Ernst Kretschmer und das Wahnproblem

 
 
Franz Steiner Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 14. Mai 2020
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  • XIV, 314 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-515-12789-9 (ISBN)
 
In der Mitte des 20. Jahrhunderts war Ernst Kretschmer einer der bekanntesten deutschen Psychiater. Seine konstitutionstypologischen Veröffentlichungen zu "Körperbau und Charakter" wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren auch außerhalb der medizinischen Fachwelt ungewöhnlich populär.
Doch Kretschmers frühe Arbeiten zum Paranoiaproblem, denen sich dieses E-Book widmet, waren schon zu seinen Lebzeiten weniger bekannt. Dabei bieten sie mit ihren zahlreichen psychiatrischen Kasuistiken genauen Einblick in seine wissenschaftliche Methodik - und Erklärungsansätze für die Frage, warum er bei der Nachwelt in Vergessenheit geriet.
Besondere Berücksichtigung findet hier Kretschmers Verhältnis zur Psychoanalyse. Ein detaillierter biographischer Teil beleuchtet unter psychohistorischen Gesichtspunkten Kretschmers persönliche Entwicklung bis in die 20er Jahre. Die vorliegende Arbeit wertet dafür zahlreiche bisher unveröffentlichte Originalquellen des Nachlass von Ernst Kretschmer und anderer Archive aus.
  • Contubernium.
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  • Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte
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  • 65
  • Deutsch
  • Stuttgart
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  • Deutschland
  • 15
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  • 15 s/w Abbildungen
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  • 15 schw.-w. Abb.
  • 2,15 MB
978-3-515-12789-9 (9783515127899)
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  • Intro
  • INHALTSVERZEICHNIS
  • EINLEITUNG
  • 1. DER JUNGE ERNST KRETSCHMER
  • 1.1. HERKUNFT
  • 1.1.1. Die Ahnen: Stolz und Last
  • 1.1.1.1. Die Kretschmers: nur gut als Namensgeber?
  • 1.1.1.2. Die Bengel-Seite: Ärzte, Professoren, Reformatoren
  • 1.1.1.3. Ernst Kretschmer und das "magische Band" der Ahnen: Herkunft verpflichtet
  • 1.1.2. Die Eltern und Geschwister: das Pfarrhaus im Murrhardter Wald
  • 1.2. KINDHEIT UND SCHULZEIT IN DER WÜRTTEMBERGISCHEN PROVINZ: WÜSTENROT, OBERBRÜDEN, CANNSTATT, SCHÖNTHAL, URACH
  • 1.3. STUDIUM: VON DER THEOLOGIE ZUR MEDIZIN
  • 1.4. MEDIZINALPRAKTIKANTEN- UND ASSISTENTENZEIT 1913/14: ERSTER KONTAKT MIT DER PSYCHIATRIE
  • 1.4.1. Als Medizinalpraktikant in Cannstatt und Winnental
  • 1.4.2. Nervenklinik Tu¨bingen: auf dem Weg in die akademische Psychiatrie
  • 1.5. ERNST KRETSCHMER IM ERSTEN WELTKRIEG: DIE PRODUKTIVEN JAHRE
  • 1.5.1. Stuttgart, Nagold, Ludwigsburg: Langeweile an der Heimatfront
  • 1.5.2. Kretschmers Glu¨cksfall: die Nervenheilstation Mergentheim
  • 1.6. ZURÜCK INS ZIVILISTENDASEIN: PRIVATDOZENT IN TÜBINGEN
  • 1.6.1. Offene Dankbarkeit und heimlicher Ärger: Ernst Kretschmer und Robert Gaupp
  • 1.6.2. Der junge Ernst Kretschmer und sein persönliches Verhältnis zu anderen zeitgenössischen Psychiatern
  • 1.6.2.1. Eugen Bleuler
  • 1.6.2.2. Kurt Schneider
  • 1.6.2.3. Korbinian Brodmann
  • 1.6.2.4. Persona non grata: Hans Walther Gruhle
  • 1.7. DER PRIVATMANN ERNST KRETSCHMER
  • 1.7.1. Musik und Fragezeichen: Ernst Kretschmer und Luise Pregizer
  • 1.7.2. Die Kinder
  • 1.7.3. Wilhelm Busch und das Römische Haus: Ernst Kretschmer in Schilderungen und Selbstschilderungen
  • 1.7.4. Geige, Gesang, Gedichte: Ernst Kretschmer als Ku¨nstler
  • 2. ERNST KRETSCHMER: WAHN UND MEHRDIMENSIONALITÄT
  • 2.1. DIE DISSERTATION: "WAHNBILDUNG UND MANISCH-DEPRESSIVER SYMPTOMKOMPLEX"
  • 2.1.1. Überblick u¨ber das Werk
  • 2.1.1.1. Kretschmers Ausgangspunkt: der damalige Stand der Forschung
  • 2.1.1.2. Die Fälle
  • 2.1.2. Die Original-Krankenakten
  • 2.1.2.1. Die Winnentaler Krankenakte von Frau K.
