Summer of Heartbeats

Rockstars küssen besser
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
  • |
  • 360 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-8363-7 (ISBN)
 
Kann man einen Rockstar lieben?

Regel Nummer eins? Verliebe dich niemals in deinen Ferienflirt! Doch Beaus Herz schert sich nicht um Regeln und so erliegt sie dem Zauber des geheimnisvollen Cash, der sie nach einer gemeinsamen Nacht sitzen lässt.
Bei einem unverhofften Wiedersehen erfährt Beau, dass Cash nicht der ist, der er vorgab zu sein, und als wäre das nicht Schock genug, schlittert sie in eine berufliche Beziehung mit dem sexy Rockstar. Nun muss sie sich entscheiden, ob sie ihre gesamte Zukunft für einen Kerl auf Spiel setzen will, dessen Probleme ihre Vorstellungskraft bei Weitem übersteigen ...
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,92 MB
978-3-7504-8363-7 (9783750483637)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Laini Otis ist das Pseudonym einer musikverrückten Vierzigerin, deren Geschichten alle eines gemeinsam haben: Sie beginnen mit einem Song. Ein Song, der während des Schreibens zu einem Soundtrack wird, der den Herzschlag der Geschichte wiedergibt.
Wenn Laini mal nicht ihren zwei größten Leidenschaften, dem Schreiben und der Musik, nachgeht, begibt sie sich auf die Suche nach großartigen Momenten, die sie mit ihrer Kamera einfangen kann oder träumt sich auf jene Inseln, die mit einem Aloha beginnen und mit verzauberten Sonnenuntergängen enden.

Unter dem Pseudonym "Cat Dylan" veröffentlicht die Autorin Urban Fantasy für jedes Alter.

Besuchen Sie die Autorin auf ihrer Homepage unter:
www.lainiotis.de

Oder auf ihrem Social-Media-Kanal unter:
www.facebook.com/lainiotis

1


Der Ferienpark


Ich flitze ins Ferienhaus, knalle die Tür zu und feuere meine Sportschuhe durch den Raum. Vergnügt tänzele ich zur Küchenzeile, um mir einen Kaffee aufzubrühen. »Ich hab noch Luft. Ich hab noch Luft. Ich hab noch Lu-u-uft!«, singe ich und schwinge die Hüften hin und her. »Uh yeah, uh yeah!«

Ah, verdammt. Wir sind erst seit zwei Tagen hier, aber ich fühle mich bereits wie neugeboren. Mit Schwung öffne ich den Küchenschrank, um die Kaffeebohnen herauszuholen, greife jedoch ins Leere. Verdutzt stelle ich mich auf die Zehenspitzen, um genauer ins Fach sehen zu können, finde aber nur zwei Gläser Honig vor.

Honig? Kann mich nicht erinnern, dass wir den gestern eingekauft haben. Vielleicht ist der noch ein Überbleibsel von den Vormietern?

Schulterzuckend stöbere ich in den anderen Schränken nach der braunen Kostbarkeit, doch selbst unter der Spüle ist keine einzige Kaffeebohne zu finden. Ein komisches Gefühl beschleicht mich. Wieso ist es hier eigentlich so still? Sonny und Elaine müssten schon längst wach sein. Und überhaupt: Wo ist der verdammte Kaffee?

Mit einem Ruck komme ich zurück zum Stehen und sehe mich im Bungalow um. »Oh oh!«, rufe ich entgeistert und schlage mit der Hand auf die Küchentheke. Das ist gar nicht unser Ferienhaus! Diese Boxershorts da drüben gehören ganz sicher nicht mir. Und diese Bikerboots dort ...

Ich zucke zusammen. Oh nein, stöhne ich stumm, als ich ihn entdecke. Schräg gegenüber der Küchenzeile sitzt ein dunkelhaariger Kerl auf der Couch mit einer schwarzen Westerngitarre in der Hand. Er trägt nichts außer einer Bluejeans und unzählige Tätowierungen, die sich von den Armen bis über seinen braun gebrannten Oberkörper ziehen. Groteske Totenschädel und verschnörkelte Textzeilen springen mir ins Auge. Ich muss schlucken. Was für ein Kerl. Als ich den Blick nach oben richte, begegnet mir ein amüsiertes Grinsen.

