Genossenschaftsidee und Governance

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. März 2019
  • |
  • XXII, 561 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-156568-7 (ISBN)
 

Die eingetragene Genossenschaft ist legislatorisch defizitär geregelt; sie steht auch nicht im Fokus der Rechtswissenschaft. Dieses juristische Desinteresse an der genossenschaftlichen Rechtsform steht im Gegensatz zu ihrer unverändert großen volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung. Vor diesem Hintergrund versucht Christian Picker in seiner grundlagenorientierten, rechts- und rechtsformvergleichenden sowie interdisziplinär ausgerichteten Arbeit, das normative Leitbild »Genossenschaft« zu bestimmen und anschließend ein systemgerechtes und funktionales Modell einer Cooperative Governance zu entwerfen. Genossenschaften sind danach so zu organisieren, dass sie ihren charakteristischen und konstitutiven Verbandszweck verwirklichen können: Sie müssen ihre Mitglieder – und nur diese – nutzerbezogen als Kunden fördern.

E-Book
  • Habilitationsschrift
  • |
  • 2017
  • |
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
1. Auflage 2019
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 4,05 MB
978-3-16-156568-7 (9783161565687)
10.1628/978-3-16-156568-7
weitere Ausgaben werden ermittelt

Christian Picker, geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und der University of Aberdeen (Schottland); 2005 Erstes Juristisches Staatsexamen in Freiburg; 2007 Zweites Juristisches Staatsexamen in Stuttgart; 2008–10 Justiziar am Universitätsklinikum Freiburg und wissenschaftlicher Angestellter an der Forschungsstelle für Hochschularbeitsrecht der Universität Freiburg; 2011 Promotion; 2011–17 wissenschaftlicher Angestellter, Stipendiat und Habilitand an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2017 Habilitation; seit Juli 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Unternehmensrecht an der Universität Konstanz.

  • Cover
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • § 1 Notwendigkeit einer Cooperative Governance
  • A. Die eG - ein Anachronismus?
  • B. Eigenständige Governance für die eG
  • I. Generelle Notwendigkeit einer Governance
  • II. Insbesondere: Prinzipal-Agenten-Konflikt
  • III. Charakteristika der Rechtsform eG
  • 1. Förderzweck als Leitmaxime
  • 2. Personalistische Körperschaft
  • IV. Rechtsformvergleich und Governanceprinzipien
  • V. Desinteresse und Identitätskrise
  • C. Rechtsidee und Wirklichkeit
  • I. Rechtstyp und Rechtsform
  • II. Ideengeprägte Rechtsform
  • III. Interdisziplinarität und Funktionalität
  • § 2 Funktion einer Cooperative Governance
  • A. Förderzweck
  • I. Charakteristikum der eG
  • 1. Konstitutiver Verbandszweck
  • 2. Überkommene Leerformel?
  • II. Inhalt und Funktion
  • 1. Herrschende Ansicht: Identität von Mitglied und Kunde
  • a. Naturale Fördergeschäftsbeziehung
  • b. Unzulässige kapitalistische Förderung
  • c. Rein negative Förderzweckbestimmung?
  • 2. Gegenansichten: Keine Förderzweckbeschränkung
  • a. These: Zulässigkeit kapitalistischer Förderung
  • aa. Historischer Gesetzgeberwille
  • bb. Neuere Rechtsentwicklung
  • cc. Systematische und teleologische Auslegung
  • b. These: Deutungshoheit der Mitglieder
  • III. Stellungnahme
  • 1. Wortlaut des Gesetzes
  • 2. Wille des Gesetzgebers
  • a. Verbot karitativer und politischer Betätigung
  • b. Modell Schulze-Delitzsch
  • c. Kodifizierte genossenschaftliche Wirklichkeit
  • d. Möglicher Normzweckwandel
  • 3. Telos der Förderzweckbeschränkung
  • a. Förderzweck als Autonomiebeschränkung
  • b. Eingriff in die Vereinigungsfreiheit
  • c. Rechtfertigung der Förderzweckbegrenzung
  • aa. Gemeinwohlschutz?
  • (1) Historisch: Verbot politischer Betätigung
  • (2) "Wesensschutz" als Gemeinwohlförderung?
