Wo die Hoffnung blüht

Roman
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2011
  • |
  • 512 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1241-3 (ISBN)
 
Fifi ist jung und reich, sie kennt nur die Sonnenseiten des Lebens. Als sie sich in Dan verliebt, ist ihre Familie entsetzt. Ihre Tochter soll die Frau eines einfachen Maurers werden? Doch Fifi lässt sich nicht beirren. Heimlich heiraten die beiden jungen Leute. Trotz der ungewohnt ärmlichen Verhältnisse, in denen sie jetzt leben muss, ist Fifi mehr und mehr von den Menschen in ihrer neuen Nachbarschaft fasziniert. Fifis Neugier gilt vor allem den Muckles, die im Haus gegenüber leben. Als sie jedoch versucht, das jüngste Kind der Familie vor den gewaltsamen Übergriffen des Vaters zu schützen, ahnt sie nicht, dass sie damit nicht nur sich, sondern auch Dan und ihre eigene Familie in Gefahr bringt. Denn hinter der Fassade der Muckles brodelt ein Sumpf aus Verbrechen.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Breite: 125 mm
  • 1,65 MB
978-3-8387-1241-3 (9783838712413)
3838712412 (3838712412)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Kapitel 17 (S. 319-320)

Dan schauderte, als er am Samstagmorgen die Dale Street hinunter zur Telefonzelle ging. In der Luft lag eine unverkennbar herbstliche Kühle, obwohl es gerade erst Anfang September war, und das verschärfte seine Angst um Fifi noch. Er war inzwischen mit seiner Weisheit am Ende; er hatte alle infrage kommenden Orte nach ihr abgesucht. Als er am Mittwochmorgen in ihrem Büro angerufen und erfahren hatte, dass sie am vergangenen Tag nicht zur Arbeit gekommen war und sich auch nicht abgemeldet hatte, hatte er gewusst, dass ihr etwas zugestoßen sein musste.

Sie liebte den Job zu sehr, um zu fehlen, ohne ihren Arbeitgeber davon in Kenntnis zu setzen. Er hatte auch bei ihren Eltern angerufen, aber dort war sie ebenfalls nicht, und er konnte spüren, dass Mrs. Brown nicht für sie gelogen hatte – niemand hätte solche Sorge heucheln können. Danach hatte er systematisch jeden in der Straße gefragt, wann er Fifi das letzte Mal gesehen hatte und ob sie vielleicht von einer bevorstehenden Reise gesprochen hatte. Zuletzt hatte Miss Diamond sie gesehen, als sie am Dienstagmorgen um acht Uhr zur Arbeit gegangen war.

Nora Diamond zufolge hatte sie eine blaue Bluse, eine weiß-blau karierte Jacke und einen engen, dunkelblauen Rock getragen, und sie hatte eindeutig nichts anderes bei sich gehabt als ihre Handtasche. Das war der Punkt, an dem er zur Polizei gegangen war, aber nachdem er von ihrem Streit erzählt hatte, schienen die Polizisten zu denken, Fifi sei lediglich zu einer Freundin gegangen. Selbst als Dan erklärt hatte, dass sie weder Kleidung zum Wechseln noch ihren Kulturbeutel mitgenommen habe, hatten die Beamten nur abgewinkt. Am Freitag war Dan dann die Chancery Lane hinauf zu Fifis Büro gegangen.

Er hatte mit ihrem Chef, Mr. Unwin, gesprochen und mit jeder einzelnen Kollegin, aber niemand hatte irgendetwas gewusst. Die einzige Person, mit der er bisher noch nicht hatte sprechen können, war Yvette. Und jetzt machte er sich auch um sie langsam Sorgen. Von Mr. und Mrs. Balstrode, die über ihr wohnten, wusste er, dass Yvette ihnen am Montagnachmittag ein Paket gebracht hatte, das sie für sie entgegengenommen hatte. Seither hatten sie die Französin weder gesehen noch gehört. Er wollte noch einmal aufs Polizeirevier gehen, sobald er mit Fifis Eltern gesprochen hatte.

Die Browns hatten versprochen, nach London zu kommen, falls es auch heute Morgen noch nichts Neues von ihr geben sollte. Trotz allem, was in der Vergangenheit zwischen ihnen gewesen war, wünschte Dan sich wirklich ihre Unterstützung; er hoffte, dass Mr. Brown vielleicht in der Lage sein würde, die Polizei zum Handeln zu bewegen. Mit jedem Tag, der verging, wuchs Dans Furcht. Bis man John Boltons Leiche im Fluss gefunden hatte und Fifi verschwunden war, war er felsenfest davon überzeugt gewesen, dass Alfie Angela getötet hatte. Er hatte nicht verstehen können, warum die Polizei anständige, unbescholtene Männer wie Frank und Stan aufs Revier lud, die beide die Schwelle des Muckle-Hauses niemals überschritten hatten."
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