
Das Neue Land
Beschreibung
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Verena Pausder ist das selbstbewusste Gesicht der Frauen in diesem Land. Dynamisch, lebensgierig, klug. Ihre Start-ups sind längst erfolgreiche Unternehmen. Deshalb hört die Unternehmerin seit Jahren: "Frauen wie Sie sollten in die Politik gehen."
Jetzt sucht die dreifache Mutter eine neue Herausforderung. Sie will sich konkret in Politik und Gesellschaft einmischen, ohne zunächst einer Partei anzugehören. Als aktive Anfang-40erin will sie vor allem die Generation der 20/30- bis 50/60-Jährigen mitreißen. Mit einer ganz persönlichen Regierungserklärung bringt sie das Land nach der Coronakrise wieder in Schwung. Sie beschreibt stellvertretend, was in dieser Generation schon seit langem rumort. Keine(r) soll sich mehr drücken können. Alle aus der Deckung!
Das Neue Land: New Business gründen, Work-Life neu ausrichten, Klima schützen, achtsam leben, informiert essen, mehr Chancen für alle, Innovation treiben, Bildung konsequent als Talentebeschleuniger. Ein neues Land wird sichtbar!
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Person
Verena Pausder ist eines der bekanntesten Gesichter der Gründerszene in diesem Land. Dynamisch, neugierig, klug, umsetzungsstark. Expertin für Digitale Bildung, Gründerin von Fox & Sheep und den HABA Digitalwerkstätten. Eine meinungsstarke Frau, die sich einmischt. 2016 wurde sie vom Weltwirtschaftsforum zum "Young Global Leader" ernannt. Kindern chancengleichen Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen ist in ihren Augen eine der Kernvoraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Dafür hat sie 2017 den Digitale Bildung für Alle e.V. gegründet. 2018 erfolgte die Aufnahme in die Forbes Europe's Top 50 Women In Tech Liste. 1979 in Hamburg geboren, lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Berlin.
Für die Zukunft der Bildung gibt sie alles. Stellte während der Corona-Zeit Homeschooling-corona.com ins Netz und initiierte den größten Bildungs-Hackathon des Landes #wirfürschule. Sie spricht offen über ihre Fehler und Scheitern und zeigt eine klare Haltung zu Themen, die das Land bewegen.
Verena Pausder will uns mitreißen. Das Neue Land ist ihr Aktions- und Ideenraum.
Inhalt
- Intro
- Guten Morgen
- BILDUNG IM NEUEN LAND
- POLITIK IM NEUEN LAND
- GLEICHBERECHTIGUNG IM NEUEN LAND
- UNTERNEHMERTUM IM NEUEN LAND
- NEW WORK IM NEUEN LAND
- KLIMASCHUTZ IM NEUEN LAND
- CHANCENGERECHTIGKEIT IM NEUEN LAND
- DIGITALISIERUNG UND INNOVATION IM NEUEN LAND
- UND JETZT?
Guten Morgen,
mein Name ist Verena Pausder.
Ich bin 41 Jahre alt.
Ich gehöre zu einer Generation, die keinen eigenen Buchstaben hat.
Vielleicht ein bisschen Y, sicher nicht X, und Z auch nicht wirklich.
Wir sind nicht mehr jung, wir sind aber auch noch nicht alt.
Wir stehen mitten im Leben - und haben seit Jahren eine Idee davon,
wie dieses Land zukunftsfähiger werden kann,
wie wir innovativer,
wie wir menschlich und verantwortungsvoll handeln wollen.
Wir haben geträumt,
wie wir die Gesellschaft,
wie wir Wirtschaft und Politik,
wie wir Bildung und Wissenschaft
modernisieren könnten -
wie sie aussehen könnte, diese Welt von morgen.
Jetzt hören wir auf zu träumen.
Jetzt fangen wir mit diesem Morgen an.
Jetzt beginnt das Leben in einem Neuen Land.
In diesem Buch will ich darüber sprechen,
wie dieses Neue Land aussehen soll.
Ja, sprechen.
Das Buch ist eine Rede,
eine leidenschaftliche Rede.
Das ist sicher ungewohnt.
Aber das gesprochene Wort
hat mich schon immer fasziniert.