  • (3) Förderzweckbeschränkung als Konsequenz einer Privilegierung?
  • bb. Gläubigerschutz
  • (1) Unzureichende Haftungsgrundlage
  • (2) Pflichtprüfung als Surrogat
  • (3) Risikominderung durch Förderzweckbindung
  • cc. Mitgliederschutz
  • (1) Mitgliederautonomie und Minderheitenschutz
  • (2) Schutz vor einer Zweckverfehlung
  • (3) Rechtsformimmanente "Schwächen"
  • d. Ergebnis
  • 4. Systematik des Gesetzes
  • a. Notwendige Gesamtbetrachtung des GenG
  • b. Rechtfertigung der eG als zweckgebundener Sonderverein
  • c. Produktivgenossenschaft als echte Genossenschaft?
  • aa. Regel- oder Ausnahmefall?
  • bb. Förderwirtschaftliche Zweckbestimmung
  • cc. Organisationsrechtliche Konsequenzen
  • dd. Ergebnis
  • d. Genossenschaftlicher Gewinn
  • aa. Nichtmitgliedergeschäft
  • bb. Rücklagenbildung
  • cc. Geschäftsguthabendividende und -verzinsung
  • dd. Ergebnis
  • e. Ergebnis
  • IV. Fazit: Nutzerbezogene Mitgliederförderung
  • 1. Positive Förderzweckbestimmung
  • 2. Objektivierbarkeit des Förderzwecks
  • 3. Begrenzte Deutungshoheit der Mitglieder
  • B. Strukturprinzipien
  • I. Stand der Diskussion
  • 1. Förderzweckfunktionales Verständnis
  • 2. Prinzipienpluralistische Sichtweise
  • II. Stellungnahme: Inhalt und Funktion der einzelnen Prinzipien
  • 1. Selbsthilfe
  • 2. Selbstverwaltung
  • a. De lege lata: Weitreichende Mitgliederpartizipation
  • b. Funktion: Förderzwecksicherung
  • c. Strukturwandel und Mitgliederpartizipation
  • aa. Kleingenossenschaften des 19. Jahrhunderts
  • bb. Moderne Marktgenossenschaften
  • cc. Integrierte Genossenschaften
  • dd. Fazit: Pluralismus und gebotene Ökonomisierung
  • d. Konsequenz: Förderzweckkonforme Satzungsautonomie
  • aa. Satzungsautonome Ökonomisierung
  • bb. Gesetzesstrenge Förderzwecksicherung
  • 3. Selbstverantwortung
  • a. Rechtliche Relativierung dieses Grundsatzes
  • b. Faktischer Bedeutungsverlust der Mitgliederhaftung
  • c. Fehlende Legitimation einer gesetzlichen Haftpflicht
  • d. Konsequenz: Weitgehende Satzungsautonomie
  • 4. Demokratieprinzip
  • a. Mitgliedschaftlich-autonome Legitimation
  • b. Mehrheitsregel als erforderliches Hilfsmittel
  • c. Notwendiger Verzicht auf direkte Demokratie
  • d. Konsequenz: Mehr Satzungsautonomie
  • III. Fazit: Mittel zur Verwirklichung des Förderzwecks
  • 1. Förderzweck als das Charakteristikum
  • 2. Organisatorische Grundsätze
  • 3. Deren notwendige Variabilität
  • 4. Deren rechtliche Relevanz
  • 5. Die grundsätzliche Verfehltheit eines prinzipienpluralistischen Ansatzes
  • a. Fehlendes Rangverhältnis
  • b. Die untaugliche Berufung auf den "Wesensschutz"
  • c. Drohender Verlust der Förderwirtschaftlichkeit
  • d. Ungerechtfertigte Beschränkung mitgliedschaftlicher Autonomie
  • C. Werte
  • I. Sozialethische Veranstaltung
  • II. Modernes "Wertemanagement"
  • III. Insbesondere: Solidarität
  • IV. Stellungnahme
  • 1. Selbsthilfe als zeitlos bestimmendes Motiv
  • 2. Damals: Solidarität als förderwirtschaftliche Notwendigkeit
  • 3. Heute: Solidarität als förderwirtschaftliche Chance
  • a. Wertewandel und Autonomie
  • b. Fördernähe und Wertebewusstsein
  • 4. Rechtliche Relevanz von Werten
  • a. Autonomes, aber förderzweckkonformes Wertekonzept
  • b. Positivierte Werte als "ethisches" Minimum
  • c. Insbesondere: Treuepflichten
  • D. Menschenbild
  • I. Homo cooperativus vs. homo oeconomicus
  • II. Stellungnahme
  • 1. Notwendigkeit eines positiven Verhaltensmodells
  • 2. Hinreichende Realitätsnähe des homo oeconomicus?
