Adolf von Harnack und die deutsche Politik 1890-1930

Eine biographische Studie zum Verhältnis von Protestantismus, Wissenschaft und Politik
 
 
Mohr Siebeck Lehrbuch (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Juni 2017
  • |
  • 608 Seiten
 
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978-3-16-152125-6 (ISBN)
 
Der Berliner Kirchenhistoriker und Wissenschaftsorganisator Adolf von Harnack gehörte zu den prägenden Gestalten des liberalen Protestantismus in Deutschland um 1900. Christian Nottmeier geht unter Rückgriff auf bisher kaum ausgewertetes Quellenmaterial dem Zusammenhang von Harnacks kulturtheologischem Entwurf und seinem politischem Engagement seit 1890 nach.
Aus Rezensionen zur 1. Auflage: '[...] Nottmeiers biographische Studie [...] stellt eine herausragende Leistung dar. Der [...] Verfasser liefert eine glänzend recherchierte, klug reflektierende, zurückhaltend wertende und abwägend urteilende Studie, die [...] bis zum Erscheinen einer umfassenden Harnack-Biographie die maßgebende Darstellung bleiben wird.' Hans-Christof Kraus in Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands, Band 52, 2006, S. 374-377 'Nottmeier besitzt ein hohes Stilempfinden. Er schreibt eindrücklich und sachlich zugleich, ganz ohne akademischen Jargon, [...] so daß dieses Buch nicht nur ein bedeutender Forschungsbeitrag ist, sondern auch eine helle Lesefreude.' Johann Hinrich Claussen in Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft, 17. Band, 2004, S. 121-127
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • 3,97 MB
978-3-16-152125-6 (9783161521256)
3161521250 (3161521250)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort zur 2. Auflage [Seite 10]
3 - Vorwort [Seite 12]
4 - Inhaltsverzeichnis [Seite 14]
5 - Einleitung [Seite 20]
6 - I. Von Livland nach Leipzig: Herkunft und Werdegang des jungen Harnack [Seite 40]
6.1 - 1. Baltisches "Literatentum": Familiäre und kulturelle Prägungen Harnacks [Seite 40]
6.2 - 2. Die Erlanger Jahre (1853-1866) [Seite 49]
6.3 - 3. Konfessionelles Luthertum und Geschichte des frühen Christentums: Dorpater Jugend- und Studienjahre (1866-1872) [Seite 53]
6.4 - 4. Die Ostseeprovinzen im weiteren Leben Harnacks [Seite 74]
7 - II. Vom konfessionellen Lutheraner zum undogmatischen Dogmenhistoriker: Harnack 1872-1888 [Seite 81]
7.1 - 1. Wendejahre: Leipzig 1872-1879 [Seite 81]
7.1.1 - 1.1. Wissenschaft und Leben eines jungen Privatdozenten [Seite 81]
7.1.2 - 1.2. Die "kleine Leipziger Fakultät": Harnack und die Entstehung der Schule Albrecht Ritschls [Seite 85]
7.2 - 2. Stationen einer Karriere: Gießen und Marburg (1879-1888) [Seite 107]
7.2.1 - 2.1. "Der Kirchenhistoriker des Großherzogtums Hessen" [Seite 107]
7.2.2 - 2.2. Die Überwindung der Tradition: Harnacks Dogmengeschichte [Seite 110]
7.3 - 3. Von Marburg nach Berlin: Der Ruf in die Reichshauptstadt als (wissenschafts-) politisches Signal im Dreikaiserjahr 1888 [Seite 123]
7.4 - 4. "Der Fortschritt ist zum Rückschritt geworden": Harnack, der Liberalismus und die soziale Frage bis 1890 [Seite 135]
8 - III. Liberaler Protestantismus, soziale Monarchie und die Anfänge gouvernementaler Gelehrtenpolitik: Harnacks Berliner Wirksamkeit bis zur Jahrhundertwende [Seite 141]
8.1 - 1. Berliner Lebensführung [Seite 141]
8.2 - 2. Innerprotestantische Kulturkämpfe: Harnack und die kirchenpolitisch-theologischen Kontroversen nach 1890 [Seite 144]
8.3 - 3. Gelehrtenpolitik im Berlin der 1890er Jahre [Seite 158]
8.3.1 - 3.1. Gelehrtenpolitik: Grundlagen und Wirkungsweise [Seite 158]
8.3.2 - 3.2. Persönliche Kontakte: Theodor Mommsen und Hans Delbrück [Seite 162]
8.3.2.1 - 3.2.1. Der Meergreis und die Rose von Jericho: Harnack und Mommsen [Seite 163]
8.3.2.2 - 3.2.2. Politische Partner: Harnack und Delbrück [Seite 165]
8.3.3 - 3.3. Die "mittlere Linie": Grundzüge der Gelehrtenpolitik Harnacks [Seite 171]
8.3.4 - 3.4. Preußische Wissenschaftspolitik: Harnack und Althoff [Seite 177]
8.3.5 - 3.5. Primat der Innenpolitik: Harnack und die gelehrtenpolitischen Aktivitäten bis 1900 [Seite 192]
8.4 - 4. Evangelium und soziale Frage: Der Evangelisch-soziale Kongreß bis 1902 [Seite 208]
8.4.1 - 4.1. Zwischen Stoecker und Harnack: Die Gründung des Kongresses 1890 [Seite 208]
8.4.2 - 4.2. Konsens in der Krise: Der Kongreß bis zum Ausscheiden Stoeckers 1896 [Seite 218]
8.4.3 - 4.3. Demokratie, Kaisertum und nationaler Sozialismus: Harnack und Friedrich Naumann im ESK [Seite 228]
8.4.4 - 4.4. Der Kongreß nach dem Ausscheiden Stoeckers [Seite 238]
8.4.5 - 4.5. "Gebt uns einen neuen Tyrannen an Nobbes Statt" - Die Übernahme des Kongreßpräsidiums durch Harnack [Seite 244]
9 - IV. Zwischen Kaiser und Kanzler: Harnack als führender Repräsentant gouvernementaler Gelehrtenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg [Seite 252]
9.1 - 1. Vom Großbetrieb der Wissenschaft: Harnack, Wilhelm II. und die preußische Wissenschaftspolitik von 1900 bis 1914 [Seite 252]
9.1.1 - 1.1. Harnack und Wilhelm II [Seite 252]
9.1.2 - 1.2. "Das Ganze ins Auge fassen": Harnack und die preußische Wissenschaftspolitik 1900 bis 1914 [Seite 281]
9.1.2.1 - 1.2.1. Von der Jahrhundertwende bis zum Abschied Althoffs 1907 [Seite 281]
9.1.2.2 - 1.2.2. Der Organisator: Vom Abschied Althoffs bis zum Ausbruch des Weltkrieges [Seite 294]
9.1.3 - 1.3. Lebensführung, Theologie und Kirchenpolitik 1900 bis 1914 [Seite 299]
9.2 - 2. Protestantismus, Katholizismus und Sozialpolitik [Seite 305]
9.2.1 - 2.1. Kontakte zur Reichsleitung: Bülow und Bethmann Hollweg [Seite 305]
9.2.1.1 - 2.1.1. Harnack und die Politik Bülows bis 1906 [Seite 305]
9.2.1.2 - 2.1.2. Reichstagswahlen und Finanzreform: Die Zeit des Bülow-Blocks 1907-1909 [Seite 312]
9.2.1.3 - 2.1.3. Nähe und Distanz: Harnack, Bülow und Bethmann Hollweg 1909 bis 1914 [Seite 326]
9.2.2 - 2.2. Zwischen Polemik und Versöhnlichkeit: Harnacks Verhältnis zu Katholizismus und Zentrumspartei [Seite 332]
9.2.2.1 - 2.2.1. Deutsche Konfessionspolitik: Ein Beitrag Harnacks zu Friedrich Naumanns "Staatslexikon" [Seite 332]
9.2.2.2 - 2.2.2. Politischer und religiöser Katholizismus: Harnack und die konfessionspolitischen Debatten bis 1914 [Seite 336]
9.2.2.3 - 2.2.3. Harnack und das Zentrum [Seite 346]
9.2.3 - 2.3. Sozialpolitik als Kulturauftrag: Harnack als Präsident des Evangelisch-sozialen Kongresses 1902-1911 [Seite 350]
9.2.4 - 2.4. "Von Bassermann bis Bebel"? Harnack, Naumann und die Sozialdemokratie [Seite 373]
9.3 - 3. Deutschland und England: Harnack und die deutsche Außenpolitik bis 1914 [Seite 381]
9.3.1 - 3.1. Weltpolitik, christliche Missionsarbeit und Armenierhilfe [Seite 381]
9.3.2 - 3.2. Die "beste Realpolitik" - Harnack und die Bemühungen um eine deutsch-englische Verständigung [Seite 386]
10 - V. Zwischen Kriegsbegeisterung und Reformbereitschaft: Harnack im Ersten Weltkrieg [Seite 397]
10.1 - 1. "Augusterlebnis" und "Krieg der Geister": Harnack in den ersten Monaten des Weltkrieges [Seite 397]
10.1.1 - 1.1. August 1914 [Seite 397]
10.1.2 - 1.2. Die Frage der Kriegsschuld [Seite 404]
10.1.3 - 1.3. Der Krieg als Kulturkrieg [Seite 407]
10.1.4 - 1.4. Harnack und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Krieg [Seite 419]
10.2 - 2. Gelehrtenpolitik im Weltkrieg: Grundlagen des Engagements Harnacks [Seite 423]
10.2.1 - 2.1. Politische Kommunikation im Krieg: "Mittwochabend" und "Deutsche Gesellschaft 1914" [Seite 423]
10.2.2 - 2.2. Der Beginn der Reformdiskussion: Harnack und die "Freie Vaterländische Vereinigung" [Seite 425]
