Ice Breakers - Donovan

 
 
LYX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2020
  • |
  • 279 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7363-1390-3 (ISBN)
 
Ein Anfang voller Hindernisse ...

Carter Donovan ist der Star-Torhüter der Philadelphia Flyers. Berühmt und gutaussehend, ist er es gewohnt, dass die Frauen ihm regelmäßig zu Füßen liegen. Als er jedoch bei einem Verkupplungsversuch seiner Freunde die toughe Sydney Carroway kennenlernt, scheint er eine echte Herausforderung gefunden zu haben. Sydney ist eine erfolgreiche Romance-Autorin aus reichem Elternhaus, die gewohnt ist, zu bekommen, was sie will. Als die beiden aufeinandertreffen, fliegen sofort die Funken. Doch trotz der starken Anziehung, stehen ihnen zunächst noch ihre Dickköpfe im Weg.

"Und schon wieder habe ich mich in einen von Jillian Quinns Hockeypielern verliebt!" RED'S ROMANCE REVIEWs


Band 3 der ICE-BREAKERS-Reihe

1


Carter

Zum ersten Mal seit der Highschool bin ich vor einem Date nervös. Und es ist nicht bloß irgendein Date. Ich treffe gleich Sydney Carroway, die berühmte Liebesromanautorin, die aussieht wie ein Pin-up-Girl. Sie ist so was wie eine lokale Berühmtheit. Andererseits bin ich das auch.

Warum also bin ich nervös?

Aus irgendeinem Grund lockt mich diese Frau aus der Reserve, und dabei habe ich sie noch nicht einmal persönlich kennengelernt. Sydney wurde in geradezu unanständigen Reichtum hineingeboren, ein Luxus, der mir nicht vergönnt war, bis ich es zum Eishockeyprofi geschafft hatte. Und mittlerweile leitet sie ihr eigenes Imperium. Eingeschüchtert zu sein, ist mir inzwischen so fremd geworden, dass ich keine Ahnung habe, warum ich mich davon überkommen lasse. Ist aber so.

Unwillkürlich setzen Selbstzweifel ein und sorgen dafür, dass mir die Galle hochkommt. Diese Sydney wird sich fraglos als Teufelsweib erweisen. Das weiß ich aus den Schilderungen von Kennedy Lockwood, ihrer besten Freundin und Tyler Kanes Lebensgefährtin.

Ich fahre durch das schmiedeeiserne Tor von Tylers Grundstück und weiter die lange Auffahrt entlang. Er schließt das Tor nie, was sich nicht wirklich empfiehlt, wenn man so berühmt und reich wie Tyler ist. Ich bin finanziell zwar auch sehr gut gestellt, aber Tyler ist der höchstbezahlte Spieler der NHL und unbestreitbar am gefragtesten. Als Kapitän unserer Mannschaft und fix gesetzter Center der Flyers verkörpert er jemanden, von dem jeder ein Stück abhaben will.

Ich hingegen bin der Torhüter, der es für uns in dieser Saison vermasselt hat. Weil Tyler mein bester Freund ist, lässt er nicht zu, dass ich die Schuld auf mich nehme. Er sagt, die Mannschaft wäre insgesamt scheiße. Trotzdem lade ich die Verantwortung für jeden Torschuss, mit dem ein gegnerisches Team punktet, auf mich. Wenn eine Mannschaft wiederholt verliert, schieben es die Medien dem unzulänglichen Torhüter in die Schuhe. Und ich gebe ihnen recht.

Nebenbei gesagt gebe ich auch dieser weiteren, besch.eidenen Saison die Schuld daran, dass ich so nervös wegen dieses Dates bin. Ist nicht hilfreich, dass mich Tyler vor dem Treffen heute Abend mehrfach vor Sydney gewarnt hat. Auch er wird ihr zum ersten Mal persönlich begegnen. Und er will, dass alles glatt läuft, weil Kennedy und Sydney wie Schwestern sind. Also darf ich es nicht vermasseln.

