Beispiel Titel

 
 
Beispiel Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 4. November 2017
  • |
  • 48 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96313-141-7 (ISBN)
 
Du hast ja schon mit meinem Kollegen Sven diesbezüglich geschrieben. Du meintest, du würdest das mit Engineering besprechen. Gibt es hier schon Neuigkeiten bzw. könntest du das Sven dann mitteilen? Marlene hat die Kündigung durchgeschickt. Wie verfahrt ihr denn jetzt bei Kündigungen von YT. Wenn ich die bearbeiten soll, dann brauche ich bitte Infos, wann die Partnerschaft begonnen hat.
  • Deutsch
  • 1,39 MB
978-3-96313-141-7 (9783963131417)

Kapitel 3

Wo sucht man den versunkenen Kontinent?


Am nächsten Morgen trafen sich Ses und Gomek sehr früh vor der Regierungspyramide. Sie hatten sich dort mit der jungen Magierin verabredet, um anschließend bei ihr zu Hause das weitere Vorgehen in der Angelegenheit "verlorener Kontinent" zu besprechen. Natürlich hofften die zwei auf diesem Wege, sich bei Tala, Danas Ziehmutter, zum Frühstück einladen zu können. Sie machte, wie beide von früheren Einladungen wussten, das beste Frühstück im Zwergenreich.

Es klappte auch, wie es die beiden erhofft hatten. Nachdem Tala abgeräumt und sie mit Dana alleine gelassen hatte, begann Dana nachdenklich: »Ich hab das Gefühl, je mehr wir herausfinden, desto weniger verstehen wir. Also, wie geht es jetzt weiter und vor allem, wo fangen wir an?«

Dana warf einen fragenden Blick in die Runde. Es begann eine hitzige Debatte, bis Ses das Wort übernahm.

»Da wir von unseren magischen Freunden, bei diesem Problem keine Hilfe erwarten können, müssen wir«, er deutete mit dem Finger auf Dana, den Zwerg und zuletzt auf sich, »selbst losziehen und in den Bibliotheken des Menschenvolkes nach Verweisen auf diesem Kontinent suchen.«

Gomek sah ihn fragend an. »Wieso sollen ausgerechnet die Menschen darüber Bescheid wissen? Solange können sie doch noch gar nicht schreiben.«

Ses gab ihm recht. »Aber sie erzählten sich schon vor Urzeiten besondere Geschichten, die sie schließlich irgendwann zu Papier brachten.«

»Wenn du das sagst!« Gomek war immer noch skeptisch.

Nun griff Dana in das Gespräch ein. »Ich muss Ses hier recht geben. Keiner, nicht einmal Rudi als ältester Drachen, weiß etwas über diesen Kontinent.«

»Wie auch, wenn man ewig in einer Höhle sitzt!«, knurrte Ses gequält.

Gomek lachte zustimmend. Abschließend verkündete er: »Im Übrigen, ihr müsst ohne mich los. Meine Prinzenausbildung geht weiter. Ich hab sie in der letzten Zeit etwas vernachlässigt. Das sieht der König gar nicht gerne!«

Er stand auf und wahr schon fast an der Tür, als er sich noch einmal umwandte.

»Wenn ihr etwas benötigt, sagt einfach Bescheid. Ansonsten - beim nächsten Mal bin ich dabei! Versprochen!«

Gomek machte noch eine Geste mit Daumen und Zeigefinger, die auf den Kommunikationskristall verwies. Danach war er auch schon weg.

»Er macht es richtig«, maulte Ses, »verdrückt sich, um ja nicht durch die Bibliotheken jagen zu müssen.«

»Ach, lass ihn in Ruhe. Seine Ausbildung ist bestimmt schwerer als ein paar Bücher zu lesen«, verteidigte Dana den jungen Zwerg.

Ses sah sie zweifelnd an. »Wenn du es sagst!«, brummte er.

»Und wohin zuerst?«, Sie sah ihn von Neugier erfüllt an.

