Praxisbuch Salutogenese

Warum Gesundheit ansteckend ist
 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 11. Mai 2011 | 208 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-54161-3 (ISBN)
 
Der erste populäre Ratgeber zum Thema Salutogenese
Die westliche Medizin konzentriert sich ganz auf die Entstehung und Behandlung von Krankheiten, der Pathogenese. Dem gegenüber steht der alternative Ansatz der Salutogenese. Diese Perspektive beschäftigt sich mit der Entstehung von Gesundheit beim Menschen. Sie sucht nicht nach den Krankheiten und Schwächen, sondern nach den physischen und vor allem psychischen Stärken eines Individuums. Diese Stärken, allen voran eine zuversichtliche Lebenseinstellung gegenüber der Welt, können aktiv trainiert und gefördert werden. In diesem Buch werden die Grundgedanken der Salutogenese ausgeführt und erstmalig umfassend weiterentwickelt, auch in der ganz konkreten und praktischen Anwendung. Sie eignet sich beispielsweise sehr gut zur Burn-Out-Prophylaxe und ist hilfreich bei allen Heilungsprozessen. Auf leicht verständliche Weise beschreibt dieses Buch, wie die neue Denkweise und Haltung der Salutogenese Gesundheit, Entwicklung und Kreativität fördert. Durch zahlreiche praktische Übungen wird das Wissen leicht anwendbar vermittelt.


Theodor Dierk Petzold ist Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren mit European Certificate of Psychotherapy (ECP). Er unterrichtet als Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. 2004 gründete er in Bad Gandersheim das Zentrum für Salutogenese dessen Leitung er innehat. Seit 2006 ist er Vorsitzender der Akademie für patientenzentrierte Medizin (APAM e.V.). Die von ihm entwickelte und auf dem Autonomietraining nach Grossarth-Maticek aufbauende Ausbildung in 'Salutogener Kommunikation' (Sal-Kom®) leitet er seit 2008. Er hält zahlreiche Vorträge, Fortbildungen und Seminare und gibt Supervision unter salutogenetischer Orientierung in und außerhalb seines Zentrums. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher und Mitherausgeber von DER MENSCH, der ersten Zeitschrift über Salutogenese.
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Inhalt [Seite 4]
2 - Einleitung - Wie entsteht Gesundheit? [Seite 6]
2.1 - Das Rahmenkonzept der Salutogenese [Seite 8]
2.2 - Ziel des Buchs [Seite 11]
3 - Wie funktioniert Salutogenese? - Gute Fragen stellen [Seite 15]
3.1 - Ein Bild von ganzheitlicher Gesundheit [Seite 16]
3.2 - Gesundheit als Entwicklungsprozess [Seite 22]
3.3 - Ein integrales Denken - sowohl als auch [Seite 28]
4 - Das Prinzip der Stimmigkeit - Gesundheit und Kohärenz [Seite 33]
4.1 - Wo und wie erleben wir Stimmigkeit? [Seite 34]
4.2 - Wie gestalten wir das Erleben von Stimmigkeit? [Seite 48]
4.3 - Stimmigkeit als dialogischer Lebensprozess [Seite 54]
4.4 - Freude am Problemlösen [Seite 57]
4.5 - Stimmigkeit im Glauben [Seite 63]
5 - Annähern und Vermeiden - Zwei Strategien - ein Ziel [Seite 69]
5.1 - Abwehrstärke und Annäherung [Seite 70]
5.2 - Das Vermeidungssystem [Seite 73]
5.3 - Sicherheit, Vertrauen und Kontrolle [Seite 77]
5.4 - »Gut« und »schlecht« [Seite 85]
5.5 - Attraktive Ziele in den Daseinsdimensionen [Seite 90]
6 - Bedürfniskommunikation - Wünsche und Ziele vermitteln [Seite 95]
6.1 - Motivierende Grund- bedürfnisse - neu verstanden [Seite 96]
6.2 - Bedürfnisbefriedigung und Kommunikation [Seite 105]
7 - Die eigenen Rhythmen finden - Im Einklang mit natürlichen Rhythmen [Seite 117]
7.1 - Schlafen und Wachen [Seite 117]
7.2 - Zwei- und Vier-Stunden- Rhythmen [Seite 119]
7.3 - Kürzere Rhythmen [Seite 123]
7.4 - Längere Rhythmen [Seite 127]
7.5 - Universelle Heilungsphasen [Seite 135]
8 - Der Mensch - ein heilendes System - Selbstheilung und Selbstregulation [Seite 143]
8.1 - Vertrauen lernen [Seite 143]
8.2 - Kommunikative Selbstheilung und Selbstregulation [Seite 148]
8.3 - Wünsche und Sehnsüchte [Seite 160]
8.4 - Ressourcen aktivieren [Seite 164]
8.5 - Heilsame Systeme [Seite 168]
9 - Ressourcenmanagement - Fähigkeiten wahrnehmen und entwickeln [Seite 177]
9.1 - Schwächen in Ressourcen verwandeln [Seite 184]
10 - Gesundheit, Entwicklung - und Evolution [Seite 187]
10.1 - Die Gesundung des Einzelnen und die Evolution der Kultur [Seite 188]
10.2 - Evolution durch Kommunikation und Kooperation [Seite 194]
11 - Glossar [Seite 204]
12 - Literatur [Seite 206]
13 - Register [Seite 208]
"Der Mensch – ein heilendes System (S. 141-142)

