empfänglich: Nettoreproduktionszahl
  • Die Sicherheit der Gruppe: Herdenimmunität
  • Ausbreitungsverlauf beschreiben: Epidemische Kurve
  • Modellieren: Vorhersagen über die Zukunft
  • Ausbrüche früh erkennen: Surveillance
  • Datenquellen
  • Daten aufbereiten und übermitteln
  • Grenzen der Surveillance
  • Können Epidemiologen Seuchen besiegen?
  • Pocken: Eine Erfolgsgeschichte
  • Kinderlähmung ausrotten?
  • Armut macht Epidemien - Cholera in Simbabwe
  • Kapitel 19 Krankheitsausbrüche epidemiologisch untersuchen
  • Vorgehen bei einem Ausbruch
  • Beschreibende (deskriptive) Epidemiologie
  • Schließende (analytische) Epidemiologie
  • Epidemische Gehirnhautentzündung in Afrika
  • Dramatische Ereignisse in Mchanje
  • Deskriptive Untersuchung
  • Aufklärung mittels einer Fall-Kontroll-Studie
  • Fußball also doch gefährlich?
  • Kapitel 20 Sozialepidemiologie: Lieber reich und gesund als arm und krank
  • Der Traum von der Gleichheit der Menschen
  • Versuche, die Welt zu verbessern
  • Erste Schritte der Sozialepidemiologie
  • Wie misst man soziale Ungleichheit?
  • Die Whitehall-Studie
  • Wie alles begann
  • Was dabei herauskam
  • Ungleichheit in England: Der »Black Report«
  • Die Folgen des »Black Report«
  • Gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland
  • Wie soziale Ungleichheit krank macht
  • Das Erklärungsmodell von Andreas Mielck
  • Kritik an Andreas Mielcks Erklärungsmodell
  • Sozialepidemiologie: Vergleichen und Handeln
  • Lernen aus Vergleichen zwischen Ländern
  • Neue Wege zum Handeln: Ökosoziale Epidemiologie
  • Kritik am ökosozialen Konzept
  • Die beste aller Welten?
  • Kapitel 21 Erfolge messen
  • Gesundheitsprogramme - mein Rücken zwickt
  • Der Handlungskreis in Public Health
  • Warum Gesundheitsprogramme evaluieren?
  • Idealbedingungen oder wahres Leben?
  • Effektivität von Gesundheitsprogrammen messen
  • Evaluation - die Mühen der Ebenen
  • Ziele formulieren - hat es Ihnen geholfen?
  • Surrogatgrößen - Ersatzziele führen in die Irre
  • Studiendesigns mit Kontrollgruppe
  • Experimentelle Designs
  • Quasi-experimentelles Design
  • Evaluation ohne Kontrollgruppe
  • Zeitliche Entwicklungen beurteilen
  • Grenzen von Vergleichen ohne Kontrollgruppe
  • Kapitel 22 Screening: Dem Risiko ins Auge schauen
  • Sinn des Screenings: Krankheiten früh erkennen
  • Epidemiologen beurteilen die Wirksamkeit
  • Ärzte diagnostizieren und behandeln
  • Geeigneter Schnelltest gesucht
  • Eigenschaften von Tests
  • Ein Gedankenexperiment
  • Vier mögliche Kombinationen
  • Maße für die Eigenschaften eines Tests
  • HIV-Testen mit Fidel Castro
  • Screening - Nutzen und Schaden
  • Nicht perfekter Schnelltest im Alltag
  • Es zählt nur die Gesamtbilanz
  • Bewertung von Screening-Programmen
  • Verzerrte Wirklichkeit
  • Graues Screening oder Screening-Programme?
  • Streit um Prostata-Screening
  • Emotionen pur
  • Gewinner und Verlierer beim Screening
  • Screening als Tausch von Risiken
  • Ergebnisoffen beraten
  • TEIL VI Der Top-Ten-Teil
  • Kapitel 23 Zehn Tipps, um Fehler in Studien zu vermeiden
  • Keine vorschnellen Schlüsse ziehen
  • Mit einer klaren Fragestellung beginnen
  • Geeignete Stichprobengröße wählen
  • Raten statt absolute Zahlen analysieren
  • Geeignete Vergleichsgruppe wählen
  • Mögliches Confounding bedenken
  • Enttäuschende Ergebnisse nicht verschweigen
  • Ergebnisse klar kommunizieren
  • Mit den Medien umgehen lernen
  • Risiken realistisch einschätzen
  • Kapitel 24 Die zehn besten Datenquellen
  • Bevölkerungsstatistik
  • Todesursachenstatistik
  • Meldepflichtige Infektionskrankheiten
  • Bevölkerungsbezogene Krebsregister
  • Krankenhaus-Diagnosestatistik
  • Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KiGGS
  • Telefonischer Gesundheitssurvey
  • Mikrozensus
  • Sozio-oekonomisches Panel SOEP
  • Ein Blick zu den europäischen Nachbarn
  • Entwicklung und Gesundheit: Weltweite Daten
  • Quellen
  • Stichwortverzeichnis
  • Endbenutzer-Lizenzvertrag

