Drei Liebesromane: Das Herz eines Womanizers: Sammelband 3010

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. Mai 2020
  • |
  • 600 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4049-7 (ISBN)
 
Drei Liebesromane: Das Herz eines Womanizers: Sammelband 3010 von Karl Plepelits Über diesen Band: Dieser Band enthält 3 Romane: Karl Plepelits: Dein sei mein ganzes Herz Karl Plapelits: Der Womanizer Karl Plepelits: Wer eine Frau begehrlich ansieht So ein Womanizer hat's nicht leicht, vor allem wenn er plötzlich wieder monogam werden möchte. Er hat aber auch alle Ursache, mit den Schicksalsgöttern zu hadern. Die treiben nämlich ein gar frivoles Spiel mit ihm.
  • Deutsch
  • 0,80 MB
978-3-7389-4049-7 (9783738940497)

Der Womanizer


Liebesroman von Karl Plepelits

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 421 Taschenbuchseiten.

 

So ein Womanizer hat's nicht leicht, vor allem wenn er plötzlich wieder monogam werden möchte. Er hat aber auch alle Ursache, mit den Schicksalsgöttern zu hadern. Die treiben nämlich ein gar frivoles Spiel mit ihm. Kaum hat er sich eine Partnerin angelacht, entreißen sie sie ihm auch schon wieder, zum Beispiel indem sie ihn verstößt, weil sie entdeckt, dass sie nicht seine Einzige ist, oder gar durch den Tod. Und immer wieder muss er sich mit Heinrich Heine eingestehen: Mir bricht das Herz entzwei.

Aber wie heißt es im Erlkönig? Gar schöne Spiele spiel ich mit dir. Ja, schön und reizvoll sind solche Spiele. Und für wen könnten sie wohl reizvoller sein als für einen Womanizer?

Diese Geschichte bildet die Fortsetzung des im selben Verlag erschienenen Liebesromans "Dein sei mein ganzes Herz".

 

Copyright


Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by Autor und Edition Bärenklau, 2016

Cover © by Andrey Kiselev/123RF & Mareike Mu, 2016

 

 

 

Prolog


Und hinten drein komm ich bei Nacht

Und vögle sie, dass alles kracht.

GOETHE

 

 

Bin ich das denn wirklich: ein Womanizer? ein Weiberheld? ein Schürzenjäger? ein Casanova? Bin ich gar ein Lustmolch?

Nein, nein und nochmals nein! Nur weil ich ...

Nun gut, ich geb's ja zu, nach außen errege ich vielleicht in der Tat den Anschein, als wäre ich ein Womanizer. Aber ich schwöre, daran sind allein die Schicksalsgötter schuld. Hätten sie nicht den Tod meiner unsterblich Geliebten herbeigeführt, so wäre ich für immer monogam und ihr für immer treu geblieben. Höchstens, dass ich mich ab und zu an einen bemerkenswerten Ausspruch erinnert hätte, mit dem sie kurz vor ihrem Tod meine Ohren glühen machte. Dieser Ausspruch lautete: "Ich weiß ja, dass es für dich ein kleines Vergnügen wäre, zur Abwechslung einmal mit einer anderen Frau zu bumsen. Ich würde dir ein solches Vergnügen gönnen, einfach weil ich dich liebe."

Und ein solches Vergnügen gönnte sie mir wirklich, kurz, bevor sie sterben musste.

Ja, ihre Liebe war rein wie ein Gebirgsbach, süß wie die Jugend, stark wie der Tod.

 

 

 

1


Sonntag, 17. Mai 2015. Wien. Hietzinger Friedhof.

"Ja, das ist aber eine Überraschung! Toby! Du?"

Unangenehm berührt, wende ich mich um und bin sogleich doppelt unangenehm berührt. Denn ich blicke in das strahlende Gesicht einer nicht mehr ganz jungen Blondine namens Carla Riavitz, während ich selbst den Tränen nahe bin. Ich stehe nämlich gerade vor dem Grab einer Frau, der mein ganzes Herz gehörte und immer noch gehört.

