Führungsprinzip Wertschätzung

Mitarbeiter begeistern, motivieren und binden
 
 
Hanser (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. November 2021
  • |
  • 322 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-446-47283-9 (ISBN)
 
Mitarbeiter begeistern, motivieren und binden!

Wertschätzung ist das A und O erfolgreicher Führung: Nur wenn sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, sind sie mit Begeisterung und Engagement bei der Arbeit! Dieses Buch zeigt, wie Ihnen das gelingt!

- Erfolgsfaktor Wertschätzung nutzen und aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen bewältigen
- Konkrete Handlungsanweisungen und praxiserprobte Modelle für eine wertschätzende Führung
- Mit zahlreichen Reflexionsfragen
- Viele Arbeitshilfen, Checklisten, konkrete Tipps und Beispiele
- Mit Interviews: Praktiker und Experten, u. a. mit Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun
- Berücksichtigt Remote Leadership/Führung auf Distanz

Menschen machen den Unterschied! Sie machen den Unterschied! Lassen Sie sich von diesem Werk inspirieren, Ihr persönliches Führungshandwerkszeug zu erweitern und zu vertiefen.
2., aktualisierte und erweiterte Auflage
  • Deutsch
  • München
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978-3-446-47283-9 (9783446472839)
10.3139/9783446472839
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Thorsten Rabenbauer ist freiberuflicher Trainer, Berater und Coach. Vorher war er Geschäftsführer und Gesellschafter in einem Beratungsunternehmen.
1 Richtige Grundeinstellung finden

Sie sind Führungskraft in einem Unternehmen und haben damit eine wichtige Aufgabe. Sie führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Sie führen Menschen - Sie führen unterschiedliche Persönlichkeiten!

Sie vertreten in Ihrer Führungsrolle die Interessen, Ziele und Visionen des Unternehmens, die Erwartungen und Anforderungen der Kunden und haben auch persönliche Bedürfnisse und Wünsche.

Mitarbeiterführung ist oft eine große Herausforderung, denn Menschen sind nun mal sehr verschieden. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat verschiedene Stärken, Fähigkeiten, Talente, Kompetenzen, Erfahrungen, Entwicklungsfelder, Schwächen und Fehler. Gleichzeitig haben Menschen oft auch unterschiedliche Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse und Ziele.

Als Führungskraft müssen Sie in dieser Gemengelage professionell agieren. Sie müssen unter anderem angemessen kommunizieren, klare Entscheidungen treffen, Aufgaben verantwortungsvoll delegieren und Arbeitsprozesse gezielt kontrollieren.

In diesem Kapitel steht Ihre persönliche Einstellung, Ihre Grundeinstellung im Fokus. Sie erhalten wertvolle Impulse, wie Sie an Ihrer eigenen Einstellung arbeiten können und wie Sie damit einen entscheidenden, positiven Einfluss auf Ihre Mitarbeitenden haben.

1.1 Modell der Grundeinstellungen

Nehmen Sie sich ein leeres Blatt Papier oder ein kleines Notizbuch und beantworten Sie folgende Fragen schriftlich in Stichworten für sich selbst:

Wie schaue ich auf mich selbst?

       Was sind meine persönlichen Stärken?

       Was kann ich besonders gut?

       Welche Fähigkeiten machen mich im Arbeitsalltag und privat erfolgreich?

       Welche Talente wurden mir in die Wiege gelegt?

       Wo sehe ich meine wichtigsten Kompetenzen?

       Was zeichnet mich positiv aus?

       Was konkret gelingt mir im Alltag sehr oft?

       Was genau sind meine bisherigen persönlichen Erfolge?

       Was konkret schätzt meine Lebenspartnerin bzw. mein Lebenspartner an mir als Person?

       Was schätzen meine Kinder an mir als Elternteil?

       Was schätzen meine Eltern an mir als deren Kind?

       Was schätzen meine Mitarbeitenden an mir als Führungskraft?

       Was schätzt meine Führungskraft an mir?

       Was schätze ich selbst an mir?

       Welche persönlichen Eigenschaften haben dazu beigetragen, dass ich beruflich dort angekommen bin, wo ich jetzt stehe?

Das entsprechende Arbeitsblatt 1.1 finden Sie in Kapitel 15

Es ist wichtig, dass Sie sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Denn die richtige Einstellung fängt zunächst immer bei uns selbst an. Nur wer zu sich selbst eine gute und positive Einstellung hat, kann anderen Personen angemessen und kraftvoll begegnen. Bild 1.1 zeigt zum Thema persönliche Grundeinstellung das zentrale Modell für eine Führungskraft. Damit geht es los.

Das heißt, auf die richtige Grundeinstellung kommt es an!

Bild 1.1 Modell der Grundeinstellungen

Starten wir mit einer einfachen Frage, die ich auch immer in meinen Seminaren stelle:

"Welches Pärchen spricht Sie spontan am positivsten an?"

Vermutlich werden Sie sich für die beiden Personen unten entscheiden. Aber warum ist das so?

