Stop Me - Blutige Botschaft

Blutige Botschaft
 
 
MIRA Taschenbuch (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2011
  • |
  • 464 Seiten
 
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978-3-86278-044-0 (ISBN)
 
"Stopp mich" steht auf dem blutverschmierten Zettel, den Profilerin Jasmine Stratford von einem Unbekannten erhält - zusammen mit dem Armband ihrer entführten Schwester. Die Spur führt nach New Orleans, wo Jasmine auf einen nahezu identischen Entführungsfall stößt. Doch der Täter ist längst tot. Oder etwa nicht? Denn seit der blutigen Botschaft spricht alles dafür, dass der falsche Mann sterben musste. Der perverse Kidnapper aber lebt - und hat bereits sein nächstes Opfer im Visier ...
  • Deutsch
  • Köln
  • 0,79 MB
978-3-86278-044-0 (9783862780440)
3862780449 (3862780449)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - PROLOG [Seite 8]
2 - 1. KAPITEL [Seite 12]
3 - 2. KAPITEL [Seite 25]
4 - 3. KAPITEL [Seite 40]
5 - 4. KAPITEL [Seite 59]
6 - 5. KAPITEL [Seite 75]
7 - 6. KAPITEL [Seite 95]
8 - 7. KAPITEL [Seite 114]
9 - 8. KAPITEL [Seite 131]
10 - 9. KAPITEL [Seite 149]
11 - 10. KAPITEL [Seite 165]
12 - 11. KAPITEL [Seite 189]
13 - 12. KAPITEL [Seite 208]
14 - 13. KAPITEL [Seite 226]
15 - 14. KAPITEL [Seite 249]
16 - 15. KAPITEL [Seite 269]
17 - 16. KAPITEL [Seite 295]
18 - 17. KAPITEL [Seite 317]
19 - 18. KAPITEL [Seite 334]
20 - 19. KAPITEL [Seite 345]
21 - 20. KAPITEL [Seite 366]
22 - 21. KAPITEL [Seite 387]
23 - 22. KAPITEL [Seite 407]
24 - 23. KAPITEL [Seite 432]
25 - EPILOG [Seite 453]

1. KAPITEL


Sacramento, Kalifornien

Gegenwart

Als Jasmine Stratford das Päckchen öffnete, stand sie mitten in einem belebten Einkaufszentrum. Doch von einem Moment auf den anderen konnte sie nichts mehr hören. Das Gelächter, die Stimmen, das Klackern der Absätze auf dem farbenfrohen Fußboden, die Weihnachtsmusik im Hintergrund . All das verschwand.

"Was ist los?" Sheridan Kohl berührte sie am Arm und hob besorgt die Augenbrauen.

Für Jasmine hörte es sich an, als käme die Stimme aus weiter Ferne. Sie konnte nicht sprechen. Ihre Lungen arbeiteten verzweifelt, aber ihre Brust fühlte sich so eng an, als könnte sich ihr Zwerchfell nicht ausdehnen. Schweiß lief ihr über den Rücken, bis die frische Baumwollbluse an ihr klebte, während sie auf das silber- und pinkfarbene Armband starrte, das sie gerade aus der kleinen Pappschachtel gezogen hatte.

"Was ist los, Jaz?" Immer noch stirnrunzelnd, nahm ihr die Freundin das Armband aus den eiskalten Fingern. Als sie den Namen las, den die silbernen Buchstaben bildeten, füllten sich ihre Augen mit Tränen. "Oh Gott!", flüsterte sie und presste eine Hand an ihre Brust.

In Jasmines Kopf drehte sich alles. Sie befürchtete, ohnmächtig zu werden. Sie tastete nach Sheridan, die sie zur Mitte des Einkaufszentrums führte und einen Mann, der auf einem der wenigen Plätze saß, bat, aufzustehen.

Er sammelte seine Einkaufstüten zusammen, die um seine Füße verstreut lagen, und sprang auf, damit Jasmine sich auf den harten Plastiksitz sinken lassen konnte.

"Hey, sie sieht aber gar nicht gut aus, was? Hat sie 'nen Schock oder so?", fragte er.

"Sie hat nur einen furchtbaren Schrecken bekommen", erklärte Sheridan.

Die Worte erreichten Jasmine, als hätte jemand sie in die Luft gemalt. Die Buchstaben flogen an ihr vorbei; sie schienen keine Bedeutung zu haben. Offenbar lief ihr Nervensystem nur noch auf Sparflamme - wegen Überlastung ausgeschaltet. Aufnahme von Informationen zurzeit nicht möglich. Verarbeitung von Nachrichten eingestellt.