  • 2.1.2.2. Die Krankenakte von Emilie Tr. aus dem Stuttgarter Bu¨rgerhospital
  • 2.1.2.3. Die Winnentaler Krankenakte von Emilie Tr.
  • 2.1.3. Der Entwurf und das Manuskript der Dissertation
  • 2.1.4. Kretschmers Bewertung der Krankengeschichten und seine theoretischen Überlegungen zur Beziehung zwischen Affekt und Wahnbildung
  • 2.1.5. Zur Entstehung, Beurteilung und Rezeption der Dissertation
  • 2.1.5.1. Heinrich Kreuser: Kritik am Formalen
  • 2.1.5.2. Robert Gaupp: eine mäßige Zensur - und dennoch ein Arbeitsvertrag
  • 2.1.6. Die Dissertation: eine kritische Bewertung
  • 2.2. DIE HABILITATIONSSCHRIFT:" DER SENSITIVE BEZIEHUNGSWAHN. EIN BEITRAG ZUR PARANOIAFRAGE UND ZUR PSYCHIATRISCHEN CHARAKTERLEHRE"
  • 2.2.1. Zum Hintergrund der zeitgenössischen Paranoiaforschung
  • 2.2.1.1. Kraepelins Position in der Paranoiafrage
  • 2.2.2. Überblick u¨ber das Werk
  • 2.2.2.1. Basis und Zielsetzung des "Sensitiven Beziehungswahns"
  • 2.2.2.2. Kretschmers Entwurf einer psychiatrischen Charakterlehre. Das Prinzip der Typologie im "Sensitiven Beziehungswahn"
  • 2.2.2.3. Der sensitive Beziehungswahn und seine verschiedenen Typen
  • 2.2.2.4. Abgrenzung des Krankheitsbildes
  • 2.2.3. Die Krankengeschichten
  • 2.2.3.1. Der erotische Beziehungswahn alter Mädchen: Helene Renner und Anna Feldweg
  • 2.2.3.2. Der Masturbantenwahn: Bernhard Brenner
  • 2.2.3.3. Zusammengesetzte Charaktere: Gottlieb Held und Alois Urban
  • 2.2.3.4. Ernst Wagner von Degerloch: ein Fall von sensitivem Beziehungswahn?
  • 2.2.3.5. Habituelle Beziehungsneurosen: Theodor Knecht
  • 2.2.3.6. Methodisches: die Försterstochter G.