Carla ist eine meiner "Ehemaligen", also eine ehemalige Geliebte, mit der ich meinem längst schal gewordenen Eheleben ab und zu ein wenig Würze zu verleihen suchte. Aber dann, es ist jetzt bald ein Jahr her, fand sie auf einer von mir geleiteten Reise einen Verehrer, der ihr offensichtlich mehr zusagte, und gab mir, ohne lang zu fackeln, den Laufpass.

"Aber wie schaust du denn aus", fährt sie fort, ehe ich auch nur ein Wort hervorbringe, und schlägt die Hände zusammen. Ist sie denn mit einem Mal um mich besorgt?

"Na ja", murmle ich, "so, wie man halt auf einem Friedhof ausschaut."

"Dreinschaut", korrigiert sie mich in einem Ton, den eine Lehrerin gegenüber einem Schüler anschlagen würde, um ihn auf einen Fehler aufmerksam zu machen. "Ist klar, auf einem Friedhof schaut man meistens eher nicht besonders fröhlich drein. Nein, nein, mein Lieber, ich meinte, wie du ausschaust."

"So? Wie schaue ich denn aus?"

"Schlecht. Krank. Abgemagert. Vernachlässigt. Unglücklich."

"Geh, hör auf. Das kommt dir nur so vor. Obwohl, unglücklich, das stimmt schon. Du selber schaust übrigens blendend aus. Wie machst du das nur? Du wirst ja immer schöner."

"Aha, der alte Charmeur. Trotzdem, lieben Dank für dieses schöne Kompliment. Aber was dich selber betrifft: Ich glaube, das kommt mir nicht nur so vor. Du schaust aus, wie alte Junggesellen oft ausschauen. Als wärst du nicht unter den Fittichen einer Frau."

"Hm, bin ich auch nicht."

"Und drum, sagst du, bist du unglücklich?"

"Ja, sicher. Was ist ein Mannsbild ohne eine Frau?"

"Wieso? Habt ihr euch getrennt, du und deine Gattin?"

"Du hast es erraten."

"Ah, sicher ist sie dir draufgekommen, dass du eine Freundin hast."

"Du sagst es. Dich."

"Echt? Ich bin der Scheidungsgrund? Das ist ja ... Du, Toby, das tut mir aber ehrlich leid. Und seither hast du weder Ehefrau noch Freundin und wohnst allein?"

Während sie dies sagt, beginnen ihre Augen wundersam zu leuchten, und ihre Wangen röten sich verdächtig.

Ich nicke. "Ja, ja. Nur ist die Sache viel zu kompliziert, als dass man sie so zwischen Tür und Angel erklären könnte."

Carla lacht hell auf. "Zwischen Tür und Angel - das hast du schön gesagt. Ja, wenn das so ist, muss man den Besucher halt in die Wohnung hineinbitten, nicht wahr?"

Und sie blickt mich auffordernd an. Nur, welche Wohnung meint sie? Ihre eigene wohl eher nicht. Dort lauert vermutlich ein eifersüchtiges Mannsbild, und auch wenn sie von mir garantiert nichts mehr wissen will, so ist es doch ratsam, eine Begegnung mit ihm tunlichst zu vermeiden. Aber ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass sie sich soeben selbst zu mir eingeladen hat. Aber ja, warum eigentlich nicht? Es ist sicher reizvoll, über alte Zeiten zu plaudern. Und da habe ich wenigstens eine dankbare Zuhörerin, der ich mein Herz ausschütten kann. Schließlich sind wir uns einmal sehr nahe gestanden. Oder, schöner gesagt, wir haben uns einmal geliebt.

Also sage ich: "Hast du wirklich Lust, meine Wohnung zu besichtigen und dir dort meine Klagen anzuhören?"

