Carry Stone in love with her boss

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. April 2020
  • |
  • 92 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-0993-8 (ISBN)
 
Carry, eher unscheinbar und zurückhaltend, verliebt sich in ihren Boss, Chris. Sie selbst ist überzeugt, dass es aussichtslos ist. Er, der große Boss und sie, die unscheinbare Büroangestellte. Eines Tages kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung, die das Feuer zum Lodern bringt.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,28 MB
978-3-7519-0993-8 (9783751909938)
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Ich lebe in einer Kleinstadt von NRW. Bin verheiratet, habe zwei Kinder. Ich liebe Bücher, Kunst und Sport. Geboren 1979 in Niedersachsen.

Kapitel 1 Blinde Lust

Carry (aus ihrer Sicht)

Ich kann meinen Blick kaum von ihm abwenden. Er sieht so verdammt gut aus. Diese Ausstrahlung. Jedes Mal wird mein Körper von einer Gefühlswelle überrollt, von der ich zuvor in meinem Leben noch nie etwas spürte. An ihn heranzukommen ist leider so aussichtslos wie sechs Richtige im Lotto. Es wäre ein Wunder, wenn er mir überhaupt mehr Aufmerksamkeit, als normal, schenken würde. Meistens geht er stumpf an mir vorbei. Er sieht mich einfach nicht. Nur ein kurzes Kopfnicken oder ein Hallo, wenn ich Glück habe. Hat er mich eigentlich schon einmal angesehen? Ich arbeite schließlich für ihn. Anscheinend bin ich ihm nicht wichtig genug. Das macht mich wütend. Was denkt der sich eigentlich? Ab und zu beobachte ich ihn durch die Glastür, die mich von ihm trennt. Am Empfang habe ich über alles die Kontrolle. Ob das hier jemand wahrnimmt?

Er ist schon wieder in Gedanken. Gleich steht er auf und verlangt seinen Kaffee. Immer schwarz und sehr heiß. So wie er, also heiß. Mein Boss, Chris Lake. Er kommt rüber. "Hallo, bringen Sie mir Kaffee, jetzt!" Ich setze ein freundliches Lächeln auf und bestätige seine Anweisung mit einem nur einzigen Wort, nämlich, selbstverständlich. Heute bin ich nervös. Meine Gefühle sind nicht im Gleichgewicht. Ich erhebe mich von meinem Platz und gehe zur Kaffeemaschine rüber. Knöpfchen drücken. Das könnte er eigentlich auch selbst. Aber ich will mal nicht so sein. Soll er seinen schwarzen Kaffee bekommen. Heiß. Dieses Wort verfolgt mich heute. Carry, jetzt reiß dich zusammen. Ich muss mich schon ermahnen. So, einmal tief durchatmen und dann in die Höhle des Löwen. Meine Hand zittert und somit auch die Tasse auf der Untertasse. Verdammt, gleich liege ich da mit dem heißen Kaffee. Carry! "So, hier ist Ihr Kaffee, Sir." Er schaut nicht mal hoch, dieser arrogante, nein, er ist kein Arsch. Das kann und will ich mir nicht vorstellen. Was weiß ich über ihn? In Gedanken setze ich mich wieder an meine Arbeit. Kennt er meinen Namen? Ich übertreibe. Natürlich kennt er meinen Namen.

