Die Drachenprinz-Saga 1

Sonnenläufer
 
 
Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Mai 2011
  • |
  • 800 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05765-7 (ISBN)
 
Nachdem sein Vater von einem Drachen getötet wird, ist es an Prinz Rohan, sein Reich gegen Feinde von innen und außen zu verteidigen. Dabei hofft er auf die Unterstützung der Lichtläuferin Sioned, der Frau, die er liebt. Doch zum Wohle seines Volkes und zum Schutz seines Erbes muss Rohan seine Gefühle geheimhalten. Da bringt sein größter Feind Sioned in seine Gewalt, und der junge Prinz muss sich entscheiden - zwischen den Plänen zum Wohl des Reiches und seiner Liebe zu einer Lichtläuferin.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blanvalet
  • 0,94 MB
978-3-641-05765-7 (9783641057657)
3641057655 (3641057655)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Kapitel 11 (S. 199-200)

Ein violetter Himmel türmte sich düster über ihnen auf, und brennender, kristallharter Regen tropfte daraus hervor und stach ins Fleisch. Er stöhnte und bedeckte sein Gesicht mit Händen, die zu sprödem, geschnitztem Eis gefroren waren. Keuchend atmete er die wasser-dicke Luft ein. Sie schmerzte, als sie in seine Lunge eintrat, schmerzte sogar noch mehr, als sie keuchend mit einem Schluchzer entwich. Also war es endlich geschehen, stellte ein Teil seines Verstandes fest, er hatte zu viel Dranath geschluckt und war tot. Von diesem Gedanken ging ein gewisser Frieden aus, wenngleich der Tod noch schmerzhafter war als das Leben.

Vielleicht geschah ihm das ganz recht. Durch die gespreizten Finger blinzelte er zum Himmel empor und sah, dass der aus klaren Segmenten bestand, die sich zu beiden Seiten von ihm erhoben und in einem Punkt über seinem Kopf vereinten. Das war überhaupt nicht der Himmel, nur eines von Roelstras violetten Zelten. Auch keine gefrorenen Nadeln aus Regen, nur der Mangel an Dranath, der seine Nerven in schmerzende Nadelspitzen verwandelte.

Crigo setzte sich auf und hielt den hämmernden Schädel zwischen seinen Händen. Neben seinem Bett stand ein Tisch mit einer silbernen Weinkaraffe. Er schüttete die Hälfte des drogenversetzten Weines direkt aus dem kühlen Behälter in seine Kehle, ehe er mit einem Schauder der Erleichterung in die Kissen zurückfiel. Er konnte sich an keine Reise erinnern, aber es gab nur einen Ort, wo er jetzt sein konnte: in Waes. Das Zelt um ihn her, die Stimmen draußen, der Geruch von zertretenem Gras und der Fluss sprachen für diesen Ort. Aber er hätte sich erinnern müssen, dass er den Faolain von der Felsenburg aus herabgesegelt war – es sei denn, dass sein Drogenhunger bedeutete, dass man ihm sein Dranath bewusst entzogen hatte, damit die Fahrt über das Wasser ihn außer Gefecht setzte.

Entweder das, oder er hatte sich in jener Nacht, als er den Mondscheinpfad nach Stronghold gewebt hatte, wirklich fast umgebracht. Jene Nacht war das Letzte, an das er sich wirklich erinnern konnte, und er wünschte, er könnte es nicht. Besonders gut erinnerte er sich an die Farben des Geistes jener Faradhi, durchscheinend und eindeutig weiblich: Feuergold, das ihn verbrannte, Wasserblau, das ihn ertränkte, Sommergrün, das seinen unfruchtbaren Geist mit ihrem verschmelzen ließ, und der schwarze Zorn entschlossenen Beschützens und unerbittlicher Verdammnis. Er zwang sich, die Szene zu rekonstruieren, und sah durch die Augen des Kellermeisters noch einmal die Versammlung der Vasallen in Stronghold. Er hatte das schon früher getan und sich der Augen und Ohren dieses Mannes bedient, um für Roelstra zu beobachten.

Aber sie hatte ihn dabei erwischt. Er stöhnte auf, als er in Gedanken ihr Gesicht wieder vor sich sah – stolze Züge, zu ausgeprägt für herkömmliche Schönheit, bohrende grüne Augen, rotgoldenes Haar. Doch mehr als ihr Anblick entsetzte ihn die Erinnerung an die Kraft des Geistes. Wie geschickt sie den Mondschein zu einer Falle verwebt hatte, bis er aufgeschrien, Lady Andrade angerufen und schließlich die Kontrolle verloren hatte. Er machte eine Pause, um sein rasendes Herz zu beruhigen, und ließ die Droge stärker wirken. Er kannte jetzt die Farben des Mädchens, doch auch sie mochte in der Lage sein, die seinen zu identifizieren. Aber wer war sie? Der Kellermeister war lange seinen Pflichten in der Küche"

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

8,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok