Bianca Gold Band 54

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
  • |
  • 447 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-3748-1 (ISBN)
 
IMMER HAB ICH DICH GELIEBT von DIANA PALMER "Bist du an Weihnachten hier?" Nichts würde Annie glücklicher machen. Aber so sehr sie es liebt, sich nach neun Jahren wieder in Powells Arme zu schmiegen, fürchtet sie doch, es ist zu spät, die vergangenen Fehler und Missverständnisse auszulöschen. Dabei wäre eine zweite Chance so schön gewesen ... NUN IST UNSER GLÜCK VOLLKOMMEN von ARLENE JAMES Seit Kurzem gehört Laurens ganzes Herz dem süßen Baby, das eine junge Frau in ihrem Hotel heimlich zur Welt gebracht hat, bevor sie verschwand. Als sich ihr Gast Colin Garret dann auch noch als absoluter Traummann entpuppt, scheint ihr Weihnachtsglück perfekt! Sie ahnt nicht, wer er ist ... JETZT WEISS ICH, WAS LIEBE IST von DIANA WHITNEY Kurz vor Heiligabend. In einem eisigen Schneesturm kämpft sich die hochschwangere Ellie mit letzter Kraft zu Samuel Evans' einsamer Berghütte. Der umsorgt sie voller Zärtlichkeit bei der Geburt ihres Kindes. Und er fragt sich, was er noch tun kann, um dieser hinreißenden Frau zu helfen ...

PROLOG

Der Regen trommelte auf das Dach des Hauses, in dem Antonia Hayes' Eltern lebten. Es war ein kalter Regen, und Antonia dachte, dass sie sehr froh über den Sommer war, weil im frühen Herbst dieser weiche Regen sich in Schneeregen oder Schnee verwandelte.

Während der kalten Jahreszeit war es so gut wie unmöglich Bighorn zu verlassen. Diese Kleinstadt im ländlichen Nordwesten von Wyoming war dann von Eis bedeckt. Und mit seinen nur dreitausend Einwohnern hatte der Ort keinen Flugplatz, sondern nur einen Busbahnhof. Eine Eisenbahnlinie führte zwar hindurch, aber der Zug hielt in so großen Zeitabständen, dass er Antonia wenig nützte.

In einer Woche fing das Semester an, und sie würde an die Universität von Arizona in Tucson zurückkehren, in einen Staat also, wo es nur hoch oben in den Bergen im Winter schneite. Der Wüstenwind wirbelte zwar manchmal den Sand auf, aber es war niemals so schlimm, dass die Bewohner es als allzu unangenehm empfanden. Antonia war außerdem viel zu beschäftigt gewesen, die ersten zwei Semester mit einem guten Abschluss hinter sich zu bringen und ein gebrochenes Herz zu heilen, um das Wetter zu beachten.

Antonia warf einen Blick auf die alte Standuhr. Es war an der Zeit, sich auf den Weg zum Busbahnhof zu machen. Sie tröstete sich damit, dass Barrie Bell, George Rutherfords Stieftochter, ihre Zimmergenossin im Studentenwohnheim sein würde. Sie beide verstanden sich gut.

"Es war schön, dich eine ganze Woche hier bei uns zu haben", sagte ihre Mutter weich. "Ich wünschte nur, du hättest den ganzen Sommer über hierbleiben können ."

Das Letzte klang ein wenig zögernd, denn Jessica wusste, warum ihre Tochter nicht länger in Bighorn bleiben konnte.

Es war ein trauriger Grund, über den weder sie, noch ihr Mann Ben, noch Antonia jemals sprachen. Es war immer noch zu schmerzlich, und der Klatsch hatte sich immer noch nicht ganz gelegt, obwohl das Ganze mehr als ein Jahr zurücklag. George Rutherfords abrupte Abreise nach Frankreich wenige Monate nach Antonias Fortgehen hatte die Gerüchte nur noch angeheizt.

Trotz alledem was geschehen war, war George für Antonia und ihre Familie ein guter, treuer Freund geblieben. Antonias Studium war ein Geschenk von ihm. Antonia würde ihm jeden Penny zurückzahlen, im Augenblick jedoch war das Geld ein Segen. Ihre Eltern standen sich zwar recht gut, aber für das teure Studiengeld fehlten ihnen die Mittel. George war entschlossen gewesen, Antonia zu helfen, und seine Freundlichkeit hatte sie beide so bitter viel gekostet.