Einführung


Wir leben in einer gefährlichen Welt. Das erfahren Sie jeden Tag aufs Neue aus den Fernsehnachrichten. Eine bislang unbekannte, rätselhafte Seuche breitet sich aus. Ausgerechnet das Essen, das Ihnen am besten schmeckt, macht Sie angeblich krank. Dass Rauchen ungesund ist, können Sie schon lange nicht mehr hören. Aber bedrohen auch Handys Ihre Gesundheit? Über Krebs haben Sie sich schon öfter Gedanken gemacht. Sollten Sie nun endlich einmal zur Krebsvorsorge gehen?

Vielleicht machen Sie sich aber gar nicht so viele Sorgen um Ihre Gesundheit. Eigentlich geht es den Menschen heute trotz aller Risiken doch ziemlich gut. Vielleicht staunen Sie sogar darüber, wie dramatisch sich die gesundheitliche Situation der Bevölkerung in Deutschland verbessert hat, verglichen etwa mit der Zeit Ihrer Urgroßeltern. Davon profitieren Sie und Ihre Familie. Allein an einer besseren medizinischen Versorgung kann das nicht liegen: Verbesserungen der Gesundheit setzten ein, lange bevor es beispielsweise Antibiotika gab.

Die Wissenschaftler, die sich mit diesen auch für Ihren Alltag wichtigen Fragen befassen, heißen Epidemiologen. Epidemiologen untersuchen Risikofaktoren und Krankheiten in der Bevölkerung. Darin unterscheiden sie sich von Ärzten, die vorwiegend den einzelnen Patienten im Auge haben. Epidemiologen und ihre Arbeit werden in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen.

Wir zeigen Ihnen praxisnah und mit vielen Beispielen, was Epidemiologen leisten und warum ihre Arbeit in der heutigen Welt unverzichtbar ist. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, können Sie mitreden. Sie werden außerdem sehen: Epidemiologie kann ungemein spannend sein.

Über dieses Buch


Dieses Buch unterscheidet sich von Lehrbüchern der Epidemiologie, aber auch von populärwissenschaftlichen Werken:

  • Wir richten uns nicht an Experten, sondern an Menschen, die sich für Gesundheit interessieren und Grundkenntnisse in Epidemiologie erwerben wollen. Ganz besonders haben wir Menschen im Blick, die Gesundheitswissenschaften beziehungsweise Medizin studieren oder im Gesundheitswesen arbeiten.
  • Anders als viele populärwissenschaftliche Bücher wollen wir den Dingen aber auf den Grund gehen. Wir sagen Ihnen nicht nur, was ist. Vielmehr erklären wir Ihnen auch, warum das so ist und wie die entsprechenden Erkenntnisse gewonnen werden. Mit anderen Worten: Wir erläutern Ihnen in diesem Buch auch die Methoden, mit denen Epidemiologen arbeiten.
  • Wir nutzen dazu spannende Beispiele aus der Praxis, die mit Ihrem Alltag und Ihrer Arbeit zu tun haben.

