Lauras Liebhaber

Erotischer Roman
 
 
Refinery (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 4. Dezember 2017
  • |
  • 256 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96048-127-0 (ISBN)
 
Eigentlich wollte sich die junge Laura voll und ganz auf ihr Studium an der Londoner Kunstakademie konzentrieren. Doch Chloe, ihre freizügige Mitbewohnerin, hat da ganz andere Pläne. Als Escort-Girl kennt sie die unterschiedlichsten Männer und ist sich sicher, dass auch die attraktive Laura sehr gut bei ihnen ankommen wird. Gemeinsam stürzen sie sich in das wilde Nachtleben der Großstadt und schon bald bekommt ihre Freundschaft eine ganz neue erotische Komponente. Als sie dann noch auf einer Party Lauras attraktiven Dozenten Robert treffen, beginnt ein Spiel voller Leidenschaft und Begierde ...

  • Deutsch
  • Deutschland
  • 2,15 MB
978-3-96048-127-0 (9783960481270)
3960481276 (3960481276)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Natalie Rabengut, geb. 1985, studierte Germanistik und Anglistik in Düsseldorf und lebt mit ihrem Mann am Rhein. Ihr sexy Blog begeistert eine stetig wachsende Fangemeinde, und ihre eBooks zählen zu den Top-Bestsellern in der Erotik.

1.


»Danke für die Hilfe beim Umzug!«

Laura war so froh gewesen, die Wohnung gefunden zu haben, dass sie - bis jetzt gerade - nicht darauf geachtet hatte, wie ihre neue Mitbewohnerin eigentlich aussah.

Sie musterte Chloe und musste zugeben, dass sie wirklich sehr attraktiv war: Sie war lässig gekleidet, trug Jeans zu einem einfachen Shirt, über das sie ein überlanges Karohemd gezogen hatte, zwischen Jeansbund und Shirt war ein heller Streifen Haut zu sehen. Und sie war lediglich leicht an den Augen geschminkt, die vollen Lippen brauchten keinen Lippenstift.

Es war Samstagnachmittag. Am Montag begann das Semester an der Kunstakademie - es war also höchste Zeit gewesen, eine Bleibe zu finden. Laura hatte sich unzählige Zimmer angesehen, aber entweder war die Miete so hoch gewesen, dass sie praktisch nicht zu bezahlen war, oder die Zimmer lagen in Stadtteilen, die in ihren Eltern Bilder von Straßenbanden, Raubüberfällen und Leichenwagen hervorriefen. Dieses Zimmer kam wie gerufen, die Miete war angemessen, das Zimmer bezugsfertig, die Akademie mit der U-Bahn und sogar zu Fuß zu erreichen, wenn es sein musste. Chloe war nett, studierte ebenfalls an der Akademie, und vor allem kein Mann, was Lauras Eltern wohl am meisten beruhigte - denn immerhin mussten sie überzeugt werden. Wen interessierte es schon, dass Laura bereits dreiundzwanzig war?

Beim zweiten Hinsehen war Laura sich sogar sicher, dass die Miete eigentlich zu günstig war, aber das behielt sie für sich, es würde eh schon schwer werden, mit dem Geld auszukommen, das sie sich seit dem Schulabschluss erarbeitet und gespart hatte.

»Soll ich dir beim Auspacken helfen?« Chloe stand an der Spüle in der Küche und wusch sich einen Apfel unter dem laufenden Wasser ab. Laura saß immer noch am Tisch und trank ihren Tee. Sie hatte nicht direkt Heimweh, es war nur sehr ungewohnt, von zu Hause weg und allein zu sein. Ihr erster Umzug überhaupt. Sie kannte hier ja niemanden außer Chloe.