Aber Georges Sohn Dawson und seine Stieftochter Barrie hatten sich schützend vor Antonia gestellt und sie gegen das Gerede verteidigt.

Es war für Antonia tröstlich zu wissen, dass zwei Menschen, die George so nahestanden, dem Gerücht, sie habe sich von George aushalten lassen, nicht glaubten. Und natürlich half es, dass Dawson und Powell Long sich wegen einem Stück Land, das ihre jeweiligen Bighorn Ranches trennte, befehdeten.

George hatte auf seiner Bighorn Ranch bis zu dem Skandal gelebt. Dann hatte er sich in das Familienhaus in Sheridan, das er mit Dawson teilte, zurückgezogen in der Hoffnung, damit den Klatsch einzudämmen. Es war vergeblich gewesen. So war er schließlich nach Frankreich ausgewichen und hatte zwischen Dawson und Powell nur noch größere Bitternis hinterlassen.

Sally Long hatte Antonia in einen so üblen Ruf gebracht, dass Antonia sich nicht vorstellen konnte, jemals wieder in ihrem Heimatort leben zu können, und das trotz Georges Weggehen und trotz des Beistandes von Freunden und ihrer Familie.

Sie schüttelte die Gedanken ab und kam auf die Bemerkung ihrer Mutter zurück. "Ich habe Kurse für das Sommersemester belegt", sagte sie. "Es tut mir wirklich leid, aber ich finde es so besser. Es war schön, wieder einmal zu Hause zu sein. Ich bin gerne hier bei euch beiden."

Jessica umarmte ihre Tochter. "Wir werden dich vermissen."

"Diese Idiotin Sally Long", murmelte Ben, als auch er seine Tochter umarmte. "Sie verbreitete diese Lügen doch nur, um dir Powell wegzunehmen. Und dieser Idiot Powell Long . ihr das zu glauben, sie zu heiraten. Und genau sieben Monate später ist das Baby da."

Antonia wurde blass, aber sie lächelte, wenn auch gezwungen. "Komm schon, Dad", sagte sie leise. "Es ist vorbei. Sie sind verheiratet und haben eine Tochter. Ich hoffe, er ist glücklich."

"Glücklich! So wie er dich behandelt hat?"

Antonia schloss die Augen. Die Erinnerung war immer noch schmerzhaft. Powell war der Mittelpunkt ihres Lebens gewesen. Niemals hätte sie sich vorstellen können, dass sie zu einer solch tiefen Liebe fähig sein könnte. Powell hatte ihr zwar nie seine Liebe eingestanden, aber sie hatte nicht daran gezweifelt, dass er sie liebte. Jetzt, in der Rückerinnerung, wusste sie, dass er sie niemals wirklich geliebt hatte. Er hatte sie begehrt, natürlich, doch er hatte sich immer zurückgehalten. Lass uns bis zur Hochzeit warten, hatte er gesagt.

Und das Warten war nur gut gewesen, so wie es sich entwickelt hatte.

Damals hatte Antonia sich so verzweifelt danach gesehnt, Powell ganz zu gehören, und doch hatte sie ihn hingehalten. Sogar jetzt, nach mehr als einem Jahr, konnte sie immer noch seine schwarzen Augen und sein dunkles Haar und sein markantes Gesicht vor sich sehen. Sein Bild lebte in ihrem Herzen trotz der Tatsache, dass er die Hochzeit einen Tag vor der Feierlichkeit abgesagt hatte. Eingeladene Gäste, die nicht rechtzeitig benachrichtigt worden waren, hatten wartend in der Kirche gesessen. Antonia schauderte bei dem Gedanken an die Demütigung, die sie hatte ertragen müssen.

Ben murmelte noch immer Unfreundlichkeiten gegen Sally.

"Hör auf, Ben." Jessica legte die Hand auf den Arm ihres Mannes. "Das ist Schnee von gestern", setzte sie entschieden hinzu.

"Ich würde nicht behaupten, dass Powell glücklich ist", fuhr Ben unbeirrt fort. "Er ist niemals zu Hause, und wir sehen ihn nie mit Sally zusammen in der Öffentlichkeit. Eigentlich sehen wir Sally überhaupt nicht. Falls sie glücklich ist, zeigt sie es nicht." Er musterte das blasse Gesicht seiner Tochter. "Am Tag vor Ostern rief sie hier an und fragte nach deiner Adresse. Hat sie dir geschrieben?"

"Das hat sie."

"Und?", drängte er neugierig.

"Ich schickte den Brief ungeöffnet zurück", antwortete Antonia mit angespannter Stimme und niedergeschlagenen Augen. "Warum die Vergangenheit wachrufen?"

"Vielleicht wollte sie sich entschuldigen", warf Jessica ein.

Antonia seufzte. "Es gibt Dinge, die man nicht verzeihen kann", erwiderte sie ruhig. "Ich liebte ihn", fügte sie mit einem schwachen Lächeln hinzu. "Aber er hat mich nie geliebt. Sollte er es doch getan haben, so hat er es mir niemals gesagt. Er glaubte alles, was Sally ihm erzählte. Dann ließ er mich wissen, was er von mir hielt, hat die Hochzeit abgeblasen und kurz darauf Sally geheiratet. Ich musste einfach von hier fortgehen. Wenn ich hiergeblieben wäre, wäre der Schmerz unerträglich geworden."

"Als ob George diese Art von Mann wäre", sagte Jessica niedergeschlagen. "Er ist der liebenswürdigste Mann auf der ganzen Welt, und er bewundert dich."

"Er ist nicht der Mann, der mit jungen Mädchen herumspielt", stimmte Ben zu. "Diese Idioten, die all das über ihn glauben konnten. Ich weiß, dass dies der Grund war, warum George das Land verlassen hat . Um uns noch mehr Klatsch zu ersparen."

"Da er und ich von hier fort sind, gibt es keinen Anlass zu mehr Klatsch", wies Antonia ihren Vater zurecht. Sie lächelte. "Und ich will mein Studium so erfolgreich abschließen, dass George stolz auf mich sein kann."

"Das wird er sein. Und wir sind es bereits", sagte Jessica warm.

"Nun, es geschieht Powell Long recht, dass er an diese kleine, hirnlose Egoistin geriet", beharrte Ben. "Er glaubt wohl, er würde reich werden mit der Rinder-Ranch, aber er ist nur ein Träumer", spottete Ben. "Sein Vater war ein Spieler, und seine Mutter war nicht mehr als ein Fußabtreter. Stell dir nur vor, er glaubt, genug Verstand zu haben, mit Rindern das große Geld herauszuholen!"

"Er scheint voranzukommen", hielt ihm seine Frau ruhig vor. "Er hat gerade einen neuen Truck gekauft, und man sagt, dass eine Reihe von Ranches in Montana mit ihm einen Vertrag abgeschlossen haben, die er mit Zuchtbullen beliefern wird. Ben, die Tageszeitungen waren voll von seinem großen reinrassigen Angus Bullen, für den Powell irgend so eine nationale Auszeichnung bekam."

"Ein Bulle macht noch keinen Staat", spottete Ben.

Antonia litt unter all diesen Worten. Powell hatte ihr von seinen Träumen erzählt, und sie hatten zusammen den Kauf einer Ranch geplant, hatten darüber gesprochen, den besten Angus Bullen im ganzen Gebiet zu besitzen .

"Könnten wir das Thema fallenlassen? Bitte .", flehte Antonia. "Es tut immer noch ein wenig weh."

"Natürlich tut es das. Verzeih uns", sagte Jessica mit sanfter Stimme. "Wirst du Weihnachten hier sein?"

"Ich werde es versuchen."

Sie trug ihren kleinen Koffer nach draußen zum Wagen und umarmte ihre Mutter ein letztes Mal, bevor sie neben ihren Vater auf den Sitz glitt. Der Weg zum Busbahnhof war nur kurz.

Es war frühmorgens, aber schon drückend heiß. Antonia stieg aus dem Wagen, nahm ihren Koffer heraus und wartete auf ihren Vater, der im Depot das Ticket für sie holte. Durch die Glastür konnte sie sehen, dass eine...

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