»Edinburgh ... danach London, Paris, Alexandria und so weiter, bis wir etwas finden!«, erwiderte er nachdenklich.

»Wieso gerade diese Städte?«, erkundigte sich jetzt Shari wissbegierig.

Die kleine Fee hatte mal wieder fast alles verschlafen und hatte nur die letzten Worte von Ses gehört.

Er lächelte sie an und streichelte ihr über den kleinen Kopf. »Dort befinden sich die größten Bibliotheken der Menschen. Dort könnten wir fündig werden.« Er hatte die kleine Fee in sein Herz geschlossen.

Sie packten einige Sachen zusammen und wollten bereits aufbrechen, als Tala ihnen den Weg versperrte. Sie stand mit Tränen in den Augen vor Dana und nahm sie in den Arm. Sie wollte ihre Tochter nicht ziehen lassen. Mit erstickter Stimme flüsterte sie: »Warum du? Warum immer nur du. Kann das nicht mal ein anderer für dich übernehmen?« Sie sah, an Dana vorbei, Ses vorwurfsvoll an. Der senkte verlegen den Kopf.

»Ich ...«, wollte er sich gerade rechtfertigen, als ihn Dana unterbrach. »Nein, nicht so!«, fiel sie ihm ins Wort. »Es ist meine Aufgabe und ich muss sie lösen. Ses hilft mir dabei. Er kennt die Welt der Menschen besser als irgendeiner von uns. Also Mutter, setz ihn nicht unter Druck. Er macht schon sein Möglichstes, damit uns nichts geschieht.«

Sie schälte sich aus Talas Umklammerung. Anschließend schob sie Ses zur Wohnungstür.

»Wir müssen ... Grüß Vater von mir. Ich bin hoffentlich bald wieder da.«

Vor der Tür murmelte sie: »Immer diese Abschiedszeremonie. Eltern ... sie machen immer so einen Aufstand, als würde man nicht mehr wiederkommen.«

Ses sah sie grinsend an. »Sei froh, dass deine Eltern so sind. Denk an Gomeks Eltern, denen war ihr Sohn früher ... wie auch immer!«

»Ja, früher ...«, nickte Dana. »Doch das hat sich mittlerweile geändert ... als Thronfolger.«

Das Gespräch über Eltern dauerte noch an, als sie den Monolithen erreichten.

 

Zuerst besuchten sie Erogat um von dort, nach einer kurzen Besprechung mit ihm, weiter zur Dämonenfestung zu reisen. Anschließend benutzten sie die Dämonentüren, um Schottland zu erreichen. Schließlich, nach einem langen Fußmarsch, diesmal gab es weit und breit keine Kutsche, standen sie vor den Toren der schottischen Hauptstadt Edinburgh.

 

In Edinburgh konnten sie sich sofort an die Arbeit machen. Dank ihrer Ausweise vom ersten Besuch konnten sie sofort in die altehrwürdige Bibliothek der Universität um sich dort einige Wochen durch die uralten Schriften zu kämpfen. Leider ohne Erfolg, wie Dana irgendwann feststellte.

»Ses, hier finden wir nichts. Das Einzige, was ich gefunden habe, ist, dass es im Laufe der Geschichte einige Kontinente gab, die versunken oder verschwunden sind. Darunter auch Atlantis. Aber sonst ...«

»Willst du schon aufgeben? Wir haben doch erst angefangen!«, lachte er.

Dana verzog verzweifelt das Gesicht.

»Natürlich nicht. Hier werden wir nur nichts finden. Lass uns zur nächsten Stadt reisen. Die wäre ...?«

»London. Das alte London. Die besitzen auch eine uralte Bibliothek. Mal sehen, was wir dort finden.«

 

Am nächsten Tag befanden sie sich, mittels der Dämonentore, schon in London. Mit offenem Mund bestaunte Dana diese prächtige und gewaltige Stadt. Sie bewunderte die altertümlichen Häuser, Brücken und Straßen. Aber sie bedauerte auch, wie viel Natur dadurch zerstört worden war. Shari, unsichtbar auf ihrer Schulter, begann zu kichern. Sie hatte gehofft, auch hier Männer mit Röcken anzutreffen. Aber nein ...:

»Sieh dir mal diese Kopfbedeckungen an. Wie witzig.«

Nun fielen auch Dana diese schwarzen, halbrunden Dinger, die einige Herren auf dem Kopf trugen, auf.

»Dies muss ein anderes Völkchen sein«, murmelte Dana lächelnd.

Ses erklärte ihr, dass es sich bei den Kopfbedeckungen um eine Modeerscheinung handle.

»Sie nennen es Bowler oder auch Melone.«

Dana nickte grinsend. »Aber warum diese Form?«

Er zuckte hilflos mit den Schultern. »Keine Ahnung. Willst du noch weiter lästern, oder können wir weiter zur englischen Nationalbibliothek?«

»Woher weißt du, dass es eine Bücherstube hier in ...«, wollte Dana wissen.

»Bücherstube?«, unterbrach Ses die junge Magierin und sah sie ungläubig an.

»Die Britisch Museum Library gehört mit zu den bedeutendsten Bibliotheken der Welt!«, schnaubte er erbost über ihre Unwissenheit. »Und es ist keine Bücherstube!«

Dana zuckte mit den Schultern.

»Wenn DU das sagst ...! Woher weißt du eigentlich so viel davon?« Sie sah ihn herausfordernd an.

»Ich war schon mal hier. Zwar nur kurz und nicht um zu lesen, aber man hat mir davon berichtet. Belassen wir es dabei. Wir sollten uns auf den Weg machen.«

Auch hier schafften sie es, mit Hilfe der Magie, sich Einlass zu verschaffen. Als Studenten der Naturwissenschaften konnten sie sich durch die Massen von Büchern, durcharbeiten. Leider auch nur mit mäßigem Erfolg. Nach Wochen der Recherche saß Dana irgendwann resigniert an ihrem Pult und starrte auf den riesigen Berg von Büchern, den sie durchgearbeitet hatte.

»Ich glaube, dass wir so nie ans Ziel kommen.«

Ses trat hinter sie und massierte ihr das Genick. »Nur nicht aufgeben. Wir haben ja noch einige vor uns: Paris, Rom, Alexandria ...«, schwärmte er.

Sie wandte sich ihm mit zusammengekniffenen Augen zu. »Da warst du auch schon?«

»Na klar!«, grinste er.

»Nur nicht zum Lesen. Also gut, lass uns weiter reisen. Paris! Hmmm ... Paris ist immer eine Reise wert!«, flüsterte er verträumt.

 

Am nächsten Tag verließen sie London und erreichten noch am selben Tag, dank der Dämonentüren, Paris. Auch hier war Dana von der Größe der Stadt beeindruckt. Selbst die Bauwut und Baukunst der Menschen faszinierte sie. Als sie allerdings zu dem Champ de Mars kamen, musste Shari mal wieder kichernd einen Kommentar abgeben.

»So gut bauen sie anscheinend doch nicht. Bei dem Ding haben sie tatsächlich alle Wände vergessen! Oder ist es noch nicht fertig?«

Ses hatte mitbekommen, was Shari Dana ins Ohr geflüstert hatte.

»Aber nicht doch!« Er musste ebenfalls lachen. »Dies ist ein 324 Meter hohes Kunstwerk und wurde von einem Herrn Eiffel zur Weltausstellung der Kunst, Industrie, Technik und "wer weiß was sonst noch alles" gebaut. Man behauptet sogar, er habe aus seinem Büro in der Spitze des Turmes eine Wohnung für sich geschaffen.«

Dana sah ihn entgeistert an.

»Woher weißt du ...?«

Er führte sie zu einer Tafel, auf der die Entstehungsgeschichte des Eiffelturms beschrieben stand.

»Aha, daher also. Aber wir sind...

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