Immer, wenn es wichtig wird,
greife ich zu Papier und Stift
und schreibe eine Rede.
Um durch Worte meine Gedanken und Gefühle auszudrücken.
Um das zu sagen, was mir wirklich wichtig ist.
Deshalb habe ich dieses Buch als eine große Rede geschrieben.
Denn das bin ich.
Das macht mich aus.
So kann ich mich am besten ausdrücken.
Vor allem, wenn ich die Landkarte eines Neuen Landes entwerfe.
Vor allem, wenn ich in Worte fassen will,
was meine Generation und mich bewegt.
Genau genommen sind es viele einzelne Reden.
Jede Rede für sich ist wichtig.
Es gibt die Bildungsrede,
die Politikrede oder die Digitalisierungsrede.
Reden zu Themen, die mich bewegen.
Themen, zu denen ich etwas zu sagen habe.
Und:
Ideen und Impulse für ein Neues Land.
Dieses Buch ist aber auch eine Rede
während einer globalen Krise.
Denn Corona ist ein Einschnitt in unser Leben.
Das wird keiner je vergessen.
Im Zeitraffer scheint sich aufzulösen, was bisher war.
Gewohnheiten, Gewissheiten, Überzeugungen - alles auf dem Prüfstand.
Gestoppt wurde ein Leben, wie wir es kannten -
und das so schnell,
so unwirklich
und so tiefgreifend,
wie es die Welt in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt hatte.
In den vergangenen Jahren haben wir - auch ich -
viel und wohl etwas arglos von Disruption gesprochen,
dass sich Unternehmen,
dass sich das politische und wirtschaftliche Leben radikal ändern müsse,
damit wir zukunftsfähig bleiben.
Jetzt haben wir gesehen,
wie unbarmherzig Disruption ist - wenn nichts mehr ist, wie es gestern war,
und was »radikal« in Wirklichkeit bedeutet.
Aber,
wir haben trotz dieser Eruption auch erkannt,
wie gut wir sein können.
Und »gut« nicht nur im Sinne von fleißig, hartnäckig, zielstrebig.
Sondern »gut« in einem sehr menschlichen Sinne.
Wir steckten eigene Bedürfnisse zurück.
Nachbar*innen halfen und helfen sich gegenseitig.
Das Klagelied von anonymisierten Nachbarschaften
wurde ins menschliche Gegenteil umgekehrt.
Wir erleben Wertschätzung, ja Dankbarkeit für Menschen,
die dieses Land tatsächlich zusammenhalten,
und vor allem haben wir gelernt,
was Gemeinwohl tatsächlich bedeutet.
Gemeinwohl ist der Zustand, bei dem es nicht nur uns selbst, sondern auch anderen gut gehen muss.
Und es war bei vielen, bei sehr vielen der Wille zu spüren,
ihre Kraft,
ihre Energie,
ihre Talente in dieses Gemeinwohl einzubringen.
Bei mir war es die Entwicklung einer Homeschooling-Website.
Weil die meisten Schulen die Krise unvorbereitet getroffen hat,
weil Eltern und Lehrer*innen mit Homeschooling überfordert waren,
weil sie nicht wirklich wussten,
wie sie Schüler*innen unterrichten sollten, die nicht in der Schule sitzen,
habe ich homeschooling-corona.com ins Netz gestellt.
Seit Jahren beschäftige ich mich mit digitaler Bildung,
habe digitale Lernwerkstätten und Anwendungen entwickelt,
habe viel von meiner Energie in eine neue,
bisher wenig beachtete Form der Bildung
gesteckt.
Meine Homeschooling-Webseite wurde während der Krisenmonate
hunderttausendfach aufgerufen und geteilt.
Es meldeten sich Lehrer*innen, Schulleiter*innen und Politiker*innen aus ganz Deutschland,
und ergänzten, welche Lösungen es noch gibt,
um einen digitalen Unterricht zu gestalten.
Eine enorme Energie wurde freigesetzt,
Ideen sprühten,
die Veränderungsbereitschaft war immens.
Für mich eine absolut positive Erfahrung,
wie sich in der Krise zeigt,
was wirklich richtig und wichtig ist.
Und dass intensiv am Neuen gebaut werden kann,
ja, gebaut werden muss,
damit ein Neues Land entsteht.
Mir geht es nicht darum, in die Zukunft zu blicken,
und Vorhersagen zu machen.
Mir und meiner Generation geht es darum,
jetzt Verantwortung zu übernehmen.
Denn:
Das Neue Land ist da.
Es ist schon lange da.
Es ist digital, es ist weltoffen, es ist vernetzt,
es schätzt Familie und Beziehungen,
es ist kooperativ und innovativ,
es ist mobil und umweltbewusst,
es kennt die Bildung von morgen,
es riskiert etwas, es ist anständig, es ist politisch.
Man hat dieses Neue Land lange höflich behandelt.
Man hat sich mit dem Neuen Land geschmückt,
es als sympathische Ergänzung gesehen,
gerade das »Digitale« war eine hübsche Zierde für den Industriestandort,
aber:
Man hat es nie ernst genommen.
Nie wirklich ernst genommen.
Bis jetzt.
Corona hat, bei aller Menschlichkeit, Solidarität und Wertschätzung,
vor allem Versäumnisse offenbart.
In den vergangenen Monaten haben viele gesagt, was sich ändern muss.
Und doch sind es oft genau diejenigen,
die schnell in alte Verhaltensweisen zurückfallen.
Denn:
Warum sollte jemand, der sich vor der Krise gegen Veränderung,
gegen den Wandel gesträubt hat,
warum sollten diejenigen
plötzlich zu Gestaltern des Neuen werden?
In der Coronakrise offenbart sich vor allem unser Digitaldefizit.
Das Neue Land sprach schon lange
von Breitbandausbau,
von schnellem Internet,
von Künstlicher Intelligenz,
von Telemedizin und Onlinesprechstunden,
von digitaler Bildung,
von E-Government-Lösungen für
Arbeitsämter, Gesundheitsämter, Bürgerämter,
doch das verfing nicht, wie so vieles.
Bis jetzt.
Die Zahl der Versäumnisse ist hoch,
wie auch die Zahl der Beteuerungen, es von nun an anders zu machen.
In den vergangenen Monaten haben wir sehr oft,
vielleicht etwas zu oft, gehört,
was sich alles ändern wird,
wie sich die Welt,
wie sich das digitale Miteinander,
wie sich globale Lieferketten,
wie sich unser Konsum,
wie sich das Reisen,
wie sich die Zusammenarbeit verändern wird.
Dabei wächst mit jedem Tag,
in dem das Leben wieder »normal« wird,
immer auch die Gefahr, in alte Verhaltensmuster zurückfallen.
Weil es doch VOR der Krise gut war.
Weil diese nostalgische Sehnsucht nach dem »guten Früher« so stark ist.
Für mich dagegen ist die Sehnsucht nach einem guten Morgen viel stärker.
Das oberste Ziel eines guten Morgen ist,
einen Plan für die Zukunft zu schaffen,
eine Vision für das Land zu entwickeln.
Und gemeinsam das Neue Land zu bauen!
Es ist ein Leichtes, auf »die« Politik zu schimpfen,
ein Leichtes, alles besser zu wissen,
auf Twitter großspurig zu erklären, was jetzt wirklich getan werden muss.
Doch das wird nicht mehr reichen.
Aus meiner Sicht müssen wir neue Wege finden,
wie wir unsere Erfahrung
und auch unsere Umsetzungsstärke einbringen können -
und zwar jetzt, genau jetzt.
Jetzt beginnt die Zukunft.
Wer Kinder hat wie ich,
wer dieses Land liebt,
wer die Menschen dieses Landes liebt,
wer in diesem Land etwas bewegen will,
für den ist Zukunft nicht nur ein gesichertes Auskommen,
nicht nur persönlicher Wohlstand,
nicht nur Egoismus und Gleichgültigkeit.
Für den besteht das Morgen in einem positiven Zukunftsbild.
Die Frage ist doch:
Haben wir eine Zukunftsvision, die nicht abstrakt ist?
Kann es eine Zukunftsvision geben, die konkret ist?
Meine Vision ist das Neue Land.
In diesem Neuen Land zeigt sich Handlungsfähigkeit nicht...
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