Was Sie nicht lesen müssen


Vielleicht möchten Sie kein Epidemiologe werden. Sie sind auch sicher, dass Sie nie in Ihrem Leben selbst eine epidemiologische Studie durchführen werden. Das Thema interessiert Sie sehr, aber Sie wollen nicht in die letzten technischen Details einsteigen. Tiefer gehende Hintergrundinformationen haben wir deshalb mit dem Symbol »Detailwissen« gekennzeichnet. Sie können diese Abschnitte auslassen, ohne den Faden zu verlieren. Sie müssen das Buch auch nicht unbedingt von vorn bis hinten lesen. Fangen Sie dort an, wo es am spannendsten klingt, oder benutzen Sie es wie ein Nachschlagewerk.

Konventionen in diesem Buch


Wenn Sie dieses Buch in die Hand nehmen und eine Frau sind, bekommen Sie wahrscheinlich einen Schreck: Es wurde von drei Männern geschrieben und im Text ist nur von Epidemiologen, Studenten und sonstigen männlichen Wesen die Rede. Deshalb möchten wir klarstellen: Wir meinen in allen Fällen Männer und Frauen, also Epidemiologinnen und Epidemiologen, Studentinnen und Studenten, und so weiter. Tatsächlich sind in der Epidemiologie und unter unseren Studierenden Frauen nahezu gleich stark vertreten wie Männer. Da die Dummies-Bücher gut lesbar sein sollen, haben wir beim Schreiben auf weibliche Formen verzichtet.

Sie sprechen Deutsch - wir auch. Gelegentlich aber kommen wir nicht umhin, »Epidemiologisch« mit Ihnen zu sprechen. Sie werden sich also an einige wenige Fachausdrücke gewöhnen müssen. Zudem benutzen wir manche Begriffe anders, als Sie es aus dem Alltag gewohnt sind. Auf drei Begriffe und ihre epidemiologische Bedeutung müssen wir uns von Anfang an einigen:

  • Bevölkerung: Mit »Bevölkerung« meinen wir eine größere Gruppe von Menschen. Das muss nicht unbedingt die gesamte Bevölkerung einer Stadt oder eines Landes sein, es kann sich auch nur um alle Männer zwischen 40 und 59 Jahren handeln (das erläutern wir dann natürlich). Die »Studienbevölkerung« ist eine Bevölkerung, aus der Epidemiologen eine Stichprobe ziehen. Sie führen dann in der Stichprobe eine Studie durch. Deren Ergebnisse gelten für die ganze Studienbevölkerung. Da sich in der Epidemiologie alles um Gruppen von Menschen dreht, verwenden wir den Begriff »Bevölkerung« immer wieder.
  • Exposition: Mit »Exposition« bezeichnen wir Faktoren, denen eine Gruppe von Menschen (eben eine »Bevölkerung«) ausgesetzt ist. Nicht immer ist von vornherein klar, ob eine Exposition wirklich zu einem erhöhten Krankheitsrisiko führt. Ein Begriff wie »Risikofaktor« legt dies aber nahe. Daher bevorzugen wir den Begriff »Exposition«. Manchmal kann eine Exposition sogar einen positiven, die Gesundheit schützenden Effekt haben. Rauchen etwa ist eine gesundheitsschädliche Exposition, in diesem Fall auch eindeutig ein Risikofaktor. Regelmäßige körperliche Aktivität hingegen ist eine Exposition, die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Sie sehen, der Begriff »Exposition« ist neutraler und umfassender als »Risikofaktor«.
  • Outcome: Unter »Outcome« verstehen wir ein bestimmtes gesundheitliches Ereignis oder Ergebnis (daher sprechen andere Epidemiologen auch von der »Ergebnisvariable«). Das kann eine Erkrankung sein oder auch ein Todesfall. In einer Studie zu Rauchen und Lungenkrebs ist Rauchen die Exposition (oder auch der Risikofaktor, siehe oben) und Lungenkrebs der Outcome. Wenn wir die schützende Wirkung von körperlicher Aktivität auf Herzinfarkt untersuchen, ist körperliche Aktivität die Exposition und Herzinfarkt der Outcome.

