Gewalt und Konfliktbearbeitung in Lateinamerika

 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. Juni 2020
  • |
  • 235 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8452-9859-7 (ISBN)
 
Lateinamerika gibt Rätsel auf. Hochrangige politische Vertreter feiern den Subkontinent gerne als Friedensregion. Allerdings stehen solche Slogans in einem bemerkenswerten Kontrast zur Alltagsrealität. Die Region ist durch ein hohes Gewaltniveau gekennzeichnet und führt seit Jahren die weltweiten Gewaltstatistiken an, ist aber auch Schauplatz innovativer Mechanismen der Konfliktbearbeitung. Dieser Band möchte zur Analyse der Gleichzeitigkeit verbreiteter Gewalt und innovativen Ansätzen zur Konfliktbearbeitung beitragen. Er nimmt dafür eine interdisziplinäre Perspektive ein und beleuchtet aktuelle Dynamiken in Lateinamerika anhand verschiedener Fallbeispiele, Vergleichsstudien und konzeptioneller Arbeiten.
Mit Beiträgen von
Lena Ahrends, Kai Ambos, Horacio Castellanos Moya, Kristina Dietz, Rosario Figari-Layús, Myriell Fußer, Anna von Gall, Ornella Gessler, Sonja Jalali, Alke Jenss, Antonia Jordan, Jakob Kirchheimer, Sascha Menig, Brigitta von Messling, Anika Oettler, Stefan Peters, Julian Reiter, Veronika Reichwein, Gustavo Urquizo, Hannes Warnecke-Berger
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 2,79 MB
978-3-8452-9859-7 (9783845298597)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Cover
  • Gewalt und Konfliktbearbeitung in Lateinamerika
  • Gewalt und Konfliktbearbeitung in Lateinamerika
  • Soziale Konflikte, Gewalt und Konfliktbearbeitung
  • Dynamiken von Konflikten, Gewalt und Konfliktbearbeitung in Lateinamerika
  • Formen der Konfliktbearbeitung in Lateinamerika
  • Die Beiträge des Sammelbandes
  • Literatur
  • Die Selbstreproduktion der Gewalt? Zentralamerika nach den Bürgerkriegen
  • 1. Einleitung
  • 2. Einige notwendige Differenzierungen
  • 3. Theoretische Herausforderungen
  • 4. Gewaltformen: Zu einem relationalen Gewaltverständnis
  • 5. Gewalt in Zentralamerika: Forschungsleitende Hypothesen
  • 5.1. Unterschiedliche Tiefenstrukturen der Gewalt
  • 5.2. Keine hegemoniale Organisation der Gewalt
  • 5.3. Konkurrierende Bewirtschaftungen der Gewalt: Das Beispiel zentralamerikanischer Jugendbanden
  • 6. Schlussbetrachtungen und theoretischer Ausblick
  • Literatur
  • Selektive Gewalt, illegale Ökonomie und der Staat in Mexiko
  • 1. Selektive Sicherheit. Zwischen Staatstheorie und security studies
  • 2. Illegale Wirtschaft und der Staat
  • 3. Unsicherheit stützt Ordnung in Mexiko: Funktionalität, Ambivalenzen und Dynamik
  • 3.1 Funktionalität: Sicherheit und Vertreibung
  • 3.2 Ambivalenzen: Wer genießt Schutz?
  • 3.3 Dynamiken der Kollusion
  • 4. Fazit
  • 5. Literatur
  • Gewalt gegen líderes sociales. Herausforderungen an den Friedensprozess in Kolumbien
  • 1. Einleitung
  • 2. Gewalt, Frieden und Gerechtigkeit in Transitional Justice
  • 3. Gewalt, Frieden und Gerechtigkeit im kolumbianischen Friedensabkommen
  • 4. Gewalt gegen líderes sociales in der Umsetzung des Friedensabkommens
  • 5. Herausforderungen und Ansatzpunkte für einen umfassenden Frieden
  • 6. Fazit
  • 7. Literatur
  • Gewalt und Fiktion in Lateinamerika: Teufelskreislauf oder Kainsmal?
  • Bearbeitung der Gewalt