Ich rolle in die Einfahrt und parke vor Tylers Villa. Sein Grundstück sollte eigentlich eine eigene Postleitzahl haben. Mein Haus ist zwar groß, aber nichts im Vergleich zu dem Ungetüm, das Tyler Kane als sein Zuhause bezeichnet. Neben Tylers BMW parkt der Porsche meines anderen Teamkameraden, Alex Parker. Per Ausschlussverfahren vermute ich mal, dass Sydney noch nicht eingetroffen ist. Das verschafft mir Zeit, reinzugehen und die anderen zu begrüßen, bevor sie ihren großen Auftritt hinlegt.

Sie scheint mir der Typ dafür zu sein, extra verspätet aufzukreuzen, damit alle bereits da sind und erstarren, um ihre Ankunft zu erleben. Grundsätzlich sind anspruchsvolle Frauen ja nicht so mein Ding. Aber wenn jemand einen Körper und ein Gesicht wie sie besitzt, sind Ausnahmen mehr als gerechtfertigt. Außerdem bin ich neugierig.

Nachdem ich tief durchgeatmet habe, öffne ich die Tür und steige aus meinem Hummer. Ich bin ein großer Kerl, schon immer gewesen. Mit knapp zwei Metern Körperlänge und rund hundertzehn Kilo Lebendgewicht brauche ich einiges an Bewegungsfreiheit. Mich verblüfft immer wieder, wie Alex und Tyler kleine Sportwagen fahren können, obwohl sie ebenfalls groß und kräftig sind.

Als ich die Eingangstür erreiche, finde ich sie wie immer unversperrt vor. Tyler muss echt an seiner Sicherheit zu Hause arbeiten, bevor er noch ausgeraubt oder von Fans belästigt wird, die ihm nachstellen. Vor Jahren hatte er schon mal eine Stalkerin. Man sollte meinen, er hätte aus dem Vorfall damals gelernt. Idiot.

»Hallo«, rufe ich, als ich den Eingangsbereich aus Marmor betrete.

Das Haus hat eine gewölbte Decke, wodurch meine Stimme widerhallt. Im Eingangsbereich hängt ein riesiger Kronleuchter, eine lange Treppe führt zu den Zimmern im ersten Stock. Ich gehe geradeaus ins Wohnzimmer, von wo ich die Geräusche des letzten Spiels der Playoffs zum Stanley Cup aus den Surround-Sound-Lautsprechern höre. Für Tyler und mich ist es Tradition, dass wir uns die Endrunde zusammen ansehen.

Alex und seine feste Freundin und Managerin Charlotte Coachman sind dieses Jahr das erste Mal Teil mit von der Partie. Charlottes Spitzname ist Coach, und sie vertritt sowohl Alex als auch Tyler. Sie hat sogar zugesagt, mir bei meinen nächsten Vertragsverhandlungen zu helfen. Aber wenn sich meine Leistungen nicht bald verbessern, wird es wohl mein letztes Jahr bei den Flyers.

Als ich das Wohnzimmer betrete, kuscheln Coach und Alex auf einem der überdimensionierten Sofas. Tyler sitzt mit dem Arm um Kennedys Schultern neben ihnen, hält sie fest an sich gedrückt, während er sich mit Alex über das Spiel im Fernsehen unterhält. Die beiden Paare sind unzertrennlich, seit sie zusammengekommen sind. Manchmal ist das zwar irgendwie zum Kotzen, gleichzeitig jedoch schön zu sehen, dass Alex und Tyler nach all dem Leid und den Dramen, die sie über die Jahre durchgemacht haben, wieder glücklich sind.

Wie ich hat Tyler eine dunkle Vergangenheit, die er für sich behält. Nicht mal Parker weiß über unsere Geheimnisse Bescheid. Ursprünglich haben uns unsere gemeinsamen Probleme und unsere Frustration darüber verbunden, in einer Verlierermannschaft zu spielen. Und jetzt, da Angebote von anderen Teams der Liga hereinflattern, wollen weder Tyler noch ich weg. Tyler hat dafür seine Gründe, ich habe meine.

Überwiegend liegt es daran, dass es uns nur im Paket gibt. Ich schätze, wenn letztlich der Tag für eine Entscheidung ansteht, wird wohl auch Alex mit an Bord sein. Allerdings bezweifle ich, dass sich diesbezüglich in nächster Zeit etwas tut. Dafür ist Tyler zu versessen darauf, aus den Flyers eine Siegermannschaft zu formen.