"Rühr dich nicht vom Fleck", sagte Sheridan hektisch und legte das Armband in die Schachtel auf ihrem Schoß zurück. "Ich hole dir etwas zu trinken."

Selbst wenn sie gewollt hätte, hätte Jasmine sich nicht bewegen können. Ihre Beine fühlten sich an wie Gummi, andernfalls hätte sie das Einkaufszentrum auf der Stelle verlassen. Die Menschen begannen, sie anzustarren.

"Was fehlt ihr?", flüsterte jemand und blieb neben dem Mexikaner stehen, der sie immer noch neugierig beobachtete.

"Ich weiß nicht, aber sie sieht gar nicht gut aus, was?", wiederholte er.

Ein Teenager kam näher. "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?"

"Vielleicht sollte jemand den Notarzt rufen", sagte eine Frau.

Schick sie fort. Doch Jasmines Gedanken waren so auf das fixiert, was in ihrem Schoß lag, dass sie nicht einmal den Kopf heben konnte. Dieses Armband hatte sie ihrer kleinen Schwester geschenkt. Sie erinnerte sich an Kimberlys Begeisterung, als sie das Päckchen an ihrem achten Geburtstag ausgepackt hatte. Es war ihr letzter Geburtstag gewesen, bevor der große bärtige Mann ihr Haus in Cleveland an einem sonnigen Nachmittag betreten und sie mitgenommen hatte.

In Jasmines Kopf drehte sich alles, als die Erinnerungen sie übermannten. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr hatte sie ein behütetes und glückliches Leben geführt. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass so eine Bedrohung in ihrem eigenen Haus auf sie lauern könnte. Fremde waren die Menschen draußen auf der Straße. Dieser Mann hatte sich benommen wie einer der Arbeiter ihres Vaters, deren Gesichter so häufig wechselten, dass sie mit keinem von ihnen wirklich vertraut wurde. Sie kamen ins Haus, um die Ausrüstung für sein Geschäft für Satelliten-Fernsehen zu holen, um einen Scheck abzuholen oder Papiere abzugeben. Hin und wieder stellte er Tagelöhner ein, damit sie das Lager aufräumten oder einen Zaun errichteten oder auch nur, um den Hof sauberzumachen. Sie hatte immer geglaubt, die Besucher seien nette Menschen.

Sie hatte sogar geglaubt, er sei ein netter Mensch. Und sie hatte zugelassen, dass .

"Soll ich den Notarzt rufen?", schlug der Mexikaner vor.

Jasmine musste sich den Mund zuhalten, damit die Schreie nicht aus ihrem Inneren entweichen konnten. Tief atmen! Reiß dich zusammen! Nachdem ihre Eltern einander mit ihrer Verbitterung und Trauer fast zerstört hätten, hatten sie alle Hoffnung aufgegeben. Doch Jasmine hatte einen Funken Hoffnung tief in ihrem Inneren bewahrt. Und jetzt das!

Sheridan tauchte auf und drängte sich an den vier, fünf Leuten vorbei, die stehen geblieben waren. "Ich kümmere mich um sie. Alles in Ordnung", sagte sie zu ihnen, und die Menschen begannen weiterzuschlendern, nicht ohne den einen oder anderen Blick zurückzuwerfen.

"Trink!", sagte Sheridan.

Die frisch zubereitete Limonade schmeckte beruhigend normal.

Der Mann, der neben Jasmine saß, stand auf und bot Sheridan seinen Platz an. Sie dankte ihm und hockte sich auf die Sitzkante.

Nach ein paar Minuten beruhigten sich Jasmines Atem und Herzschlag. Sie war immer noch schweißgebadet, und als sie versuchte zu sprechen, rannen ihr Tränen über die Wangen.

"Wein ruhig." Sheridan legte ihren Arm um sie und drückte ihre Schulter. "Lass dir so viel Zeit, wie du brauchst."

Jasmine wusste das Mitgefühl ihrer Freundin zu schätzen, aber jetzt, als der Schock langsam nachließ, kamen die Fragen. Wer hatte ihr das Armband geschickt? Warum, nach so langer Zeit? Was war mit ihrer Schwester geschehen? Und die wichtigste Frage von allen: Gab es auch nur die geringste Chance, dass Kimberley noch am Leben war?

