Ein Unheimlicher Ritter und die Stadt der Seelen: 4 Romane

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. August 2020
  • |
  • 500 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4336-8 (ISBN)
 
Dieser Band enthält folgende Romane von Art Norman: Schamanen-Terror Todeskuss der schwarzen Lady Stadt der toten Seelen Der unheimliche Ritter Moronthor lebt auf Schloss Aranaque. Er hat sich dem Kampf gegen die Mächte der Finsternis verschrieben - und die wichtigste Waffe gegen die dunkle Magie ist das Wissen. Moronthor ist ein Gelehrter, aber um die Finsternis zu bekämpfen, muss er magische Waffen einsetzen und seinen Kampf sowohl in dieser als auch in anderen Welten führen. Ihm zur Seite steht seine Gefährtin Nicandra. Erfahre mehr!
  • Deutsch
  • 1,00 MB
978-3-7389-4336-8 (9783738943368)

Schamanen-Terror


Art Norman



Biitzschnell glitten die beiden Türhälften der Liftkabine zurück und gaben für Liz Vanguard den Durchgang frei. Die schlanke Australierin trat auf den Korridor der Hoteietage hinaus und wandte sich zielstrebig nach links, wo sie ihr Apartment wußte. Nur kurz warf sie den Zimmertüren einen kontrollierenden Blick zu, bis sie vor ihrer stand. Auf die Nummer brauchte sie nicht einmal zu sehen. Sie hatte einfach abgezählt. Seit einer Woche wohnte sie bereits hier und kannte ihre Tür im Schlaf. Als ihre Hand die Klinke berührte, verspürte sie ein ungutes Gefühl. Instinktiv zuckte sie leicht zusammen. Die Tür war nicht verschlossen; sie schloß niemals ab, und sie hatte auch keine unliebsamen Überraschungen erlebt. Aber jetzt.?
Die braunhaarige Australierin drückte die Klinke energisch hinunter und ließ die Tür aufschwingen. Rechts das Bad, lmks eine Abstellnische. Geradeaus ging es in das eigentliche Zimmer. Die Zwischentür war geschlossen. Das war es, was nicht stimmte! Sie wußte, daß sie die Zwischentür weit offenstehen gelassen hatte. Jetzt war sie zugedrückt. Das Gefühl des Unheimlichen wurde in ihr immer stärker. Nicht mehr so energisch wie vorher öffnete sie die Zwischentür. Ihre Augen weiteten sich. Ein Fremder saß im Sessel und wandte ihr den Rücken zu. »Was machen Sie hier?« fragte Liz Vanguard. Der Mann wandte langsam den Kopf, und aus Liz' Mund drang ein entsetzter Schrei, der nicht mehr abreißen wollte. Der Fremde war - kein Mensch! *** Mit einem heftigen Ruck setzte sich Monica auf. Da war etwas gewesen, das sie wahrgenommen hatte. Etwas Fremdes. Sie schleuderte die Decke zurück. Fahles Mondlicht fiel durch das Zeltfenster herein. Wie spät mochte es sein? Sie wußte es nicht, wußte nur, daß sie etwas gespürt hatte. Eine Erinnerung blitzte in ihr auf. Vor ein paar Monaten. jene Ereignisse im Moor und in jener seltsamen Welt. sie schlug den Zelteingang auf und glitt hinaus. Fast im gleichen Moment kam Uschi aus dem anderen Zelt. Sie schien zu taumeln, das schulterlange blonde Haar war wirr, und die Augen des Mädchens starrten in unwirkliche Fernen. »Nicht.«, murmelte sie. »Bleib. bleib doch. nicht weg. hilf mir.« Monica spürte, wie sich etwas wie Nebel über ihren Geist legen wollte, und sie versuchte, die Benommenheit abzuschütteln. Aber das andere war stärker, das von ihrer Zwillingsschwester kam. Uschi wollte ihre Hilfe, um das Fremde festzuhalten. Was war es, das sie selbst nur als einen Gedankenhauch gespürt hatte? Noch jemand kam aus dem Zelt, in dem Uschi sich befunden hatte. Jörn war im Akkordtempo in seine Hose gestiegen und schloß gerade den Gürtel. »Was ist denn jetzt wieder los?