Die Tochter des Giftmischers

Roman
 
 
Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. November 2011
  • |
  • 480 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07128-8 (ISBN)
 
Gier und Gewalt, Gift und Galle

Im schwül-heißen Sommer 1492 braut sich hinter den Mauern der Heiligen Stadt Rom Böses zusammen. Als ihr Vater einem brutalen Mord zum Opfer fällt, verschafft sich die junge Francesca Giordano Zutritt zum Hof der Borgia, indem sie sich das Vertrauen der mächtigsten Familie Roms erschleicht. Doch ihr wahres Streben ist, den Tod ihres Vaters zu sühnen. Die Suche nach den Mördern wird zu einer atemberaubenden Jagd durch Paläste, die düsteren Gassen des jüdischen Ghettos bis hinein ins Herz des Vatikans .

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blanvalet
  • 0,95 MB
978-3-641-07128-8 (9783641071288)
3641071283 (3641071283)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sara Poole ist das Pseudonym einer New-York-Times-Bestseller-Autorin, die sich mit ihren historischen Romanen einen neuen Markt erobert. Ihre langjährige Faszination für das Italien der Renaissance und die Borgia im Speziellen, brachte sie in diese neue Richtung. Sie hegt außerdem ein besonderes Interesse an der Botanik und vor allem giftigen Pflanzen. Sara lebt zusammen mit ihrem Mann und einer ganzen Horde von Tieren in Connecticut. Die Tochter des Giftmischers ist Sara Pooles erster historischer Roman.
22 (S. 201-202)

Der griechische General Thukydides mahnt in seiner Geschichte des Peloponnesischen Kriegs, dass wir unseren Feind stets für mutig und stark halten müssen, statt darauf zu vertrauen, dass er uns unterlegen ist und auf jeden Fall untergeht. Als ich die Verantwortung für Borgias Wohlergehen übernahm, hatte ich Thukydides zwar noch nicht studiert, und doch warnte mich mein Instinkt, meine Gegner zu unterschätzen. Morozzi war ein Verrückter, ein intelligenter Fanatiker.

Außerdem war er ein Heuchler, der die Heilige Mutter Kirche sehr viel besser kannte, als ich das jemals hoffen konnte. Insbesondere im Vatikan kannte er sich bestens aus, wo der große Kampf zwischen Borgia und della Rovere ausgetragen wurde. Mir dagegen blieb kaum Zeit, mich mit den Gegebenheiten so gut wie möglich vertraut zu machen. Mit Vittoro an meiner Seite konzentrierte ich mich auf die Kapelle, wo das päpstliche Konklave stattfinden würde.

Der Name der Sixtinischen Kapelle ging auf Papst Sixtus IV. zurück, der damals den Bau befohlen hatte. Vor neun Jahren war die Kapelle geweiht worden und sollte nun zum ersten Mal als Ort des päpstlichen Konklaves dienen. Mir schien sie dafür wie geschaffen. Der Bau war dem Tempel König Salomos in Jerusalem nachempfunden – eine schreckliche Ironie, dass sich ausgerechnet hier das Schicksal der Juden entscheiden sollte. Hinter der schlichten Fassade, die nur eine Reihe winziger Fenster unterhalb des Daches hatte, barg die Kapelle eine Fülle großartiger Kunstwerke.

Der Zugang war ausschließlich über den Apostolischen Palast möglich, da sich die Türen im unteren Geschoss nur auf einen abgeschlossenen Innenhof öffneten. Die Anlage bot dem Papst größtmöglichen Schutz und unterstrich durch die räumliche Trennung der Kapelle von der großen Basilika, dass nur er dazu Zutritt hatte.

Jedes Mal, wenn ich die Kapelle besucht habe, hat sie mir den Atem verschlagen. Sagt über Sixtus, was Ihr wollt, aber er hatte die Gabe, den Künstlern seiner Zeit das Beste abzufordern und für seine Zwecke einzusetzen. Mein geliebter Botticelli ebenso wie Perugino und Ghirlandaio haben ihr Teil zu den außergewöhnlichen Fresken beigetragen, die die Wände schmücken.

Unter einem dunkelblauen Himmel mit goldenen Sternen belegen Moses, Aaron, Christus, der heilige Petrus und eine Menge anderer Gestalten die ungebrochene Abstammung der päpstlichen Autorität, die darauf basiert, dass Gott Moses die Zehn Gebote überreicht und Christus Petrus die Himmelsschlüssel anvertraut. Der Konstantinbogen erinnert uns daran, dass der Papst neben der obersten geistigen Macht auch die weltliche besitzt. Ich blieb vor der Stelle stehen, die mich immer am meisten fasziniert hat, wenn ich zusammen mit meinem Vater die Kapelle besucht habe.

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