Das Mitternachtskleid

Ein Märchen von der Scheibenwelt
 
 
Manhattan (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Mai 2011
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06585-0 (ISBN)
 
Ein neues Märchen von der SCHEIBENWELT voller Spannung, Witz und Magie

Tiffany Weh, vielversprechende Junghexe im Teenageralter, hat es nicht leicht. Denn die alltägliche Hexerei erweist sich als ziemlich anstrengend, und ganz bestimmt ist es nicht damit getan, den lieben langen Tag fröhlich auf einem Besen herumzusausen. Dennoch gibt Tiffany ihr Bestes - bis etwas uraltes Böses aus einem tiefen Schlaf erwacht und mit ihm allerlei alte Schauergeschichten über böse Hexen. Bald kann man sich kaum noch mit einem spitzen Hut auf die Straße wagen. Und als wäre das nicht schon genug Ärger, fängt dieses uralte böse Wesen bald an, gezielt Jagd auf eine ganz spezielle vielversprechende Junghexe zu machen .

Klappenbroschur mit gestalteten Innenseiten und abtrennbarem Lesezeichen.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 0,78 MB
978-3-641-06585-0 (9783641065850)
3641065852 (3641065852)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman - ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit rund 80 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 38 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.
"13 Die Bettstelle wackelt (S. 250-251)

In einem richtigen Bett im weiß-schwarzen Zimmer der Burg schlief es sich wesentlich bequemer als im Verlies, auch wenn Tiffany die beruhigenden Bäuerchen der Ziegen vermisste. Sie träumte wieder vom Feuer. Und sie wurde beobachtet. Sie konnte es spüren. Aber diesmal waren es nicht die Ziegen. Denn es geschah in ihrem Kopf.

Doch es steckte kein böser Wille dahinter; jemand sorgte sich um sie. In ihrem Traum wütete das Feuer. Eine dunkle Gestalt zog die Flammen wie einen Vorhang beiseite, und zu ihren Füßen saß eine Häsin, zutraulich wie ein Haustier. Die Häsin fing Tiffanys Blick auf und sprang ins Feuer. Tiffany fiel es wie Schuppen von den Augen. Ein Klopfen. Tiffany war sofort hellwach. »Ja bitte?« Auf der anderen Seite der schweren Tür fragte eine Stimme: »Was für ein Geräusch macht das Vergessen?«

Sie brauchte kaum nachzudenken. »Wie der Wind in welken Gräsern an einem heißen Sommertag.« »Ja, das könnte hinhauen«, sagte Prestons Stimme hinter der Tür. »Vermutlich noch begleitet vom zarten Klappern der Samenkapseln. Ja, das dürfte es sein. Aber ich komme lieber gleich zur Sache, Fräulein. Unten sind jede Menge Leute. Ich glaube, sie brauchen ihre Hexe.« Ein guter Tag für eine Beerdigung, dachte Tiffany, als sie aus dem schmalen Burgfenster sah.

Bei einer Bestattung sollte es nicht regnen. Der Regen machte die Menschen zu traurig. Sie versuchte immer, sich eine Beerdigung nicht allzu sehr aufs Gemüt schlagen zu lassen. Man lebte, man starb, man lebte in der Erinnerung weiter. Genauso natürlich, wie der Winter auf den Sommer folgt. Daran war nichts auszusetzen. Natürlich gab es Tränen, aber die waren für die Hinterbliebenen; die Verstorbenen bedurften ihrer nicht. Die Bediensteten waren schon fleißig gewesen und hatten im Rittersaal für alle Gäste lange Frühstückstafeln aufgebaut.

So verlangte es die Tradition. Ob reich oder arm, ob Herr oder Dame: Das Beerdigungsfrühstück war für alle da, und aus Respekt vor dem alten Baron – wie aus Respekt vor einem anständigen Frühstück – war der Saal bereits gut gefüllt. Die Herzogin trug ein schwarzes Kleid, schwärzer als jedes Schwarz, das Tiffany je gesehen hatte. Es schimmerte vor Schwärze. Das schwarze Kleid einer normalen Durchschnittshexe war meistens nur theoretisch schwarz.

In Wahrheit war es oft ziemlich staubig, hatte im Kniebereich Flicken, war an den Säumen ausgefranst und insgesamt vom vielen Waschen fast zerschlissen. Es war, was es war: eine Arbeitskluft. Undenkbar, dass die Herzogin in einem Kleid wie ihrem ein Kind auf die Welt holte … Tiffany blinzelte. Doch, es war denkbar. Wenn Not am Mann wäre (beziehungsweise an der Frau), würde sie keine Sekunde zögern. Sie würde schimpfen, ihre Umgebung schikanieren und rumkommandieren, aber sie würde es tun. Sie war der Typ dafür. Tiffany blinzelte noch einmal. Ihr Kopf war vollkommen klar."

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