Mein Business Plan - inkl. Arbeitshilfen online

Praxisleitfaden für Start-ups - vom Handwerksbetrieb bis zum IT-Unternehmen
 
 
Haufe-Lexware (Verlag)
  • erschienen am 11. Mai 2017
  • |
  • 282 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-648-09452-5 (ISBN)
 
Schritt für Schritt zum perfekten Business Plan: Das ist das perfekte Praxisbuch für jeden Gründer. Der Autor steuert Start-ups aller Branchen durch die verschiedenen Phasen des Gründungsprozesses: Produktpräsentation, Vertriebskonzept, Finanzierungsplan, Wahl der Rechtsform etc. Viele Beispiele und Muster helfen Ihnen dabei, Ihre Geschäftsidee in die Realität umzusetzen - vom Handwerksbetrieb bis zum IT-Business.

Inhalte:

- Die eigene Geschäftsidee auf den Punkt bringen
- Investoren und Kunden überzeugen: Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung prägnant beschreiben
- Marktübersicht und Vertriebskonzept und die übersichtliche Darstellung der Unternehmensorganisation
- Die Finanzierung planen: Kapitalbedarfsplan, Investitions- und Liquiditätsplan, Rentabilitätsrechnung
- Finanzierungsquellen: Banken, Öffentliche Förderprogramme, Venture Capital, Crowd Funding, Business Angels
- So wählen Sie die geeignete Rechtsform: Freiberufler, GbR, Partnerschaft, GmbH etc.
Arbeitshilfen online:

- Muster und Vorlagen aus zahlreichen Branchen
1. Auflage 2017
  • Deutsch
  • Freiburg
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,24 MB
978-3-648-09452-5 (9783648094525)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Bernhard Plum

Herr Prof. Bernhard Plum ist promovierter Jurist. Er war Leiter des Lektorats Elektronische Publikationen beim C.H. Beck Verlag, München und Leiter Recht und Personal sowie Prokurist bei der 118000 AG, München. Danach nahm er ein Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Ökonomie & Management in München auf und ist seit 2011 Professor an der Hochschule Furtwangen in der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. Er hat die wissenschaftliche Leitung des Innovations- und Gründungszentrums inne.
Vorwort Entwicklung des BusinessplansSelbsterkenntnisAbwägung von Chancen und RisikenSelbstständigkeit im TeamEntwicklung einer GeschäftsideeGeschäftsmodellErstellung des BusinessplansAllgemeine HinweiseDeckblatt und VerzeichnisseAlles auf einen BlickGeschäftsideeMarktübersichtMarketing und VertriebUnternehmenskonzeptZeitplanChancen und RisikenFinanzplanAnhangPräsentation des Businessplans BankgesprächElevator-Pitch Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Der AutorStichwortverzeichnis

1   Entwicklung des Businessplans


Einen Businessplan zu schreiben bedeutet viel Arbeit, für die Sie viel Zeit und Energie aufbringen müssen. Bevor Sie damit beginnen, sollten Sie daher im Vorfeld zahlreiche Überlegungen anstellen, um herauszufinden, was Sie genau wollen.

1.1   Selbsterkenntnis


"Erkenne dich selbst!" - "Gnothi seauton!"

Chilon von Sparta

Am Anfang steht die Selbsterkenntnis. Der Weg in die Selbstständigkeit ist nämlich stets schwierig und risikobehaftet. Bevor Sie diese weitreichende Entscheidung in Ihrem Leben treffen, sollten Sie daher vorab eingehend darüber nachdenken, welche Konsequenzen sich hieraus für Sie selbst und Ihr familiäres Umfeld ergeben. Zu den grundlegenden Fragen, die zu beantworten sind, gehören folgende:

  • Warum will ich ein Unternehmen gründen?

  • Warum will ich dies ausgerechnet jetzt tun?

  • Was sind meine Stärken und Schwächen?

  • Welche Chancen und Risiken ergeben sich für mich?

  • Will ich die Gefahren alleine auf mich nehmen?

1.1.1   Motive für die Existenzgründung


Es gibt verschiedene Beweggründe, warum Personen die Gründung eines Unternehmens vorantreiben. In Untersuchungen haben Existenzgründer insbesondere folgende Motive angeben:1

  • wirtschaftlicher Erfolg,

  • Innovation,

  • Unabhängigkeit,

  • Anerkennung,

  • Selbstverwirklichung,

  • Rollenverhalten.