  • 3. Homo oeconomicus als normative Hilfsfigur
  • 4. Fazit: Leitbild des autonomen Menschen
  • E. Fazit: Förderwirtschaftlicher Selbsthilfeverein
  • I. Ziel: Erhalt der eG als förderzweckgebundene Rechtsform
  • II. Mitgliederferne durch Gemeinwohlbindung und Erwerbswirtschaft
  • § 3 Genossenschaften und Gemeinwohl
  • A. Unterschiedliche Genossenschaftskonzeptionen
  • I. Ideengeschichtlicher Hintergrund
  • II. Sozialistische Genossenschaftstheorien
  • III. Gemeinwirtschaftliche Konzepte und Tendenzen
  • IV. Stellungnahme
  • 1. Notwendigkeit genossenschaftlicher Selbstbestimmung
  • 2. Modernität genossenschaftlicher Selbsthilfe
  • a. Volkswirtschaftliche Bedeutung
  • aa. Freiheit und Wettbewerb
  • bb. Nachhaltige Wirtschaftsweise
  • b. Sozialpolitische Bedeutung
  • aa. Surrogat für den Sozialstaat?
  • bb. Entlastung des Sozialstaats
  • c. Arbeitsmarktpolitische Bedeutung
  • aa. Produktivgenossenschaften
  • bb. Gewerkschaftliche Selbsthilfe
  • d. Gesellschaftspolitische Bedeutung
  • 3. Fazit: Ideal einer sozialen Marktwirtschaft
  • V. Konsequenzen für Europa
  • 1. Unterschiedliche Genossenschafts(rechts)konzeptionen
  • 2. Förderzweckbedingte Grenzen einer Harmonisierung
  • 3. Die SCE - eine eigenständige europäische Rechtsform?
  • a. Grundsätzlicher Bedarf
  • b. Förderzweck als Hauptzweck?
  • c. Nationalstaatlich determinierte Rechtsform
  • B. Unternehmensinteresse und abstrakte Sozialbindung
  • I. Herrschende Ansicht bei der AG: Interessenpluralistische Leitmaxime
  • II. Die Übertragung dieser Leitmaxime auf die eG
  • III. Stellungnahme
  • 1. Fehlende gesetzgeberische Grundentscheidung
  • a. Keine (un)mittelbare Gemeinwohlbindung aus Art. 14 Abs. 2 GG
  • b. Keine "ungeschriebene" Fortwirkung des § 70 Abs. 1 AktG 1937
  • c. Keine Herleitung aus mitbestimmungsrechtlichen Vorschriften
  • d. Fehlende Rechtsverbindlichkeit des DCGK
  • e. Keine soziale Handlungspflicht kraft sozialer Berichtspflicht
  • f. Fazit: In dubio pro libertate
  • 2. Die grundsätzliche Verfehltheit einer interessenpluralistischen Leitmaxime
  • a. Ausgangspunkt: Risiken kurzfristigen Renditestrebens
  • b. Abstrakte Sozialbindung als untaugliches Schutzinstrument
  • c. Vielmehr: Rahmenrechtsordnung mit klaren "Spielregeln"
  • 3. Deren spezifische Verfehltheit bei Genossenschaften
  • a. Förderzweckbedingter Vorrang der Mitgliederinteressen
  • b. Förderzweckinkonformität einer abstrakten Sozialbindung
  • c. Spezifischer Principal-Agent-Konflikt
  • aa. Markterfolg als Grundbedingung für die Mitgliederförderung
  • bb. Dessen notwendige Transformation in einen Fördererfolg
  • cc. Schwierigkeiten einer solchen Transformation
  • dd. Risiko einer einseitigen Orientierung am "Wohl des Unternehmens"
  • ee. Konsequenz: Mitgliederförderung als alleinige Leitmaxime
  • d. Zudem: Nachhaltiger member-value statt shareholder-value
  • 4. Fazit: Förderzweckkonforme Rahmenrechtsordnung
  • C. Staatliche Indienstnahme für gesellschaftspolitische Anliegen
  • I. Drohende gedankliche Verstaatlichung der eG
  • II. Insbesondere: Arbeitnehmermitbestimmung in der eG
  • 1. Stand der Diskussion
  • 2. Stellungnahme: Genossenschaftliche Sonderlösung?