10.3 - 3. Kriegsziele und Friedensfragen: Politische Kontroversen bis zum Sturz Bethmann Hollwegs [Seite 429]
10.3.1 - 3.1. Harnacks Beurteilung der Kriegslage und die erste Beschäftigung mit den Kriegszielen im Frühjahr 1915 [Seite 429]
10.3.2 - 3.2. Harnack und die Gegeneingabe vom 27. Juli 1915 [Seite 435]
10.3.3 - 3.3. Kontakte zum Kanzler: Harnack und Bethmann Hollweg 1916 [Seite 443]
10.3.4 - 3.4. Vermitteln zwischen den Extremen: Harnack und der "Deutsche Nationalausschuß" [Seite 451]
10.3.5 - 3.5. "Realpolitischer Pazifismus", U-Bootkrieg und Wahlrechtsreform [Seite 455]
10.3.6 - 3.6. Harnack und der Sturz Bethmann Hollwegs [Seite 464]
10.4 - 4. Zwischen Reform und Revolution: Die Gemäßigten im letzten Kriegsjahr [Seite 466]
10.4.1 - 4.1. Kanzlerkrise und politische Polarisierung [Seite 466]
10.4.2 - 4.2. Der Sturz Valentinis und das Scheitern der gouvernementalen Gelehrtenpolitik [Seite 472]
10.4.3 - 4.3. Anknüpfen an 1848? Harnack und die Oktoberreformen Max von Badens [Seite 477]
11 - VI. Der konservative Republikaner: Harnack und die erste deutsche Demokratie [Seite 481]
11.1 - 1. Revolution und Friedensschluß: Harnack im ersten Jahr der Republik [Seite 481]
11.1.1 - 1.1. Der Sinn der Geschichte: Harnacks Deutung der Revolution als Übergang zu Demokratie und Sozialismus [Seite 481]
11.1.2 - 1.2. Von der Revolution bis zur Wahl der Nationalversammlung [Seite 486]
11.1.3 - 1.3. Entscheidung für die Republik: Von den Verfassungsverhandlungen in Weimar bis zum Kapp-Putsch [Seite 489]
11.2 - 2. "Eine repräsentative Persönlichkeit der deutschen Gelehrtenwelt": Harnack als Theologe und Wissenschaftspolitiker 1920 bis 1930 [Seite 496]
11.2.1 - 2.1. Notgemeinschaft, Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und internationale Wissenschaftspolitik [Seite 496]
11.2.2 - 2.2. "Für mich selbst bin ich nach wie vor nur theologus" - Harnack und die Theologie nach 1918 [Seite 503]
11.3 - 3. Die Lehren des Krieges: Außenpolitik zwischen nationaler Selbstbehauptung und internationaler Kooperation [Seite 511]
11.4 - 4. Der Ertrag von 1914: Harnack und die deutsche Innenpolitik nach 1920 [Seite 517]
11.4.1 - 4.1. Die Krisenjahre bis 1923 [Seite 519]
11.4.2 - 4.2. Harnack in der Zeit der relativen Stabilisierung der Republik von 1924 bis 1930 [Seite 522]
12 - VII. Schlußbemerkung:Vom liberalen Monarchisten zum Republikaner aus historischer Einsicht [Seite 534]
12.1 - Nachwort zur 2. Auflage [Seite 542]
12.2 - 1. Zum gegenwärtigen Stand der Harnack-Forschung [Seite 542]
12.3 - 2. Ein nicht aufgebrauchtes Erbe? Überlegungen zur bleibenden Aktualität der Theologie Harnacks [Seite 550]
12.3.1 - 2.1. Krisendiagnostik und Wesensbestimmung: Der "unendliche Wert der Menschenseele" [Seite 552]
12.3.2 - 2.2. Der unendliche Wert der Menschenseele und christliche Weltverantwortung: Protestantische Ethik und Politik [Seite 555]
12.3.3 - 2.3. Protestantismus und Erinnerung: Die Ambivalenz des reformatorischen Erbes und der Abschied vom "ganzen Luther" [Seite 560]
13 - Quellen- und Literaturverzeichnis [Seite 568]
13.1 - A. Archivalien [Seite 568]
13.2 - B. Zeitungen, Zeitschriften und Periodica [Seite 572]
13.3 - C. Schriften Adolf von Harnacks [Seite 573]
13.3.1 - 1. Bibliographische Hilfsmittel [Seite 573]
13.3.2 - 2. Häufig zitierte Schriften (mit Sigelverzeichnis) [Seite 573]
13.3.2.1 - a) Publikationen Harnacks [Seite 573]
13.3.2.2 - b) Briefwechsel [Seite 574]
13.3.3 - 3. Weitere Titel [Seite 574]
13.3.4 - 4. Titel, die nicht bei Smend verzeichnet sind [Seite 581]
13.4 - D. Literatur [Seite 581]
14 - Namenregister [Seite 612]
15 - Sachregister [Seite 622]
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