Wirtschaftlicher Erfolg

Finanzielle Aspekte spielen die größte Rolle bei der Entscheidung für eine selbstständige Tätigkeit. Im Vordergrund steht hier der Wunsch nach einem überdurchschnittlichen Einkommen und dem Erwerb eines beträchtlichen Vermögens. Interessanterweise denken die Existenzgründer dabei überwiegend nicht nur an ihr eigenes Auskommen, sondern auch an den Aufbau eines Unternehmens, das sie ihren Kindern vererben wollen.

Innovation

Ein weiteres wichtiges Motiv stellt der Wunsch dar, etwas Neues zu erschaffen. Dies entspringt dem inneren Drang, eine Herausforderung zu meistern und/oder eine persönliche Vorstellung umzusetzen. Das erfolgreiche Beschreiten neuer Wege führt nicht nur zu einer Erweiterung des eigenen Horizonts, sondern regelmäßig ist hiermit auch eine starke Außenwirkung verbunden. So genießen Erfinder und Tüftler meist ein hohes Ansehen und übernehmen für andere Personen eine Vorbild- und Leitfunktion. Insofern ist ihr Einfluss innerhalb von Organisationen sehr groß.

Unabhängigkeit

Auch das Gefühl der Unabhängigkeit, das mit der Selbstständigkeit einhergeht, ist eine starke Triebfeder. So sind Selbstständige nicht an die Weisungen von Vorgesetzten gebunden und müssen keinen internen Wettbewerb mit Kollegen ausfechten. Dies verhindert nicht nur Frustration, sondern sorgt auch dafür, dass jede Tätigkeit, die man ausführt, und jede Entscheidung, die man trifft, die persönliche Entwicklung fördert.

Als sein eigener Herr kann man außerdem die Arbeits- und Urlaubszeiten weitgehend selbst bestimmen. Geht die Arbeitszeit über den Rahmen des bei einer Festanstellung Üblichen hinaus, kommt dies dem Unternehmer wenigstens selbst zugute.

Anerkennung

Der Wunsch nach sozialer Anerkennung ist ebenfalls von elementarer Bedeutung. Regelmäßig geht von einem hohen Einkommen und Vermögen ein erhebliches Prestige aus, dem sich Menschen nur sehr schwer entziehen können. Wer Erfolg hat, wird von den anderen - ob von Freunden, Familienangehörigen oder Fremden - respektiert und genießt einen höheren sozialen Status als andere.

Selbstverwirklichung

Nicht nur die mit einer erfolgreichen Selbstständigkeit verbundene Außenwirkung, sondern auch das Gefühl, im Leben etwas erreicht zu haben, verschafft den Unternehmern innere Genugtuung. Die eigenen Träume zu verwirklichen, sich den Herausforderungen zu stellen und schwierige Situationen zu überstehen sind wesentliche Bestandteile eines erfüllten Lebens.

Rollenverhalten

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt bei einigen Gründern der Aspekt, eine bestimmte Rolle einzunehmen, von der sie glauben, dass sie von ihnen erwartet wird. So übernehmen viele Unternehmer das Geschäft ihrer Eltern und wollen damit eine Familientradition fortführen. Die Absicht, einem Idol nachzueifern oder sich seinem persönlichen Umfeld, zum Beispiel dem Freundeskreis, anzupassen, kann insoweit ebenfalls von Bedeutung sein.

1.1.2   Auslöser der Gründungsaktivität


Bei Betrachtung dieser Beweggründe für eine Existenzgründung wird erkennbar, dass sich die Ziele und Wünsche von Existenzgründern kaum von den Überlegungen derjenigen Personen unterscheiden, die sich gegen einen solchen Schritt entscheiden und ein Arbeitsverhältnis als Angestellter bevorzugen. Dies bedeutet, dass grundsätzlich jeder arbeitsfähige Mensch zumindest innerlich vor der Wahl steht, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Neben den persönlichen Motiven ist somit der konkrete Auslöser, der einen Menschen dazu bewegt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, bedeutsam. Grundsätzlich ist ein bestimmter Impuls nötig, der so stark ist, dass er eine Person dazu bewegt, ihre Komfortzone zu verlassen und ihre Lebenssituation zu verändern (sogenannte Deplatzierung), dass er seine wirtschaftliche Lebensgrundlage selbst in die Hand nimmt und auch das damit verbundene Risiko trägt.