  • Schutzregime in Lateinamerika. Sicherheitsparadigmen im Rahmen der politischen Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger*innen: Akteure, Dynamik und Widersprüche
  • 1. Einleitung
  • 2. Gewaltdynamiken gegenüber Aktivist*innen und ihre politischen Auswirkungen
  • 2.1. Bewaffnete Konflikte und Post-Konflikt-Situationen
  • 2.2. Weit verbreitete organisierte Kriminalität und der Krieg gegen Drogen
  • 2.3. Steigende Kriminalisierung in formalen und friedlichen Demokratien
  • 3. Direkte und indirekte Auswirkungen
  • 3.1. Die persönliche Dimension
  • 3.2. Die politische Dimension
  • 3.3. Die gesellschaftliche Dimension
  • 4. Zur Bildung eines Schutzregimes: Schutzstrategien und ihre Akteur*innen
  • 4.1. Internationale und regionale zwischenstaatliche Instrumente und Institutionen
  • 4.2. Das staatliche Schutzparadigma
  • 4.3. Die Schutzstrategien der Zivilgesellschaft
  • 5. Schlussfolgerungen
  • 6. Literatur
  • Die Bedeutung der VNSR 1325 für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Kolumbien
  • 1. Der lange Weg der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit
  • 2. Umsetzung der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit im kolumbianischen Friedensprozess
  • 3. Herausforderungen der Umsetzung in Kolumbien
  • 3.1. Beteiligung
  • 3.2. Prävention und Konfliktanalysen
  • 3.3. Schutz und Strafverfolgung
  • 4. Schlussfolgerungen und Empfehlungen
  • 5. Literatur
  • Die Verfolgung internationaler Verbrechen in Lateinamerika: Eine Fallstudie zu Argentinien, Kolumbien und Peru
  • 1. Verfolgung internationaler Verbrechen in Lateinamerika
  • 1.1. Die institutionelle Dimension
  • 1.2. Die strategische Dimension
  • 1.3. Die rechtliche Dimension
  • 2. Überwindung der Defizite und Bewertung der Ernsthaftigkeit des völkerstrafrechtlichen Einsatzes
  • 3. Fazit
  • 4. Bibliografie
  • Rechtsprechung
  • Zur Aushandlung von Wahrheit - Transitional Justice und Bildungspolitik in Guatemala
  • 1. Einführung
  • 2. Erinnerungspolitische Debatten nach der CEH
  • 3. Curriculum und Konflikttransformation
  • 4. Bildungspolitik als Aushandlung von Geschichte
  • 5. Fazit
  • 6. Literatur
  • Zwischen Erinnern und Vergessen: Aktuelle Kontroversen zur Bearbeitung der Vergangenheit
  • Der Umgang mit der Vergangenheit zwischen Erinnern und Vergessen
  • Das Vergessen im Plural denken
  • Beschweigen als Ausdruck von Macht: Die zwei Facetten der (Nicht-)Erinnerung
  • (Nicht-)Erinnerung durch politische Exklusion
  • Soziale Ungleichheiten und (Nicht-)Erinnerung
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur
  • Versöhnung auf den Begriff gebracht: kolumbianische Perspektiven
  • 1. Einleitung
  • 2. Jenseits der klaren Grenzen: Das Trennende und das Unübersichtliche
  • Diversität der Akteur_innen
  • Komplexe Akteur_innen
  • 3. Erinnern an den Konflikt: Der Weg zur Versöhnung?
  • Wozu erinnern?
  • An wen erinnern?
  • An was erinnern?
  • 4. Abgrenzung und Differenzierung: Kontextspezifische Herausforderungen
  • Verstrickungen zwischen politischen und ökonomischen Machtzentren
  • Gewaltsame Werte auf der soziokulturellen Ebene
  • Fehlendes (Komplexitäts-)Bewusstsein
  • 5. Facetten der Versöhnung
  • Multiple Verantwortung
  • Keine Zukunft ohne sozialen Zusammenhalt
  • 6. Fazit
  • Literatur
  • Autoreninformationen

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