« fragte er heftig. Doch er erhielt keine Antwort. Die Zwillinge berührten sich mit den Handflächen. Jetzt spürte Monica das Fremde deutlicher. Es war so etwas wie ein Ruf, der von irgendwoher in unauslotbare Fernen gerichtet war. Irgendwohin in ein nicht mehr faßbares Nichts. Die beiden Mädchen waren telepathisch veranlagt, konnten Gedankenmuster empfangen und auch aussenden - aber nur in Gemeinschaftsarbeit! Nur wenn sie beide zusammenwaren, sich auf ein gemeinsames Tun konzentrierten, konnten sie ihre telepathischen Fähigkeiten einsetzen. Und jetzt hatten sie beide gemeinsam das Fremde aufgefangen. Den Ruf? Verständnislos starrte Jörn die beiden Mädchen an. Aus Monicas Zelt erklangen Schnarchtöne; offenbar hatte Paul nicht bemerkt, daß seine Gespielin sich ins Freie begeben hatte. »Was soll das?« fragte Jörn erneut. »Wollt ihr den Mond anbeten oder so etwas?« Monica und Uschi schwiegen sich aus. Still standen sie da, die Handflächen gegeneinander gelegt, als übten sie ein heidnisches Ritual aus. Das war jedenfalls der Gedanke, der sich Jörn aufdrängte, der von Okkultismus nicht mehr wußte, als daß es etwas mit Beschwörungen und Gespenstern zu tun haben sollte. Als er in Uschis Gesicht sah, glaubte er, daß dem Mädchen ein Gespenst begegnet sein mußte. Das blasse Mondlicht ließ die beiden schlanken Mädchenkörper unnatürlich bleich erscheinen. Oben am Himmel jagten sich die Wolken, und die Baumkronen bogen sich leicht in dem Wind, der plötzlich aufgekommen war. Doch obwohl der Wind Kühle mit sich brachte, schienen die Mädchen nichts davon zu spüren. Vergeblich suchte Jörn an ihren Körpern nach fröstelnder Gänsehaut. Es war, als befänden sie sich in einer anderen Welt. Er konnte nicht ahnen, was in diesem Augenblick geschah. Konnte nicht ahnen, was die überempfindlichen Para-Sinne der Zwillinge in diesen Sekunden wahrnahmen. Plötzlich lösten sich ihre Hände voneinander, aber Jörns Anwesenheit nahmen sie nicht zur Kenntnis. »Sie sind so einsam«, flüsterte Uschi. »Wir sollten ihnen helfen.« »Aber wie?« fragte Monica. Ihr Blick ging förmlich durch Jörn hindurch, der schräg hinter ihrer Schwester stand und ratlos von einer zur anderen sah. Uschi strich sich mit einer fahrigen Bewegung durch das wirre Haar. Ihr nackter Körper schien im Mondlicht zu leuchten. »Wir können es vielleicht nicht, aber wir kennen doch jemanden, der es bestimmt kann«, sagte sie. »Professor Moronthor!« *** »Nein!« schrie Liz Vanguard entsetzt. Es war wie ein Alptraum. Das Wesen, das sich jetzt aus dem Sessel erhob, war kein Mensch. So superschlank konnte kein Mensch sein. Menschen besaßen auch keine silberne Schuppenhaut, die völlig haarlos war. Sie besaßen auch keine kindhaft großen, grün schimmernden Telleraugen oder flache Nasen. Lippenlos war der Mund, und der schmale Kopf besaß keine Ohrmuscheln. Im ersten Augenblick glaubte die Australierin, das Wesen sei nackt. Dann erst erkannte sie den silbernen Overall, der sich nicht von der Farbe der Schuppenhaut abhob. Im gleichen Moment legte sich von hinten eine Hand über ihre Schulter und vor den Mund und brachte ihren langanhaltenden Entsetzensschrei zum Verstummen. Sie versuchte, wild um sich zu schlagen, doch der Angreifer war stärker und ließ ihr keine Chance. Er zerrte sie zu dem breiten Bett und schleuderte sie darauf. Dann erst ließ er los. »Ruhig«, befahl er hart. Sie schrie nicht mehr. Langsam drehte sie sich auf den Rücken. Ein hochgewachsener, athletischer Mann in Jeans und Rollkragenpullover starrte sie aus eisgrauen Augen an. »Wer sind Sie?