In der Ferne ein Lied

Roman
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2011
  • |
  • 606 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1237-6 (ISBN)
 
Nach langer Zeit im Waisenhaus findet die neunjährige Georgia endlich ein Zuhause. Sie verbringt glückliche Jahre bei ihrer neuen Familie. Doch als sie fünfzehn Jahre alt ist, zerbricht ihre heile Welt. Georgia flieht aus dem Elternhaus. Allein und verzweifelt, bleibt ihr nur der Traum von einer Karriere als Sängerin. Sie taucht in die Musikszene Londons ein - eine Welt voller Glamour, doch dahinter lauern dunkle Abgründe. Mit wilder Entschlossenheit kämpft sich Georgia nach oben. Sie wird eine gefeierte Sängerin, badet in Ruhm und Erfolg ... Bis zu dem Tag, als ihre Vergangenheit sie wieder einholt und ihr Leben erneut zu zerstören droht. Erst jetzt erkennt sie, wer ihre wahren Freunde sind und wem ihr Herz wirklich gehört.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Breite: 125 mm
  • 1,45 MB
978-3-8387-1237-6 (9783838712376)
3838712374 (3838712374)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Kapitel 26 (S. 509-510)

Sam pfiff fröhlich, als er die Berwick Street entlang auf Berts Café zuging. Die Frühlingssonne hatte endlich ihren Weg in die engen Straßen von Soho gefunden. Ladenbesitzer waren aus ihren Geschäften gekommen und fegten den Bürgersteig vor ihren Eingängen. Einige Standbesitzer polierten Äpfel, andere zeichneten ihre Winterwollsachen als Sonderangebote aus. Am Stand mit den Handtaschen leuchtete weißes Leder, an Blumenständen sah er lebhaft bunte Tulpenarrangements. Sogar die Tauben hatten ihre unablässige Suche nach Futter unterbrochen, um sich in der Sonne zu putzen und zu gurren.

»Sie ist wirklich mein Mädchen«, dachte er für sich. »Ein impulsiver Hitzkopf, aber ich würde kein bisschen ändern wollen.« Letzte Nacht hatte er sie nur ungern verlassen, um bei Ronnie Scott’s zu spielen. Sie versicherte ihm, dass es ihr nichts ausmachte, allein zu sein; jetzt, wo sie ihre Geschichte erzählt hatte, war ihre Anspannung verschwunden, und sie fühlte sich sicher. Aber er war unschlüssig gewesen. Er fand, dass sie immer noch angespannt und ängstlich wirkte, obwohl sie sich so gefreut hatte, dass der Mirror-Herausgeber eingewilligt hatte, Celia zu suchen. »Ich kann dich nicht ewig hier festhalten, damit du das Kindermädchen für mich spielst!« Sie lachte über seine Besorgnis. »Außerdem stelle ich es mir nett vor, zur Abwechslung auch mal wieder allein zu sein.«

Als sie ihn um sieben Uhr morgens in seiner Wohnung angerufen hatte, dachte er, dass eine neue Katastrophe ausgebrochen sei. »Was ist los? Ist irgendwas passiert?« »O ja.« Eine Art Seufzer, und er konnte ihr Glück regelrecht durch die Leitung summen hören. »Ich habe Peter gefunden, und alles ist einfach wunderbar!« Nicht einmal vor sich selbst wollte er zugeben, dass er einen kleinen Stich Eifersucht verspürte. Aber so war es, ob er es nun wollte oder nicht. Es gab jetzt einen Mann im Leben seines kleinen Mädchens, und vielleicht würde es darin nie wieder einen Platz für ihn geben.

»Das ist wunderbar, Honey«, war alles, was ihm einfiel, während sie weiterredete – die beiden wollten irgendwohin verschwinden, wo es warm war. Über Max’ verschwiegene Aktionen, mit denen er sie voneinander fernhalten wollte, und darüber, dass sie davon überzeugt war, dass Peter die Liebe ihres Lebens war. »Natürlich kümmere ich mich hier um alles. Lass es dir gut gehen. Ihr braucht Zeit, damit ihr ein bisschen miteinander allein sein könnt.« Er konnte sich nicht wieder hinlegen und schlafen. Jedes Mal, wenn er die Augen schloss, kamen ihm gemeine Gedanken. Angenommen, er war auch nur hinter ihrem Vermögen her? Was, wenn sie versprach, ihn zu heiraten und es später bedauerte? Seine beiden anderen Kinder machten ihm ebenfalls Sorgen.

Er sollte zu ihnen zurückkehren. Er hatte jetzt genug Geld, um sie nach England zu holen, und wenn er Reklame für sich machte, würde er genug Engagements bekommen, um ihnen ein viel bequemeres Leben zu ermöglichen, als sie es je gekannt hatten. Aber der Beschluss, in England zu bleiben, war für ihn aus irgendeinem Grund an die Bedingung geknüpft, dass er Georgia die Wahrheit über sich erzählte. Gegen acht Uhr war er zu aufgedreht, um im Haus zu bleiben. Auf der anderen Straßenseite konnte er den Zeitungsverkäufer sehen, der mit seinen Zeitungen wedelte, und die Schlagzeile an seinem Verkaufsstand sah unheilverkündend aus."
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