SPQR - Der Falke von Rom

Teil 9: Pax Romana
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 10. Juli 2020
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  • 384 Seiten
 
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978-3-7519-7407-3 (ISBN)
 
Tribun Leonidas Falkenberg kehrt von seiner ergebnislosen Suche nach der verschwundenen Flotte des Sultans Suyin zurück. Wie es scheint, sind die Islamisten soweit ins Great Dark geflohen, dass das Imperium vor einer wirklichen Herausforderung steht. Inzwischen stehen die römischen Truppen vor Sidon und beginnen die Invasion zur Befreiung der Bevölkerung. Dazu setzt Rom erstmals eine neue Waffe ein, die zur zukünftigen Grundlage römischer Bodenkriegsführung werden soll.
In Alesia bleibt der neue König Pascal-Cingeto I. nicht untätig. Gezielt nutzt er die neuerworbene Technik des Sultans und die Beute aus der zerfallenen Terranischen Hegemonie, um seine Flotte technisch auf Augenhöhe Roms zu bringen. Zusätzlich baut er auf die neue CyberMind-Technik und baut sie für Alesia zu einer Waffe aus. Diese Technik wird von CyberMind-Systems unter Caesar Falkenberg immer weiter verbreitet. Die enormen Gewinne ermöglichen eine immer größere und schnellere Durchdringung der Bevölkerung mit Neuralinterfaces. In den Vereinten Drachen lodert die Flamme des Bürgerkrieges auf und die Regionalmächte versuchen vom Zerfall der Nation zu profitieren. Dazu wird Leonidas Falkenberg mit der KI Olympia und einem Spezialstab ausgesandt, um Agenten und Commandos vor Ort zu koordinieren.
All das führt zu einem immer lauter werdenden Ruf nach Frieden und einer Rückkehr zur Grand Charta. Deshalb wird durch die Terranische Föderation auf Star Island eine Friedenskonferenz einberufen. Imperator Julius Maximilianus von Rom hat aber eine eigene Idee von der neuen Ordnung und dem, was Rom als Freiheit ansieht, die Pax Romana. Doch die will nicht jeder ...
1. Auflage
  • Deutsch
  • 4,49 MB
978-3-7519-7407-3 (9783751974073)
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Sascha Rauschenberger, geboren 1966 in Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier Dienst tat. Er diente, unter anderem auch als Reservist, in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan.

Seit 2000 ist er als Unternehmensberater im Bereich strategisches Projektmanagement sowie Arbeitswelt der Zukunft (Futur Work) tätig und befasste sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit dem demographischen Wandel und der Digitalisierung.
Seine Freizeit verbringt er über Büchern. Militärgeschichte, Demographie und sozioökonomische Zusammenhänge finden hier begeisterte Aufmerksamkeit. Genauso wie SciFi aus aller Welt, die er seit frühster Jugend verschlingt.
Sein schwarzer Humor ist allgemein gefürchtet...und er hat Spaß daran!

1


Römisches Imperium, Rom, New Rome, 11.03.2485 09:30 LPT

Der Tribun stürmte dynamischen Schrittes durch das sich öffnende Glasportal in die Lobby des bedeutendsten Clubs von New Rome. Nach einigen anderen Meinungen auch des gesamten Imperiums. Der altehrwürdige Outlander Club war der Treffpunkt der römischen High Society, der Domänen-Aristokratie und der höchsten Funktionsträger des Imperiums.

Der Outlander rühmte sich seiner Spirituosenkarte. Angeblich gab es nichts, was der Club nicht vorrätig hätte. Angefochten wurde diese Tatsache nur noch von der Speisekarte, obwohl es auch Restaurants gab, denen der Outlander nie das Wasser reichen können würde. Aber es gab davon nur wenige.

Die sogenannten Gästequartiere für Durchreisende waren allesamt auf Sechs-Sterne Niveau und natürlich mit individuell einstellbarer Gravitation und umfassender Klimakontrolle, die auch wirkliche Klimas nachbilden konnte.

Der Outlander wäre auch nicht der Outlander, wenn er nicht die besseren Gästesuiten nach Astronauten, die verschiedenen Bars nach Weltraumprogrammen und die Besprechungssuiten nach Erkundungssonden der Raumfahrtgeschichte benannt hatte. Natürlich stilecht mit originalen Dekorationsstücken versehen, soweit es ging. Selbst das Brückenschott der Pathfinder II, des Schiffes, das als erstes nach einem Sprung durch einen Jump Point auch wieder zurückgekommen war, zierte den Eingang zum Astropalace und der Tribun musste sich zusammenreißen, um nicht stehenzubleiben und das Stück zu betrachten.

Der Offizier trat ein und seine blaugrauen Augen suchten sogleich den großen aber gemütlich in Nischen, Gruppen und Sitzkuhlen separierten Raum ab.

Ein echtes kleines Orchester spielte leichte Musik während ein Licht- und Holosynthesiser das dazu jeweils passende Licht kreierte, dass zum Motto des Raumes passte. Die Wände erstrahlten dabei in verschieden Tönen und Farben von stellaren Nebeln, Wolken und bekannten stellaren Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel jetzt, als sich die Bilder auflösten und zum Vierfachringsystem des Planeten Xanadu VI wurden, die den grünlich-blauen Gasriesen so bekannt gemacht hatten.

Er wollte gerade in die Tiefe des Raumes aufbrechen und weitersuchen, als ein durchschnittlich aussehender Mann auf ihn zutrat. Der großgewachsene Offizier blickte den Mann eher unwillig an, was diesen aber offensichtlich nichts ausmachte. "Tribun. Ich bin Tecius Ambrosius Reichhardt, der Managing Partner des Outlander. Möchtest Du mir bitte folgen. Du wirst schon erwartet."

"Hmm. Werden alle hier vom Chef persönlich empfangen, oder nur die Neulinge", fragte der Tribun und lächelte dabei. Froh darüber nicht noch weiter rumlaufen und suchen zu müssen. Dabei angegafft zu werden, wie ein Schimpanse, der es irgendwie freilaufend in ein Museum geschafft hatte.

"Tribun Gibson. Wenn auch wohl nicht alle Menschen deinen Namen kennen, so doch mit Sicherheit wir hier im Outlander. Dein Erscheinen hier wurde mir unverzüglich mitgeteilt und es ist mir eine Ehre dich hier im Hause begrüßen zu dürfen."

"Na ja", grummelte Gibson etwas verlegen. "Ich danke dir für deine Freundlichkeit." Gibson war es nicht gewohnt in solcher Gesellschaft Umgang zu pflegen, oder überhaupt viel mit Zivilisten zu reden - es sei denn sie waren weiblich - daher war er nun wie immer etwas wortkarg.

"Darf ich dich um einen Gefallen bitten?" Reichhardt war stehengeblieben und wartete auf die Antwort.

"Bitte", sagte Gibson schlicht.

"Wenn es dir nicht zu viel Umstände macht, könnten wir ein paar Exponate von der Blackbeart und ihrer Erkundungsreise erwerben?"

"Exponate?" Gibson glaubte sich verhört zu haben.

"Wir würden gern die Blackbeart-Lounge mit ihnen ausstatten. Und vielleicht auch, wenn möglich, ein oder zwei Dinge von dir, Tribun, für unsere Gibson-Suite."

Der Tribun glaubte es immer noch nicht. "Ihr wollt eine Suite nach mir benennen?"

"Nach Dir und auch Tribun Falkenberg. Ihr beide seid seit der Segelschiffära die ersten Menschen, die so weit in das große Unbekannte vorgestoßen sind. Die die Leere durchquert haben. Natürlich nur, wenn es dir nichts ausmacht. Tribun Falkenberg hat schon zugesagt." Letzteres kam mit einem freundlichen Lächeln, was Gibson nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass er damit gefangen war.

"Hm. Gern. Mal sehen. Ich bin mir sicher, dass sich da was machen lässt. - Für den Club meine ich."

"Danke, Tribun. Der Outlander schuldet dir Dank." Er verbeugte sich leicht, was Gibson noch unangenehmer war, da nun wirklich alle im Raum zu ihnen hinschauten.

"Aber bitte. Ich wollte dich nicht aufhalten. Du wirst erwartet."

"Nein. Keine Ursache. Es ehrt mein Schiff und die Besatzung." Er überlegte kurz. "Sie wird es freuen hier bedacht zu sein."

"Nicht nur bedacht. In der Blackbeart-Lounge wird eine Bronzetafel mit allen Namen an der Wand hängen. Direkt über dem Modell des Kreuzers, das gerade gefertigt wird."