Selbstheilung und Selbstregulation

Aaron Antonovsky erachtete Vertrauen als so grundlegend für Gesundheit, dass er das Kohärenzgefühl mit diesem Begriff definierte: als »andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens«.

Vertrauen lernen


Ist ein solches Vertrauen ein Geschenk, oder kann man es lernen? Wie können wir in einer so verwirrend komplexen mehrdimensional schwingenden Welt voller Unstimmigkeiten und Stressfaktoren »andauernd und dynamisch« global vertrauen? In einer derart bewegten unvorhersehbaren Welt, in der jeder Gedanke an Kontrollierbarkeit von vornherein lächerlich erscheint? Unser Kohärenzgefühl entsteht durch das Erleben von Stimmigkeit, z. B. durch Beständigkeit und Verlass in unseren Beziehungen.

Dann entwickeln wir Vertrauen. Ein hohes Maß an Stimmigkeit erleben wir in der Kommunikation mit einem Menschen, wenn er etwas Ähnliches meint wie wir, oder wenn wir mehrfach auch ohne viele Worte Übereinstimmung erfahren haben. Dann können wir ihm vertrauen. Ähnliches gilt für unsere Erfahrungen in der Natur, mit Tieren, mit Lehrern, mit Vorgesetzten oder Politikern.

Vertrauen entsteht auch durch Selbst - verständlichkeit im Dialog, durch eine Stimmigkeit in der Kommunikation, die nicht erst erklärt werden muss, sondern selbstverständlich ist. Unser Gefühl von Vertrauen ist mit dem Erleben von stimmiger Verbundenheit positiv rückgekoppelt: Wenn wir aufbauende Kohärenz mit einem Menschen, mit der Natur, Kultur oder global-geistig erleben, bekommen wir ein Gefühl von Vertrauen – das Annäherungssystem wird angeregt. Und dieses Vertrauen intensiviert wiederum das Erleben von Stimmigkeit. So sind Kohärenzerleben und Vertrauen zwei sich gegenseitig bildende und verstärkende Qualitäten, die maßgeblich für die Entstehung von Gesundheit verantwortlich sind. Diese Art von positiver Rückkopplung ist ein grundlegender Vorgang unseres Lernens und unserer Selbstheilung.

Selbstvertrauen durch Vertrauen


Auch wenn es aufgrund von Erbanlagen dem einen Kind leichterfallen mag zu vertrauen als dem anderen, so entsteht Selbstvertrauen in jedem Kind auf die gleiche Weise: dadurch, dass ihm Bezugspersonen vertrauen. Dies kann in der Schwangerschaft beginnen – als Vertrauen in das Gedeihen des Ungeborenen und in das Zusammenspiel von Kind, Mutter und Vater. Beim Säugling ist es ein Vertrauen in seinen Lebenswillen und in seine Kraft, seine Bedürfnisse zu kommunizieren und zur Familie gehören zu wollen. Selbstvertrauen wächst in uns auch, wenn wir etwas lernen und mit Erfolg anwenden.

Dabei spielt das Vertrauen, das in uns gesetzt wird, eng mit dem (Selbst-)Vertrauen zusammen, das wir durch Üben und Aktivität erwerben. Wenn wir einen hinreichenden Funken von Vertrauen geschenkt bekommen haben, genügt dies oft als Basis dafür, dass wir unser Selbstvertrauen in einem positiven Rückkopplungsprozess weiter aufbauen. Daraus entsteht Mut, z.B. neue Verhaltensweisen auszuprobieren, neue Lebensbereiche zu erkunden und neue Herausforderungen anzunehmen."

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