Törichte Annahmen über den Leser


Sie sind am Thema Gesundheit interessiert. Naturgemäß ganz besonders an Ihrer eigenen Gesundheit und der Ihrer Familie. Sie finden das Thema aber so spannend, dass Sie sich auch über die Gesundheit anderer Menschen Gedanken machen.

  • Vielleicht studieren Sie Gesundheitswissenschaften oder Medizin. Sie halten Epidemiologie für trocken und technisch. Ihre Interessen liegen in ganz anderen Bereichen wie Gesundheitskommunikation oder der Behandlung von Herzinfarkten. Aber nun steht Epidemiologie auf dem Lehrplan und Sie möchten das Beste daraus machen.
  • Vielleicht sind Sie im Gesundheitsbereich tätig, aber kein Experte für Epidemiologie. Sie möchten sich auf diesem Gebiet schlauer machen, um anderen Menschen fachkundigen Rat geben zu können. Dazu möchten Sie mehr über die Zusammenhänge zwischen Gesundheitsrisiken, Krankheit und Vorbeugung wissen.
  • Sie sind gesundheitsbewusst und gut informiert. Aber dem sogenannten »zweiten Gesundheitsmarkt« stehen Sie etwas ratlos gegenüber. Hier tummeln sich Anbieter von gesundheitlichen Dienstleistungen, die Ihnen Schutz vor Risiken und Erkrankungen versprechen. Dafür wollen sie Ihr Geld. Sie fragen sich, wie hoch die beworbenen Risiken wirklich sind und ob die angepriesenen Vorbeugemaßnahmen tatsächlich wirken.

Sie erwarten nicht, dass Sie ein fertiger Epidemiologe sind, wenn Sie dieses Buch gelesen haben. Aber Sie sind bereit, sich auch über Methoden und Hintergründe Gedanken zu machen. Sie scheuen auch nicht davor zurück, gelegentlich einen Taschenrechner in die Hand zu nehmen.

Wie dieses Buch aufgebaut ist


Dieses Buch hat sechs Teile. In den ersten fünf Teilen erklären wir, was die Epidemiologie erreicht hat und wie sie funktioniert. Diese fünf Teile haben wir in Kapitel untergliedert, in denen wir Epidemiologie in gut verdaulichen Häppchen servieren. Der sechste Teil enthält kurze Listen, die Ihnen bei der Suche nach Datenquellen und beim kritischen Lesen epidemiologischer Artikel weiterhelfen.

Teil I: Epidemiologen sind Gesundheitsdetektive


Epidemiologen untersuchen Risikofaktoren und Krankheiten in der Bevölkerung. Dabei gehen sie wie Detektive vor und verfolgen Spuren, indem sie Zahlen analysieren. Statt einer Lupe verwenden sie Instrumente wie Fall-Kontroll-Studien. In diesem Teil erfahren Sie, wie Epidemiologen arbeiten und was sie geleistet haben. Sie lernen auch die ersten Ausdrücke aus der epidemiologischen Fachsprache.

Teil II: Werkzeuge zum Messen und Vergleichen


Epidemiologen messen und vergleichen die Häufigkeit von Risikofaktoren und von Krankheiten in der Bevölkerung. Im zweiten Teil stellen wir Werkzeuge vor, mit deren Hilfe Sie sinnvolle und aussagekräftige Vergleiche vornehmen können. Sie erfahren auch, wie Sie die Ergebnisse solcher Vergleiche übersichtlich und korrekt darstellen.

Teil III: Die Architektur der Epidemiologie


Epidemiologen begnügen sich nicht damit, die Häufigkeit von...

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