  • a. Mitbestimmungsrechtliche Perspektive: Konsequente Einbeziehung
  • b. Genossenschaftliche Perspektive: Förderzweckinkonformität
  • aa. Der Aufsichtsrat als fremdbestimmtes Mitgliederorgan
  • bb. Geschäftspolitische Einflussnahme des Aufsichtsrats auf den Vorstand
  • cc. Förderzweckspezifische Komplikationen
  • c. Rechtspolitische Konsequenzen
  • D. Cooperative Social Responsibility
  • I. AG: Zweckneutralität und weites Ermessen
  • 1. Die AG als good corporate citizen?
  • 2. Fehlende gesetzliche, zulässige statutarische Gemeinwohlbindung
  • 3. Im Übrigen: Business Judgement Rule
  • 4. Fazit: Erwerbswirtschaftlicher Verbandszweck als Leitmaxime
  • II. eG: Förderzweckbindung und förderwirtschaftliches Ermessen
  • 1. Verbot einer économie sociale
  • 2. Kein gemeinwirtschaftliches Nebenzweckprivileg
  • 3. Cooperative Judgement Rule
  • a. Notwendiger Entscheidungsspielraum
  • b. Förderzweckkonforme CSR-Aktivitäten
  • c. Förderwirtschaftliche Rationalität und Transparenz
  • 4. Kompetenzproblem als Annex
  • E. Fazit: Unbedingter Vorrang der naturalen Mitgliederförderung
  • I. Keine abstrakte Sozialbindung
  • II. Förderzweckimmanente Grenzen für CSR-Aktivitäten
  • § 4 Genossenschaften und "Kapitalismus"
  • A. Strukturwandel und Ökonomisierung
  • B. Insbesondere: Großgenossenschaften
  • I. Stand der Diskussion
  • II. Stellungnahme: Förderzweckadäquanz
  • 1. Förderwirtschaftlich gebotenes Wachstum
  • a. Kosten- und Produktivitätsvorteile
  • b. Macht- und Wettbewerbsvorteile
  • 2. Auch: Vorteile der Kleinheit
  • 3. Maßgebend: Wille der Mitglieder
  • III. Verschärfung des genossenschaftlichen Grundkonflikts
  • 1. Verselbstständigung der genossenschaftlichen Unternehmung
  • a. Autonomisierung des professionellen Managements
  • b. Heterogenität der Mitglieder und deren Interessen
  • c. Passivität und rationale Apathie der Mitglieder
  • 2. Drohende Förderzweckentfremdung
  • a. Überbetonung des Unternehmensbestandsinteresses
  • b. Verabsolutierung des Unternehmensinteresses
  • c. Fazit: Kein autonomes Unternehmensinteresse
  • aa. Die AG als unternehmensbezogene Rechtsform
  • (1) Grundsätzlicher Interessengleichlauf
  • (2) Konsequenz: Verselbstständigung des Unternehmens
  • (3) Unschädlichkeit eines autonomen Unternehmensinteresses
  • bb. Die eG als mitgliederbezogene Rechtsform
  • (1) Förderzweckbeschränktes Aktionsfeld
  • (2) Gegensatz von Unternehmens- und Förderinteresse
  • (3) Primat der nutzerbezogenen Mitgliederförderung
  • 3. Rechtliche Konsequenzen
  • a. Kein Verbot von Großgenossenschaften
  • b. Herausforderung für eine gute Cooperative Governance
  • c. Die Kooperation - kein konfliktfreies Gebilde
  • IV. Exkurs: Nichtmitgliedergeschäft
  • 1. Herrschende Ansicht: Nebenzweckprivileg
  • 2. Stellungnahme
  • a. Risiko einer Förderzweckverfehlung
  • aa. Unzulässige Förderung Dritter
  • bb. Förderzweckwidrige Dividendengenossenschaft
  • b. Förderzweckimmanente Schranken
  • aa. Zwingend: Förderzweckdienendes Nichtmitgliedergeschäft
  • bb. Kumulativ: Quantitative Begrenzung?