« fragte er kalt. »Was wollen Sie hier?« Liz sah ihn an, dann wandte sie leicht den Blick. Der Silberhäutige stand ruhig neben seinem Sessel und bewegte sich nicht. Allmählich schwand das Grauen, das die Frau gepackt hatte. Es mochte mit der irgendwie beruhigenden Erscheinung des Mannes Zusammenhängen. »Was machen Sie in meinem Zimmer?« fragte sie leise. Der Fremde, der trotz der australischen Wärme Rollkragenpullover trug und dennoch nicht schwitzte, schüttelte langsam den Kopf. Erst jetzt sah sie, daß er eine flache Pistole in der Hand trug. Er drehte den Kopf dem Silberhäutigen zu. »Chaala, schließ bitte die Tür«, sagte er. Dann sah er wieder Liz Vanguard an. »Sie irren«, sagte er. »Dies ist nicht Ihr Zimmer. Wir haben diese Etage gemietet.« Er betonte das Wir besonders. Liz begann sich zu fragen, was das alles bedeutete. Sie sah sich um. Einige persönliche Gegenstände, die sie in ihrem Zimmer verteilt hatte, fehlten. Dieses Zimmer strahlte eine fremdartige Kälte aus, die jedoch nicht unsympathisch wirkte. Sollte sie sich in der Etage geirrt haben? »Vielleicht haben Sie im Lift den falschen Knopf gedrückt«, sagte der Grauäugige. »Wie heißen Sie?« Sie stellte sich vor. »Und Sie?« Der Mann lächelte und steckte die Pistole ein »Balder Odinsson«, sagte er. Mit lautlosen, irgendwie gleitenden Schritten tauchte der Silberhäutige neben ihm auf, der die Zimmertür geschlossen hatte. Er sah den Pullovermann aus seinen grünen Telleraugen an. »Wir warten, bis der Professor zurückkommt«, sagte Odinsson, als beantworte er eine Frage. »Er soll entscheiden. In der Zwischenzeit bleibt diese Dame bei uns. Keine Angst, Miß Vanguard. Chaala beißt nicht. Er ist ein Geschöpf wie Sie und ich.« »Das. das glaube ich nicht«, stieß sie hervor. Ihre Augen flackerten, als sie den Fremden betrachtete. »Warum - warum sieht er so seltsam aus?« Odinsson lächelte fein. »Weil er nicht von der Erde stammt«, sagte er trocken. *** »Komm«, sagte Uschi. »Wir müssen ihn anrufen.« Ihre Hand tastete nach der ihrer Zwillingsschwester und wollte sie mit sich ziehen. Doch jetzt wurde es Jörn ein wenig zu bunt. Seine Hand legte sich auf die Schulter des Mädchens. »Warte«, sagte er. »Ich will jetzt eine Antwort. Was ist das für ein Spiel?« Durch Uschi ging ein jäher Ruck. Ihr schlanker Körper straffte sich. Sie schien aus einer Art Trance zu erwachen und sah Jörn mit leicht geweiteten Augen an. »Was. was ist?« »Willst du mich...

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: ohne DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "glatten" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Ein Kopierschutz bzw. Digital Rights Management wird bei diesem E-Book nicht eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

3,99 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB ohne DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen