Vatikanideologie und Marxismus

Texte über Aspekte einer historischen Konfrontation
 
 
Studien Verlag
  • 1. Auflage
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  • erschienen am 18. Juli 2017
  • |
  • 188 Seiten
 
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978-3-7065-5884-6 (ISBN)
 
Das ideologische Zentrum der katholischen Kirche lässt sich mit Papsttum und Glaubenskongregation über die Jahrhunderte hinweg eindeutig definieren. Schwieriger ist die Bestimmung des Marxismus. Als umfassende wissenschaftliche Weltanschauung entwickelte er sich aufgrund neuer Einsichten seit dem 19. Jahrhundert und bleibt auch in der Gegenwart nicht auf der Stelle stehen.
Die erzreaktionäre Auffassung, der Marxismus sei das Böse und könne niemals ein Weg zum Guten sein, war in der Vatikanideologie als absoluter Wert in der Geschichte immer präsent. Dagegen wurde für Befreiungstheologen die marxistische Analyse ein wirksames Instrument zur Entschleierung der kapitalistischen Barbarei. Weil diese Befreiungstheologen mit ihrem prophetischen Christentum zu einer Triebkraft der Umkehr der Geschichte geworden sind, wurden sie von der Vatikanideologie unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. isoliert, verfolgt und letztlich den imperialistischen Kräften geopfert.
Die Zielvorstellung einer Gesellschaft ohne Armut und Ausbeutung, ohne Krieg und Elend und letztlich einer, wie es im Kommunistischen Manifest heißt, "Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist", ist keine Illusion, sie bleibt die Hoffnung von Christen in der Nachfolge von Jesus und von Marxisten. Revolutionäre Weckrufe sind in der Gegenwart aus dem Vatikan mit Papst Franziskus zu hören. Dagegen mobilisieren ebenso einflussreiche wie korrumpierte katholische Organisationen. Die hier versammelten Texte geben Einblicke in das widersprüchliche Geschehen und in eine historische Konfrontation.
  • Deutsch
  • Innsbruck
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  • Österreich
  • 3,65 MB
978-3-7065-5884-6 (9783706558846)
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Gerhard Oberkofler, Univ.-Prof. i. R. Dr., Wissenschaftshistoriker, war lange Zeit Leiter des Innsbrucker Universitätsarchivs.
  • Intro
  • Impressum
  • Titel
  • Vorwort
  • I. Karl Marx als Gegenspieler. Aufgelesenes aus den Schriften der Deutschen Bischofskonferenz und aus dem Evangelisationsmagazin der Societas Christi
  • II. Non omnis moriar. Hoffnung in der Todeszelle
  • III. Wroclaw. Von der Stadt des Friedens zur Frontstadt der NATO. Entwicklungslinien in drei Teilen
  • III.1. Geschichtliche Ausgangsbedingungen
  • III.2. Der Kongress von Intellektuellen vom 25. bis 28. August 1948
  • III.3. Der Schweizer Marxist Konrad Farner resümiert Ende 1948 die Wroclawer Friedenskonferenz. Ein Quellentext
  • IV. Über die Exkommunikation der kommunistischen Katholiken (1949)
  • V. Aktive Hoffnung für den Frieden
  • V.1. Ignatianische Inspiration durch Daniel Berrigan SJ und Jon Sobrino SJ
  • V.2. Johannes XXIII. als Mittler aktiver Hoffnung
  • V.3. Vatikanideologie in der historischen Realität
  • VI. Theologie des Opportunismus anstatt Theologie der Befreiung
  • VII. Nachdenken von Emil Fuchs über die Parteinahme von Christen für den Sozialismus (1956)
  • VIII. Über das Ethos von Dissidenten: Daniel Berrigan SJ als Gefährder und Václav Havel als Held der Freiheit des imperialistischen Systems
  • IX. Zur Staatsnähe deutscher Jesuiten in der Gegenwart
  • X. Letzte Gespräche des deutschen Theologen Joseph Aloisius Ratzinger
  • XI. Opus Dei und Katholische Soziallehre
  • XII. Coincidentia oppositorum. Von der Restituta-Skulptur des marxistischen Kunstschaffenden Alfred Hrdlicka angeregte Notizen zu einem Vortragsmanuskript (1972) von Konrad Farner über Atheismus
  • Anmerkungen

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