Unternehmensgründungen sind regelmäßig kein spontanes Ereignis zu einem zufälligen Zeitpunkt, sondern das Ergebnis situativer und kultureller Faktoren. Solche deplatzierenden Ereignisse (entrepreneurial events) können aufgrund der Änderung äußerer oder innerer Lebensumstände entstehen und eine Unternehmensgründung initiieren, wenn eine positive Bewertung der Selbstständigkeit und ihrer Machbarkeit sowie eine persönliche hohe Handlungsbereitschaft hinzukommen.2

Änderungen der äußeren Lebensumstände

Änderungen der äußeren Lebensumstände können sich insbesondere im bisherigen Berufsumfeld, aber auch aus allgemeinen Umbrüchen ergeben und positiver oder negativer Art sein, zum Beispiel:

  • Berufsumfeld:

    • Angebote von Kunden, Partnern oder Investoren,

    • Verlust des Arbeitsplatzes,

    • Übergehen bei Beförderungen,

    • ungenügende Förderung,

    • Streit mit Vorgesetzten.

  • Allgemeine Umbrüche:

    • Umzug in eine neue Stadt,

    • Flucht,

    • Erbschaft,

    • Lottogewinn.

Änderungen der inneren Lebensumstände

Änderungen der inneren Lebensumstände können sich durch zwei Anlässe ergeben, zum Beispiel:

  • Biografische Zwischenstationen:

    • Abschluss einer Ausbildung,

    • Scheidung,

    • Auszug der Kinder.

  • Änderung der Lebenseinstellung:

    • Langeweile,

    • traumatische Erlebnisse.

1.1.3   Unternehmerpersönlichkeit


Haben Sie sich Klarheit über Ihre wahren Motive und die konkreten Auslöser, die Sie veranlassen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sollten Sie sich vergewissern, ob Sie auch über die notwendigen Charaktereigenschaften verfügen, um ein Unternehmen zu führen. So liegt es auf der Hand, dass beispielsweise ein Lottogewinn oder die Kündigung Ihres bisherigen Arbeitsverhältnisses Sie noch nicht zu einem erfolgreichen Unternehmer macht. Vielmehr sollten Sie idealerweise weitere Eigenschaften aufweisen, die einem erfolgreichen Unternehmer zugeschrieben werden.

Hinweis

Von zentraler Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Begriff "Entrepreneur" (abgeleitet aus einer Verbindung der französischen Wörter "prendre" (= "nehmen") und "entre" (= "unter")). Das heutige Verständnis von einem Entrepreneur wurde maßgeblich vom österreichisch-amerikanischen Ökonomen Joseph Alois Schumpeter in seinem Werk "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" geprägt. Er formulierte darin, dass ein Entrepreneur aufgrund seiner Schöpfungskraft und Schöpfungslust bereit und fähig ist, neue Ideen und Erfindungen in erfolgreiche Innovationen umzusetzen. Er selbst ist es, der somit die Ursache von Veränderungen setzt (sogenannte schöpferische Zerstörung).3

In betriebswirtschaftlicher Hinsicht wurde der Begriff erstmals von dem Iren Richard Cantillon verwendet. Er bezeichnete damit eine Person, die ein Geschäft auf eigene Rechnung betreibt und damit ein Gewinn-und-Verlust-Risiko trägt.

Zahlreiche empirische Studien4 zeigen, dass sich ein erfolgreicher Existenzgründer (Entrepreneur) durch eine Reihe von Charakteristika von einem abhängig Beschäftigten unterscheidet. So sind Selbstständige dynamischer, durchsetzungsfähiger, entschlossener, unabhängiger, verantwortungs- und risikofreudiger als abhängig Beschäftigte. Sie sind Praktiker, stecken voller Pläne und haben zugleich einen Spürsinn für Kommendes. Im Einzelnen lassen sich insbesondere die folgenden Eigenschaften nennen.

Leistungsmotiv

Bei einem Entrepreneur ist der Wille besonders ausgeprägt, Leistung zu erbringen und sich mit beruflichen Aufgaben auseinanderzusetzen, die sowohl herausfordernd als auch realisierbar sind. Er hat das starke Bedürfnis, etwas zu leisten, aber auch ein...

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