"Nichts lieber als das", erwidert sie, ohne zu zögern. "Falls es dir recht ist und ich dich dadurch nicht in Verlegenheit bringe."

"Aber nein, überhaupt nicht. Und wann?"

"Am liebsten jetzt gleich, falls es dir nichts ausmacht. Ich bin sowieso gerade im Gehen. Ich habe das Grab meiner Großeltern besucht. Und wessen Grab ist das hier?"

Carla wendet sich dem Grabstein zu, den sie bisher nicht beachtet hat, und liest: "Andrea Svacina, geboren 15. Juni 1991, gestorben 1. Oktober 2014. Hm, wirklich tragisch! Mit dreiundzwanzig Jahren!" Sie blickt zu mir zurück und sagt: "Deine Schülerin?"

Mir aber kommen sofort erneut die Tränen. Ich kann nur nicken. Sagen kann ich nichts. Und was tut Carla? Ich staune: Sie zückt ein Damentaschentüchlein und beginnt mir Augen und Wangen abzutrocknen. Hierauf nimmt sie mich wie ein kleines Kind bei der Hand und marschiert mit mir in Richtung Hauptportal.

Dort angelangt, merken wir, dass es da ein kleines Problem zu überwinden gilt. Carla ist mit dem Auto da, ich mit dem Fahrrad. Aber ich folge kurz entschlossen ihrer Einladung, mein Fahrrad stehen zu lassen und mit ihr mitzufahren. Tatsächlich ist es von meiner Wohnung an der Hütteldorfer Straße bis hierher zum Hietzinger Friedhof hinter dem Schönbrunner Schlosspark auch zu Fuß kein allzu weiter Spaziergang.

Während ich also Carla in ihrem Auto zu meiner Behausung lotse, habe ich Gelegenheit, meine ehemalige Geliebte ausführlicher zu betrachten, und stelle fest, dass sie seit letztem Jahr tatsächlich schöner geworden ist. Jedenfalls gefällt sie mir eindeutig besser als früher. Natürlich muss es heißen: noch besser als früher. Was ich besonders reizvoll finde, das ist ihr Minirock, genauer, das, was er sichtbar macht und womit er männliche Augen erfreuen kann. Und das ist beim Sitzen bekanntlich um einiges mehr als beim Stehen, zumal auf einem Autositz. Sind das schon "begehrliche Blicke"? Ich weiß es nicht. Aber ich muss auf einmal an ein berühmtes Jesuswort denken, das da lautet: Jeder, der eine Frau begehrlich ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. (Wobei Jesus sicher nicht nur Eheleute meint. Das mit dem Ehebruch ist ja, das weiß ich dank meiner Griechischkenntnisse, in Wahrheit eine falsche, oder sagen wir, irreführende Übersetzung des griechischen Originals. Die korrekte Übersetzung lautet so: ... hat sie in seinem Herzen schon verführt, oder noch genauer: ... gevögelt.) Aber im Ernst: Wie soll man es schaffen, eine hübsche Frau in sexy Kleidung nicht begehrlich anzusehen, wenn man allein mit ihr in einem Auto sitzt? Das verrät uns nämlich Jesus nicht.

Carla selbst scheinen meine begehrlichen Blicke nicht verborgen zu bleiben. Denn statt aufmerksam den Verkehr zu beobachten, lächelt sie mir zu wiederholten Malen zu. Und das steigert naturgemäß, sprich, gemäß der Natur des Mannes, nur die Begehrlichkeit meiner Blicke. Woran ich das erkenne? Daran, dass mein Schwanz anscheinend plötzlich große Freuden wittert und sich still und heimlich bereit macht für große Taten. Schließlich hat er nun schon lange keinerlei Gelegenheit dazu gehabt, hat, mit anderen Worten, seit Monaten schon darben müssen. Und sicher hat er sich inzwischen an die Freuden...

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