Laura lächelte dankbar. »Das wäre wirklich nett.«

Chloe zuckte lässig mit den Schultern und meinte grinsend: »Dann kann ich schon mal schauen, ob du ein paar Klamotten hast, die ich mir leihen kann.«

Laura ging in ihr Zimmer, und Chloe folgte ihr. Sie war dankbar und ein wenig erleichtert, dass ihre neue Mitbewohnerin gleich so locker und offen war. Sie selbst war eher schüchtern und stand sich gern selbst im Weg. An unzähligen fremden Wohnungen zu klingeln, sich neuen Menschen vorzustellen und gleich zu beurteilen, ob sie sich ein Zusammenleben vorstellen könnte, war ihr mehr als nur unangenehm gewesen. In mehreren Wohnungen, die sie besichtigt hatte, herrschte das pure Chaos, und sie sah sich gezwungen, sich jedes Mal schlechte Ausreden einfallen lassen zu müssen, warum sie nicht mit Kakerlaken und kaputten Klospülungen hausen wollte.

Nicht so bei Chloe. Schon als sie die Tür aufgemacht und gelächelt hatte, war klar gewesen, dass dies wirklich funktionieren würde. Gerade, als Laura sich entschuldigen wollte, dass sie so kurzfristig eine Wohnung suchte, entschuldigte sich Chloe, dass die Wohnung so kurzfristig zu beziehen und es hoffentlich nicht zu viel Stress für Laura sei. Als sie dann das große, helle Zimmer, das saubere Bad, die ordentliche Küche und diesen traumhaften Holzfußboden sah, hatte sie ihre Entscheidung sofort getroffen. Angesichts des günstigen Mietpreises hätte sie am liebsten sofort angefangen zu weinen.

Chloe hatte jedoch mahnend den Finger gehoben und gesagt: »Einen Augenblick, ich muss da noch ein paar Dinge überprüfen.« Laura war fast das Herz stehen geblieben, doch dann wollte Chloe wissen: »Hund oder Katze?«

»Was?«, fragte Laura verblüfft.

»Hund oder Katze? Einfach spontan antworten.«

»Ähm . Hund.«

»Kaffee oder Tee?«

Laura lächelte. »Morgens lieber Kaffee, sonst eine schöne Tasse Tee.«

»Chinesisch oder indisch?«

»Um Gottes willen, chinesisch! Auf jeden Fall chinesisch!«

Chloe lachte. »Perfekt, drei von drei! Wenn du die Wohnung haben möchtest, ich kann damit leben!«

Laura konnte kaum glauben, dass das erst fünf Tage her war. Danach war alles so schnell gegangen: Sie musste Umzugskartons organisieren, ihre Sachen packen. Und sie hatte ein neues Bett, einen Schrank und einen Zeichentisch gekauft, nachdem sie sorgfältig das Zimmer ausgemessen hatte.

Jetzt stand sie in dem Zimmer und schaute sich noch einmal in dem noch leeren Raum mit den Kartons und Paketen in der Mitte um.

»Wie wär's, wenn wir erst mal die ganzen Kartons ins Wohnzimmer stellen und dann die Möbel aufbauen?«, schlug Chloe vor, und Laura nickte. »Ich denke, mit dem größten Teil anzufangen macht am meisten Sinn.« Nachdem sie die Verpackung entfernt hatten, machten sie sich mit Hilfe der Anleitung an den Aufbau.

Nach einigen Handgriffen stand der Kleiderschrank schließlich, und Laura zeigte Chloe, wo sie ihn hinstellen wollte.

»Klar, aber wo wolltest du das Bett hinstellen?«, fragte Chloe.

»Na, dort.« Laura zeigte mit einer Hand in die linke Zimmerecke.

»In die Ecke?« Laura nickte zufrieden. »Aber dann steht es ja mit einer Seite an der Wand«, wandte Chloe ein.

Laura zuckte mit den Schultern.

»Was machst du denn, wenn du mal Besuch hast? Soll der immer über dich drüberkrabbeln?«

Laura schaute verwundert. »Ich glaube kaum, dass meine Eltern hier übernachten wollen.«

Chloe prustete los, während Laura sie verständnislos anschaute. Dann lief sie tomatenrot an. Sie sah nach unten und murmelte verlegen: »Daran habe ich echt nicht gedacht.«

Chloe hatte sich mittlerweile von ihrem Lachanfall erholt. »Keine Sorge, das spricht eher für als gegen dich. Jedenfalls würde ich trotzdem vorschlagen, dass wir den Tisch unters Fenster stellen, den Schrank hierhin und das Bett dort an die Wand, da kann es problemlos frei stehen. Vielleicht besorgst du dir noch eine Kommode, die würde sicher nett neben dem Bett aussehen, und du kannst noch allerlei Kleinkram verstauen.«

Laura hörte Chloes Ausführungen zu und konnte die ganze Zeit nur nicken. Obwohl Chloe nur zwei Jahre älter war als sie, kam es ihr vor, als würden zwischen ihren Erfahrungen Welten liegen.

Laura half Chloe, den Schrank an die von ihr vorgeschlagene Stelle zu schieben, und nun konnte sie sich vorstellen, wie Chloe den Raum sah.

»Sieht super aus. Lass uns den Rest so aufbauen.« Laura lächelte Chloe an, und auch Chloe lächelte. Dann sagte sie: »Ich habe eine Idee. Fang du schon mal mit dem Tisch an, ich bin sofort wieder da.«

Sie verließ den Raum, und Laura machte sich daran, den Zeichentisch aus den Unmengen von Karton und Styropor zu befreien.

Sie hatten gerade die letzte Schraube am Bett festgezogen und die Matratze aufgelegt, als es an der Tür klingelte. Chloe sprang sofort auf und rief: »Ich geh schon.«

Laura schaute sich im nun fertig eingerichteten Zimmer um und musste erschrocken feststellen, dass es noch schrecklich leer war. Es war relativ groß und hatte zwei Türen, von denen eine ins eigene Bad führte. Aber nur mit einem Schrank, Tisch und Bett sah es immer noch recht trostlos aus. Laura seufzte, sie hätte vielleicht an ein Regal oder wenigstens einen Bilderrahmen denken sollen. Sie hörte Schritte und zwei Stimmen, dann trat Chloe mit einem Besucher ein - einem sehr attraktiven.

»Laura, das ist Carl, mein bester Freund und ebenfalls Student an der Akademie. Carl, das ist Laura, meine neue Mitbewohnerin - und wer hätte es gedacht -, auch Studentin an der Akademie.«

Carl stellte die großen, schweren Pakete ab und reichte Laura die Hand. Sie ergriff und schüttelte sie, nutzte den Augenblick für eine kurze Musterung. Carl war groß, dunkelhäutig und hatte ein nahezu ebenmäßiges Gesicht. Seine Haare waren kurz rasiert, und seine Augen wirkten fast schwarz. Er lächelte und zeigte dabei gerade weiße Zähne. Sein Händedruck war fest, aber angenehm.

Laura wollte ihm gerade ihre Sympathie gestehen, als Chloe frecherweise sagte: »Guck nicht so, Carl ist so schwul, wie man nur schwul sein kann.«

Laura spürte zuerst, wie die Hoffnungen, jemals einen so gut aussehenden Mann zu haben, schwanden, und dann, wie ihr Gesicht zu glühen begann, weil Chloe ihre Gedanken so geschickt erraten hatte und sie dann auch noch aussprach. Doch glücklicherweise lachte Carl nur einmal laut auf.

»Laura, du bist jetzt in der Großstadt, du musst dringend an deinem Pokerface arbeiten«, meinte er.

Laura nickte betroffen und wurde prompt noch ein bisschen von Carl und Chloe aufgezogen. Irgendwann reichte es ihr, und sie sagte: »Okay, haha, wir haben uns jetzt genug über die Neue lustig gemacht. Ich muss hier schließlich noch den Rest einräumen. Danach könnt ihr mich von mir aus noch weiter auf den Arm nehmen.« Sie wies mit der Hand in Richtung Wohnzimmer. Chloes Blick folgte ihrer Hand, und Carl räusperte sich.

Chloe sah ihn an und nickte. »Deswegen ist Carl eigentlich hier, ich habe mir vorhin die Freiheit genommen, ihn loszuschicken .«

»Wie einen ordinären Botenjungen übrigens«, fiel Carl ihr ins Wort.

Chloe knuffte ihn in die Seite: ». und er hat ein paar Sachen für dich besorgt.«

Laura sah sie ungläubig an. »Wirklich?«

Beide nickten, und Carl sagte: »Chloe hat mir am Telefon erzählt, dass du wohl etwas wenig Stauraum einkalkuliert hast, und deswegen habe ich noch eine Kommode und zwei Regalböden,...

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