  • cc. Transparenz und Kontrolle
  • C. Kapitalistische Förderzweckentfremdung der eG
  • I. Ausgangspunkt: Die strukturelle Kapitalschwäche der eG
  • II. Systemimmanente Grenzen ihrer "Verkapitalgesellschaftsrechtlichung"
  • 1. Die genossenschaftliche AG
  • a. Deren unzureichende organisationsrechtliche Förderzwecksicherung
  • b. Deren erwerbswirtschaftliches Unternehmensinteresse
  • c. Fazit: "Perplexität" einer solchen Mehrzweckvereinigung
  • d. Konsequenz: Keine neue Rechtsform "Kooperationsgesellschaft"
  • 2. Die "kapitalistische" eG
  • a. Öffnung der eG für investierende Mitglieder
  • b. Struktureller Interessengegensatz zwischen zwei Mitgliedergruppen
  • c. Unauflösbarkeit dieses Interessengegensatzes
  • d. Insuffizienz der gesetzlichen Sicherungsmechanismen
  • III. Fazit: Förderzweckkonforme Kapitalverfassung
  • 1. Förderzweckinkonformität kapitalistischer Drittinteressen
  • 2. Stärkung des variablen Beteiligungskapitals der Mitglieder
  • 3. Zulässige kapitalistische Förderung primär nutzender Mitglieder
  • 4. Schließlich: Stabiles Eigenkapital durch Rücklagenbildung
  • a. Notwendigkeit der Rücklagenbildung
  • b. Risiken hoher Rücklagenbildung
  • c. Förderzweck als objektiver Sicherungsmechanismus?
  • d. Entscheidend: Finanzhoheit der Generalversammlung
  • D. Fazit
  • I. Förderzweckgerechte Governance für Großgenossenschaften
  • II. Förderzweckgerechte Kapitalverfassung
  • § 5 Förderzweckgerechte Organisationsverfassung
  • A. Leitung
  • I. Geschäftsführung vs. Satzungshoheit
  • 1. "Holzmüller"- und "Gelatine"-Problematik
  • 2. Satzungshoheit als geschäftspolitisches Steuerungsinstrument
  • II. Grundkonflikt als Ausgangspunkt
  • 1. Unterschiedliche Genossenschaftskonzeptionen
  • 2. Förderzweckfunktionales Genossenschaftsverständnis
  • a. Betriebswirtschaftlich gebotene Unabhängigkeit des Vorstands
  • b. Förderwirtschaftlich gebotene Partizipation der Mitglieder
  • c. Konsequenz: Förderzweckgerechter Ausgleich
  • III. Die gesetzliche Regelung als Versuch eines Kompromisses
  • 1. Vorstand als oberstes Geschäftsführungsorgan
  • 2. Weisungsfreiheit des Vorstands
  • 3. Grenzen der Leitungsautonomie
  • a. Förderzweck als Leitungsmachtgrenze
  • b. Statutarische Beschränkungen
  • aa. Zuständigkeitsverschiebung
  • bb. Richtlinienkompetenz
  • cc. Zustimmungsvorbehalte
  • c. Kein unantastbarer Kernbereich
  • IV. Grundsätze einer eigenen Lösung
  • 1. Keine Leitungsautonomie
  • 2. Insbesondere: Weisungsrecht
  • a. Die Insuffizienz der bestehenden Teilhaberechte
  • aa. Statutarische Beschränkungen
  • bb. Unverbindliche Beschlüsse
  • cc. "Weisung" mittels Abberufungsandrohung?