"Tut mir leid, dass ich das Päckchen mitgebracht habe und du in aller Öffentlichkeit damit konfrontiert wurdest." Sheridans Miene spiegelte ihre Verlegenheit. "Als ich es auf dem Empfangstresen sah, zusammen mit der anderen Post, dachte ich, du hättest vielleicht schon darauf gewartet. Ich wusste, dass du heute nicht ins Büro kommen würdest, und deshalb ." Sie zuckte hilflos die Achseln. "Ich wollte nur helfen."

Jasmine wischte sich die Augen aus. "Schon in Ordnung. Natürlich konntest du nicht mit so was rechnen."

"Wer hat es geschickt?"

"Keine Ahnung." Sie musterte das Päckchen. Es stand kein Absender darauf. Nicht einmal eine Nachricht war dabei, nur zerknülltes Verpackungsmaterial .

Jasmines Puls beschleunigte sich. Moment mal . Auf einem der zusammengeknüllten Blätter stand etwas.

Vorsichtig, damit sie die Nachricht nicht zerstörte oder ihre Fingerabdrücke überall verteilte, faltete sie das Blatt Papier auseinander - und sah zwei Wörter. Geschrieben in einer Farbe, die aussah wie Blut: Stop me.

Den ganzen Abend schlich Jasmine um das Telefon herum. Sollte sie ihren Eltern von dem Armband erzählen? Sie konnte sich nicht entscheiden. Laut Poststempel war das Päckchen in New Orleans aufgegeben worden, aber sie wusste nicht, ob sie je mehr Informationen als diese preisgeben würde. Sie wollte keine alten Wunden aufreißen - aber andererseits hatten ihre Eltern ein Anrecht darauf, diese Neuigkeit zu erfahren. Aber würden sie es wirklich wissen wollen?

Sie nahm das Headset. Ihr Vater bestimmt. Nachdem der bärtige Mann Kimberley mitgenommen hatte, hatte Peter Stratford sich so sehr der Aufgabe verschrieben, seine jüngste Tochter wiederzufinden, dass er am Ende alles verlor: sein Geschäft, seine Frau, sein Zuhause. Er hatte nach ihr gesucht, bis er darüber fast wahnsinnig geworden war. Gesucht, bis jeder andere in seinem Leben, einschließlich Jasmine, nicht mehr als ein Schatten für ihn geworden war. Und selbst dann hatte er nur aufgegeben, weil ihm keine andere Wahl geblieben war. Es gab keine Stelle mehr, die er hätte aufsuchen, und nichts mehr, was er noch hätte tun können.

Jetzt, wo das Leben für Peter endlich wieder in geordneten Bahnen verlief, ging es ihm besser als seit Jahren. Würde die Nachricht über Kimberleys Armband ihn erneut ins Schleudern bringen?

Jasmine setzte das Telefon wieder ab. Wahrscheinlich war es unklug, dieses Risiko einzugehen.

Und dann war da noch ihre Mutter. Gauri war so erfüllt von Bitterkeit und Scham gegenüber Peter und Jasmine, dass sie Schwierigkeiten hatte, sich mit den beiden in einem Raum aufzuhalten.

Das Telefon klingelte. Nervös fragte sie sich, ob es ihr Vater oder ihre Mutter sein könnte. Was sollte sie ihnen sagen? Sie überprüfte die Nummer des Anrufers und seufzte erleichtert. Es war ihre Freundin und Kollegin Skye Kellerman, nein, Skye Willis; sie hatte letztes Jahr geheiratet.

Sie ließ sich auf einen Küchenstuhl fallen, rieb sich mit dem Finger über die linke Augenbraue. "Hallo?"

"Ich habe gerade deine Nachricht bekommen. Und mehrere von Sheridan." Skyes Stimme klang lebhaft, aber besorgt. "Es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. David und ich waren in Tahoe und hatten keinen Empfang."

"Ist schon in Ordnung", sagte Jasmine.

"Nein, es ist nicht in Ordnung. Wie geht es dir?"

Jasmine war sich nicht sicher. In einer Minute lebte die Hoffnung in ihr wieder auf, im nächsten Moment war sie entsetzt, weil sich am Ausgang der Entführung ihrer Schwester nichts geändert haben konnte. "Es geht mir gut", sagte sie, obwohl sie insgeheim ein kleines nicht mitdachte.

"Das kommt so . unerwartet", grübelte Skye. "Warum jetzt? Nach so vielen Jahren?"

Diese...

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