Typische Statements hierzu sind:

       "Die beiden Personen haben eine positive Ausstrahlung!"

       "Die Arme wirken dynamisch!"

       "Beide sind groß!"

       "Die beiden Personen begegnen sich positiv auf Augenhöhe!"

       "Die freuen sich, weil sie Haare haben !"

Auf dieser ersten Skizze aufbauend kann der Rest des Modells entwickelt werden (siehe Bild 1.2).

Bild 1.2 Die Basis für jeden persönlichen Dialog sollte sein: "Ich bin o. k. und Du bist o. k.!"

Kurzbeschreibung zum Modell "Ich bin o. k.! - Du bist o. k.!"

Im Grunde kommen wir in dem Modus "Ich bin o. k.! - Du bist o. k.!" auf die Welt. Wir sind normalerweise als Baby mit uns selbst im Reinen und mit uns selbst zufrieden. Und wir sind dankbar für jede Person, die sich liebevoll um uns kümmert (stillt, füttert, wäscht, die Windeln wechselt, bespielt, in den Schlaf wiegt . . .). Aber irgendwann fängt die Erziehung an, und dann nimmt das Drama seinen Lauf. Auch wenn unsere Eltern oder zentralen Bezugspersonen in fast allen Fällen in allerbester Absicht handeln und uns als Kind fördern, entwickeln, zu einem ordentlichen Menschen erziehen wollen, so erhalten wir in der Regel (ungewollt bzw. unbewusst von unseren Eltern) Impulse, die uns entweder nach links oben (Ich bin o. k.! - Du bist nicht o. k.!) oder nach rechts oben (Ich bin nicht o. k.! - Du bist o. k.!) springen lassen. Durch scheinbar unspektakuläre Vergleiche mit anderen Kindern/Jugendlichen aus unserer Umgebung (Geschwister/Nichten und Neffen/Kindergarten/Schule/Verein/. . .) und die damit verbundenen Botschaften erhalten wir Orientierungspunkte aus der Sicht unserer Eltern, ob wir uns über oder unter andere Personen stellen sollen. Somit entsteht mit der Zeit eine Tendenz, manchmal auch situations- oder kontextabhängig, ob wir eher in einen inneren Modus fallen, anderen Menschen von oben herab zu begegnen oder eben schnell unser eigenes Licht unter den Scheffel zu stellen.

Es lohnt sich, als Führungskraft zunächst einmal den Blick auf sich selbst zu richten und dem eigenen Verhaltensmuster etwas mehr auf die Spur zu kommen. Dazu einige Reflexionsfragen:

Reflexionsfragen für die Analyse Ihrer persönlichen Grundhaltung Finden Sie dazu möglichst viele konkrete, persönliche Beispiele!

       In welchen Situationen schaffen Sie es heutzutage, leicht in der Grundhaltung "Ich bin o. k.! - Du bist o. k.!" zu sein?

       In welchen Situationen neigen Sie dazu, sich eher über andere zu stellen und in das Grundmuster "Ich bin o. k.! - Du bist nicht o. k.!" zu fallen?

       In welchen Situationen machen Sie sich selbst eher kleiner, sind sehr selbstkritisch und in der Grundhaltung "Ich bin nicht o. k.! - Du bist o. k.!"?

       Gibt es konkrete Personen (Ihre eigene Führungskraft, ein Mitarbeiter, eine Führungskollegin . . .), die Sie in eine bestimmte Grundhaltung wechseln lassen?

       Bei welcher Person bzw. bei welchen Personen sind Sie eher im Modus "Ich bin o. k.! - Du bist nicht o. k.!"?

       Bei welcher Person bzw. bei welchen Personen sind Sie eher im Modus "Ich bin nicht o. k.! - Du bist o. k.!"?

       Welche Grundhaltung spüren Sie in sich, wenn Sie mit schwierigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun haben?

       Welche Grundhaltung erkennen Sie bei sich, wenn Sie mit dem Betriebsrat/Personalrat zu tun haben?

       Welche Grundhaltung dominiert bei Ihnen, wenn Sie mit dem Vorstand oder dem Management im Kontakt sind?

Die Grundhaltung, aus der Führungskräfte im Arbeitsalltag agieren, zeigt oft interessante "Nebenwirkungen".

Sind Sie als Führungskraft sehr oft im Modus "Ich bin o. k.! - Du bist o. k.!", dann trägt das in der Regel zu einer offenen, vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre bei. Menschen begegnen sich auf Augenhöhe, tauschen ihre Sichtweisen, Meinungen und Gedanken direkt und eher wertschätzend, respektvoll miteinander aus. Sie können das gut emotional nachempfinden, wenn Sie an Gespräche und Begegnungen mit Ihrem besten Freund oder Ihrer besten Freundin denken. Dort ist man in der Regel genau in dieser Grundhaltung.

Sollten Sie als Führungskraft häufiger in der Grundhaltung "Ich bin o. k.! - Du bist nicht o. k.!"...

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