Die scharlachrote Spionin

Roman
 
Andrea Pickens (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 19. August 2011 | 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0518-7 (ISBN)
 
Sofias Kenntnisse in Kriegsführung und Tanz machen sie ebenso wie ihre Schönheit und ihr Temperament zur idealen Spionin in einer mehr als delikaten Mission. Als Contessa Sofia Constanza Bingham della Silveri muss sie sich in Londons High Society einschleusen und herausfinden, ob der Tod eines jungen Adligen mit den dunklen Machenschaften einer mysteriösen Geheimgesellschaft in Verbindung steht. Mit Hilfe des attraktiven Lord Osborne manövriert sie sich elegant durch die feine Londoner Gesellschaft. Und je mehr die Spionin das Netz aus Lügen und Betrug entwirrt, desto weniger kann sie dem gefährlich verführerischen Osborne widerstehen ...
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Jutta Nickel
Deutsch
0,46 MB
978-3-8387-0518-7 (9783838705187)
3838705181 (3838705181)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"22. Kapitel (S. 253-254)

Osborne zügelte die schäumenden Pferde vor einem roten Backsteingebäude in den Stand. Kein Lichtschein drang aus den Fenstern. Bin ich zu spät? De Winton und seine Henkersleute hatten reichlich Zeit gehabt, um den mörderischen Weg von Southwark nach Mayfair hinter sich zu bringen. Er hatte die Hände zu Fäusten geballt, als er vom Kutschbock stieg. Bei dem gehobenen Etablissement, in das er sich geflüchtet hatte, hatte er nicht nach Waffen gefragt. Statt auf Stahl musste er sich nun auf seine Geschicklichkeit und Geschwindigkeit verlassen. Weit und breit waren keine Scarlet Knights in Sicht.

Osborne bahnte sich den Weg zur Rückseite des Hauses, fand eine Lücke in der Buchsbaumhecke und schlich über die Terrasse zu den verglasten Türen, die alle geschlossen waren. Aber nachdem er die Hand in ein Tuch gewickelt hatte, stieß er sie durch eine Scheibe und schob den Riegel zurück. Immer noch kein Lebenszeichen. Das klirrende Glas schien den Haushalt nicht aufgeweckt zu haben. Nachdem er ein paar Sekunden gewartet hatte, trat er mit einem großen Schritt über die Scherben und durchquerte das Gartenzimmer bis zum Korridor. Er war in der Eingangshalle angekommen und wollte gerade die Treppe hinaufsteigen, als es hinter ihm metallisch klickte. »Stehen bleiben! Auf der Stelle.« Er erstarrte. Angesichts der Dunkelheit und weil er den Kragen seines Kutschermantels hochgeschlagen hatte, war es nicht verwunderlich, dass die Lady ihn nicht erkannte.

»Und jetzt langsam umdrehen! Seien Sie gewarnt ... eine falsche Bewegung, und ich werde Ihnen ein Loch ins Herz schießen!« Er tat wie befohlen. »Bitte zügeln Sie Ihre Leidenschaft, Lady Serena!« »Osborne?« Erleichtert stellte er fest, dass sie unverletzt war. »Leibhaftig.« Ein zaghaftes Lächeln umspielte seine Lippen. Sie hatte die Pistole immer noch auf seine Brust gerichtet. »Was machen Sie hier?« »Ich bin hergekommen, um Sie zu warnen. Natürlich möchte ich keinen falschen Alarm schlagen, aber es könnte sein, dass Sie in ernster Gefahr schweben.« »Gefahr?«, wiederholte sie. »Ja. Ich ...« Osborne zögerte, war sich unschlüssig, wie er das Netz aus Intrigen beschreiben sollte, in dem sie beide gefangen waren.

»Es ist eine lange Geschichte, und uns bleibt nicht viel Zeit. Bitte vertrauen Sie mir, wenn ich Ihnen verrate, dass De Winton und seine Freunde nichts als Ausgeburten des Teufels sind. Heute Abend haben sie versucht, die Contessa umzubringen, und während wir hier stehen und reden, könnten Sie schon auf dem Weg zu Ihnen sein.« Im Licht ihrer Kerze wirkte Lady Serenas Gesicht gespenstisch blass. »Lady Sofia ...« »... ist in Sicherheit«, unterbrach Osborne rasch. »Ich habe sie in einem exklusiven Bordell in der Nähe von De Wintons Paradise versteckt.« »Bitte verzeihen Sie, aber Ihre Geschichte sprengt jegliche Vorstellungskraft.« »Ich weiß, ich weiß.« Ihm wurde klar, dass seine ramponierte Erscheinung nicht unbedingt dazu beitrug, ihr Vertrauen einzuflößen, und stopfte seine Hände in die Taschen. Trotz des Taschentuchs hatte er sich am scharfen Glas geschnitten.

»Dennoch muss ich Ihnen versichern, dass alles der Wahrheit entspricht.« »Die Anschuldigungen sind sehr ernst, Osborne.« Sie biss sich auf die Unterlippe. »Bedaure. Bevor ich Ihnen glauben kann, müssen Sie mir noch mehr Beweise vorlegen.« »Ich kann Ihnen keinen Vorwurf machen.« Er warf einen Blick durch das rosettenförmige Fenster nach draußen. Die Straße lag immer noch leer und verlassen da. Aber wie lange noch? Inzwischen mussten auch De Winton und Sforza bemerkt haben, dass Sofia nicht tot in einem der Opiumboudoirs des Etablissements herumlag. »Aber vielleicht können wir uns irgendwo unterhalten, wo wir sicherer sind?«"

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