»Ich, äh ... Ich ...«, stammle ich kleinlaut und eine unangenehme Hitze kocht in mir hoch. Zum Glück bin ich schon verschwitzt. Zumindest diese Peinlichkeit erspare ich mir. »Drei, zwei, eins ...«, stottere ich wie gewöhnlich, wenn plötzlich der Punk in meinem Kopf auftaucht und mir das klare Denken versagt. »Du siehst nicht aus, wie eins meiner Mädels.«

»Das hoffe ich doch stark«, antwortet der Kerl rau und der unterschwellige Ton in seiner Stimme kriecht mir direkt in den Bauch.

»Und es gibt auch keinen Kaffee«, spreche ich das Offensichtliche aus und schiebe mir eine verirrte Locke hinters Ohr.

»Was ich gerade sehr bedauere.«

»Ich bin hier falsch«, flüstere ich verlegen.

»Mhm. Kommt darauf an, wie man es sieht.« Der fremde Kerl schmunzelt und auf den stoppeligen Wangen erscheinen zwei Grübchen. Er fährt sich durch seine schwarzen kurzen Haare und sieht mich abwartend an.

»Bin gleich weg!« Mit wackligen Beinen drücke ich mich an der Küchenzeile vorbei ins Wohnzimmer, sammle meine Schuhe auf und lege den Rückwärtsgang Richtung Tür ein. »Ähm, na dann. Schönen Urlaub noch.« Ich winke mit einem pinkfarbenen Turnschuh und stehe im nächsten Moment auf der kratzigen Fußmatte vor dem Bungalow.

Oh, Mann! Beschämt schließe ich die Augen. Dieser Fauxpas wäre nur halb so unangenehm, wenn dieser Kerl nicht so verdammt heiß oder zumindest steinalt gewesen wäre. Aber verflucht, dieser knackige Oberkörper! Und erst diese Grübchen ...

»Verrätst du mir, was du da tust?«

Ich schaue nach links. Elaine steht an der Eingangstür unseres Ferienhauses und hält die Tüte mit Brötchen in der Hand, die wir morgens ans Haus geliefert bekommen.

»Joggen.«

»Ohne Schuhe?«

»Haben den Dienst quittiert.« Ich zucke mit den Schultern und gehe über den Rasen auf sie zu.

»Du hast dich verlaufen, stimmt's?«

»Kein Kommentar«, murre ich im Vorbeigehen.

»Beau hat sich den Nachbarn vorgestellt!«, quietscht sie vergnügt, während sie die Tür schließt.

Stöhnend schüttle ich den Kopf. Super. Diesen unangenehmen Vorfall so schnell wie möglich zu verdrängen, kann ich jetzt vergessen.

»Uh. Ich will alle schlüpfrigen Details wissen«, ruft Sonny aus dem Badezimmer und lacht mit ihrer rauchigen Femme fatale-Stimme.

Ich seufze. »Jedes verdammte Haus sieht aus wie das andere. Ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige, der das schon passiert ist!«

»Nein. Wahrscheinlich nicht. Aber zu Hause in Nashville sieht nicht jedes Haus gleich aus«, sagt Elaine, bindet sich ihre weißblonden Haare lässig zusammen und grinst.

Ich hole mir die Kaffeebohnen aus dem Schrank und befülle die Maschine. Elaine stellt demonstrativ eine Flasche Wasser vor meine Nase. Ich rolle mit den Augen. Um meinen Flüssigkeitshaushalt hätte ich mich schon selbst gekümmert.

»Was steht an unserem zweiten Urlaubstag an, Mädels?«, frage ich, um abzulenken. Einen Vortrag über Sport und Getränke halte ich jetzt nämlich nicht aus.

»Sonny möchte unbedingt die Schwimmoase unsicher machen.« Elaine zwinkert verschwörerisch.

»Ah. Fleischbeschau.«

»Das habe ich gehört«, grummelt Sonny lautstark.

»Ich weiß«, rufe ich zurück. »Hört sich gut an. Wann geht's los?«

»Nach dem Frühstück«, erklärt Elaine. »Vorausgesetzt, die Beautyqueen ist bis dahin mit ihrer Verschönerungssession fertig.«

Ein lang gezogenes »Pff« ertönt aus dem Bad, was Elaine und mich amüsiert. Feixend klatschen wir ab. Sonny hasst es, wenn wir sie wegen ihrer ewig langen Sitzungen vor dem Spiegel aufziehen, aber was wahr ist, darf man sagen.

Ich gieße Milch in meinen Kaffee und nippe vorsichtig daran. Hoffentlich kommt unser Nachbar nicht auch auf die Idee, heute baden gehen zu wollen. Dieser Patzer eben war genug Schamgefühl für einen Tag.

Definitiv.

Am frühen Abend schlendere ich allein von der Badeoase zurück zu unserem Bungalow. Ich fühle mich, als würde ich einige Millimeter über dem Boden schweben. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal so entspannt gewesen bin. Die vergangenen Stunden machte ich nichts, außer dösend auf der Sonnenliege herumzulungern oder im achtunddreißig Grad warmen Whirlpool zu relaxen. Was für ein entspannter Tag! Und das Beste daran? Kein Nachbar. Weit und breit.

Sonny hingegen hat wie erwartet beim Schwimmen gleich ein paar Jungs kennengelernt und diese kurzerhand zu einem Barbecue bei uns eingeladen. Gemeinsam mit Elaine kauft sie nun dafür im parkeigenen Shop ein, während ich unser Wir-sind-in-Ferien-Frauen-Chaos beseitige. Diesmal finde ich auf Anhieb unser Haus, worauf ich ein bisschen stolz bin.

Ich schleudere die Flipflops zu den anderen Schuhen am Eingang und laufe barfuß in den Garten. Jedes Ferienhaus verfügt über eine bescheidene, mit Holzdielen versehene Terrasse, an die ein Rasen- oder Waldstück angrenzt. An unserem Gartenstück verläuft sogar ein geschwungener, sanft wogender See entlang, auf dem sich Enten tummeln.

Ich hänge den Bikini und das Badetuch auf den Gartenstuhl und schließe die Augen. Dieser Juli ist flirrend heiß, selbst jetzt, gegen Abend, schwirrt die Temperatur noch um die fünfundzwanzig Grad Marke herum.

Am liebsten würde ich es mir auf der Sonnenliege gemütlich machen und das süße Nichtstun genießen. Ginge es nach mir, würden heute Abend mit Sicherheit keine Jungs zum Plausch auftauchen. Ich bin bei meinem Job als stellvertretende Geschäftsleitung eines Cateringunternehmens ständig von Leuten umgeben, weswegen ich es während meiner freien Zeit gern ruhiger angehen lasse. Aber Sonny ist eine Femme fatale durch und durch. Ohne Männer kommt sie schlicht und ergreifend nicht aus.

Im Gegensatz zu mir. Was daran liegen mag, dass ich mit meiner Arbeit verheiratet bin. Seufzend ergebe ich mich dem Unausweichlichen und öffne die Augen. Um mich zu motivieren, durchstöbere ich die CD-Tasche und entscheide mich für das Album von den Alabama Shakes. Ich drehe die Anlage bis zum Anschlag auf und räume tanzend das Bad, den Wohn- und Essbereich sowie die Küchenzeile auf.

Noch bevor die Mädels mit den Einkäufen zurückkehren, blitzt und blinkt der Bungalow fast so schön wie bei unserer Ankunft. Singend tipple ich nach draußen in den Garten. Mit geschlossenen Augen tanze ich umher, klatsche in die Hände und schwinge die Hüften. Ich drehe mich im Kreis und singe, was das Zeug hält. Aah, wie befreiend, sich einfach gehen zu lassen. Das sollte ich öfter tun.

Die Musik klingt aus, die CD ist zu Ende. Atemlos öffne ich in der Stille die Augen und starre auf den...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung der Lese-Software Adobe Digital Editions: wir empfehlen Ihnen unbedingt nach Installation der Lese-Software diese mit Ihrer persönlichen Adobe-ID zu autorisieren!

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

4,99 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen