Sinfonie des Todes

Historischer Roman
 
 
Gmeiner-Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. März 2011
  • |
  • 278 Seiten
 
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978-3-8392-3655-0 (ISBN)
 
Wien, 1901. Wilhelm Fichtner, spielsüchtiger Beamter des kaiserlich-königlichen Kriegsministeriums, wird zu Hause von seiner Gattin Lina tot am Schreibtisch aufgefunden, den Kopf auf einem Kassenbuch liegend, die Pistole neben ihm auf dem Boden. Doch Cyprian von Warnstedt, Inspektor der k.k. Gendarmerie, bezweifelt, dass es sich um einen Selbstmord handelt. Als Täter vermutet er einen der Männer aus Wilhelms letzter Kartenrunde in dem verrufenen Gasthof "Zur Kaisermühle". Aber auch die Witwe selbst verhält sich äußerst verdächtig .
2011
  • Deutsch
  • 2,50 MB
978-3-8392-3655-0 (9783839236550)
383923655X (383923655X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Armin Öhri wurde 1978 geboren und lebt in Liechtenstein. Neben seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Bern hat er verschiedene historische Erzählungen und Romane veröffentlicht. Er ist seit mehreren Jahren im Bildungswesen tätig und arbeitet derzeit an einer Berufs- und Handelsschule.
Vanessa Tschirky, geboren 1977, lebt im schweizerischen Grabs. Nach ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin und einem Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Philosophie und Kommunikationswissenschaft arbeitet sie seit 2007 als Deutsch- und Allgemeinbildungslehrerin an einer Berufs- und Handelsschule.
Mit dem Historischen Roman "Sinfonie des Todes" gibt das Autorenduo sein Debüt im Gmeiner-Verlag.
1 - 1. Kapitel [Seite 8]
2 - 2. Kapitel [Seite 15]
3 - 3. Kapitel [Seite 20]
4 - 4. Kapitel [Seite 27]
5 - 5. Kapitel [Seite 41]
6 - 6. Kapitel [Seite 50]
7 - 7. Kapitel [Seite 55]
8 - 8. Kapitel [Seite 63]
9 - 9. Kapitel [Seite 71]
10 - 10. Kapitel [Seite 79]
11 - 11. Kapitel [Seite 92]
12 - 12. Kapitel [Seite 100]
13 - 13. Kapitel [Seite 106]
14 - 14. Kapitel [Seite 120]
15 - 15. Kapitel [Seite 129]
16 - 16. Kapitel [Seite 137]
17 - 17. Kapitel [Seite 149]
18 - 18. Kapitel [Seite 157]
19 - 19. Kapitel [Seite 163]
20 - 20. Kapitel [Seite 173]
21 - 21. Kapitel [Seite 182]
22 - 22. Kapitel [Seite 191]
23 - 23. Kapitel [Seite 199]
24 - 24. Kapitel [Seite 206]
25 - 25. Kapitel [Seite 213]
26 - 26. Kapitel [Seite 220]
27 - 27. Kapitel [Seite 231]
28 - 28. Kapitel [Seite 243]
29 - 29. Kapitel [Seite 257]
30 - 30. Kapitel [Seite 266]
19 . Kapitel (S. 162-163)

Am nächsten Tag, dem Totensonntag, war der Sektionsrat früh auf den Beinen und einer der Ersten, die sich in der Kirche einfanden. Der Gottesdienst für den Verstorbenen war langatmig und nach Fichtners Dafürhalten ohne irgendwelche mystische Tiefe. Der Pfarrer verlor die unausweichlichen Worte über die Vergänglichkeit und den Weg allen Fleisches, ein Chor sang einige schöne Lieder, darunter ein Requiem mit Graduale und freudlosem Kyrie eleison, und ein Ministrantenpaar schwenkte hin und wieder Weihrauch und schwängerte die Kirchenhalle mit beißender Luft.

Der ganze morbide Glanz, welcher die Stadt ansonsten so unverwechselbar kleidete, war nicht vorhanden. Der Sektionsrat fühlte sich nicht mehr so matt wie am Vorabend, als er noch Blut gehustet hatte, doch wäre in diesem Moment der psychische Schmerz ohnehin der wesentlichere gewesen. Während er seinen Blick über die anwesende Trauergemeinde schweifen ließ, wurde ihm mit einem Mal schmerzlich bewusst, dass sein Bruder keine große Anzahl an Freunden besessen hatte.

Robert Fichtner erblickte einige ihm unbekannte Männer, die immer wieder verstohlen nach der Uhr schauten. Wohl Abgesandte von Wilhelms Arbeitsstelle. Irgendwo mussten auch die Mitglieder der letzten Spielrunde auszumachen sein; doch der Sektionsrat hatte sie ja nie zu Gesicht bekommen. Tatsächlich saß Gustav Wissel in derselben Reihe wie Otto Schlözer, und vorn bei der Ampore hatte sich Lina hingesetzt. Wie wächsern ihr Gesicht doch ist, durchfuhr es Robert. Er betrachtete sie, bemerkte die feinen Linien ihrer Kontur, die gefasst wirkenden Augen, die jegliche Regung zu unterwerfen schienen.

Alles an ihr war krampfhaft unterdrückt, als ob die Wahrnehmung, die ihr Umfeld von ihr aufnahm, unter Kontrolle gehalten werden sollte. Als Fichtner zuweilen den Blick nach links wandte, spürte er hinter sich die stechenden Augen Cyprian von Warnstedts. Es war sehr gut möglich, dass der Beamte wegen ihm, dem langjährigen Berufskollegen, gekommen war, doch ein untrügliches Gefühl ließ den Sektionsrat berufliches Interesse als Hauptgrund annehmen.

An einigen Verbundspfeilern der Kirche waren ziselierte Kerzenhalter angebracht, an den Mauerstücken dazwischen konnte man schwere, dunkle Ölgemälde erblicken, welche die Pest zum Thema hatten, den Großen Gleichmacher, der Wien schon so manches Mal auf verheerende Weise heimgesucht hatte. Fichtner erkannte Eiterbeulen und Schwären, grotesk verzerrte Gesichter, verfallende Körper, die von Ratten angenagt wurden. An der Zeremonie nahm er nicht sonderlich Anteil. Dass sein Bruder da vorn lag, in einem geschlossenen Sarg, berührte ihn weniger als die seltsame Empfindung, die ihn durchrieselte, sobald er an die eigene Krankheit dachte. Der gestrige Abend war einfach furchtbar gewesen.

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