Mir ist heiß. Das muss die Sonne sein, die mir hier in Nacken scheint. Ich stehe auf, um die Jalousien herunterzufahren. Chicago, blauer Himmel und Sonnenschein, herrlich. Ich wäre jetzt lieber draußen, als hier am Empfang, wo mich eh niemand wahrnimmt. Das Telefon reißt mich aus meinen Gedanken. "Immobilien Lake, Carry Stone am Apparat, guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?" Am anderen Ende der Leitung ist meine Freundin Megan Roy. "Hey Meggy, was geht?" Ich schaue nervös zu meinem Boss. Er ist in seine Arbeit vertieft. Allerdings versuche ich das Gespräch kurzzuhalten. Nachdem ich mich von Megan verabschiedet habe, trage ich die Verabredung noch schnell in mein Handy ein. Endlich mal wieder Kino mit der besten Freundin. Wird auch Zeit. Sie arbeitet, genau wie ich, sehr viel. Was ja, wie schon gesagt, hier keiner so wirklich bemerkt. Während ich so durch den Kalender blättere, fällt mir der Termin mit einer unserer Großkunden ein. ASHLEY DONAVAN, ich kann sie einfach nicht ausstehen. Gleich kommt Lake wieder aus seinem Büro und möchte stilles Wasser und Obst serviert bekommen. Meinetwegen, soll sie haben. Momentan scheint er aber noch schwer beschäftigt zu sein.

Beim Blick auf die Uhr freue ich mich. Gleich ist Mittagspause. Dann werde ich runtergehen und mich eine halbe Stunde in mein Lieblingscafé setzen. Träumend sitze ich vor meinem Computer. "Hey, aufwachen! Sie werden hier nicht fürs Schlafen bezahlt!" Ich schrecke hoch. "OH, Verzeihung, Sir. Was kann ich für Sie tun?" "Das sollten Sie wissen, Ms. Stone!" "Stilles Wasser und Obst?", frage ich etwas hilflos. "Natürlich, was sonst? Und die Unterlagen für meinen Termin. Das hat Priorität. Was das bedeutet wissen Sie, Ms. Stone?" Er denkt echt, ich bin unfähig. "Natürlich. Natürlich. Die Unterlagen und Obst und stilles Wasser für Mrs. Donavan, in Ordnung." Ich schwitze. Er steht da wie angewurzelt. "Brauchen Sie sonst noch was, Sir?" Er schaut mich zum ersten Mal für einen kurzen Moment an. "Nein, machen Sie einfach Ihre Arbeit ohne dabei einzuschlafen." Ich atme. Und atme. So, mein Puls geht langsam wieder runter. Das muss ich mir echt nicht geben. Carry, mach jetzt nichts Unüberlegtes! Ermahne ich mich gedanklich. Jetzt denke ich doch, dass er ein Arsch ist. Und was für eins. Oberarsch.

Gut, er bekommt seine Sachen und dann gehe ich gepflegt in die Mittagspause. "Sie müssen übrigens gleich hierbleiben, Ms. Stone!" Ich habe es doch gewusst. Er will mich heute ärgern. Wegen ASHLEY. Oh mein Gott. "Kein Problem, Sir." "Gut, dann hätten wir das geklärt." Bedrückt lasse ich mich auf meinen Bürostuhl fallen. Ich nehme den Telefonhörer und rufe in der unteren Abteilung an, um mich mit einem unserer Praktikanten verbinden zu lassen. Ich bitte Peter schnellstmöglich das stille Wasser und Obst zu besorgen. In der Zwischenzeit stelle ich die Unterlagen zusammen.

In meinem E-Mail-Postfach leuchtet eine Nachricht auf. Die Mail kommt von Megan. Sie schlägt ein gemeinsames Mittagessen vor. Warum hat sie mich das nicht am Telefon gefragt? Mist, denke ich. Ich antworte nicht. Die Unterlagen sind wichtiger. Lake will sie gleich auf seinem PC haben. Der Schriftverkehr wird hier überwiegend papierlos erledigt. Er achtet sehr darauf, dass hier nichts unnötig verschwendet wird. Wow, mein Boss. Ein Held. Stopp. Er war unfreundlich. Kein Held also. Nun, die Unterlagen. Ich lege ein PDF an. Als alles fertig ist, drücke ich auf speichern.

Megan. Ich muss erst Megan zurückschreiben. Sonst denkt sie gleich, dass ich komme. Ich schreibe:

Hey Meggy, Lake ist so ein Arsch. Der lässt mich hier jetzt nicht weg. Dieser arrogante Schnösel. Ich bin sauer. Sonst beachtet er mich kaum. Dann ist man einmal unaufmerksam und zack steht er da vor mir, wie der King persönlich, und mault rum. Sorry, ich kann jetzt echt nicht mit dir zum Mittagessen gehen. Bye, Kuss Carry.

Schnell noch das PDF darein packen und absenden. Puh, das wäre erledigt. Peter kommt zur Tür rein. Er hat alles dabei. Super. Ich bedanke mich bei ihm. Die Praktikanten haben es hier auch nicht leicht. Ich versuche mit allen auf Augenhöhe zu arbeiten. Mit aufrechter Körperhaltung und einem neutralen Blick gehe ich in Lakes Büro. "Das gewünschte stille Wasser und das Obst für Ihre Kundin, Mrs. Donavan." Ich drehe ihm den Rücken zu. "Ms. Stone, die Unterlagen." Oh, mein Gott, wozu hat er den PC vor der Nase stehen? "Ich habe Ihnen vor fünf Minuten das PDF auf Ihre Adresse geschickt. Wir wollen doch Papier sparen, Sir!" Er schaut in seinen Computer und grinst plötzlich. Was ist denn jetzt los? "Ist was, Sir?" "Nein, Ms. Stone. Sobald Mrs. Donavan kommt, schicken Sie sie bitte sofort rein. Und, danke." Hat er gerade danke gesagt? Ich glaube, ich höre nicht richtig. Was ist denn mit Lake los? "Sehr gerne, Sir." Ich verlasse sein Büro und verstehe die Welt nicht mehr. Er hat tatsächlich danke gesagt. Zu mir. Ist echt ein Scherz, glaube ich. Trotzdem versaut er mir meine Mittagspause.

Die Tür geht auf. Ach herrje. Wie aufgebrezelt sieht sie denn aus? Für meinen Geschmack ein bisschen zu nuttig. Der Lippenstift. Röter ging es wohl nicht. "Herzlich willkommen, Mrs. Donavan, ich grüße Sie. Mr. Lake erwartet Sie bereits. Darf ich Ihre Jacke nehmen?" Wie ich diese Arschkriecherei hasse. "Hallo Ms. Stone, vielen Dank, wie immer, sehr nett von Ihnen. Dann wollen wir mal." Ich setze mein falsches Lächeln auf und denke nur, was wollen wir wohl mal. Ja, das kann ich mir denken. Sie will ihn. Und das gefällt mir überhaupt nicht. Denn ich will ihn auch. Aber wie gesagt, das wird nichts werden. Wie sie in sein Büro hineinstolziert. Ich würde mich totlachen, wenn sie sich jetzt auf die Klappe legt. Was bin ich doch für ein böses Mädchen. Ich lehne mich für einen kurzen Moment zurück. Ein Moment für mich. Ich hole mir gleich erst mal einen Latte Macchiato. "Ms. Stone!" Er schreit regelrecht nach mir. Mit Sicherheit braucht er jetzt wieder extra Aufmerksamkeit. Wegen ASHLEY. Kotz! "Ich bin unterwegs." Ich versuche fröhlich dabei zu klingen. "Ja, bitte, Sir." "Ms. Stone, würden Sie bitte so freundlich sein und uns einen Cappuccino machen?" Wenn das eine Frage ist, dann sicher nicht. "Natürlich, Mr. Lake, ein paar Kekse dazu?" Ich kann nicht fassen, dass ich das frage. Ich bin echt in Stimmung es mir hier zu versauen. "Oh, das wäre ganz reizend, Ms. Stone." Ich verlasse das Büro und verdrehe die Augen. Die Donavan sitzt gleich auf seinem Schoß. Ich beeile mich besser mit dem Cappuccino. Ein paar Abführtropfen wären gut. Für ASHLEY. So eine verwöhnte Göre. Die soll zusehen, dass sie hier fertig wird. Als ich alles erledigt habe,...

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