"Wo lässt du denn das Modell fertigen", fragte Gibson neugierig, während sie über den dicken grünlichblauen Lebendteppich von Tikal schritten.

"Natürlich vom Imperial Fleet Office. Der Leiter war so freundlich uns hier zu unterstützen."

"Ach", entfuhr es ihm, was er sofort bedauerte. "Dann sollte das Modell zumindest realitätsnah sein." Das klang selbst für ihn kläglich.

"Und es wird aus Sterlingsilber sein. Der patriotische Flottenverein hat das finanziert." Es klang stolz und Gibson nickte nur. Es war gut zu wissen, dass es solche Vereine gab, die Soldaten unterstützten und in der Zivilgesellschaft, soweit es die auf Rom überhaupt gab, die Ehre und die Tradition der Flotte wahrten.

Sie traten an eine etwas abgesetzte Sitzgruppe, von der man aber einen guten Blick in den Raum hatte und Reichhardt sagte schlicht: "Tribun Falkenberg. Dein Gast, Tribun Gibson. - Der Outlander freut sich euch beiden jeden Wunsch zu erfüllen. - Meine Herren." Reichhardt verschwand so schnell und unauffällig wie er gekommen war.

"Mensch, Valerius. Ich freu mich wie blöd dich altes Schlachtross wiederzusehen." Leonidas hatte seinen alten XO und jetzigen Kommandanten des PC-2 Blackbeart, Valerius Petronius Gibson, freudig auf die Schulter geklopft. Sie gaben sich die Hand und Gibson sagte: "Gut zu sehen, dass du und das Schiff zurückgefunden haben."

"Tja. Ein oder zweimal waren wir nah dran das nicht mehr zu schaffen. Gerade auf der Rückreise, wo wir versuchten abzukürzen. Wenn mir je einer gesagt hätte, dass es Regionen gibt, wo es achtzehn Sprünge weit keine Querverbindung gibt, dann hätte ich ihn Lügner genannt." Sie setzten sich und Leonidas schenkte seinem Kameraden ein großzügiges Glas aromatisch duftenden alesianischen Brandys ein. Allein der feine Duft nach Vanille sagte aus, dass es ein sehr alter Brandy war. Und damit auch einer, der sauteuer war.

"Achtzehn Sprünge, sagst Du? - Lass mich raten: natürlich bist du immer weiter gesprungen in der Hoffnung im nächsten System die Querverbindung zu haben." Er grinste.

"Jaaa. Hab ich. Wie so ein Idiot, der beim Roulette nach jedem Verlust wieder auf die gleiche Farbe setzt, nur doppelt so hoch, weil statistisch doch mal was anderes kommen muss. So nach neun, zehn oder zwölf Sprüngen." Er schüttelte über sich selbst den Kopf. "Und dann natürlich die weise Entscheidung, dass der Rückweg jetzt sicher länger wäre, als weiter ins Unbekannte vorzustoßen." Beide lachten.

"Lass mich nochmal raten: diese Idee kam vor den neun bis zwölf Sprüngen." Gibson blickte ihn belustigt an und schüttelte dabei den Kopf.

"Klar. Ab Sprung sieben sagte ich mir das." Er blickte ernst. "Und wenn man dann nur noch AM für weitere fünfunddreißig Sprünge hat, wird das dann eben.spannend."

Gibson grunzte. "Falsche Richtung gewählt? Ich meine den Graben zu umrunden?"

Leonidas schüttelte den Kopf. "Es gab nur die eine Richtung. Wir kamen von Richtung Rand und stießen direkt kernwärts auf den besiedelten Raum zu. Der war schätzungsweise fünfzehn Sprünge weit weg. Und dann war da der Graben. Wir schwenkten pflichtschuldig den einzig gangbaren Weg nach backbord ein und er wollte nicht enden. Wie eine verdammte Perlenkette reihten sich die Systeme aneinander. Nur kernwärts keinerlei Verbindung." Er schüttelte den Kopf. "Und mit begrenzter AM macht das da draußen wahrlich keinen Spaß."

"Nee. Tut es nicht. - Wie weit seid ihr gekommen?" Er nahm einen großen Zug aus dem Glas. Der starke Alkohol zeigte...

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