Er telefoniert fast täglich mit Mike Turner, unserem Geschäftsführer, um sich nach Transfers zu erkundigen. Nachdem dieses Jahr Alex unter Vertrag genommen wurde, ist weder etwas in Planung, noch ist dafür ein Gehaltsbudget vorhanden. Also bleibt uns keine andere Wahl, als durchzuhalten und zu hoffen, dass wir uns bis zum Beginn der nächsten Saison in den Griff bekommen.

Am Eingang zum Wohnzimmer hebe ich die kräftigen Arme über den Kopf, um mich zu strecken. Ich trage eine Jogginghose und ein ärmelloses Oberteil, durch das meine Tätowierungen deutlich zur Geltung kommen. Die Aufmachung ist mein Versuch, ungezwungen rüberzukommen und so zu tun, als wäre ich nicht aufgeregt wegen meiner ersten Begegnung mit Sydney. Allerdings wird mir bei Kennedys missbilligendem Blick klar, was für eine schwachsinnige Idee dieses Outfit war. Sydney wird mich wahrscheinlich auf Anhieb hassen.

Wenigstens habe ich mir den dunklen Bart gestutzt, wodurch ich wieder weniger wie ein Holzfäller aussehe. Ist mein Ritual während der Saison, mich nicht zu rasieren. Bis zum letzten Spiel war die Länge meines Barts allmählich außer Kontrolle geraten, und er hat ernsthaft angefangen, mir auf die Nerven zu gehen.

Für das Treffen mit Sydney habe ich mich rasiert und geduscht. Aber das war so ziemlich alles, was ich gemacht habe, abgesehen davon, dass ich auch die restliche Körperbehaarung zurechtgestutzt habe. Ich dachte, das würde reichen. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher.

»Wo kommst du denn her?«, fragt Tyler und erhebt sich von der Couch. Kennedy folgt ihm.

»Von zu Hause. Warum?« Ich stolziere ins Wohnzimmer und klopfe Tyler zur Begrüßung so kraftvoll auf den Rücken, dass er mit einem Ruck nach vorn taumelt. Passiert mir oft, dass ich die eigene Kraft vergesse.

Er zuckt mit den Schultern. »Ich dachte, du wärst vielleicht direkt vom Training hergekommen, das ist alles.«

Ich blicke auf mein Shirt hinab. »Ne, mir sind bloß die frischen Sachen zum Anziehen ausgegangen, und mir war nicht danach, die Wäsche zu machen.« Das ist gelogen.

»Du weißt aber schon, dass Kennedy extra für dich Sydney eingeladen hat, oder?« Tyler spricht so leise, dass nur ich ihn hören kann.

Ich gebe mich ruhig, ungerührt. »Ja. Gibt's irgendein Problem?«

»Nichts weiter. Ich dachte nur, du willst Sydney kennenlernen. Und dann kreuzt du so angezogen auf.« Tyler zeigt auf meine Brust.

Er muss wohl verärgert sein, weil er davon ausgeht, dass ihm Kennedy später eine Standpauke halten wird, aber vorerst hält sie den Mund.

Im Hintergrund läuft das Spiel. Die Stimmen der Kommentatoren dröhnen aus den Lautsprechern. Mir ist schnurzegal, wer dieses Jahr gewinnt, weil wir es ja nicht mal in die erste Runde der Playoffs geschafft haben. Trotzdem hoffe ich irgendwie, dass unsere direkten Konkurrenten vom Eis gefegt werden.

Als es an der Tür klingelt, folge ich Tyler und Kennedy aus dem Wohnzimmer den Flur hinab. Ich rage hinter Tyler auf und ein anzügliches Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus, denn Sydney sieht richtig heiß aus. In natura sogar noch heißer als online.

Ihre Fotos werden ihr nicht gerecht. Sie erzielt bei Tyler dieselbe Reaktion wie bei mir. Sydney ist eine Frau der Art, bei der man innehält, um sie zu bestaunen. Wäre Tyler nicht mit Kennedy zusammen, würden wir bereits konkurrieren und versuchen, uns gegenseitig zu übertrumpfen.

»Tyler«, sagt Sydney und streckt die Hand...

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