  • b. Notwendigkeit eines Weisungsrechts
  • aa. Möglichkeit unmittelbarer Einflussnahme
  • bb. Ausnahmecharakter bei Großgenossenschaften
  • cc. Mitgeschäftsführung bei Kleingenossenschaften
  • c. Gesetzesstrenge oder satzungsautonome Regelung?
  • aa. Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung?
  • (1) Schutz der "schweigenden" Mitgliedermehrheit?
  • (2) Schutz der Mitglieder vor sich selbst?
  • (3) Öffentliches Interesse?
  • bb. Folglich: Satzungsautonomie
  • 3. Fazit: Förderzweckgerechte Leitungsverfassung
  • a. Treuhandverhältnis und Grenzen der Selbstentmachtung
  • b. Weisungsgebundenes Auftragsverhältnis
  • c. Entscheidend: Primat der Mitglieder
  • d. Konsequenz: Reform des § 27 Abs. 1 GenG
  • B. Kontrolle
  • I. Rechtsformspezifisch: Kontrollbedürfnis und -defizit
  • II. Förderwirtschaftliche Disziplinierung des Vorstands
  • 1. Selbstorganschaft
  • a. Einerseits: Instrument mitgliedernützlicher Geschäftspolitik
  • b. Andererseits: Gebotene Professionalisierung des Vorstands
  • c. Förderzweckgerechte Kompromisslösungen?
  • aa. Paritätische Besetzung des Vorstands
  • bb. De lege ferenda: Trennungsmodell?
  • cc. Fazit: Satzungsautonomie
  • 2. Kollektivvertretung
  • 3. Vergütung
  • a. Gebot der Angemessenheit
  • b. Vergütungskürzungsrecht analog § 87 Abs. 2 AktG?
  • c. Fördererfolgsabhängigkeit
  • aa. Grundsatz: Keine Beteiligung am Überschuss
  • bb. Umsatz im Fördergeschäftsverkehr
  • d. Kompetenz und Transparenz
  • 4. Haftung
  • a. Pflichtenprogramm der Vorstandsmitglieder einer eG
  • b. Fehlender Schaden der eG bei Förderpflichtverletzungen
  • c. De lege ferenda: Keine Durchgriffshaftung der Genossen
  • d. Annex: Haftungserleichterungen für Ehrenamtliche
  • aa. Neu: Gesetzliche Haftungsprivilegierung
  • bb. Schutzzweck des objektiven Haftungsmaßstabs
  • cc. Lösung: Statutarische Haftungsprivilegierung
  • 5. Abberufung
  • III. Vorstandskontrolle durch die Mitglieder
  • 1. Kontrollmechanismen
  • a. Druckmittel "Geschäftsabschluss"
  • b. Kündigung der Mitgliedschaft ("exit")
  • c. Fazit: Vorrang des Widerspruchs ("voice")
  • 2. Kontrollprobleme
  • a. Rationale Apathie - auch bei der Kontrolle
  • b. Konsequenz: Motivation zum Widerspruch
  • c. Informationsasymmetrie und -bedürfnis
  • d. Konsequenz: Förderplan und Förderbericht
  • 3. Mitgliederpartizipation in Großgenossenschaften
  • a. Vertreterversammlung
  • aa. Geeignetes Repräsentativorgan in Großgenossenschaften
  • bb. Gebotenes Substitut für eine funktionsunfähige Generalversammlung
  • (1) Teilversammlungen als bloße Ergänzung
  • (2) Schriftliches Abstimmungsverfahren als ungeeignetes Substitut
  • (3) Stimmvollmachten als unzureichende Alternative
  • (4) Teilnahmepflichten als untaugliches Instrument
  • cc. Kompetenzverhältnis von General- und Vertreterversammlung
  • (1) Fakultatives, nicht obligatorisches Repräsentativorgan
  • (2) Weder irreversible noch vollständige Substitution
  • (3) Zwingend: Satzungshoheit der Generalversammlung
  • dd. Konsequenzen für deren Binnenverfassung
  • (1) Repräsentativität und Wahlrechtsgrundsätze
  • (2) Unabhängigkeit und außerstatutarische Wahlordnung
  • (3) Restzuständigkeit der Generalversammlung
  • b. Mehrstimmrechte
  • aa. De lege lata: Mehrstimmrechte nur begrenzt möglich
  • bb. Kein Gebot personaler Stimmrechtsgleichheit
  • cc. Organisationsautonomie und Gleichbehandlungsgebot
  • (1) Damals: Kopfstimmrecht wegen persönlicher Haftpflicht
  • (2) Heute: Heterogene Mitgliederstruktur und relative Fördergleichheit
  • (3) Konsequenz: Relative Gleichheit auch beim Stimmrecht
  • (4) Förderzweckgerechte Stimmrechtsverteilung
  • (5) Pflicht zur relativen Gleichbehandlung?
