Geteilter Tod

Thriller
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Juni 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0470-8 (ISBN)
 
Ein frisch verheiratetes Paar wird tot in Miami Beach aufgefunden. Ihre nackten Körper sind auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Ein perfektes Paar, in Symmetrie verbunden. Mit Sekundenkleber.

Während die Untersuchung von Detective Sam Becket anläuft, wird ein zweites Paar entführt und auf ähnliche Weise arrangiert tot aufgefunden. Der Mörder scheint seine Opfer paarweise einem perversen psychologischen Experiment zu unterziehen, bevor er sie umbringt.

Bald fürchten Paare in ganz Miami Beach um ihr Leben, während Sam und sein Team einen unsichtbaren Gegner bekämpfen, vor dem niemand sicher ist. Niemand. Auch nicht Sam und seine Frau Grace.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 1,42 MB
978-3-8387-0470-8 (9783838704708)
3838704703 (3838704703)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"15 (S. 57-58)

Manchmal hasste Martinez sich selbst. All sein Gerede, diese ganze Konzentration darauf, es nur ja richtig zu machen - und am Ende machte er nichts richtig, denn er hatte es ja nicht einmal fertiggebracht, die verdammten Worte während des Essens so von sich zu geben, wie er es geplant hatte. Er hatte Jessica ins Blue Moon ausgeführt, eines der Restaurants im Doubletree Grand Hotel, weil ein Typ, mit dem er sich vor ungefähr zwei Wochen in einer Bar unterhalten hatte, ihm von dem grandiosen romantischen Abend vorschwärmte, den er dort mit seiner Freundin verbracht hatte.

Der Bursche hatte wie ein anständiger Kerl gewirkt, und sonst gab es niemanden, den Martinez hatte fragen wollen - nicht einmal Sam. Es war Martinez peinlich gewesen, weil ein Detective mittleren Alters eigentlich wissen sollte, wohin er seine Freundin zu einem Abendessen ausführte. Also hatte er den Rat des Fremden befolgt und im Blue Moon einen Tisch mit Blick über die Bucht reservieren lassen. Das Problem war nur, dass er den Laden bereits verabscheute, bevor sie ihn überhaupt gefunden hatten. Das Doubletree Grand Hotel war riesig, und es wimmelte von Touristen.

Um zum Blue Moon zu gelangen, hatten sie eine Rolltreppe nehmen müssen, was einem das Gefühl vermittelte, in einem verdammten Einkaufszentrum oder in einem Bahnhof zu sein. Als Martinez wunderschöne Freundin sich an seine schweißnasse Hand klammerte, war er sicher gewesen, dass sie den Trubel genauso sehr verabscheute wie er selbst. Das Blue Moon selbst erwies sich allerdings als sehr schick, und die Aussicht auf den Jachthafen war großartig, aber es war alles sehr modern und ziemlich unromantisch, bestimmt nicht das Richtige für Jessica Kowalski, ein eher altmodisches Mädchen.

Doch kaum hatten sie Platz genommen und Martinez hatte für sie ein Glas Chardonnay und für sich selbst ein Bier bestellt, blickte Jessica sich um und meinte: »Al, das ist wunderschön.« O Gott, er liebte sie. »Ich wollte etwas Besonderes«, hatte er geantwortet, und ihr Lächeln hatte ihre blauen Augen zum Strahlen gebracht. Für einen kurzen Moment hatte er erwogen, es just in diesem Augenblick zu tun, aber dann waren ihre Drinks gekommen, und plötzlich kam es Martinez so vor, als habe er wieder alles versaut, weil er eigentlich Champagner hätte bestellen müssen.

Allerdings hätte Jessica dann erraten können, was kommen würde, und das hätte ihn noch nervöser gemacht. Also saß er da und fühlte sich, als hätte das Leben ihn auf dem falschen Fuß erwischt. Und dann hatten sie sich die Speisenkarte angeschaut, und es war nur noch um das Essen gegangen. Und die Chance war vertan. Während der Vorspeise war die Sache vorübergehend einfacher geworden. Martinez hatte Calamari gegessen, Jessica hatte sich gebratene Jakobsmuscheln bestellt. Als sie gefragt hatte, was sie getan habe, dass sie diese herrschaftliche Bewirtung verdiene, hatte Martinez erwidert, sie verdiene nur das Beste überhaupt, und hatte sich wieder total verspannt. Beim Hauptgericht hatte Jessica ihn gefragt, ob es ihm gut gehe. »Es geht mir prächtig«, hatte er geantwortet.

»Das Steak ist hervorragend.« »Aber du wirkst irgendwie angestrengt.« »Ich bin bloß ein bisschen müde«, hatte Martinez erwidert und sich am liebsten selbst in den Hintern getreten, weil die Bemerkung ziemlich dumm gewesen war. Er hatte sich fest vorgenommen, die Angelegenheit während des Nachtischs zur Sprache zu bringen, nur hatte Jessica dann leider erklärt, sie könne keinen Bissen mehr herunterbringen. »Al, irgendetwas stimmt nicht«, hatte sie gesagt, als sie den Ausdruck auf seinem Gesicht sah. »Nur, dass ich dich nicht verdiene.«"

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