  • 2.2.4. Zur Entstehung des "Sensitiven Beziehungswahns"
  • 2.2.4.1. Vorarbeiten und Entstehungsprozeß
  • 2.2.4.2. Entwurf und Manuskript des "Sensitiven Beziehungswahns"
  • 2.2.4.3. Gaupps Bericht zur Habilitationsschrift
  • 2.2.5. Die Folgeauflagen des "Sensitiven Beziehungswahns"
  • 2.3. "ÜBER PSYCHOGENE WAHNBILDUNG BEI TRAUMATISCHER HIRNSCHWÄCHE"
  • 2.3.1. Die Krankengeschichten
  • 2.3.1.1. Friedrich Wendt
  • 2.3.1.2. Die Mergentheimer Krankengeschichte von Friedrich Wendt
  • 2.3.1.3. Die u¨brigen Krankengeschichten
  • 2.3.2. Vorarbeiten und Manuskript der Veröffentlichung
  • 2.4. "GEDANKEN ÜBER DIE FORTENTWICKLUNG DER PSYCHIATRISCHEN SYSTEMATIK"
  • 2.4.1. Körtkes Arbeit "Ein Dilemma in der Dementia-praecox-Frage. Gedanken u¨ber die Fortentwicklung der psychiatrischen Systematik."
  • 2.4.2. Kretschmers Anmerkungen
  • 2.5. "SPEKULATIV, DICHTERISCH, DURCHEINANDER": ZUR REZEPTION DES "SENSITIVEN BEZIEHUNGSWAHNS" UND DER FOLGEARBEITEN IN DER ZEITGENÖSSISCHEN PSYCHIATRIE
  • 2.5.1. Der Konflikt mit der Kraepelinschen Schule: Kahns Verriß
  • 2.5.2. Kretschmers Verteidigungsschrift: "Die psychopathologische Forschung und ihr Verhältnis zur heutigen klinischen Psychiatrie"
  • 2.5.3. Kahns Replik
  • 2.5.4. Anmerkungen zu Kahns Kritik an Kretschmer
  • 2.5.5. Weitere zeitgenössische Kritiken: Bleuler, Jaspers, Kehrer, Schneider, Kronfeld
  • 2.5.5.1. Eugen Bleuler und der "Sensitive Beziehungswahn": Kritik und heimliche Schu¨tzenhilfe
  • 2.5.5.2. Karl Jaspers: "ein dauernder Erwerb fu¨r die klinische Psychiatrie"
  • 2.5.5.3. Ferdinand Kehrer: "nebeneinander, u¨bereinander, durcheinander?"
  • 2.5.5.4. Kurt Schneider
  • 2.5.5.5. Arthur Kronfeld: "genialer Wurf psychologischer Intuition"
  • 2.5.5.6. Weitere Kritiken: "camouflage psychiatry"
  • 2.5.6. Verwundung und Versöhnung: Kretschmers Umgang mit der Kritik
  • 2.6. SPÄTERE WÜRDIGUNGEN DER WAHNARBEITEN KRETSCHMERS
  • 2.7. DER JUNGE ERNST KRETSCHMER UND DIE PSYCHOANALYSE: VERSUCH EINER EINSCHÄTZUNG
  • 3. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
  • 4. ANHANG
  • 4.1. PERSONALBIBLIOGRAPHIE
  • 4.1.1. Monographien, Veröffentlichungen in Zeitschriften
  • 4.1.2. Rezensionen
  • 4.2. QUELLEN UND SEKUNDÄRLITERATUR
  • 4.3. NICHT PUBLIZIERTE QUELLEN
  • 4.3.1. Kretschmer-Archiv
  • 4.3.2. Sonstige Archivalien
  • 4.4. TRANSKRIPTIONEN
  • 4.4.1. Protokoll der Exploration von Hauptlehrer Wagner sdurch Ernst Kretschmer in Winnental, März 1920
  • 4.4.2. Auszu¨ge aus dem Briefwechsel Eugen Bleuler - Ernst Kretschmer 1918/20
  • 4.5. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
  • 4.6. INDEX DER PERSONENNAMEN
  • 4.7. INDEX DER ORTSNAMEN
  • 5. DANK

Dateiformat: PDF
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