Die Kämpferin

Roman
 
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 19. August 2011 | 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1103-4 (ISBN)
 
Gestern war Varis eine Diebin in den Gassen von Amenkor. Heute ist sie die Herrin der Stadt. Aber der Geisterthron, in dessen Namen sie herrscht und der das Wissen aller Regentinnen von tausend Jahren enthält, ist zerborsten. Doch es gibt eine Legende, wonach es in der Schwesterstadt Venitte einst ein Gegenstück zu dem Thron von Amenkor gegeben haben soll. Venitte ist eine Brutstätte von Politik und Intrigen, regiert von einem zerstrittenen Rat, dessen Parteien sich bis aufs Blut bekämpfen. Außerdem stehen die Invasoren, die einst Amenkor heimsuchten, nun vor den Toren. Und von einem zweiten Geisterthron gibt es dort nicht die geringste Spur.
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Michael Krug
Deutsch
2,42 MB
978-3-8387-1103-4 (9783838711034)
3838711033 (3838711033)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"ZEHNTES KAPITEL (S. 331-332)

Fürst Sorrenti?« Er nickte, und sein Blick richtete sich auf mich. Blaue Augen, nicht das übliche Dunkelbraun, Haselnussbraun oder Grün der Küste. Und er besaß dasselbe, ein wenig exotische Aussehen wie Alonse, der Verwalter. Auch er hatte einen schmalen Bart, das Haar jedoch nicht so kurz geschoren. Stattdessen fiel es ihm gewellt bis auf die Schultern. Er trug ein hellblaues Hemd und eine hellbraune Hose mit dunkelgrauer Schärpe. An seinen Fingern und um seinen Hals sah ich Gold glitzern. »Regentin, mir wurde mitgeteilt, Ihr hättet ein Problem, dessen nur ich mich annehmen könnte«, sagte er mit ruhiger Stimme, aus der ebenso wenig Verärgerung sprach wie aus seiner Miene.

Doch ich spürte Zorn im Fluss. Als ich tiefer hineintauchte, erstarrte ich, denn ich konnte seine Macht fühlen, wuchtig und raubtierhaft, aber beherrscht. Doch er war im Fluss nicht grau, sondern rot. »Brandan hat mir die Lage erklärt. Darf ich den Gardisten sehen?«, fragte er. Plötzlich war ich verunsichert durch den Umstand, dass Sorrenti ein Fürst von Venitte war; Avrell hatte mich davor gewarnt, dass Politik in Venitte weit tödlicher sein konnte als in Amenkor. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich nickte. Fürst Sorrenti näherte sich dem Bett. Als er sich in Bewegung setzte, gab ich Westen unauffällig ein Zeichen.

Der Sucher bezog hinter Sorrenti Stellung, als der sich über Ericks ausgestreckte Gestalt beugte, eine Hand über dessen Brust hielt und die Augen schloss. Catrell nahm die Bewegung, die damit verbundene Warnung wahr und stellte sich seinerseits in die Nähe Brandans, der an Sorrentis Seite getreten war. Keven, William und ich gesellten uns auf der anderen Seite des Bettes zu Isaiah. »Die Fäden sind in der Nähe seines Herzens befestigt«, sagte Brandan. »Ich sehe sie«, gab Sorrenti zurück, ohne die Augen zu öffnen. »Und könnt Ihr sie durchtrennen?«, fragte ich. Im Fluss spürte ich seine Gegenwart und konnte sehen, wie die Strömungen sich bewegten, als er auf sie einwirkte.

Er antwortete nicht. Stattdessen legte er die Stirn in Falten, und der Zorn, den ich bei seiner Ankunft wahrgenommen hatte, wurde von Neugier verdrängt. Alle warteten angespannt, abgesehen von Ottul. Marielle trat zu Heddan und berührte sie an der Schulter. Dann öffnete Sorrenti jäh die Augen, richtete sich auf und sah mich über das Bett hinweg an. »Die Chorl haben das getan?« Er drehte sich nicht um; dennoch konnte ich spüren, dass er Ottul wahrnahm. Ich nickte. »Einer ihrer Priester. Ihr Oberpriester, Haqtl.« Er schaute auf Erick hinunter, dann wieder zu mir. »Ich kann den Bann brechen, aber es wird viel Kraft und Macht kosten. Ist Euch das Leben dieses Gardisten so viel wert?«"

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