  • dd. Minderheitenschutz und Mitgliederselektion
  • c. Ergebnis
  • 4. Aufsichtsrat
  • a. Förderzweckbedingt: Echtes Mitgliederorgan
  • b. Hinreichende Professionalisierung
  • c. Dualistisches Modell und Informationsversorgung
  • IV. Pflichtprüfung
  • 1. Schutzfunktion und Funktionsverschiebung
  • a. Historisch: Betreuungsprüfung für die Mitglieder
  • b. Strukturelle Kapitalschwäche und Gläubigerschutz
  • c. Insbesondere: Förderzweckkontrolle
  • d. Schutz der Allgemeinheit?
  • 2. Erforderlichkeit der Pflichtmitgliedschaft
  • a. Qualifizierte Förderwirtschaftsprüfung
  • b. Dauerhafte Förderbetreuung
  • c. Gebotene Unabhängigkeit
  • 3. Verhältnismäßigkeit der Pflichtmitgliedschaft
  • a. Kollektive Selbstprüfung statt staatlicher Fremdkontrolle
  • b. Neu: Prüfungserleichterungen für "Kleinstgenossenschaften"
  • 4. Effektuierung der Pflichtprüfung
  • 5. Ausblick: Staatliche Kontrolle bei Kontrollvakuum
  • V. Staatliche Zwangsauflösung
  • 1. Schutzfunktion und Funktionsverschiebung
  • 2. Fehlende Mitgliederförderung als Auflösungsgrund
  • 3. Insbesondere: Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • C. Fazit: Förderzweck und Satzungsautonomie
  • I. Ziel: Erhalt der eG als förderzweckgebundener Rechtsform
  • II. Förderzweckkonforme Satzungsautonomie
  • 1. Zwingendes Gesetzesrecht
  • a. Verbot förderzweckwidriger Verhaltensweisen
  • b. Grenzen einer geschäftspolitischen Selbstentmachtung
  • c. Aber: Kein Verbot umfassender "Demokratisierung"
  • 2. Dispositives Gesetzesrecht
  • a. Förderzweckdefinitionshoheit der Mitglieder
  • aa. Notwendige Mitgeschäftsführung der Mitglieder
  • bb. Förderpräferenz und Mitgliederakzeptanz
  • cc. Entscheidend: Mitgliederwille
  • b. Mitgliederautonomie und förderzweckgerechte Organisation
  • aa. Eigeninteresse der Mitglieder am Unternehmenserfolg
  • bb. Keine Rechtspflicht zu markteffizienter Organisation
  • cc. Umgekehrt: Kein Traditionszwang
  • c. Kein weitergehender "Typenzwang"
  • 3. Fazit: Förderzweck und Mitgliederwille
  • III. Konsequenz: Rahmengesetz mit viel Satzungsautonomie
  • 1. Einheitliches Rahmengesetz für alle Genossenschaften
  • 2. Differenzierung zwischen Groß- und Kleingenossenschaften
  • 3. Kein einheitlicher Kodex für die eG
  • 4. Analoge Anwendung des AktG
  • a. Planwidrige Regelungslücke
  • b. Vergleichbarkeit der Sachverhalte
  • aa. Keine "Leitbildfunktion" der AG
  • bb. Strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • cc. Förderzweckkonforme Modifikation
  • c. Regelungsklarheit durch abschließende Regelung im GenG
  • § 6 Zusammenfassung
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen
Dewey Decimal Classfication (DDC)

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Lese-Software Adobe Digital Editions: wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

119,00 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen